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Drei Fehl-Experimente: Der FC braucht einen Charakter-Trainer


Jetzt ist die Ära Markus Gisdol beim 1. FC Köln also endgültig zu Ende. In der Vereinsdoku „24/7 FC“ brachte der Klub in dieser Woche noch einmal einen emotionalen Beitrag über den ehemaligen Cheftrainer und ließ den 51-jährigen am Ende sogar als Kölner im Herzen erscheinen. Das war ein feiner Zug der Verantwortlichen, geht an der Realität aber weit vorbei. Gisdol hat nie wirklich zum FC gepasst und war damit der dritte Trainer hintereinander, der auch gerade daran scheiterte.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

In der neuesten Folge der FC-Doku wird gezeigt, wie Markus Gisdol sich von der Mannschaft verabschiedet. Nach seiner Rede sind noch einmal einige Jubel-Bilder des 51-jährigen zu sehen. Verdientermaßen, immerhin hatte Gisdol zwischenzeitlich den Erfolg ans Geißbockheim zurückgebracht und die Klasse gehalten. Doch zweimal sind auch Bilder des Schwaben am Rosenmontagszug zu sehen. Gisdol, der kölsche Jung. Gisdol, der Kölner im Herzen.

Gisdol hat Köln nie wirklich verstanden

Nein, diese Bilder täuschen. Markus Gisdol hat die Stadt und den 1. FC Köln nie wirklich verstanden. Das war eines seiner größten Probleme in seiner Zeit bei den Geißböcken. Der 51-jährige strahlte zwar eine Ruhe aus, die für den FC außergewöhnlich und zwischenzeitlich wohltuend war. Doch mit der Stadt, mit dem „Jeföhl“, den Eigenarten Kölns konnte er sich allen Beteuerungen zum Trotz nie glaubhaft anfreunden. Er selbst entlarvte es in seiner Abschiedsrede, als er von „brutalen“ Verhältnissen in Köln sprach, die die Spieler aushalten müssten. Das war typisch für Gisdol.

Wenn es ihm recht war, waren die Fans der Faustpfand, die Energie von den Rängen, die pure Begeisterung, die in Corona-Zeiten fehlte. Wenn er es aber brauchte, waren sie die Last, die als Erklärung für die Probleme herhalten mussten. Die drückende Erwartungshaltung, das ewige Schwarz-Weiß-Denken. Und natürlich die Kölner Medien, mit denen Gisdol nicht einmal versuchte warm zu werden. Beide Phänomene hatte man schon während seiner Zeit beim Hamburger SV beobachten können, und man darf sich wundern, warum Gisdol sich ausgerechnet solche Großstädte und Klubs aussuchte, obwohl er einem größeren, lauteren Umfeld eigentlich nur wenig abgewinnen kann.

Gisdol, Beierlorzer, Anfang – drei Fehlschläge

Die wichtigsten Fragen lauten nun: Wer wird der nächste FC-Trainer, wenn Friedhelm Funkel im Sommer abtritt? Und auch: Werden die Verantwortlichen aus den Fehlern der letzten Jahre lernen? Zur Erinnerung: Vor Gisdol scheiterten Achim Beierlorzer und Markus Anfang, weil auch sie mit ihrer Art in Köln und innerhalb der Mannschaft nicht ankamen. Beierlorzer glaubte, als Fußballlehrer seine Schüler zu neuen Höhenflügen animieren zu können, vergaß dabei aber, dass Fußballer keine Kinder sind, die man mit leeren Sprüchen beeindrucken kann. Anfang glaubte, den Fußball neu erfinden zu können, vergaß dabei aber, dass alle Taktik nichts wert ist, wenn ein Trainer seine Kabine verliert. Da half es ihm auch nichts, dass er in öffentlichen Auftritten immer wieder darauf hinwies, dass er gebürtiger Kölner sei. Abgenommen hat man ihm die kölsche Tour trotzdem nicht.

Was der 1. FC Köln nun braucht, ist einen Charakter-Trainer, der den FC und die Stadt versteht und so nimmt, wie sie sind. Einen Menschenfänger nach innen und außen, einen Typen, der glaubwürdig, ehrlich und offen auf Spieler, Fans und Kölner zugeht. Er muss den Fußball nicht neu erfinden, um Erfolg zu haben. Das hat schon Peter Stöger bewiesen. Der Österreicher war vier Jahre lang erfolgreich, weil er einerseits eine Mannschaft formte, die ihm folgte und geil darauf war, seine Vorgaben umzusetzen, und es andererseits verstand, in die Kölner Kultur einzutauchen und die Menschen in der Stadt zu umarmen. Man nahm dem heute 55-jährigen jederzeit ab, dass es für ihn nichts Schöneres gab, als in Köln zu leben, zu arbeiten und zu feiern.

Es braucht einen gewissenhaften Auswahlprozess

Dass diese Qualitäten nicht auf ewig Erfolg versprechen, haben schon andere, größere Trainer erfahren müssen. Der 1. FC Köln wollte bei Gisdol unbedingt auf Kontinuität setzen, vergaß dabei aber, dass Kontinuität der Kontinuität wegen nicht funktionieren kann. Kontinuität funktioniert nur dann, wenn die Basis stimmt – und die hat bei Gisdol nie gepasst. Die FC-Bosse sind nun in der Verantwortung, es besser zu machen als in den letzten Jahren. Nicht die erstbeste Lösung darf es sein, wie Armin Veh sie zweimal präsentierte. Auch nicht der letzte Ausweg, den man mit Gisdol 2019 nehmen musste. Es braucht eine kreative, gut durchdachte und in einem gewissenhaften Auswahlprozess entwickelte Idee. 2014 stieß man so auf Stöger, mit dem kaum ein Experte gerechnet hätte. Sieben Jahre später bedarf es erneut eines solchen Händchens. Ohne den Markt gründlich zu prüfen und sofort wieder nach Stöger zu greifen, nur weil er schon einmal funktioniert hat, wäre erneut der Weg des geringsten Widerstands. Der FC muss sich Mühe geben, nach dem Mann der Zukunft fahnden, der diesen Klub bereit ist zu leben und zu akzeptieren, wie er ist. Denn Fehlschläge gab es in den letzten Jahren genug.

138 Kommentare
  1. ingman sagte:

    Peter Stöger wäre für mich persönlich die optimale Lösung.
    Zumal man nur eine Position neu besetzen müsste.
    Denn die beiden Co.-Trainer sind ja beide noch unter Vertrag (Schmid und Pawlak)
    Wenn man sich die „üblichen Verdächtigen“ auf dem Trainermarkt und die bisher
    herumschwirrenden Namen so anschaut, ist da nichts, das nicht als Fehlschlag enden könnte.
    Peter Stöger kennt das Umfeld, den Verein, sogar noch ein paar Spieler und hat in meinen Augen
    hier mehr erreicht als 10 andere Trainer zusammen.
    Für mich wäre das nicht der Weg des geringsten Widerstandes, sondern die einzig vernünftige Lösung.

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    • Gerd1948 sagte:

      Sehr, sehr guter Ansatz Marc, das mit der Basis. Es stimmt, Gisdol war um eine Ausrede/Erklärung nie verlegen.
      Von den kolportierten Namen bliebe da für mich wirklich nur Stöger charakterlich. Ich traue weder Breitenreiter, Fink noch Baumgart zu, die Kriterien zur Genüge auszufüllen. Ich bleibe aber dabei, dass ich das Gefühl hätte das man im Verein solche Fußball Lehrer mit etwa Heck und Pawlak schon hätte. Dies ist aber nur meine eine vage Vermutung aus der Ferne. Zeit genug ist allemal allerdings jemanden zu finden. Das Problem ist und bleibt evtl die Ligazugehörigkeit wenn man denn einen gefunden hätte. Ich hab aber ehrlich gesagt auch keinen Bock mehr auf die ganzen gescheiterten, vllt favorisiere ich deswegen das Modell des unverbrauchten Trainers.

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    • Sven Benecke sagte:

      Leider hat Morten Olsen seine Karriere beendet. Damals viel zu früh und ohne Verstand entlassen. Ein Trainer, der seiner Zeit voraus war. Ich mach mich vielleicht unbeliebt, aber es muss eine Autorität her, ein erfahrener Trainer wie Christoph Daum. Aber bitte nicht Stöger. Wir wollen doch mal wieder offensiven und attraktiven fussball sehen und da ist er nicht die erste Wahl. Bitte nicht!!!

