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In der 90. Minute: Haaland schockt Gisdol und den FC!


Der 1. FC Köln hat in letzter Minute den erneuten Sieg gegen Borussia Dortmund aus der Hand gegeben. Erling Haaland traf in der 90. Minute zum 2:2 (1:1)-Endstand und kostete die Geißböcke damit so wichtige drei Punkte im Abstiegskampf. Im für Markus Gisdol entscheidenden Trainer-Endspiel zeigte der FC eine gute Leistung. Die Spieler könnten ihrem Chefcoach damit den Job gerettet haben.

Aus Müngersdorf berichtet Sonja Eich

Vor dem Spiel hatte Markus Gisdol gesagt: „Ich mache mir keine Gedanken über meine Person. Man ist das aus den letzten Wochen ein bisschen gewohnt. Meine Verpflichtung ist, unser Ziel zu erreichen und mindestens den Tabellenplatz zu halten, den wir heute innehaben.“ Für dieses Ziel wären drei Punkt unbezahlbar gewesen. Doch im Gegensatz zum Hinspiel traf Erling Haaland in der 90. Minute zum 2:2-Ausgleich, nachdem die Geißböcke die Partie unter gütiger Mithilfe nach frühem Rückstand gedreht hatten.

Moment des Spiels

In der 65. Minute bestrafte der 1. FC Köln einen fast körperlosen, überheblichen Auftritt von Borussia Dortmund. Jonas Hector setzte sich im Mittelfeld mit einer Körpertäuschung stark gegen zwei Schwarz-Gelbe durch und passte auf den an diesem Tag agilen Dominick Drexler. Der 30-jährige wartete auf Ismail Jakobs und spielte den Pass in die Gasse. Jakobs war schneller als Gegenspieler Thomas Meunier, brauchte zwar einen Stockfehler des BVB-Verteidigers, war dann aber frei durch und jagte den Ball mit links aus 13 Metern über Marwin Hitz hinweg unter die Latte.

Fazit

Nach dem Schock in der 3. Minute durch Haaland lud der BVB den FC ein ins Spiel zurückzufinden. Gegen eine derartig passive Dortmunder Mannschaft arbeiteten sich die Geißböcke verdient zurück ins Spiel und hatten in einem wichtigen Spiel ausnahmsweise mal den VAR auf ihrer Seite. Nach Ondrej Dudas Ausgleich versuchte der BVB nach der Pause die Kölner wieder früh zu schocken. Doch diesmal blieb der Treffer aus, und der FC schaffte es wieder die Schwarz-Gelben zu ärgern. Der BVB körperlos, der FC bis in den gegnerischen Strafraum mit Mut und dem Erkennen, dass diese Borussia zu knacken war. Jakobs brachte die Geißböcke in Front. Dann aber kam Haaland in der 90. Minute und schockte den FC. Ein Punkt war für die Geißböcke nach dem Spiel fast schon zu wenig. Wer so spät noch führt, muss den Sieg über die Zeit bringen. Besonders in einer solch brenzligen Situation. Für Gisdol könnte es trotzdem gereicht haben, um seinen Job zu behalten. Denn die Spieler hatten nach dem frühen 0:1 Moral bewiesen. Allerdings: Auch Peter Stöger wurde einst nach einem Unentschieden entlassen. Sicher ist also nichts.

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53 Kommentare
  1. Kurti sagte:

    Ich finde den Ansatz falsch, dieses 1 Spiel als Gradmesser zu nehmen für Gisdol.
    Der Trend ist seit 1 Jahr sehr negativ.
    Es helfen einem keine Überraschungssiege gegen Dortmund, Leverkusen oder die Fohlen, die gelingen den Abstiegsmitbewerbern auch mal.
    Die Spiele gegen zB. Union oder Stuttgart musst du gewinnen.

    Aus den letzen 6 Spielen 2 Punkte.
    Das ist die Realität.
    Auch wenn der FC heute gut gespielt hat.

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  2. Hennes48 sagte:

    Ich habe einen sehr schlechten BVB gesehen…für mich die Ursache für den heutigen Spielverlauf…Aufstellung war für mich wie so meist unerwartet und nicht nachvollziehbar! Und was jetzt?? Soll dieser Punkt nun rechtfertigen,dass Gisdol weiter hantieren darf??? Das ist auch vom Verlauf das schlechteste Ergebnis,was passieren konnte!!! Und jetzt macht man es davon abhängig???? Ehrlich??? Furchtbar…

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  3. MountainKing sagte:

    a) Haaland kostet den FC natürlich nicht 3 Punkte, sondern 2 Punkte. Das Spiel mag sich wie eine Niederlage anfühlen, den einen Punkt für das Unentschieden gibt es aber trotzdem

    b) Wie wenig Ahnung von Fussball kann man haben, das 2:2 Schmitz zuzuschieben? Katterbach lässt sich erst wie ein Schuljunge vernaschen und seinen Gegenspieler ohne Gegenwehr die flache Flanke schlagen und Mere macht weder den Passweg zu seinem Gegenspieler zu noch steht er bei ihm. Die Zone in der absoluten Mitte des 5-ers gehört den IVs und nicht dem RV. Es wäre eher sensationell gewesen, wenn Schmitz die Fehler von Katterbach und Mere noch ausgebügelt hätte, obwohl das überhaupt nicht seine Situation gewesen ist.
    Aber dieses Meckern unabhängig von jeglichem Sachverstand kennt man ja schon, wenn es um Czichos geht. Heute muss halt ein anderer Sündenbock herhalten.

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  4. Ankerdensin sagte:

    Es ist nicht die Mannschaft, die schlecht ist, es ist nicht blutleer, der Kader ist nicht schlechter als der von Bielefeld, Mainz, Augsburg, Stuttgart, Bremen, Union.
    Es ist das Coaching, es ist der Coach. Sorry, für mich hat MG den entscheidenden Anteil an der prekären Situation. Ich bleibe dabei, keine Entwicklung, keine Idee, wie offensiv und defensiv balanciert wird. Zufallsergebnisse wie heute stehen dem konträr gegenüber. Aber, wie schon geschrieben, es zählen 12 + Monate. Und die Bilanz ist desaströs.
    Leider.

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