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„Sinnvoller Wechsel“: Gisdol dementiert Probleme mit Modeste


Der 1. FC Köln hat Anthony Modeste am vergangenen Montag in den letzten Stunden des Transferfenster nach Frankreich verliehen. Dem Franzosen, der beim FC kaum mehr auf Spielzeit hoffen konnte, soll die Luftveränderung gut tun. Markus Gisdol dementierte unterdessen ihm nachgesagte Schwierigkeiten mit dem Angreifer. 

Köln – Was in einem kölschen Märchen hätte enden können, wurde nach inzwischen zweieinhalb Jahren immer mehr zur Enttäuschung: Die Rückkehr vom einstigen Fan-Helden Anthony Modeste war bislang nicht mehr als ein Missverständnis. Der Angreifer konnte sich beim FC längst nicht mehr zu jener Hilfe entwickeln, die der Verein im Angriff gebraucht hätte. Mit jedem weiteren Spiel, das Modeste letztendlich nur von der Ersatzbank aus verfolgte, wuchs folgerichtig auch der Frust des sensiblen Stürmers.

Wir haben uns zum Telefonieren verabredet

So war der kurzfristige Wechsel in seine Heimat zum AS Saint-Étienne für alle Beteiligten am Ende möglicherweise der einzig richtige Ausweg. Auch Markus Gisdol kann der Leihe aktuell nur positives abgewinnen. Gleichzeitig wollte der Trainer aber auch mit dem Gerücht aufräumen, zwischen ihm und Modeste hätte es unüberwindbare Spannungen gegeben. Schon während ihrer gemeinsamen Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim soll das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer angespannt gewesen sein. Dass Modeste auch Köln so selten berücksichtigt wurde, sah man in der Öffentlichkeit mehr als persönliche Fehde denn als sportliche Entscheidung. Dem wollte Gisdol am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Derby am Samstag widersprechen:  „Es hieß immer, es hätte zwischen mir und Anthony Modeste ein Problem gegeben. Das gab es keinesfalls“, begann der Trainer seine Erklärung hinsichtlich des Wechsels. „Wir haben immer einen guten Austausch gehabt, er war sogar einmal bei mir zuhause. Er hatte eine schwierige Zeit und wir haben viel darüber gesprochen“, sagte Gisdol, der ebenfalls während des bevorstehenden Wechsels mit Modeste in Kontakt gestanden hatte. „Wir haben uns jetzt zum Telefonieren verabredet“, erklärte der 51-jährige die bestehende Verbindung, auch wenn Modeste jetzt zunächst für ein halbes Jahr in der Ligue 1 auf Torejagd gehen wird.

Dem Wechsel stand Gisdol dabei trotz der angespannten Personalsituation im Angriff zu keinem Zeitpunkt kritisch gegenüber, bewertet die Luftveränderung für den einstigen 25-Tore-Stürmer sogar positiv: „Wir haben seinem Wunsch entsprochen, weil ihm ein Tapetenwechsel gut tut. Es war ein logischer und sinnvoller Wechsel, auch wenn er sehr kurzfristig entschieden wurde.“ So bleibt für alle Beteiligten letztlich zu hoffen, dass sich Leihe in Form von Toren beim AS Saint-Étienne auszahlen wird. Mit einem wiedererstarkten Anthony Modeste könnte die Beziehung von Markus Gisdol und dem Angreifer im Sommer schließlich im dritten Anlauf vielleicht auch sportlich noch erfolgreich werden.

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