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Hertha-Spiel hat gezeigt: FC braucht Hector in Bestform


Als Jonas Hector gegen die Hertha in der 67. Minute zu Boden ging und sich den Nacken hielt, dürfte dem 1. FC Köln Angst und Bange geworden sein. Der Kapitän hatte bis dato sein bestes Spiel seit seinem Comeback abgeliefert, musste dann aber verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Umso größer war die Erleichterung, als der 30-jährige nach dem Spiel selbst Entwarnung geben konnte. 

Köln – Gegen den SC Freiburg feierte Jonas Hector 105 Tage nach seiner Nacken-Verletzung sein Comeback in der FC-Startelf. Bei der 0:5-Niederlage im Breisgau lief der Kapitän allerdings als Linksverteidiger auf. Eine Position, auf der Hector zwar zum Nationalspieler wurde, unter Markus Gisdol allerdings nur bei dessen Debüt-Spiel als FC-Coach in Leipzig spielte. Damals, Ende November 2019, geriet der FC mit 1:4 ähnlich deutlich unter die Räder wie vor zehn Tagen in Freiburg.

Hector im zentralen Mittelfeld deutlich wichtiger

Beim 0:0 gegen die Hertha brachte Gisdol seinen Kapitän dann schließlich wieder im zentralen Mittelfeld. Mit Erfolg: Hector zeigte sich formverbessert und schien im Vergleich zur Vorwoche körperlich einen weiteren Schritt nach vorne gemacht zu haben. Dabei hielt der 30-jährige das Zentrum weitgehend dicht und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Berliner kaum gefährlich vor Torhüter Timo Horn in Erscheinung treten konnten. Kaum ein Spieler im FC-Kader verfügt über eine derartige Übersicht und Spielintelligenz wie der ehemalige Nationalspieler, sodass am Samstag einmal mehr deutlich wurde, wie wichtig Hector für die weiteren Saisonverlauf sein dürfte. Mit seinem technisch starken Zuspiel auf Ehizibue leitete der gebürtige Saarländer zudem die beste FC-Chance ein, die Marius Wolf jedoch nicht nutzen konnte (60.).

Dass Hector für die Geißböcke beinahe unverzichtbar ist, zeigte am Samstag auch die Tatsache, dass die Berliner Drangphase erst startete, als der Kapitän in der 69. Minute angeschlagen ausgewechselt wurde. Kurze Zeit später kamen die Herthaner zu ihren besten Torgelegenheiten und nutzen die Kölner Unsortiertheit im Mittelfeld. Daher war die Erleichterung umso größer, als Hector nach dem Spiel Entwarnung hinsichtlich seines Gesundheitszustandes geben konnte. Nach einem Zusammenprall mit Omar Alderete war Hector in der 67. Minute zunächst liegen geblieben und hatte sich den Nacken gehalten, welcher ihn nach einem Schleudertrauma knapp drei Monate vollends außer Gefecht gesetzt hatte. Zwar rappelte sich Hector wieder auf, konnte in der Folge aber nicht weiterspielen.

„Ich gehe davon aus, dass alles in Ordnung ist“, sagte der Kapitän bereits unmittelbar nach dem Spiel. Aufgrund der vorangegangenen Verletzung sei die Auswechslung lediglich eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. „Ich denke, dass alles im grünen Bereich ist.“ Beim FC wird man bei diesen Worten erleichtert aufgeatmet haben. Denn je schneller Hector wieder zu alter Stärke zurückfindet, umso besser dürfte dies auch für die Geißböcke im Abstiegskampf sein.

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