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Parallele zu 2017/18? FC startet in die Wochen der Entscheidung


Der 1. FC Köln startet in dieser Woche nicht nur in die Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen den VfL Wolfsburg, sondern auch in seine letzte Etappe auf der Mission zum Ziel Klassenerhalt. Bei dieser wird Trainer Markus Gisdol in jedem Fall wohl noch für zwei weitere Spiele mit an Bord sein.  Gleichzeitig hofft man am Geißbockheim auf einen anderen Effekt der Länderspielpause als noch vor drei Jahren. 

Köln – Nach einem freien Wochenende startet der 1. FC Köln am Montag in die Vorbereitung auf das Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Dabei wird Trainer Markus Gisdol noch nicht wieder alle Spieler zur Verfügung haben. Ondrej Duda wird anders als zunächst abgesprochen am Dienstagabend noch das WM-Qualifikationsspiel der Slowakei gegen Russland absolvieren. Darüber hinaus trifft Sava Cestic mit der U21 von Serbien auf die Türkei und Ismail Jakobs sowie Salih Özcan bestreiten das letzte Gruppenspiel der U21-EM gegen Rumänien. Auch Dimitris Limnios wird zum Wochenbeginn noch nicht zurück am Geißbockheim erwartet. Der Grieche trifft am Mittwoch noch auf Georgien, nachdem der Flügelspieler sowohl gegen Spanien als auch gegen Honduras jeweils eine Halbzeit lang Spielpraxis sammeln konnte. Ellyes Skhiri hat seine Länderspielreise mit Tunesien derweil mit einem 2:1-Erfolg über Äquatorialguinea am Sonntagabend bereits beendet.

Mammutprogramm nach Ostern

Für den 1. FC Köln war die Länderspielpause die vorletzte Gelegenheit, um im Saisonendspurt noch einmal Kraft zu tanken. Einzig am Wochenende vom 1. Mai haben die Geißböcke noch einmal ein spielfrei, wenn im DFB-Pokal die Halbfinalspiele ausgetragen werden. Bis dahin geht es jedoch Schlag auf Schlag: Die Partien gegen den VfL Wolfsburg, Mainz 05, Bayer 04 Leverkusen, RB Leipzig und den FC Augsburg finden binnen drei Wochen statt. Alleine die Spiele gegen Leverkusen, Leipzig und den FCA müssen die Kölner innerhalb von sieben Tagen bestreiten.

Beim FC hofft man unterdessen, dass sich eine Geschichte aus der Saison 2017/18 in diesem Jahr nicht wiederholt: Damals schöpfte der FC vor der letzten Länderspielpause der Saison im März noch einmal Hoffnung. Damals gab es einen Sieg gegen Bayer Leverkusen. Anschließend stand mit Hoffenheim ein schwieriges Auswärtsspiel auf dem Programm, danach sollte es gegen den Abstiegskonkurrenten aus Mainz zuhause die Wende geben. Das Ergebnis ist bekannt: In Hoffenheim setzte es eine 0:6-Klatsche, gegen Mainz gab es nur ein 1:1. Die letzte Chance auf den Klassenerhalt war vertan.

Gisdol bleibt mindestens noch zwei Spiele FC-Trainer

Diesmal sind die Vorzeichen jedoch andere. Zwar steht mit dem VfL Wolfsburg zunächst ebenfalls ein schwieriges Auswärtsspiel auf dem Programm, ehe wieder Mainz 05 zu Gast ist. Vor drei Jahren jedoch waren die Geißböcke zu diesem Zeitpunkt mental schon auf dem Weg in Richtung zweite Liga – daran konnte auch der überraschende Derbysieg nichts mehr ändern. So soll es intern während der Länderspielpause bei einigen Spielern nur noch darum gegangen sein, bei welchem Verein sie im kommenden Jahr unter Vertrag stehen würden. Ein Szenario, welches in dieser Saison kaum vorstellbar erscheint. Schließlich ist der Klassenerhalt acht Spieltage vor Saisonende noch in greifbarer Nähe. Zudem dürfte es anders als in der Saison 17/18, als der FC noch eine Europa League-Mannschaft war, nicht für jeden Spieler einfach sein, in der kommenden Saison sicher bei einem anderen Bundesligisten unter zukommen. Gleichzeitig nährt die bevorstehende Rückkehr von Sebastian Andersson und Florian Kainz die Hoffnungen auf ein positives Saisonfinale. So ist man am Geißbockheim aktuell auch fest vom Ligaverbleib überzeugt. „Wir glauben alle fest an den Klassenerhalt“, wurde Ismail Jakobs jüngst von der dpa im Rahmen der U21-Europameisterschaft zitiert.

Eine Vorentscheidung könnte dabei schon nach den kommenden beiden Spielen gefallen sein. Gegen den VfL Wolfsburg, der von neun Rückrundenspielen sieben gewinnen konnte und damit gemeinsam mit den Bayern und RB Leipzig ganz oben thront, erwartet man von den Geißböcken keinen Sieg. Gleichzeitig jedoch trifft Mainz 05 auf Arminia Bielefeld. Bei einem Sieg der Rheinhessen würden der FC bereits mit einem Rückstand von vier Punkten in das direkte Duell gehen. Sollte auch das schließlich nicht gewonnen werden, würde es im Saisonendspurt mit den Spielen gegen Leverkusen und Leipzig unmittelbar vor der Brust, eine wahre Mammutaufgabe, die Mainzer noch einmal zu überholen. Trotzdem wird man am Geißbockheim in diesen beiden Spielen noch auf Markus Gisdol vertrauen. Wie der Kicker in seiner Montagsausgabe berichtet, wird der Trainer in beiden Partien in jedem Fall auf der Bank Platz nehmen. Sollten die Spiele jedoch nicht die erhoffte Wende bringen, könnte der FC doch noch die Reißleine ziehen. Dann allerdings hätte ein neuer Trainer nur noch sechs Spiele für den Klassenerhalt sowie kaum Zeit, die Mannschaft kennenzulernen und taktisch noch einmal umzustellen. So sollte die letzte Etappe der Mission Klassenerhalt im besten Fall schon mit einem Erfolgserlebnis gegen den VfL Wolfsburg starten. Ansonsten wird die Zeit knapp. Sowohl für Markus Gisdol, als auch für den 1. FC Köln.

