,

„Nur wenn man Tore schießt, kann man Spiele gewinnen“


Der 1. FC Köln kann gegen den VfB Stuttgart zuhause nicht gewinnen. Die 0:1 (0:0)-Niederlage war bereits das elfte Heimspiel in Folge ohne Sieg. Dabei war der FC einmal mehr offensiv zu harmlos und wachte zu spät auf, um etwas Zählbares im Abstiegskampf mitzunehmen. Entsprechend bedient waren die Spieler über ihre eigenen Leistung. Die Stimmen zum Spiel. 

Aus Müngersdorf berichtet Sonja Eich 

Marius Wolf: „Wir müssen das Gegentor besser verteidigen. Wir wollten ein kompaktes Spiel machen, in der ersten Halbzeit haben wir aber zu tief gestanden. Dadurch hatten wir weite Wege und haben uns das Leben selber schwer gemacht. Wenn wir mehr nach vorne gespielt hätten, hätten wir das Spiel offener gestalten können. Das müssen wir uns ankreiden. Jetzt müssen wir weitermachen und weiter trainieren. Im Abstiegskampf zählen die Punkte.“

Haben zu wenig investiert

Timo Horn: „Wir hätten an Stuttgart ranspringen können, das war unser großes Ziel. Das hat nicht funktioniert, weil wir zu wenig nach vorne investiert haben. Wir sind in der ersten Halbzeit nicht einmal gefährlich vor das Tor gekommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir mit dem Lattenschuss von Salih Pech. Wir müssen insgesamt zwingender nach vorne spielen, da reichen nicht die 15-20 Minuten am Ende. Defensiv war es eine ansprechende Leistung, aber davon können wir uns nichts kaufen. Nur wenn man Tor schießt, kann man Spiele gewinnen. Wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir das Potenzial dazu haben.“

Rafael Czichos: „Wenn man sieht, wie wir das Gegentor bekommen: Genau so wollen wir es nicht bekommen. Ansonsten haben wir alles relativ gut weg verteidigt. Wenn man nicht zwingend genug nach vorne spielt, ist es schwierig, in dieser Liga Punkte zu holen. Wir haben viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Das kostet sehr viel Kraft, die uns dann vorne fehlt. Wir haben eine gute Idee, spielen es aber zu ungenau. Bis auf eine Torchance war nicht viel dabei, das reicht nicht.“

Der Ausgleich lag in der Luft

Salih Özcan: „Die Niederlage war zu vermeiden. Wir haben unsere Aufgabe ganz gut gemacht, die Stuttgarter hatten Schwierigkeiten vor unser Tor zu kommen. Es ist ärgerlich, dass wir das Standardgegentor bekommen. Ich habe nochmal versucht, Zug zum Tor zu schaffen und zu Abschlüssen zu kommen. Wir versuchen im Abstiegskampf alles reinzuwerfen. Wir müssen das Spiel jetzt recht schnell abhaken und gegen Bayern ein gutes Spiel abliefern.“

Markus Gisdol: „Glückwunsch an den VfB. Wir haben es heute verpasst, auf Stuttgart aufzuschließen in der Tabelle. In der ersten Halbzeit haben wir gut verteidigt, aber hatten nach Balleroberungen viele einfache technische Fehler. Deswegen sind wir nicht zu Torchancen gekommen. Stuttgart hat uns schon was angeboten, die Räume waren da, wir haben sie aber nicht angespielt. Das haben wir in der Pause angesprochen. Dann sind wir leider ins Hintertreffen geraten. Wir haben dann kurz gewackelt, dann aber Spielkontrolle gewonnen. Schade, dass wir den Ausgleich nicht machen. Der lag in der Phase in der Luft. Es hätte sich niemand beschwert, wenn es 1:1 ausgegangen wäre. Aber ich habe keine Lust, das so zu bewerten, weil wir es in der ersten Halbzeit nicht gut genug gelöst haben.“

Pellegrino Matarazzo: „Wir haben es in der ersten Halbzeit schwer gehabt. Köln hat die Räume sehr dicht gemacht. Wir sind schwer in unseren Tempofußball gekommen. Unter dem Strich haben wir den Gegner aber gut kontrolliert. Wir wussten, dass der Führungstreffer heute sehr wichtig sein wird. Danach war es ein anderen Spiel, bei dem wir einige Kontergelegenheiten hatten. In manchen Phasen waren wir aber zu passiv und mussten ein paar Chancen überstehen, um als Sieger vom Platz zugehen. Die drei Punkte und die Null tun uns gut.“

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar