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Wegen Duda: Gisdol erwägt Systemwechsel in der Offensive


Muss der 1. FC Köln seine erfolgreiche Formation der letzten drei Spiele der veränderten Personalsituation anpassen? Markus Gisdol deutete am Montag an, im Derby gegen Bayer 04 Leverkusen eine veränderte Formation aufs Feld zu schicken, da mit Ondrej Duda ein Schlüsselspieler fehlen wird, der eins zu eins wohl kaum zu ersetzen sein wird.

Köln – Ondrej Duda spielte zuletzt als Falsche Neun in einem 3-5-2 neben Jan Thielmann, je nach gegnerischer Formation auch von Thielmann rechts und Ismail Jakobs flankiert als zentrale Spitze. Der Slowake war extrem laufstark (im Schnitt stets über 12 Kilometer auf 90 Minuten), arbeitete jedoch nicht nur viel zurück, sondern war durch seine technischen Fertigkeiten in der Lage die Anspiele seiner Teamkollegen zu verarbeiten und die Mitspieler wieder in Szene zu setzen.

Etwas, das dem FC bislang in der Saison gefehlt hatte. Zu häufig waren die Bälle in der vordersten Linie sofort wieder weg gewesen, wenn einer der Mittelstürmer (in der Regel Sebastian Andersson) angespielt worden waren. So hatte es mit Duda eine veränderte Statik im FC-Spiel gegeben, die nicht nur der Offensive geholfen hatte torgefährlicher zu werden, sondern auch der Defensive, da die geklärten Bälle nicht ständig als Bumerang zurückkamen.

Das sind die Duda-Alternativen

Jetzt aber sich Gisdol etwas einfallen lassen, denn Duda ist Gelb-Rot-gesperrt. „Es hängt davon ab, welche Variante wir wählen. Wir haben mehrere Optionen für diese Position“, sagte der FC-Trainer am Montag auf der Pressekonferenz der Geißböcke vor dem Derby. Gisdol deutete an, dass nicht nur Sebastian Andersson und Anthony Modeste als Alternativen in Frage kämen, sondern dass „wir auch Spieler haben die es ähnlich interpretieren können wie Ondrej“. Am ehesten kämen dann Dominick Drexler, Marius Wolf oder Salih Özcan neben Jan Thielmann in Frage. Drexler spielte bereits unter Achim Beierlorzer zweite Spitze, Thielmann unter Gisdol als Neuner, Wolf hat in seiner Karriere ebenso bereits zentral im Sturm aushelfen müssen, und Özcan hat besonders in Kiel gezeigt, dass er mehr ist als nur ein zentraler Mittelfeldspieler. Auch beim FC deutete er zuletzt seinen Offensivdrang vermehrt an.

Was macht Gisdol mit Andersson und Modeste?

Gerade für den Fall einer Rückkehr von Jonas Hector wäre ein Verschieben Özcans in die vorderste Reihe eine Alternative. Doch ob der FC-Kapitän gegen Bayer Leverkusen wieder dabei sein wird, ließ Gisdol offen. Der FC-Trainer sprach von einer „unveränderten Personalsituation“ und erklärte Hector zu einer Option, die jedoch noch nicht sicher sei, da die Entscheidung weiter beim Spieler liege. Derweil muss sich der FC-Trainer auch mit der Frage auseinandersetzen, ob er es durch den Duda-Ausfall überhaupt erlauben kann, erneut Andersson und Modeste beide auf der Bank zu lassen. Ein erneuter Verzicht auf die beiden Mittelstürmer würde das Duo wohl hart treffen, wenngleich Modeste in Mainz keine Werbung für einen Startelf-Einsatz machen konnte. Andersson wäre der weitaus laufstärkere Angreifer. Doch ob sein Knie wirklich schon wieder fit ist, ist nicht bekannt.

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