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      • FC-Fan sagte:

        Ich glaube auch, dass Baumgart beim FC innerhalb kürzester Zeit scheitern würde. Seine offene unbekümmerte Art passt überhaupt nicht zum FC. Er würde sofort von Presse und Fans zerrissen.
        Alleine schon sein Interview in dem er gesagt hat, der Verein dürfte sich von den Ultras nichts vorschreiben lassen. Das sollte er mal in Köln sagen. Dann wäre er bei vielen schon unten durch

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    • Marc L. Merten sagte:

      Hallo Ulrich,
      ohne einen klare Präferenz wünsche ich mir einen sauberen Auswahlprozess, in dem sich der Klub mal wieder Mühe gibt. Gerade die „Prozesse“, die zu Anfang und Beierlorzer geführt haben, waren keine und haben den Namen nicht verdient. Ich erwarte von Geschäftsführern mit Millionen-Gehältern und vom Vorstand eines der größten Sportvereine der Welt, dass sie einen professionellen, langfristig geführten und alle Eventualitäten einbeziehenden Findungsprozess aufsetzen, an dessen Ende kein Trainer stehen darf, von dem man von vorne herein ahnt: Das passt nicht. Ob am Ende dann Steffen Baumgart oder Peter Stöger oder Max Mustermann rauskommt, spielt keine Rolle, solange alle am Ende sagen können, sie haben alle Alternativen durchdacht und auch „out of the box“ gedacht. Ich bin die naheliegenden, einfachen, immer gleichen Lösungen und Optionen von der Resterampe leid.
      Viele Grüße

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  2. Lukas Marx sagte:

    Wünscht sich nicht jeder Verein so einen Trainer der zum Verein passt, ich denke eher das ist ein grundsätzliches Problem das es diese Art von Menschen immer weniger gibt sich voll zu seinem Verein zu bekennen und alles für ihn zu geben und das glaubhaft. Ich glaube eher es liegt noch nicht mal an den Trainern sondern viel mehr fehlt es bei uns an einem Charakter starken und kompetenten Umfeld, wo die Arbeit eines jeden auch mal kritisch hinterfragt wird . Ein Präsident und Management die Sicherheit ausstrahlen und notfalls auch mal hart durchgreifen zum Wohle des Klubs. Bin davon überzeugt wenn wir eine kompetente Führung im Club hätten wären uns einige Abstiege erspart geblieben. Geglänzt haben die Verantwortlichen zu meist nur im Karneval.

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  3. ingman sagte:

    Das Einzige, das früh in der Saison endet, ist der Hau-Ruck – Vollgas nach Vorne – Egal was hinten passiert – Fußball von Baumgart – da steht man ja nach 10 Spieltagen mit 25 Toren Minus bereits auf Platz 18.
    Das mag zwar ein erfrischender Typ als Mensch sein aber Bundesliga ist für ihn eine Nummer zu groß.

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  4. OlliW sagte:

    Schön herausgearbeitet. Der liebe, engagierte Schwabe, der es am Ende nicht richtig gepackt hat, weil nicht verstanden. Stimmt. Das hätte aber auch ein Herr Heldt schneller verstehen müssen, spüren müssen. Statt mit Trotz die Vertragsverlängerung letzten Sommer durchzuboxen, wo JEDER WUSSTE und drauf gewettet hätte (ich jedenfalls), dass MG die Saison niemals nicht zu Ende bringen würde. Jeder wusste es, echt jeder!

    Baumgart wäre eine interessante, aber Köln-untypische Variante. Könnte mir vorstellen, dass er zum Verein passt und den Spielern was vermitteln kann. Aber er ist sehr auf Krawall gebürstet, wenn ihm was nicht passt. Und damit wird er sich weder in der Medienlandschaft und auch in der Stadt keine Freunde machen. Er ist auch kein Menchenfänger, sondern Malocher. Das würde vielen gefallen, die Fußball in erster Linie als harte Arbeit sehen. In Köln ist Fußball aber mehr als das. Es ist Volkore, es ist Herzensangelegenheit, es ist Daily Soap. All das kann und wird mit Baumgart nicht funktionieren. Bisschen Glam, ein Hauch Karneval muss aber schon sein. Das gehört dazu. Der schroffe Baumgart, der den Trainingsanzug auch zum Schlafen nicht ablegt, auf dem Rosenmontagswagen in Tracht? Niemals!

    Stöger brächte alles das oben Genannte mit, weil er es schon mal mitbrachte. Allerdings bin ich auch eher skeptisch, ob es noch mal funktioniert. Einerseits wäre die unausgesprochene Erwartung, dass man bald wieder Europa erreicht und zum anderen die Ansicht vieler, dass er verbrannt ist. Zwischen diesen Polen würde er hocken.

    Zu Thorsten Fink kann ich nichts sagen. Könnte ähnlich laufen wie mit Anfang oder Beierlorzer, eine durchwachsene Saison, die er nicht zu Ende bringt.

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    • Boom77 sagte:

      Ich kann mir aufgrund der von Herr Merten genannten Kriterien gerade nicht vorstellen, dass Baumgart zum Verein und zur Stadt Köln passt. Paderborn ist nicht Köln. Der SC Paderbron ist nicht der 1. FC Köln. Die Erwartungshaltung in und um den SC Paderborn ist bei Verein, Medien und Fans eine ganz andere als in und um den 1. FC Köln. Laut Herr Merten muss man sich doch folgende Fragen stellen und beantworten:

      Kann der Baumgart mit (den kölner) Medien und könnten die mit ihm?

      Kann er Klüngel (das soll ja, so sagten mir viele nichts – zumindest nichts ausschließlich – Negatives sein)?

      Kann er Karneval?

      Das sind ja nur ein paar Fragen, die man sich stellen muss. Ich habe gegen die Person Baumgart überhaupt nichts. Ich empfinde ihn auch als einen geradlinigen Typen, der sagt, was er denkt und der sich auch nicht scheut anzuecken. Als Typ finde ich das gut. Die große Frage ist doch aber, ob ihn das zu dem im Artikel genannten „Menschenfänger nach außen hin“ macht. Für mich klingen die im Artikel genannten Soft-Skills eher danach, als würde Baumgart diese gerade nicht erfüllen. Ist bei einem Rostocker im Vergleicht zu einem Wiener (Stöger) jetzt auch nicht überraschend.

      Wie sehen Sie das, Herr Merten?

      Und damit will ich nicht sagen, dass ich die Meinung teile, dass ein neuer Trainer all dies können muss und Baumgart deshalb ungeeignet. In erster Linie muss er nämlich sein Trainerhandwerk verstehen und das der Mannschaft vermitteln können. Nur mit Folklore, Karneval und gutem Draht zu den Medien werden wir einen Abstieg nämlich nicht verhindern.

      Insofern möchte ich dann auch auf den – ich nenne es jetzt mal so – im Artikel so genannten „Menschenfänger nach innen“ zu sprechen kommen. Muss ein Trainer (sagen wir jetzt mal Baumagrt) Köln und den FC verstehen, um die Mannschaft mitnehmen und ihnen einen erfolgreichen Fußball vermitteln zu können? Ich sage, er muss das nicht. Denn welcher Spieler „versteht überhaupt Köln und den FC“? Versteht ein Skhiri Köln und den FC? Ein Andersson? Ein Duda?…. Ich behaupte mal, in dem Sinne, wie das im Artikel anklingt und gemeint ist, versteht kaum ein Spieler Köln und den FC, weshalb es auch nicht wichtig ist, dass es der Trainer tut, um den Spielern seine Art von Fußball zu vermitteln und erfolgreich mit den Spielern umsetzen zu können.

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      • OlliW sagte:

        Ja, da gehe ich – siehe oben – mit vielem konform. Letztlich ist es wichtig, dass der Erfolg kommt. Wenn ein neuer Trainer, etwa Baumgart, durch seine Art vielleicht nicht so warm wird mit der Stadt, wird die Stadt schnel warm mit ihm, wenn die Ergebnisse stimmen ;.-) Allerdings ist der Fall dann härter, wenn sie mal ausbleiben. Und dann kann er sich in die Reihe der „Unverständigen“ oben einreihen.

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      • Frank sagte:

        Sehr guter Beitrag! Da in Köln (zu) viele Seiten mitreden und Relevanz haben wollen, würde es ein Baumgart (grundsätzlich ein geradliniger und cooler Typ) hier schwierig haben.

        Der Dominoeffekt ist doch folgender: stellt sich der FC-Trainer gut mit den Medien (wie es Stöger von Anfang an gemacht hat: „Home-„Story mit dem Express im Maritim-Hotel und am Rhein – mit obligatorischem Kölsch-Glas in der Hand, oder zu Besuch im Neven-Dumont-Haus beim KSTA)… dann hat er diese auf seiner Seite. Homestories…Karneval… gehört alles dazu.

        Dann verzeihen die Medien viel, und auch in Krisenzeiten wird der Stab nicht so schnell über den Trainer gebrochen und die negativen Schlagzeilen sind nicht präsent. Gisdol hingegen ist auch sehr oft hier durch´s Friesenviertel oder am Brüsseler Platz geradelt, saß hier draußen im Candia hat sich Gyros Pita und Kölsch gegönnt – keine Notiz im Express. Er war nicht medientauglich genug, um von besagter Seite hochgejazzt zu werden. Er hat diese Klaviatur aber halt auch nicht ausreichend bespielt.

