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„Ich warte auf meine Chance“ – Limnios ein Leidtragender des Systems?


Erst zwei Mal stand Dimitris Limnios beim 1. FC Köln in der Startelf. Der griechische Nationalspieler schien im Laufe der Saison immer mehr den Anschluss an die Startelfplätze verloren zu haben und flog zwischenzeitlich sogar mehrfach aus dem Kader. Insbesondere durch die Kölner Systemumstellung fand der Rechtsaußen seinen Platz nicht mehr. Trotzdem wartet Limnios weiter auf seine Chance und wurde darin auch von Trainer Markus Gisdol bestärkt. 

Köln – Für Dimitris Limnios läuft die Saison bislang noch nicht wie erhofft. Als 22-jähriges Offensivtalent wurde der Grieche vor der Saison von PAOK Saloniki verpflichtet. Bislang stand Limnios allerdings erst zwei Mal in der Startformation und wurde darüber hinaus sieben Mal eingewechselt. „Es ist für mich eine schwierige Zeit“, gab der Sommer-Neuzugang nun in der Vereinsdokumentation 24/7 FC zu, die ihn zeigt, wie er das Spiel gegen Schalke 04 zuhause vor dem Fernseher verfolgte. „Ich denke, in den Spielen, in denen ich gespielt habe, konnte ich dem Team helfen“, sagte Limnios dabei.

Ich kenne meine Qualitäten

Im Hinspiel gegen den VfB Stuttgart spielte Limnios erstmals in dieser Saison länger als eine Halbzeit, als er früh im ersten Durchgang für Kingsley Ehizibue eingewechselt wurde. Dort präsentierte sich der Rechtsaußen durchaus als dribbelstark und mit guten Flanken. So wurde Limnios in der Folge auch mit zwei Startelfeinsätzen von Markus Gisdol belohnt. Doch insbesondere seit der Systemumstellung auf die Dreierkette findet der Flügelspieler immer weniger Berücksichtigung. „Ich kenne meine Qualitäten und ich warte auf meine Chance“, sagte der Grieche zwar. Gleichzeitig weiß Limnios auch, dass die Position im Mittelfeld, die beim FC aktuell vor allem Marius Wolf bekleidet wird und auch viel Defensivarbeit erfordert, nicht unbedingt zu seinen stärksten gehört. So zählt der Sommer-Neuzugang momentan ähnlich wie Benno Schmitz oder auch Noah Katterbach zu jenen Spielern, die nicht unbedingt von der Systemumstellung profitieren.

Einwechslung in Frankfurt als wichtiges Zeichen

Trotzdem ist Limnios, dessen Vertrag in Köln noch bis 2024 läuft, optimistisch, zukünftig wieder auf mehr Einsatzzeiten zu kommen. „Zwei Tage vor dem Pokalspiel gegen Osnabrück hatte ich ein Gespräch mit dem Trainer, in dem er mir gesagt hat, dass sie sehr zufrieden mit mir sind und ich weiter arbeiten soll“, berichtete Limnios von der Kommunikation mit Markus Gisdol und dem Trainerteam. „Mein Training sei sehr gut und meine Zeit würde kommen.“ Nun warte der Nationalspieler weiter auf seine Chance. „Genug Qualität habe ich, was fehlt, ist Spielpraxis“, ist Limnios nach wie vor überzeugt, sich in der Bundesliga durchsetzen zu können. „Der Rhythmus hier ist sehr hart, deshalb ist es das Wichtigste, ins Spielen zu kommen.“ Gegen Eintracht Frankfurt wurde der 22-jährige, der zwischenzeitlich sogar für vier Spiele aus dem Kader gestrichen wurde, zumindest einmal wieder eingewechselt. Zwar dürften die acht Minuten bei der 0:2-Niederlage nicht sonderlich zu mehr Spielrhythmus beigetragen haben, für Dimitris Limnios dürfte es jedoch ein wichtiges Zeichen gewesen sein, nicht gänzlich den Anschluss verloren zu haben.

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