17 Kommentare
  1. OlliW says:

    Die Lage ist nicht so prekär wie vor drei Jahren. Allein schon weil der FC damals auf einem direkten Abstiegsplatz stand, und das, wenn ich mich recht erinnere, mit mehr als nur einem Punkt Abstand aufs rettende Ufer. Zudem ist das Restprogramm vermeintlich etwas „leichter“, zu punkten ist eher machbar als damals. Abe wieder ist das Duelle mit Mainz eines der entscheidenden.

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  2. Kurti says:

    Ich habe auch wenig Hoffnung.
    Nach den Leistungen seit 1 Jahre ist es auch ein Irrsinn noch am Trainer festzuhalten.
    Warten alle auf ein Wunder?
    Es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt gewesen zu wechseln.

    Was soll ein Trainer in dann 6 Spielen noch ausrichten.

    Ein totales versagen der Verantwortlichen, zumal man mit Gisdol nicht noch eine weitere Saison bestreiten kann.

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  3. Effka says:

    Wie oft standen wir in den letzten Jahren vor genau diesem Punkt , wie wir ihn jetzt wieder haben.
    Es geht für mich nicht um Gisdol oder Held und dieser oder jener Spieler.
    Was mich viel viel nachdenklicher stimmt ist die Tatsache das keine einzige Konstellation – Vorstand – Managment – Trainer in den letzten 25 Jahren es geschafft hat uns nachhaltig und seriös zumindest in der 1.Liga zu halten .
    Ok , ich verzichte von mir aus auf seriös , aber irgendwie dauerhaft Bundesliga war nicht drin.
    Und wieviele handelnde Personen waren das ?
    Soviele Pleiten Schlafmützigkeiten und Peinlichkeiten . Das reicht für eine Netflixserie mit 2 Staffeln .
    Und das schlimme ist , das es so weitergeht . Dieser Fetisch alles mühsam aufgebaute in wenigen Monaten wieder einzureißen. Eine Endlosschleife .

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      • FC-Serge says:

        Genau daher würde ich aber Horst Heldt noch eine Chance geben!

        Ich erkenne schon sein und ein Konzept bei ihm und brauchen außerdem unbedingt Kontinuität.

        Ich finde auch unseren Kader vor der Saison nicht so schlecht wie der Trainer sie macht!

        Terrode war ein Riesenfehler, für einen RV war kein Geld mehr da!

        Der übernommene Kader hatte so viele Baustellen, die er so nicht in 1 Jahr aufarbeiten konnte!

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  4. Norbert Furmanek says:

    Solange man noch durch die Relegation den Verbleib sichern kann ist schon etwas erreicht. Auch wenn wir gegen VW punkten sollten und Mainz wegputzen ist auch noch nichts erreicht. Nur die Hoffnung lebt. Mainz hat in den letzten 4 Spielen VW , BVB , Leverkusen und die Bayern !!! Dann muß der FC besser dastehen .

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  5. Kurti says:

    Leider hat es bei FC Tradition auf vermeintlich große Namen zu setzen.
    Sei es bei den Verantwortlichen oder den Spielern.
    Andere Verein wie Freiburg, Mainz, Augsburg, jüngst Union Berlin, sind seit Jahren fester Bestandteil der 1. Liga und stellen sich einfach clever an.
    Andere wie Gladbach oder aktuell Frankfurt spielen sowieso in einer anderen Liga.

    Der FC spielt dann in einer Kategorie mit Hertha, Schalke, HSV oder Kaiserslautern.
    Slapstick, Possen, Idiotien inklusive.

    Bein FC ist nur Folklore.

    Seit dem der Mitgliederrat mitmischt sollten einiges anders und alles besser werden, leider ist davon nichts eingetreten.
    Noch mehr Eitelkeiten und noch mehr Besserwisser.

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  6. DeKa says:

    Das Schlimme an der aktuellen Situation ist doch mal wieder, dass niemand in verantwortlichen Positionen glaubt, an genau dieser irgendeine Verantwortung zu tragen. Es ist wie immer, jeder schiebt die Verantwortung weiter und am Ende steht vermutlich mal wieder der Abstieg. Dann kommen genau diese Typen an und fordern alle auf zusammen zu stehen. Da könnte man glatt im Strahl kotzen. Seufz…..

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  7. Michael Pohland says:

    Ja Herr Merten ! 2017/18 Besten weg Modeste 25 Tore .. 2020 Cordoba für zu wenig verkauft und wieder den Besten FC Spieler ! Man lernt einfach nicht aus den Fehlern undschickt dann ein Team das nicht gut ist und für Platz 16 oder 17 am Ende die Realität .. Geld hatte Köln immer mehr als viele andere Vereine aber auch immer in die falschen Spieler verschossen oder auf falschen Positionen verpulvert

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