        Zurück zu Baumgart: habt ihr mal den Phrasenmäher-Podcast mit ihm gehört? Sehr authentisch und unterhaltsam. Aber vom Typus her passt er kaum hier her. Weil er an der gleichen Nummer scheitern würde wie Gisdol (s. oben). Glaubt ja wohl keiner ernsthaft, dass er die kölsche Folklore bedienen würde die es Stöger mit seiner „Trainer-Queen“ getan hat ;-)

        Insofern: klar klingt Stöger nun erstmal nach einer „einfachen“ Lösung. Aber ich könnte mit ihm super leben. Ich hab das Gefühl er hat „Bock“ auf Effzeh :)
        Und Heynckes war auch mehrfach Trainer bei Bayern und am Ende hat der das Triple geholt (ok, DAS würde ich vom Pitter jetzt nicht zwangsläufig erwarten…). Übrigens bin ich überzeugt davon, dass er unseren Gehaltskönig Modeste wieder in die Spur streicheln würde, war ja bei dem Stürmermangel und in Anbetracht der noch längeren Vertragslaufzeit auch kein Nachteil wäre…

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        • Boom77 sagte:

          Auch ein schönes Beitrag. Auch wenn ich die Meinung zu Stöger nicht teile. Aber man darf ja ruhig eine Meinung pro Stöger haben. Nur eins sehe ich komplett anders. Den vor kurzem 33 Jahre alt gewordenen Stürmer Modeste streichelt keiner mehr irgendwo hin…. auch nicht Stöger. Dieser Illusion sollte man sich nicht hingeben.

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          • ichfreuemich sagte:

            Modeste ist zwar 33, aber das Alter ist immer noch im grünen Bereich (Lewandowski ist auch 32 – natürlich kein Vergleich vom Spieler, aber altersmäßig). Sollte Modeste wieder fit werden, dann ist er garantiert wieder eine Waffe – er braucht dafür aber seine „Streicheleinheiten“.

          • Boom77 sagte:

            Auch da mag man eine andere Meinung haben. Ich bleibe bei meiner. Zug verschienende Trainer haben es jetzt – teils auch mit einem jüngeren modetse – schon versucht, es wurde nichts. Das wir meiner Meinung nach auch so bleiben. Wer seine Hoffnungen auf einen 33-jährigen setzt, ist meiner Ansicht nach verlassen.

  5. Ulrich Treimer sagte:

    Hat Weisweiler auch nur Karneval im Kopf gehabt? Oder ging es ihm nur um Fußball? Lasst mal den Quatsch mit dem Karneval außen vor. Wir brauchen einen harten Arbeiter, der die Spieler unter Dampf hält.
    Zu Baumgart wäre auch Edin Terzic eine gute Alternative. Ich glaube aber nicht, dass wir ihn bekommen könnten (Wolfsburg, Frankfurt??). Aber bitte niemanden (wie Fink), der schon beim HSV gescheitert ist.

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    • Boom77 sagte:

      Da gebe ich dir Recht. Wenn man die von Herrn Merten genannten Soft-Skills ernst nimmt und heranzieht, dann wird es schwer auf dem Trainermarkt. Denn entweder muss es dann wieder einer mit Wiener Schmäh oder eben ein Kölner Trainer sein. Na, dann viel Spaß bei der Suche nach einem Trainer aus Köln, der erfolgreich Bundesliga kann. Denn selbst da, ist ja wohl nicht jeder mit diesen Soft-Skills gesegnet, wie das bei Herrn Anfang sei gewesen sein soll, was dann sicherlich auch auf die „Wiener-Fraktion“ zutrifft.

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      • Marc L. Merten sagte:

        Es geht ja auch nicht darum, dass es ein Karnevals-Trainer sein muss. Es geht darum, dass der Trainer die Stadt verstehen muss, die Menschen, die Aufgeregtheit, und sie nicht als Ausrede für sein eigenes Scheitern heranzieht. Fakt ist, dass der Cheftrainer des 1. FC Köln eines der bekanntesten Gesichter der Stadt ist. Wer das nicht sein will oder damit ein Problem hat, bekommt automatisch ein Problem mit der Stadt.

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        • Boom77 sagte:

          Nennen Sie mir eine deutsche Großstadt die nicht aufgeregt ist? Ist Berlin unaufgeregt? Hamburg? München? Frankfurt? Dortmund? Die Eintracht aus Frankfurt wird z. B. auch „die Diva vom Main“ genannt. Das sind alle Städte, in denen man jetzt nicht so ruhig vor sich hinarbeiten kann wie z. B. in Paderborn oder Cottbus. Da ist Köln jetzt nichts besonderes. Der Kölner sollte mal aufhören, sich da für was Besonderes zu halten. Nur der Karneval und der Dom machen weder Euch noch die Stadt zu etwas Besonderem, das es zu verstehen gilt. Karneval gibt es auch in Düsseldorf und die schönste kirche der Welt steht in Barcelona, auch wenn ihr das nicht gerne lesen möchtet ;)

          Ich fand die Passage über Gisdol deshalb auch gehörig daneben.

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        • Boom77 sagte:

          Woran machen Sie eigentlich fest, dass Herr Gisdol sein Scheitern am Umfeld festmacht? Ich habe das so noch nicht von ihm gehört. Ich traue dem Herrn Gisdol auch durchaus zu, dass er weiß, dass er nicht „am Umfeld“ gescheitert ist, sondern daran, dass die Mannschaft unter ihm zu wenig Torchancen herausgespielt und damit zwangsläufig zu wenig Tore geschossen, dafür aber zu viele kassiert hat.

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    • Simon Borgloh sagte:

      Hallo zusammen!

      Ich bin neu in der Community. Habe mich angemeldet, weil ich schon aufmerksam dir Kommentare eine längere Zeit verfolge.

      Meiner Meinung nach wäre Terzic eine Option. Er ist jung und unverbraucht. In Dortmund hat er natürlich ein anderes Spielermaterial, aber er könnte in Köln Fuß fassen. Vielleicht würde er die Option ziehen, da er ja unter Rose nur Co-Trainer wäre.

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  6. tschuess sagte:

    Wow. Der Absatz zu Gisdol ist mit Abstand das Dümmste, was ich seit fast einem Jahr in der Kölner Medienlandschaft lesen musste. Eigentlich genau seit dem Sonja ernsthaft versucht hat den katastrophalen Sörensen nach dem 1. Saisonderby hochzujazzen.
    Gisdol ist nicht am Umfeld gescheitert (fanden ihn ja alle sympatisch und hat zumindest in den entscheidenden Momenten den richtigen Ton getroffen), sondern an klaren taktischen Fehlern insbesondere gegen Ende seiner Amtszeit und an einer bockigen Mannschaft, die immer nur nach Entlassungen aufspielt.
    Und Stöger hat erst auch überhaupt nicht gepasst, aber wusste das man ab und zu dem Volk nicht nur auf’s Maul schauen, sondern auch auf’s Maul hauen muss. Der hat es einfach verstanden die Medienlandschaft mit umzukrempeln. So sehr, dass selbst als er offensichtlich Hauptschuld an der Abstiegsmisere trug, jeder inkl. Geissblog überall einen Schuldigen gesucht hat, außer bei Stöger selbst.
    Der GB sucht jetzt scheinbar nach irgendeinem kölschen Fettsack, der mind. einmal im Monat zum FC-Stammtisch kommt. Vielleicht im Umfeld von Karate Jacky mal nachfragen…
    Mir würd schon ein offensiv-aufspielender Trainer mit gutem Draht zur Jugend und dickem Fell à la Baumgart genügen. Verhältnis zum Klüngel zweitrangig.

    moderated
      • Fuenf sagte:

        Haha – Schäfers Nas, wenn er noch leben würde, käme dann wohl auch in die Verlosung.

        Aber tschuess liegt richtig.
        Wenn sich etwas ändern soll, muss ein Trainer her, der ein klares Konzept hat, sich nicht reinreden lässt, Nachwuchs einbindet und mit einem großen Besen diese leistungshemmende Mentalität auskehrt.
        Und dafür braucht der dann wahrlich ein dickes Fell.

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    • Marc L. Merten sagte:

      Hallo tschuess,

      ich halte mich mal an deine Wortwahl: „Der GB sucht jetzt scheinbar nach irgendeinem kölschen Fettsack, der mind. einmal im Monat zum FC-Stammtisch kommt. Vielleicht im Umfeld von Karate Jacky mal nachfragen…“ ist in der Tat das Dümmste, was ich seit langem gelesen habe… ;-)

      Lies gerne meine weiteren Kommentare, die ich oben geschrieben habe. Vielleicht verstehst Du dann eher, was ich meine.

      Beste Grüße

      Marc

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  7. Urge Stein sagte:

    Eine Rückkehr von Stöger als Trainer würde ich auch nicht so prickelnd finden. Ich glaube aber, es wäre durchaus denkbar ihn in anderer Funktion einzusetzen. Er selbst sagte mal in einem Interview, dass er eigentlich gar nicht die Trainerlaufbahn einschlagen wollte sondern eher die auf Funktionsebene. Als Kaderentwickler lieber noch als Sportdirektor könnte ich mir das sehr gut vorstellen. Wenn die Gerüchte seinerzeit stimmten, wollte er den ein oder anderen guten Kicker zum FC lotsen was aber an den Vorstellungen eines Herrn Schmadtke scheiterte. Das Stöger zum Verein und zur Stadt passt ist unbestritten und er könnte dem neuen Trainer/Manager etwas den Rücken in Sachen Medien freihalten. Von den Trainerkandidaten sagt mir immer noch am meisten Baumgart zu. Ein bodenständiger Arbeiter ohne Allüren der gut passen könnte. Spannend fände ich auch mal über van Bommel oder Terzic zu sprechen. Was wollen die in Wolfsburg „ausser“ viel Geld zu verdienen. Ansonsten doch sehr emotionslos da.

