,

„Große Dankbarkeit“: So erklärt Meyer seinen Wechsel zum FC


Max Meyer hat gegen Arminia Bielefeld sein Bundesliga-Comeback für den 1. FC Köln gefeiert. Der Neuzugang gehört zu den Kölner Hoffnungsträgern für die Rückrunde, um am Ende den Klassenerhalt zu schaffen. Meyer selbst sprach hinsichtlich seines Wechsels zum FC von großer Dankbarkeit und dem Wunsch, wieder in der Bundesliga zu spielen. 

Köln – Zwei Jahre, neun Monate und 25 Tage nach seinem letzten Spiel für den FC Schalke 04 ist Max Meyer am Sonntagnachmittag wieder in die Bundesliga zurückgekehrt. Der zentrale Mittelfeldspieler wurde in der 90. Minute beim Stand von 3:1 für Elvis Rexhbecaj eingewechselt und feierte entsprechend sein Debüt für den 1. FC Köln. „Ich habe mich gefreut, wieder in der Bundesliga zu sein. Ich bin sehr zufrieden, dass ich wieder da bin“, sagte der 25-jährige einen Tag nach seinem Comeback.

Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt

Der Wechsel von Meyer, der gerade in den letzten Monaten bei Crystal Palace nicht mehr wie gewünscht zum Zuge kam, sei dabei relativ schnell zu Stande gekommen. Hauptverantwortlich dafür war dabei der Geschäftsführer der Geißböcke, wie der Spieler zugab: „Der Kontakt zu Horst Heldt ist nie abgerissen, wir haben zu Schalker Zeiten immer ein sehr gutes Vertrauensverhältnis gehabt. Er hat mich damals zum Profi gemacht und deswegen herrscht auch noch eine große Dankbarkeit von meiner Seite aus“, erklärte Meyer die Beziehung zu dem Kölner Verantwortlichen. Dabei habe es für den ehemaligen Schalker auch andere Angebote aus dem Ausland gegeben, wie Meyer verriet: „Ich wollte aber sehr gerne in die Bundesliga zurück und Köln ist ein Riesen Verein mit großer Tradition. Man spürt vom ersten Tag an, welche Wucht dieser Klub hat. Deswegen ist die Wahl am Ende auf Köln gefallen.“ Auch Markus Gisdol kannte Meyer noch aus gemeinsamen Zeiten auf Schalke, wenngleich er erst 16 Jahre alt war, als der heutige FC-Coach Co-Trainer unter Huub Stevens war. „Natürlich hat es auch eine Rolle gespielt, dass ich den Trainer schon kenne. Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt.“

Viel Zeit hatte Meyer vor seinem ersten Pflichtspiel mit den Geißböcken allerdings nicht. Lediglich vier Trainingseinheiten lagen zwischen seinem Wechsel und dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld. Auch ein Grund, warum Meyer letztendlich erst so spät eingewechselt wurde. „Die Zeit war ziemlich knapp, ich musste schnell die Teamkollegen und den Staff kennenlernen“, sagte Meyer und berichtete gleichzeitig über seine ersten Eindrücke in seiner neuen Mannschaft: „Die Stimmung war angespannt, jeder wusste, dass das Spiel am Sonntag enorm wichtig wird. Alle waren hochkonzentriert und haben gut gearbeitet in den Trainingseinheiten. Man konnte gestern sehen, dass die Mannschaft in Takt ist.“ Beim FC hofft Meyer nun auf Spielpraxis, die ihm in den letzten Monaten auf der Insel verwehrt geblieben war. Warum der ehemalige Nationalspieler von Roy Hodgson nach eigentlich zwei ordentlichen Jahren zuletzt überhaupt nicht mehr berücksichtigt wurde, weiß Meyer dabei selbst nicht so genau. „Ich glaube, dass ich nicht hundertprozentig in sein Profil gepasst habe“, erklärte der 25-jährige. „Was aber der Grund für die letzten drei, vier Monate war, weiß ich auch nicht. Mein Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen, vielleicht hat es auch damit zusammengehangen.“ Trotzdem sieht Meyer seine Zeit in der Premier League nicht gänzlich als Enttäuschung an. „Es war insgesamt sehr lehrreich und spannend für mich. Es war eine schöne Zeit, auch wenn es am Ende nicht mehr ganz so gut war.“

Es ist beides denkbar

Im Nachteil sieht sich Meyer gegenüber seinen neuen Kollegen aufgrund der fehlenden Einsatzzeiten für die Rückrunde aber nicht. Die Grundfitness, so sagt er, sei nach wie vor vorhanden. „Natürlich fehlt ein bisschen die Spielpraxis, die versuche ich jetzt schnellstmöglich zu holen. Ich habe auch viel extra trainiert, um fit zu bleiben.“ Dass Meyer den FC qualitativ auf ein anderes Niveau heben könnte, sollte er an seine besten Zeiten anknüpfen können, steht derweil außer Frage. Trotzdem wird sich der Neuzugang seinen Stammplatz im quantitativ stark besetzten FC-Mittelfeld erst erkämpfen müssen. Zugute kommt ihm dabei wohl, dass er im Zentrum flexibel einsetzbar ist. So sagt er selbst: „Am wohlsten fühle ich mich in der Zentrale, ob auf der Sechs, Acht oder Zehn ist dabei aber zweitrangig.“ Nach seinem Kurzeinsatz gegen Bielefeld hofft Meyer nun, in den kommenden Wochen wieder zu alter Stärke zurückzufinden und sich seinen Platz in der ersten Elf von Markus Gisdol zu erkämpfen. Ob sich dann im Sommer eine längerfristige Zusammenarbeit zwischen Meyer und dem FC entwickelt, ist derzeit noch völlig offen. „Es ist beides denkbar“, erklärte der Spieler. „Erstmal geht es darum, wieder Spielpraxis zu bekommen und gleichzeitig dem Verein zu helfen, in der Liga zu bleiben. Den Rest werden wir dann im Sommer besprechen.“ So hofft Max Meyer, seinen Teil dazu beitragen zu können, dass dem FC die Rettung am Ende gelingt. Auch in dem Wissen, dass er in diesem Fall wohl selbst seine Karriere retten könnte.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar