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Wahnsinn auf Schalke: Thielmann in der Nachspielzeit!


Der 1. FC Köln hat in einem wahren Abstiegskrimi mit 2:1 (1:0) beim FC Schalke 04 gewonnen. Die Geißböcke gingen durch Rafael Czichos in Führung und beendeten damit die Tor-Durststrecke nach 516 Minuten, brachen in der zweiten Halbzeit aber ein und kassierten den verdienten Ausgleich. In der Nachspielzeit war es dann aber Jan Thielmann, der den FC doch noch zum so wichtigen Sieg gegen den Tabellenletzten schoss.  

Aus der Veltins-Arena berichtet Marc L. Merten

Statistiken gab es vor dem Spiel genug. Eine davon lautete: In den letzten sieben (!) Heimspielen des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln saß immer ein anderer S04-Trainer auf der Bank der Gastgeber. Christian Gross war nun also der Achte! In dieser Zeit saß Markus Gisdol als Co-Trainer von Ralf Rangnick auf der Schalke-Bank und gewann mit 5:1 gegen die Geißböcke. Am Mittwochabend wollte Gisdol wieder siegreich bleiben, diesmal aber mit dem FC. Auch, weil die Tabellenkonstellation klar war: Weil Mainz am Dienstag verloren hatte, bestand für die Kölner die Chance mit einem Sieg acht Punkte zwischen sich und die beiden letzten Tabellenplätze zu legen. Dafür bot Gisdol dieselbe Startelf auf wie am Wochenende gegen die Hertha und wechselte letztlich nach langem Zögern den Sieg ein.

Moment des Spiels

Es lief die dritte Minute der Nachspielzeit. Der FC angeschlagen, kaum mehr zu irgendetwas fähig als zu reagieren. Stambouli unterband einen Konter des FC an der Mittellinie. Doch noch einmal setzten die Geißböcke nach. Özcan und Thielmann gewannen den Ball. Rexhbecaj lief in der Mitte los. Arokodare räumte die rechte Seite frei, indem er in die Mitte zog, und so hatte Thielmann Platz, wurde bedient und jagte die Kugel an Fährmann vorbei in die Maschen. Der Jubel auf der FC-Bank war riesig, alle Spieler eilten zum Torschützen. Es war der Siegtreffer, an den kaum jemand mehr geglaubt hatte.

Fazit

Was für ein Spiel, was für ein Finale! Der 1. FC Köln hat einen Big Point im Abstiegskampf gelandet und Schalke sowie Mainz tatsächlich um acht Punkte distanziert. Das ist im Tabellenkeller eine Welt. Doch dazu kam es nur mit sehr viel Glück. Rafael Czichos hatte nach einem Eckball per Kopf die Führung erzielt, und tatsächlich spielte der FC danach plötzlich erstmals seit Wochen wieder Fußball. Doch was in der zweiten Hälfte passierte, was nichts weniger als ein Einbruch. Unerklärlich, wie die Geißböcke aufhörten Fußball zu spielen und auch zu kämpfen. Unerklärlich ebenso, wie Gisdol dies eine Viertelstunde lang inklusive Ausgleichstreffer und weiteren Schalke-Chancen zur Führung ohne jede Einflussnahme von außen hinnahm. Doch dann wechselte er – und er wechselte den Sieg ein. Rexhbecaj, Özcan, Arokodare und Torschütze Thielmann – am Ende fragt niemand mehr, wie der Sieg zustande kam. Der FC hat drei immens wichtige Punkte geholt und kann endlich wieder einmal durchatmen.

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