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  8. Kurti sagte:

    Das Hauptkriterium von Marc Merten finde ich etwas albern.
    Der Trainer muss nicht die Stadt Köln verstehen und mit der Presse gut können.
    Der gute Draht zur Presse wäre Marc Merten zwar eigennützig wertvoll, aber das braucht der Trainer nicht als erstes.
    Stöger sollte man nicht als Trainer holen.
    Und auch nicht die Finks, Baumgarts, Baums, Labbadias dieser Welt.

    Wir brauchen einfach mal neue Einflüsse, so wie es mit Stöger mal war.
    Einen unverbrauchten Trainer, gerne aus dem Ausland.
    Stöger kannte damals auch niemand.

    Es ist auch merkwürdig, das die alle lustig in der Liga vor sich hin- und her wechseln, ohne neue Impulse von aussen.

    Sonst wäre ich auch eher für eine interne Besetzung.

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    • Boom77 sagte:

      Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass Herr Merten das, was er im Artikel geschrieben hat, gar nicht ernst meint. Das ist nur eine „reißerische Posse“, um Klicks und damit Geld zu generieren und wie man sieht… es hat doch wunderbar funktioniert. Dazu Glückwunsch, Herr Merten! Das ist auch gar nicht schlimm. Sie müssen auch schauen, wie Sie Ihr Geld verdienen, um Ihren Lebensunterhalt zu verdienen und die Seite am Leben zu erhalten. Also fair enough…

      Das ein Trainer mit guten Draht zur Presse für Herrn Merten und seine Journalistenkollegen „wertvoll“ wäre, sehe ich nämlich anders. Mit einem Trainer, bei dem mit der Presse alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist, lässt sich schwer Geld verdienen, da dann die „großen Schlagzeilen“ ausbleiben. Da ist das Gegenteil der Presse schon lieber. Die haben doch lieber einen, auf den man schon draufhauen und über den man herziehen kann. Damit lassen sich leichter Geschichten spinnen und Schlagzeilen produzieren, was eben Auflage und Klicks und damit Geld bringt.

      Ihre „wertvollen“ Informanten haben sie in und um die Vereine sowieso…. Da brauchen die keinen guten Draht zum Trainer.

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      • ichfreuemich sagte:

        Ich finde die Überlegungen von Marc gar nicht so falsch. Die Medienlandschaft in Köln verbunden mit einigen Kölner Eigenarten ist schon speziell. Wer diese Klaviatur nicht bedienen kann, wird sehr schnell zerrissen. Ich denke, die Mischung muss einfach stimmen. Es muss die berühmte Heunadel gefunden werden. Dafür haben wir ja hochbezahlte Manager, die diesen Prozess vorantreiben und sich entsprechend teuer beraten lassen. Das ist ja letztendlich wie bei jedem Bewerbungsgespräch. Es zählen nicht nur die harten Fakten (z.B. Erfolge in der Vergangenheit) sondern auch Fragen wie hat man sich in schwierigen Zeiten behauptet, wie kommuniziert man, passt die Firmenkultur zur Persönlichkeit, kann man sich am neuen Standort wohl fühlen und „heimisch“ werden, wie ist der Führungsstil, wie ist die Kommunikation mit den Medien (z.B. bei Presseterminen), hat man bewiesen, dass man Menschen weiterentwickelt hat, wie kommt man mit unerschiedlichen Typen zurecht, wie kann man ein Team motivieren, hat man in der Vergangenheit auch auf die Jugend gesetzt, welche taktischen Systeme beherrscht man, … die Liste ist sehr lang. Hier sollte man sich im Vorfeld Gedanken über die jeweilige Wunsch-Ausprägung machen und im Anschluss alle Kandidaten entsprechend aller Kriterien beurteilen.

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  9. Dirk sagte:

    Ich muss echt gerade lachen, über was hier geschrieben wurde. Wollen wir einen Trainer, welcher gut mit den Medien kann, welcher beim Karneval präsent ist und welcher das „kölsche“ verinnerlicht hat? Wenn er diese Kriterien erfüllt, wird im ein Abstieg dann verziehen?
    Was für ein Unfug. Ich will einen Trainer, der Spieler mitreisen kann. Er braucht Ahnung von Spielsystemen und Taktik. Er soll einfach erfolgreich arbeiten! Da ist mir scheißegal, wo der Trainer herkommt und ob er Karneval lieber zum lachen in den Keller geht und dort sein Altbier trinkt. Wollen wir Folklore oder erfolgreichen Fußball sehen?

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    • Gerd1948 sagte:

      Ja Dirk, kurz und gut umrissen. Man muss schon alles in die richtigen Prioritäten einordnen. Das was Marc oben anspricht Leute, das ist absolut nicht unwichtig, aber es ist und bleibt ein „Beigeschmack“ Beim FC geht es langfristig darum die Liga zu halten über die Vereinsphilosophie keine Investoren ins Boot zu holen. Bedeutet Jugend, Jugend, Jugend und noch mal Jugend, denn die Resterampe bleibt an Spielern UND an Trainern. Mit Gisdol ist es schief gegangen weil es leider Rtg Abstieg geführt hatte, sonst würden einige Sachen des „Beigeschmackes“ gar nicht in der Presse auftauchen. Sie tauchen dann auf, wenn man einen Trainer wegen Misserfolg oder Umgang hinterfragt. Man muss och jönne künne wäre im Erfolgsfall auch an der Tagesordnung, aber eben nur dann. Der neue Trainer muss frischen Wind bringen, mit der Jugend können und nicht zuletzt, ob 2. Liga oder 1. Liga schnell eine „Handschrift“ vorweisen für die Gisdol eigentlich nie stand. Im Erfolg fühlt man sich dann auch schnell mitgenommen, von den Fans der Stadt und allen denen, die über den FC und den neuen Trainer berichten. Für die Fans „eines der größten Klubs überhaupt“ zählt in allererster Linie der Erfolg, dann kommt lange nichts. Dann kommt die Art und Weise des dargebotenen. Erst danach kommt irgendwann der Trainer und dessen Art und Weise. Das Umfeld einer aufregenden Fußballstadt wie Köln verzeiht vieles, wenn der Erfolg sich einstellt. Da bin ich sehr sehr sicher.

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  10. Stefan Spittmann sagte:

    Warum werden hier immer die gleichen Namen diskutiert und nicht mal versucht neue Wege zu gehen.
    Immer wieder ist die Rede von Stöger – klar erinnert man sich an die EL Quali – aber mal ehrlich – da sind wir mit ganz viel Glück und Modeste reingeraten – ich erinner mich nicht daran das wir in dieser Zeit tollen Fußball gespielt haben. eher das Gegenteil.
    Mein Wunschkandidat wäre der im Sommer vertragslose Domenico Tedesco. Steht für mich für eine (offensive) Spielidee.
    Klar – auch Laptop Trainer , aber das muss ja nichts schlechtes sein. Durch die Verpflichtung von Lukas Berg denkt man ja auch durchaus in Richtung Datenanalyse etc.

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  11. Daim71 sagte:

    Ob der neue Mann mit der Presse kann oder nicht, ist sowas von egal.
    Teilweise ist die Presse auch selber schuld.
    Wenn ich die Fragen höre, ob er entlassen wird oder nicht, ist sowas von peinlich. Einen Trainer so bloß zustellen, habe ich nie verstanden.
    Die Fragen müssen sich hauptsächlich um das sportliche drehen.

    Ob er Karneval kann oder nicht ist auch egal.

    Der Trainer muss die Mannschaft in Griff haben und erfolgreich sein.
    Alle anderen Kriterien sind Quatsch.

    Kennt Ihr noch Ernst Happel ?
    Ein super Trainer, hatte aber mit der Presse Probleme.
    Wenn wir so einen bekommen würden, wäre ich begeistert.

    Warum nicht jemanden aus eigenem Stall holen ?
    Wir haben seit Daum keinen mehr hochgezogen, der erfolgreich war.
    Das verstehe ich nicht, vertrauen wir unseren Nachwuchstrainern nicht ?

    Ich finde Baumgart nicht schlecht ob er nach Köln passt, weiß ich nicht.

    Favre wäre eine Superlösung, ob er aber nach Gladbach auch Köln trainieren würde, steht auf einem anderen Blatt.

    Bei Stöger bin ich zwiespältig, auch Stöger wurde zerrissen, weil wir angeblich immer zu langweilig spielen. Wir waren defensiv sehr stark und haben meistens 0:0 gespielt. Das Spiel war auch nicht immer ansehnlich.
    Hinten dicht und nach vorne Kontern (Langer Ball auf Modeste).

    Oder einen Trainer holen, den wir noch nicht kennen, von mir aus einen aus dem Ausland.
    Hauptsache der Mann ist fähig, die Mannschaft zu trainieren.

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    • Goat-Tower sagte:

      Guter Kommentar. Stöger hat in der Tat die Bälle einfach nach vorne schlagen lassen…und da stand dann Modeste. Der hatte die Saison seines Lebens. Der war vorher nicht so gut und danach auch nie wieder. Wenn ich Eure Kommentare so lese….dann bin ich für Peter Neururer…:-) der erfüllt alle genannten Kriterien. Heisst auch Peter und Bochum hat er damals sensationell in den Europapokal geführt. Der hat es drauf und kommt auch in der Stadt klar. Aber im Ernst…warum versucht man es nicht mal mit Manni Schmidt? Er war damals der Stratege hinter Stöger.

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  12. maradonna sagte:

    Bei aller Kritik an Heldt vor allem der Kritik die intern geäußert wird, muss man doch feststellen dass Heldt bisher noch keinen Trainer verpflichtet hat. Mit Gisdol hat er verlängert, aber es ist eine andere Konstellation gewesen wie wenn er ihn selber geholt hätte.
    Und der Vorstand hat so gut wie keine Kompetenz. Hier mehr auf den Vorstand zu vertrauen als auf Heldt käme Russisch-Roulette gleich.

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  13. Martin Haas sagte:

    Egal, welcher Trainer kommt, an der Entscheidung wird dann wieder rumgemäkelt ohne Ende. Armer neuer Trainer. Man sollte ihn dann erst mal machen lassen und abwarten. Der Vertrag sollte nach den Rohrkrepierern der letzten Jahre nur ein Jahr betragen und dann kann man sehen, ob er funktioniert und zum FC passt. Vielleicht kann man einen Trainer ja auch leasen, da würde man das Risiko minimieren.

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  14. Klaus Schroeder sagte:

    Ich denke, dass es hilfreich ist, sachlich und unvoreingenommen an die Sache heranzugehen.
    Da wir kein Geld haben und auch in absehbarer Zeit nicht über nennenswerte Mittel verfügen werden, kommt der Zusammenstellung eines wettbewerbsfähigen, erstligatauglichen Kaders die entscheidende Bedeutung zu. Das alleine ist schwierig, aber möglich, wie die Beispiele Freiburg, Mainz etc. beweisen.

    Die zweite, nicht wenige anspruchsvolle Aufgabe ist es, einen Trainer zu finden, der aus dem vorhandenen Kader das Optimum herausholt, indem er die Spieler dort einsetzt, wo sie mit ihren Wir sind immer noch der Erste Fussball-Club Köln – unser

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  15. Norbert Steinbach sagte:

    Ich glaube Köln als weltoffene Stadt und wir Kölner/Rheinländer sind generell bereit, viele Trainer anzunehmen.
    Viele sind ja auch lange einem Gisdol gefolgt, da er immerhin anfangs ehrlich mit den Medien umging, wenn auch gegen Ende oftmals sichtlich genervt oder verzweifelt. Dies lag sicher am anhaltenden Misserfolg. Das ihm große Städte generell nicht liegen, vermag ich nicht zu sagen. Aus seinen bisherigen Tätigkeiten und seinen Interviews habe ich jedenfalls eine Faszination davon und von Traditionsvereinen vernommen. Ich sah bei ihm eher das Problem, dass das Hauptaugenmerk seiner Arbeit auf der Motivation und Mannschaftsführung, der Emotionalisierung liegt.
    Durch Corona ist dann die Emotionalisierung von Außen, das Pushen durch die Fans komplett weggebrochen, der Erfolg viel nicht mehr so groß wie zuvor aus, und die Mannschaft, die größtenteils aus charakterstarken, leisen und netten Spielern besteht, vermochte es nicht sich selbst zu emotionalisieren um als Team gemeinsam die allerletzten Meter konsequent über 90 Minuten zu gehen. Gisdols Ansprachen nutzen sich mit der Dauer ab, gerade Reservespieler verliert er, wenn man deutlich seine Lieblingsspieler erkennt.

    Dieser Abnutzungseffekt hat dann gegen Ende auch Gisdols Hauptschwächem klar hervortreten lassen, die letztlich zu unserem Abschneiden beigetragen haben:
    1) Er konnte mit dem vorhandenen Personal keine Idee eines funktionierenden Offensivspiels entwickeln. Besonders deutlich gegen Ende der Hinrunde und zu Beginn der Rückrunde als aus dem Spiel heraus teilweise keine einzigen Torchancen entstanden (nur über Standards wurde es dort mal gefährlich)

    2) Er hat negativen Entwicklungen seiner Mannschaft auf dem Spielfeld nicht rechtzeitig mit den passenden Umstellungen begegnen können. In den wenigen Spielen, gerade gegen Ende, als wir sogar mal führten oder in Chancenreichweite auf einen Sieg auf dem Platz waren, verstand er es nicht, die richtigen Spieler rechtzeitig einzuwechseln. Rexhbecaj als sein Liebling wurde somit mehrmals ohne Effekt als offensiver Mittelfeldspieler eingesetzt, wo er fehl am Platz war.
    Einmal setzte er sogar 5 zentrale Mittelfeldspieler auf einmal ein, da er keinem Offensicakteur eine bessere Leistung zutraute. Ergebnis: 33 Flanken, die verhungerten.

    Erkenntnis: drei Spieltage später im Interview kommt er darauf, dass er nicht nur defensive Mittelfeldspieler aufstellen kann, auch wenn sie am besten in Form sind

    –> Auf diese Erkenntnis kann man, selbst als Nichtfachmann, auch direkt kommen.

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  16. Matthias sagte:

    Sehr geehrter Herr Mertens!
    Auch Sie haben anscheinend immer noch nicht verstanden, dass Kriterien wie „zur Stadt und zum FC“ passen, keine wirklich wichtigen Voraussetzungen sind. Ein Trainer wird alleine an seine Leistungen und den sich daraus ergebenden Ergebnissen gemessen. Alles andere ist romantisches Geschreibsel!

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    • Marc L. Merten sagte:

      Hallo Matthias,

      vielen Dank für Ihre Kritik. Ich sehe das in keiner Weise romantisch. Wie gesagt: Es geht nicht um Karneval, Kölsch trinken oder den kölschen Dialekt. Stellen Sie sich einfach mal folgende Frage:

      Haben Markus Anfang, Achim Beierlorzer oder Markus Gisdol zum 1. FC Köln gepasst? Vergessen wir einmal die Stadt, sondern nehmen nur den Klub.

      Wenn Sie diese Frage mit „Ja“ beantworten, haben wir unterschiedliche Vorstellungen davon, wann ein Trainer zum FC passt und wann nicht. Das ist ja auch nicht schlimm. Ich habe im obigen Artikel meinen persönlichen „Kommentar“ formuliert, basierend auf jahrelangen Erfahrungen und Beobachtungen, nicht nur beim FC, sondern auch als Reporter bei anderen Klubs. Es gibt viele fachlich hervorragend ausgebildete Fußballlehrer, Experten in Taktik, Analyse und Trainingslehre. Was sie unterscheidet, ist das Zwischenmenschliche. Dabei geht es immer auch um Glaubwürdigkeit, Authentizität und Überzeugungskraft. Und diese Eigenschaften erkennt man meiner Meinung nach eben auch, wie ein Mensch sich in eine neue Stadt einfügt, wie er mit den Menschen umgeht.

      Viele Grüße

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  17. Markus Fortenbacher sagte:

    Sehr schöne Kommentare, ich musste mehrmals lachen ;-) Sehr coole Leute!!

    Da ich nicht in Köln wohne, stimme ich auch eher den Kommentaren zu, die sagen: auf Karneval und Medien – Der Trainer muss Ahnung von Fussball haben.

    Es sollte nur der Fussball und der Erfolg zählen. Manchmal erinnert mich der Effzeh an die Titanic – Das Schiff geht unter, aber Hauptsache noch schön schunkeln, singen und lachen. „Spürbar anders“ halt ;-). Ich finde damit sollte Schluss sein. Es darf geschunkelt und gefeiert werden, aber nur wenn der Effzeh auf sicherer See umherschippert.

    Kommen wir zu den Trainern:

    Baumgart ist ein klasse Typ. Aber ich befürchte mit seinem Offensiv Fussball, gehen wir sang und klanglos unter. Der Effzeh braucht eine stabile Abwehr und ein grundsolides Mittelfeld. (Ich sage nicht, dass Baumgart nicht auch großen Wert auf die Abwehr legt). Aber der Effzeh ist für solch eine Art Fussball, (um damit auch erfolgreich zu sein und nicht nur die „Entertainment Mannschaft“ zu sein, die jeder gerne schaut, weil die Spiele 3:5 ausgehen), noch meilenweit entfernt. Baumgart gerne in 5-7 Jahren ;-).

    Labbadia könnte ich mir zwar gut vorstellen, aber die Frage ist für wie lange? Labbadia ist die „bisschen erfolgreichere Version von Gisdol“. Und Gisdol hatten wir ja gerade schon ;-). Nichts destotrotz für 1 bis 2 Jahre könnte ich mir Labbadia vorstellen.

    Terzic fände ich eine mutige und spannende Wahl. Er ist noch sehr jung. Er hat bei Dortmund gezeigt, dass er eigene Fehler ausbessern kann und sich schnell weiterentwickeln kann. Die Frage ist natürlich ob er überhaupt kommen würde. Sollte der Effzeh in der Liga bleiben, sehe ich aber die Chancen, als garnicht so gering an.

    Tedesco könnte ich mir irgendwie garnicht beim Effzeh vorstellen. Ich kann ihn sehr schwer einschätzen. Kann er was, oder ist er ein Blender mit ganz viel Glück?

    Stöger wäre für mich, in der jetzigen Situation die beste Wahl. Er kennt den Verein, das Umfeld und die Spieler. Er hat schon einmal gezeigt, dass er den Effzeh trainieren kann. Ich rede nicht von der Europa League, ich glaube er weiss auch, dass das nur mit sehr viel Glück und Modeste möglich war. Um EL soll es für den Effzeh ja erstmal garnicht gehen. Der Effzeh muss sich in der Liga (Hoffentlich in der Ersten) stabilisieren – Um nichts anderes darf es gehen. Stöger kann die Null halten und genau das ist jetzt für uns wichtig. Und mal ganz ehrlich lieber schaue ich, in den nächsten 2 Jahren langweilige Spiele vom Effzeh an (während wir zwischen Platz 11 und 14 sind), anstatt solch Dramaspiele wie in den letzten Jahren (Und auf Platz 15-17).

    Sollte Heldt kein Ass im Ärmel haben, fällt meine Wahl auf die Rückkehr von Peter Stöger (vorrausgesetzt er hat überhaupt Interesse). Ich weiß, viele mögen das nicht. Aber schlechte Experimente hatte der Effzeh in den letzten Jahre genug. Ich will endlich wieder eine chillige Saison. Wir haben es wirklich alle verdient!!

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  18. Gerd1948 sagte:

    Aber ich muss noch mal ne Lanze brechen für Marc. Es kann doch jetzt nicht sein bei dem Vorlauf den man zeitlich hat, dass es wieder nur auf die üblichen Protagonisten heraus läuft. Jetzt wird schon laut, dass es lediglich um die paar Trainer geht, die iwo JEDER auf dem Zettel hat. Das ist auch in meinen Augen völlig unbefriedigend. Über 2 Monate bis zum Trainingsstart gebe ich zu bedenken.

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  19. Marcel sagte:

    Sehr schön Herr Merten. Ich gehe in vielen Punkten mit. Das Problem bei der Geschichte ist aber, dass man nicht nur einen Trainer braucht der den Verein und alles was dazu gehört versteht. Nein, man braucht u. a. auch einen Vorstand oder bzw. Personen auf leitenden Positionen, die es ebenso verstehen den Verein zu leben und ihre persönlichen Eitelkeiten hinten anstellen. Ich sehe derzeit zu wenig FC Jeföhl im Verein. Das ist ein sehr großes Problem. Denn wenn ich dieses nicht habe, oder es zumindest verstehe, bin ich auch nicht in der Lage jemanden zu finden der es hat.
    Ich werde halt nicht müde zu erwähnen, dass es dem Verein an Identität fehlt. Und das trotz einer strahlenden Historie.
    Die Liste der Spieler in den letzten Jahren ist lang, welche in ihren vorherigen Vereinen Leistung zeigten, beim FC dies aber nicht konnten. Das hat nicht zwangsläufig etwas mit den Fähigkeiten zu tun. Sondern schlicht weil sie nicht wissen, was auf die zu kommt und was es heißt für einen großen Traditionsverein zu spielen. Die Transfers müssen auch auf die Mentalität der Spieler zielen. Sprich, sind sie gewachsen dem Druck in Köln stand zuhalten!?! Nach meinen Eindrücken ist das die letzten Jahrzehnten nicht wirklich passiert. Das sieht man auch gerade an den letzten Jahren. Immer wieder hört man von Verantwortlichen, unsere Spieler sind zu brav. Das schlimme ist aber, dass das nicht nur auf hinzugekaufte Spieler trifft, sondern auch auf die, aus dem eigenen „Nachwuchs“. Das sind für mich alles Indizien, dass es dem Verein an Leben fehlt. Gerade in den letzten 4-5 Jahren hat man sich mehr mit einer demokratischen Satzung beschäftig, als damit wir man sich eigentlich sportlich präsentieren möchte. Auch das hat den Verein viele Körner gekostet.
    Es braucht jetzt auch einfach Mal den ein oder anderen im Verein, an dem man sich reiben kann. Der eine klare Richtung vorgibt. Es braucht auch mehr repräsentative Personen die authentisch wirken. Da viele mir auf Anhieb Podolski ein. Er muss noch nicht Mal eine bedeutsame Position im Verein haben. Aber solche Leute mit einzubinden, würde auch den Jugendspielern verdeutlichen, dass man auch wenn man beim FC ausgebildet wird, Weltmeister werden kann.

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      • Marcel sagte:

        Eben nicht. Der Profisport und insbesondere der Fußball lebt von Gefühl und Emotion. Und das gilt es auch im gewissen Maße im Verein zu haben. Das ist was den FC auch ausmacht. Das darf man nicht Verleugnen. Das ist die Identität des Vereins. Es geht jetzt nicht darum, dass man dreimal die Woche im Karnevalstrikot trainiert. Aber es geht um Leidenschaft um Mut und Respekt. Auch das ist Professionalität. Das ist Fußball. Verleugnest du das, dann verleugnest du deine Identität und schon geht’s abwärts. Das beste Beispiel sind die Bayern. Die haben mit ihrem Mia san Mia sehr viel „Jeföhl“.

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        • Fuenf sagte:

          Interessanter Punkt, da ist was dran.
          Der Unterschied ist halt der, dass die Bayern dieses Gefühl und diese Identität absolut professionell kanalisieren und dabei kommt der unbedingte Wille zum Erfolg heraus.
          In Köln wird gar nix kanalisiert, sondern man suhlt sich im „Jeföhl“ und vergisst zu liefern.
          Nicht auszudenken, was mit dem 1. FC Köln möglich wäre, wenn mal jemand käme und würde das Potenzial ausreizen und richtig lenken.
          Wir würden uns verwundert die Augen reiben, wie viel Wucht dieser Klub haben kann.

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          • Marcel sagte:

            Und das ist! Die Bayern leben es vor, wie es funktionieren kann. Man erkennt es auch an ihrer Spielweise. Es ist ja nicht nur so, dass die Hacke Spitze eins zwei drei Spielen. Nein, sie führen leidenschaftliche Zweikämpfe, auch nach Rückstand spielt man weiter mutig nach vorne. Das liegt aber auch daran, dass der Verein eine Philosophie hat. Sportlich sowie auf mentaler Ebene. Eben Mia san Mia.

      • Gerd1948 sagte:

        In erster Linie braucht man Profis, die ihren Job total ernst nehmen, wie einen Skhiri. Ob der jetzt Alaaf aussprechen kann interessiert auf Strecke wenig. Der ist fokussiert und bringt bestmögliche Leistungen. Den Karnevalswagen kriegen wir sowieso voll. Es braucht ne Idee und natürlich welche, die diese nachhaltig in die Wege leiten. Siehe Hueys Kommi unten. Man flickschustert und kommt nicht wirklich von der Stelle. Thats the problem.

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  20. Norbert Furmanek sagte:

    Leute ! Jedes Jahr machen doch so viele beim DFB -Lehrgang ihren Trainerschein . Und da ist niemand dabei der zum FC passen könnte? Kann nicht sein ! Ich persönlich wäre für Ralph Hasenhüttl , aber den werden wir wahrscheinlich nicht bekommen! Der hat eine sehr gute trainerlaufbahn hingelegt . Von Aahlen , Ingolstadt ,Leipzig und aktuell Southhampton . Ein super Fachmann. Und er kennt Köln. Und gerade fiel mir noch Toni Polster ein ! Wäre der ein geeigneter Kandidat ,Leute ??? Und noch ein Wort zu M. Merten. Köln verstehen ? Die meißten Spieler (Migrationshintergrund) können die Köln verstehen ? Wollen die Köln verstehen ? Sollen die zu etwas gezwungen werden ,das nicht zu ihrer Mentalität passt ? Rheinische Frohnaturen ? Warum ?? Bitte keinen Zwang !! Wer nicht aus dem Kölner Umfeld kommt wie sollte er Köln , den FC verstehen ? Und tut er das nicht , ist er dann ein Außenseiter Herr Merten ??

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  21. Huey L. sagte:

    Hallo Marc,
    sehr schöne(r) und treffende Analyse/ Kommentar, der allerdings an einer Stelle hängt. Wir haben leider keinen Mislintat, der nicht nur sportliche Talente entdeckt, sondern der eine klare Philosophie/ einen Spielstil für seinen Verein hat und dafür die entsprechend geeigneten Spieler auswählt. Doch nicht nur das, er hat auch das Potential eines Pellegrino Matarazzo erkannt, der diese Spielidee auch umsetzen kann. Dieser war zu der Zeit ein Trainer, den nicht viele auf dem Schirm hatten. Mir fehlt da ehrlich gesagt ein bisschen die Idee, wer in der Führungsetage so visionär denken, planen und handeln soll. Seit vielen Jahren wird hier doch viel zu kurzfristig gedacht, keine klare Spielidee verfolgt oder gar ein langfristiges Konzept entwickelt. Alles scheint doch eher immer den Vokabeln „aufsteigen“, „nicht absteigen“ und „wer ist gerade auf dem Markt und bezahlbar“ untergeordnet zu sein. Offene Baustellen (zum Beispiel rechter Verteidiger) werden nicht gezielt besetzt, lieber hat man zum Beispiel in dieser Saison den X-ten gleichen Spieler für das Mittelfeld dazugeholt.
    Ich habe es schon in einem anderen Kommentar geschrieben. Der FC braucht jemanden, der langfristig etwas aufbauen und entwickeln kann und sich die dafür notwendigen Fachleute und Spieler heranholt.
    Einem Krösche von Leipzig würde ich so etwas zutrauen, doch bis man sich an den einfach mal mit Ideen und Visionen herantraut und dafür begeistert, hat er schon dreimal in Frankfurt unterschrieben.
    Mit Samir Arabi hatte man vor noch gar nicht allzulanger Zeit einmal kurz zumindest gerüchteweise einen verheißungsvollen Namen in der Pipeline. Leider kein „klangvoller“ Name, denn das scheint ja immer noch ein vorrangiges Einstellungsmerkmal zu sein.
    Sieht man sich einmal weiter um, welcher Verein mit wenigen Mitteln seit jahren guten Fußball spielt, stößt man unweigerlich auf Greuther Fürth und dort auf den Namen Rachid Azzouzi, der sogar eine Kölner Vergangenheit (FC und Fortuna) hat. Am besten bringt er direkt sein gesamtes Scouting- Team mit, das wahrscheinlich -ebenso wie er- momentan auch keine utopischen Gehälter in Fürth verdient.
    War jetzt nur eine Idee, bevor reflexartig gefragt wird, wer soll das denn bitte machen, was ich da anstoße. Insider kennen wahrscheinlich noch ganz andere Namen.
    Aber wie gesagt, mir fehlt da ein bisschen die Phantasie, wer da beim FC etwas anstoßen, bewegen oder gar langfristig planen soll…

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    • Boom77 sagte:

      Ja, guter Kommentar und spricht die eigentlich wichtigen Punkte an und nicht die Folklore. Denn Mislintat und Materazzo „verstehen“ den VfB und die Stadt Stuttgart sicher auch nicht besser als es Gisdol mit Köln und dem FC getan hat. Dieser „Aspekt“ ist blanker Unsinn. Es geht darum, eine fußballerische Vision zu erarbeiten, die Strukturen hierzu zu schaffen und konsequent zu verfolgen und zu leben.

      Bei den von dir genannten Namen ist schon etwas dran. Wobei ich Krösche da etwas außen vor lasse. In Leipzig musste der nicht groß was leisten. Da war genug Geld vorhanden, die Strukturen bestehen seit langem und notfalls bedienen die sich einfach in Salzbrug. Egal, ob es um Trainer oder Spieler geht.

      Wenn es um sportliche Leiter geht, die aus wenig viel machen und vor allem auch auf den Cahrakter der spieler achten, wäre der Ruhnert von Union Berlin die erste Wahl für mich.

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      • Huey L. sagte:

        Hallo Boom, ich kann dir voll zustimmen. Nur kurz zu Krösche:
        Leipzig ist auf den aufmerksam geworden, weil er davor hervorragend in Paderborn gearbeitet hat. Hier hat er mit wenig Geld, aber viel Sachverstand eine Spielidee und Werte etabliert und geschaffen. Genau das, was uns fehlt. In Leipzig kam er dann nicht richtig zur Entfaltung, da er hier mutmaßlich „nur“ Mintzlaff zuarbeiten muss. Daher meine ich, dass man ihm einen Job beim FC anbieten müsste, bei dem er sich -ähnlich wie in Paderborn- betätigen/ verwirklichen dürfte. Doch auch dazu bedarf es Leute, die selbst schon von einer Idee begeistert sind und eine Vision oder zumindest eine Idee haben und damit andere begeistern und anstecken können.
        Und damit wären wir wieder bei meinem Schlusssatz. Diese Leute sehe ich momentan beim FC auf der „Entscheiderebene“ nicht…

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  22. Mitglied sagte:

    Von nostalgischen Rückholaktionen alla Modeste sollten wir doch bitte bis auf Weiteres absehen… sorry Herr Stöger, aber die letzte Erstligasaison brennt mir heute noch in den Augen (-35 Tore / 22 Punkte) und man wird den Verdacht nicht los, dass Heldt&Co. der aufgewühlten Fanseele mit Stöger „eine Reise in die gute alte Zeit“ schenken möchten, um dadurch selbst ein wenig aus der Kritik zu kommen.

    Ich wünsche mir Baumgart. Am Ende wird es dann überraschend Lottner. Oder was macht eigentlich Rangnick gerade? ;)

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    • OlliW sagte:

      Ja, das war eine schlimme Saison. Die Mannschaft war kopflos (Modeste) und kaputt. Man muss aber auch sagen, dass die Spielzeit bereits mit Vehs Ankunft quasi abgeschenkt wurde, auch weil kein Feuerwehrmann geholt wurde.
      Mit 8 Punkten nach 17 Spielen zeigt uns gerade Mainz, dass das noch lange kein Todesurteil sein muss! Der FC hatte 13 nach 20. So viel wie S04 jetzt. Aber egal, vergossene Milch.

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  23. Immerfc sagte:

    Bloß nicht nochmal stöger das letzte Halbjahr mit dem war nun wirklich im negativen nicht zu toppen. Und ob der neue Trainer jetzt den Karate Jacky oder Schäfer noos kennt spielt keine Rolle der fc ist ein profiverein… reicht dass wir Kölner unsere Geschichte und deren Protagonisten kennen. Aus der friesenstr. Dem eldorado vun Kölle ist ja auch eine partymeile für chiki mikis geworden… warum nicht aus dem fc wieder ein erfolgsclub machen?

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  24. Kurti sagte:

    Einige schrieben es schon.
    Der FC Namen. Also Verantwortliche die jeder kennt.
    Das ist neben Kölsch Jeföhl das wichtigste.

    Wichtiger wäre allerdings fachliche Kompetenz.
    Union Berlin macht einen guten Job seit Jahren… wer kannte vorher Urs Fischer und den Manager?

    Gisdol hatte einige Fehler begangen und Schwächen gezeigt.
    Allerdings fehlt 4 wichtige Spieler, teilweise sehr lange mit Hector, Bournow, Mainz und Andersson.
    Der von HH besorgte Ersatz wie Tolu und Limnios war untauglich.

    Der Ruf des FC hat auch sehr gelitten in den letzten Jahren, Jahrzehnten.
    Ambitionierte Trainer tun sich das nicht mehr an.
    Pleite, Chaos gepaart mit sportlicher Inkompetenz. Das ist unser FC

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  25. Norbert Neuheisel sagte:

    Ohne den Karneval fehlte dem Kölner ein Ventil, um auf seine Weise den Missständen in dieser Stadt mit Humor und Biss zu begegnen. Zu den Missständen in dieser Stadt gehört leider auch, wie der FC geführt wird und sich und seine Angestellten darstellt. Ich glaube, da wird über kurz oder lang jeder noch so gute Trainer scheitern, womit ich nicht sagen will, dass Gisdol ein guter Trainer ist – eher Mittelmaß. Die humorlosen Kommunalpolitiker, die jetzt an der Macht sind haben mit kölscher Eigenart nichts am Hut und für den Profifußball kein Verständnis. Köln ist auf geradem Wege, seine Identität zu verlieren – so auch der FC.

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  26. Maurizio Megastaine sagte:

    Ich möchte einen TRAINER der:

    – vorher noch nicht beim FC gefeuert wurde

    – nicht schonmal Interimstrainer war und genau dieselben Fehler gemacht hat wie der Trainer, der vor ihm gefeuert wurde (nämlich genau die gleichen Spieler einzusetzen, die schon unter dem „Anfa(e)ng“er keine Leistung gebracht haben. Besonders verkackt hat er bei mir als der Aufstieg feststand und er in den letzten Spielen trotzdem nicht mal ein paar Spieler aus der eigenen Jugend in der Startelf gebracht hat.
    Wann ist denn bitte eine bessere Situation einem jungen Spieler Spielpraxis im Profifussball zu geben als nach einem feststehenden Aufstieg, wo selbst eine Niederlage nicht mehr wirklich wehtut)

    – einzelne Spieler besser macht

    – der Mannschaft eine Handschrift verpasst. Ich möchte sehen dass ein Spielstil/eine taktische Entwicklung stattfindet, die nicht auf dem Prinzip Hoffnung/Zufall basiert.

    – den Spielern austreibt jeden Freistoß an der Mittellinie zurück zum Torwart/Innenverteidiger zu spielen.

    – Vielleicht auch mal eine etwas kreativere Lösung parat hat.
    Bsp.: Wenn Ehizibue hinten rechts ein Unsicherheitsfaktor ist, warum den nicht mal eine Position nach vorne ziehen? Er ist schnell und seine Flanken sind jetzt auch nicht viel schlechter als die der anderen Spieler, die rechts offensiv eingesetzt werden….wer dann für ihn RV spielen soll ist dann natürlich noch eine ganz andere Baustelle ;-)

    Ob der mit der Presse kann, ist egal. Wenn Erfolg da ist, wird die Presse ihn eh lieben.

