Auf Ondrej Duda kommt es in der FC-Offensive an. (Foto: Bopp)

Frage des Tages: Wer sorgt heute für die Tore?

Markus Gisdol hat wie erwartet Tolu Arokodare auch für das Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin nicht nominiert. Der Trainer des 1. FC Köln ließ den Nigerianer daheim, nachdem er ihn zuletzt öffentlich zu mehr Engagement und Ernsthaftigkeit aufgerufen hatte. Nicht, dass Arokodare bislang in dieser Saison eine Rolle gespielt hätte. Eine Alternative im Sturm stünde dem FC aber gut zu Gesicht. Denn die Frage bleibt: Wer soll die Tore schießen?

Köln/Berlin – Als die Spieler des 1. FC Köln am Freitagnachmittag im strömenden Regen zum Mannschaftsbus eilten, wirkte Emmanuel Dennis mit dem Kopf zwischen den Schultern gebückt eilend noch kleiner als seine 1,75 Meter. Die Winter-Leihgabe des Club Brügge hatte mit dieser Körpergröße gegen Werder Bremen großen Einfluss auf das 1:1 durch Jonas Hector nehmen können. Doch ein Kopfballungeheuer wird Dennis nicht mehr.

Kaum gefährliche Kopfballspieler im Team

Genauso wenig wie nahezu alle anderen Spieler im Kader für Berlin. Die Abwehrspieler ausgenommen, verfügen lediglich Ellyes Skhiri, Marius Wolf und Jonas Hector über so etwas wie einen Offensivkopfball. Skhiri findet sich aus dem Spiel heraus nur höchst selten im gegnerischen Strafraum wieder. Wolf wird wohl wieder als Rechtsverteidiger gebraucht und Hector dürfte erneut von der Bank kommen. Bleibt eigentlich niemand, über den sich Union Berlin im Luftkampf große Sorgen machen müsste – selbst bei einem erneuten Flankenhagel des FC wie gegen Bremen.

Markus Gisdol muss sich also etwas einfallen lassen: Neben der Frage, ob sich ein ähnlicher Spielansatz wie gegen Werder auch bei Eisern Union umsetzen lässt, bleibt auch über Kopfbälle hinaus das Problem der Torgefahr. Mit Weitschüssen versuchte es der FC in dieser Saison noch zu selten, dabei könnten dies insbesondere Duda, Rexhbecaj, Wolf, Özcan und Thielmann häufiger wagen. Die flachen Hereingaben von den Flügeln ließen bislang häufig die Genauigkeit vermissen. Das Kurzpassspiel am gegnerischen Strafraum galt bislang nicht als die Königsdisziplin der Geißböcke. Doch genau diese drei Elemente werden ohne offensives Kopfballspiel nicht nur gegen Union, sondern überhaupt in den kommenden Wochen gefragt sein.

Czichos zurück: Wen opfert Gisdol?

Die nötigen Ideen sollen in Berlin wohl wieder Max Meyer und Ondrej Duda liefern. Auf dem Duo ruhen die spielerischen Hoffnungen der Geißböcke. Sie können auch selbst abschließen, vor allem aber sollen sie ihre Mitspieler in Szene setzen. Womöglich in Berlin dann auch wieder Emmanuel Dennis, der gegen Bremen nach seiner Einwechslung eine positive Reaktion zeigte und engagiert zur Sache ging. Doch vieles hängt von der Kölner Grundformation ab, da Rafael Czichos nach Gelbsperre wieder spielberechtigt ist. Eigentlich hätte sich die Viererkette von Bremen einen erneuten Einsatz verdient. Doch Gisdol steht auf den Typen Czichos. Opfert der FC-Coach also einen seiner Verteidiger oder opfert er gleich das ganze System, indem er Czichos zugunsten einer Dreierkette zwischen Jorge Meré und Jannes Horn beordert? Wie meist bei Gisdol wird die defensive Formation vorgeben, wie der FC offensiv agieren wird. Und damit auch die Frage beantworten, wer am Samstag die Tore für die Geißböcke erzielen soll.

So könnte der FC spielen: Horn – Wolf, Meré, Horn, Katterbach – Meyer, Skhiri, Rexhbecaj – Dennis, Duda, Jakobs

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