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Nach dem 0:5-Debakel: Gisdol schaut genau hin


Der 1. FC Köln hat drei Tage nach dem 0:5-Auftritt beim SC Freiburg wieder das Training aufgenommen. Bei strömendem Regen verfolgte Trainer Markus Gisdol die über anderthalb Stunden dauernde Einheit dabei weitestgehend aus der Ferne. Personelle Konsequenzen scheint die Pleite am vergangenen Wochenende derweil nicht von sich zu tragen. 

Köln – Mit drei Torhütern und 23 Feldspielern betrat der 1. FC Köln am Dienstagvormittag pünktlich um 11 Uhr den Trainingsplatz. Während Sebastian Andersson und Florian Kainz derzeit zu den einzigen verletzungsbedingten Ausfällen zählen, wurden Frederik Sörensen, Robert Voloder und Christian Clemens bereits vor dem 0:5 in Freiburg zur U21 degradiert (der GEISSBLOG berichtete). Letzterer zumindest wurde am Dienstag zu Verhandlungen mit anderen Vereinen von den Geißböcken freigestellt und könnte den FC in den kommenden Tagen verlassen.

Gegen Hertha zurück zur Fünferkette?

Auch Kingsley Ehizibue, der in der laufenden Saison nicht über Rolle des Ersatzspieler hinaus kommt, wird aktuell mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Anmerken ließ sich der 25-jährige die Gerüchte um seine Person am Dienstag aber nicht. Vielmehr spielte der Rechtsverteidiger seinen Part in der trainierten Fünferkette mit Czichos, Bornauw, Cestic und Katterbach auffällig souverän und überzeugte zudem mit der ein oder anderen präzisen Flanke.

 

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Eine wirkliche Veränderungen, die das desaströse Auftreten der Geißböcke am Samstag hätte mit sich bringen können, konnte man am Dienstag auf dem Trainingsplatz derweil nicht feststellen. Weder wurde auffällig intensiv trainiert, noch wurde es zwischenzeitlich laut auf dem Rasen. Mal mit und mal ohne Torabschluss wurde in verschiedenen Spielformen im Elf gegen Elf trainiert, sowohl mit abwechselnd angreifenden und verteidigenden Mannschaften, sowie einem offenen Spiel zum Schluss. Auffällig war lediglich die Tatsache, dass Markus Gisdol gegen die Hertha wohl zur Fünfer- respektive Dreierkette zurückkehren wird. Während in der einen Mannschaft Czichos, Bornauw und Cestic die Dreierkette bildeten, spielten im anderen Team Jannes Horn, Meré und Schmitz gemeinsam im Abwehrzentrum. Marius Wolf behielt dabei jedoch trotz Rückkehr zum alten System eher die offensive Rolle inne.

Pawlak leitet Training an, Gisdol schaut von außen zu

Markus Gisdol blieb derweil während der gesamten Einheit vermehrt im Hintergrund und hielt sich auffällig zurück. Vielmehr war es Co-Trainer André Pawlak, der die Übungen anleitete, anhielt und korrigierte. Gisdol hingegen schaute sich die Abläufe stets aus mehreren Metern Entfernung an und schien genau zu beobachten, wie die Spieler zu Beginn der Trainingswoche auf das in Freiburg Geschehene reagierten. Einzig nahm sich der Trainer immer mal wieder einzelne Spieler raus und gab ihnen individualtaktische Anweisungen. Einen wirklichen Hinweis auf eine radikale Veränderung der Abläufe oder des Personals gab es nach der 0:5-Pleite am Dienstag also nicht. Es wird also wohl bis zum Spiel gegen die Hertha am Samstag abzuwarten bleiben, wie die Mannschaft und das Trainerteam die herbe Pleite intern aufarbeiten und welche Schlüsse sie daraus ziehen werden.

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