    Ob er Kölsch trinkt oder nicht, an Rosenmontag aufm Wagen sitzt oder in seine Heimat fährt, geht mir ganz gehörig an der dunkelsten Spalte meines Wesens vorbei….und wenn der Erfolg da ist, wird das auch sonst niemanden jucken.

    Ich möchte einen SPORTDIREKTOR der eine negative Entwicklung frühzeitig erkennt und seine Entscheidungen bzgl. Trainer nicht von dem Resultat eines „Endspiels“ abhängig macht, sondern von der Gesamtentwicklung der Mannschaft. Ich will nie wieder hoffen müssen, dass der FC solche Endspiele verliert bzw. nicht unentschieden spielt, damit endlich gehandelt wird (siehe Spiel gegen Dortmund, ein Unentschieden war das Schlechteste was uns passieren konnte, keine 3 Punkte und der Trainer ist trotzdem noch da).

    Das Schreiben der nächsten Sätze bereitet mir zwar körperliche Schmerzen, aber geschrieben werden muss es trotzdem:

    Ich möchte jemanden wie Max Eberl!
    Wie er damals mit der Dieter Hecking Situation umgegangen ist fand ich wirklich bemerkenswert. Man hat dem Trainer frühzeitig mitgeteilt, dass man in der nächsten Saison einen anderen Weg gehen will und es trotzdem geschafft die Saison halbwegs stilvoll zu ende zu bringen.
    Im heutigen Bundesliga Geschäft war das wirklich „Spürbar anders“.
    Ausserdem schafft er es immer wieder unbekannte Leute zu holen und gewinnbringend zu verkaufen.

    moderated
  27. kalla lux sagte:

    Mann o Mann Marc.
    Da hast du aber ein Fass ins Rollen gebracht.
    Womit ich dir Recht geben, ist natürlich das eine strategische Auswahl getroffen werden muss . Vollkommen logisch, aber wer trifft diese Auswahl und wonach, nach welchen Kriterien? Das die jetzige Besetzung keine für die Zukunft ist, egal ob bei im Vorstand oder in der sportlichen Leitung hat sich ja eigentlich schon gezeigt.
    Sollen im Ernst die 3 chinesischen Affen ,Beratung von einem Rentner der nicht gerade erfolgreich als Trainer war und der andere der auch seit Jahren den Mist mitentscheiden, sowie Hotte und Werhle den neuen Trainer aussuchen?
    Um Ernst jetzt, das dann vielleicht ein Breitenreiter, Keller oder sonst ein gescheitert hier aufschlägt?
    Das ein PS wieder hier aufschlagen soll, hat sich für mich nach seinem letzten Fernsehauftritt auch erledigt
    Nach der Zeit immer noch nachtragend im Fernseh zu labbern , da war er dann unten durch! Und da mag er Karneval können und Köln mögen, nein Danke!
    Aber da ja Österreicher ja bei Köln gern gesehen sind, vielleicht gibt es ja noch den ein oder anderen da, der unsere Stadt mag
    Nee schöne Grossssssss

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  28. Schmitzbock sagte:

    Im letzten Jahr unter Stöger war die Mannschaft nicht fit und ihm wurde vorgeworfen, dass er zu lasch trainiert. Im selben Jahr sind auch kaum Transfers getätigt worden, weil Trainer und Manager wohl keine gemeinsame Linie gefunden haben . Und dies obwohl die Kassen durch den Modeste-Transfer mehr als voll waren. Das grenzte an Arbeitsverweigerung. Nachdem Stöger vor seiner letzten Saison nicht nach Dortmund wechseln durfte, ging er nach seiner Entlassung in Rekordzeit dorthin. Auch dort wurde ihm vorgeworfen, zu lasch zu trainieren. Ich hoffe der kommt nicht zurück nach köln. Bisher ist noch jede Rückholaktion in Köln gescheitert. Siehe z.B. Podolski, Modeste

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  29. MountainKing sagte:

    Medien, die Teil des angeblich „schwierigen Umfelds“ sind, wünschen sich einen Trainer, der gut mit Medien und dem schwierigen Umfeld kann. Überraschend.

    Von allen Qualifikationen, die der neue Trainer mitbringen sollte, ist „Verständnis für die Stadt“ auf meiner Prioritätenliste irgendwo zwischen „Sprachkenntnisse: Kisuaheli“ und „Tischlerei mindestens auf Gesellenniveau“ einzuordnen.

    Wie sehr ich es abfeiern würde, wenn der neue Trainer an Karneval einfach sagen würde: „Nä, is mir zu albern.“ Solange er vorher und nachher die Spiele gewinnt, würde das dann auch niemand stören. Der Quatsch wird immer nur hervorgeholt, wenn der Erfolg ausbleibt.

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  30. Frank Kollmar sagte:

    Ich hätte gerne einen Trainer, der unsere jungen Spieler besser macht und diese auch spielen lässt, der mit dem kölschen Klüngel in unserem Verein zurechtkommt und den Express und die Bild medial beherrscht….und man sollte sich nicht fremdschämen, wenn er den Mund aufmacht…und und und … und er darf ja nix kosten, wegen der klammen Kassen…mir fällt keiner ein…

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  31. Lukas Marx sagte:

    Wenn ich einen Wunsch hätte, er ist aber leider in einem Vertrag Urs Fischer er macht Mega Arbeit in Berlin ist absolut cool und würde mit seiner ruhigen gelassenen Schweizer Art wunderbar zum FC passen. Verstehe eh nicht warum wir nicht mal bei unseren Nachbarn gucken, Hütter und Glasener machen auch Mega Arbeit. Hauptsache es weht mal ein neuer Wind am Gbh und der alte Mief kommt raus. Wieso landen die fähigen nie bei uns und wir kriegen immer die Reste die keiner haben will, Fink, labbadia , Doll, … never.

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  32. Reiner Ziegler sagte:

    Ich glaube nicht, dass die Trainer über die momentan diskutiert wird, eine ernsthafte Lösung für den FC sein können, aber es ist schwierig und mir fallen auch keine Alternativen ein. Am schlimmsten wäre für mich Tedesco, der im 1. Jahr bei Schalke absolut überbewertet wurde.
    Wenn man in die 2. Liga schaut, fällt mir nur Thomas Reis von Bochum ein, aber Beierlorzer war ja auch ein erfolgreicher Zweitligatrainer und ist dann gescheitert.
    Ich werfe mal einen Namen rein, der sicherlich für Diskussionen sorgen wird, und das ist Thomas Doll. Das ist zumindest ein Typ.

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  33. Lukas Marx sagte:

    Boom du kannst doch keinen latour, Koller, Gross die gefühlt 80 Jahre alte sind mit den aktuellen österreichischen uns Schweizer Trainer vergleichen. Das ist als wenn du deinen aktuellen BMW mit dem Golf von der Oma von 1991 vergleichst . Frage mich halt immer warum ein Hütter, Glasener, Fischer, Rose, Mislintat , M. Kruse, Gikiewicz … nie bei uns landen. So unattraktiv kann eine Stadt Köln und der FC gar nicht sein. Gruß

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    • Gerd1948 sagte:

      Lukas, es ging ja drum, dass der FC das sehr wohl schon mal versucht hat dort fündig zu werden, auch wenn es schon ne Weile her ist. Mich würde eher interessieren, wieso man so reflexartig immer auf die Labbadias, Breitenreiters kommt, wo sie eigentlich doch überhaupt nicht für was ganz nachhaltiges stehen ähnlich wie Gisdol, der jetzt zumindest mal beim HSV und bei uns gescheitert ist.

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  34. Lukas Marx sagte:

    Gerd genau das meine ich doch Rudis Resterampe lässt grüßen, Manuel Baum fehlt noch in der Verlosung ,ach der ist ja vergeben . Es wird am Ende sowieso wieder ein Fink, labbadia oder Breitenreiter. Meine Frage ist halt warum uns nicht mal so ein Treffer gelingt wie ob aufgezählt.

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  35. Jimmy Die Tulpe sagte:

    Stöger geht gar nicht. Die letzte Saison unter Stöger war katastrophal und er hat den Klub, den er so lieb gewonnen hatte, per se nicht verlassen wollen, obwohl jeder gesehen hat, dass er nichts mehr gebacken bekommt, außer Woche für Woche einen Matze Lehmann aufzustellen, der damals so schnell und flink war wie Toni Polster heute :). Breitenreiter, Fink sind beide gescheiterte Trainer, die lieber bei Sky den Experten geben sollten, als einen Bundesligisten zu trainieren. Baumgart ist stur wie der Geißbock und hat nicht eine Millimeter von seinem offensiven Konzept, was null zu einem Aufsteiger passt der mit voller Kraft Voraus die 2. Liga ansteuert abeweichen wollen… So ein Trainer wie der Terzic wäre aus meiner Sicht absolut wünschenswert, wenn die Welt perfekt wäre…

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