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Umbruch steht bevor: Wie sieht das FC-Mittelfeld der Zukunft aus?


Der Verträge von Salih Özcan, Marco Höger, Max Meyer und Elvis Rexhbecaj laufen beim 1. FC Köln zum Saisonende aus. Darüber hinaus könnte Ellyes Skhiri dem Ruf eines internationalen Topklubs folgen und die Geißböcke ebenfalls verlassen. Damit ist klar: Der FC steht im Sommer vor allem im zentralen Mittelfeld vor einem großem Umbruch. 

Köln – Nach fünf Jahren endet im Sommer die Zeit von Marco Höger beim 1. FC Köln. Der auslaufende Vertrag des 31-jährigen wird nicht verlängert. Sportlich spielte der Mittelfeldspieler bereits in dieser Saison kaum mehr eine Rolle, kam nur zu zwei Einsätzen in der Bundesliga und stand überhaupt nur vier Mal im Kader. Auch Elvis Rexhbecaj wird aller Voraussicht nach vorerst zum VfL Wolfsburg zurückkehren. Die kolportierte Ablösesumme in Höhe von rund sieben Millionen Euro werden sich die finanziell gebeutelten Kölner nicht leisten können. Ein weiteres Leihgeschäft hatten Spieler sowie VfL bereits ausgeschlossen.

Meyer-Verbleib wahrscheinlich als Özcan-Verlängerung

Doch Höger und Rexhbecaj sind nicht die einzigen beiden zentralen Mittelfeldspieler, die im Sommer vor einem Abschied aus Köln stehen. Auch die Verträge von Max Meyer und Salih Özcan laufen Ende Juni aus. Insbesondere beim Kölner Eigengewächs stehen die Zeichen aktuell auf Trennung. Nach seiner erfolgreichen Leihe zu Holstein Kiel vor einer Saison hatte sich die Rückkehr zum FC für Özcan nicht so entwickelt, wie sich beide Parteien das vorgestellt hatten. 14 Mal stand der U21-Nationalspieler lediglich in der Startelf. Zuletzt kam der 23-jährige sogar nur noch zu sporadischen Kurz-Einsätzen. Ein erstes Vertragsangebot vom FC hatte die Spielerseite zudem bereits abgelehnt. Interessenten soll es für Özcan derweil aus der Türkei geben. Eine Zukunft bei seinem Ausbildungsverein scheint daher aktuell unwahrscheinlich. Nach GBK-Informationen sieht man die Chancen auf einen Verbleib von Max Meyer am Geißbock derweil als wahrscheinlicher an. Doch auch der im Winter von Crystal Palace ans Geißbockheim gewechselte Mittelfeldspieler will zunächst abwarten, in welcher Liga und unter welchem Trainer die Geißböcke in die kommende Saison gehen.

Stand jetzt jedoch verlieren die Kölner im Sommer vier ihrer zentralen Mittelfeldspieler. Aus einem Überangebot in dieser Saison könnte dann schnell ein Bedarf werden. Auch ein Verbleib Ellyes Skhiri scheint aktuell mehr als ungewiss, müssen die Kölner doch im Sommer unbedingt Transfereinnahmen generieren. Bereits jetzt sollen erste Vereine ihr Interesse an den Tunesier hinterlegt haben. So wird Horst Heldt sich vermutlich auf dieser Position noch einmal nach Ersatz umschauen müssen, nachdem der Geschäftsführer mit Dejan Ljubicic bereits den ersten defensiven Mittelfeldspieler ablösefrei für die kommende Spielzeit gewinnen konnte.

FC wollte Baumgartner und hat Ostrak bekommen

Doch neben potentiellen Neuzugängen kehren zunächst auch einige Spieler von ihren Leihvereinen zurück. Alleine mit Niklas Hauptmann, Louis Schaub, Vincent Koziello und Tomas Ostrak stehen ab Juli wieder vier zentrale Mittelfeldspieler bei den Kölnern unter Vertrag. Letztlich dürfte insbesondere der neue Trainer entscheiden, ob das Quartett noch eine Perspektive beim FC hat. Doch allem Anschein nach wird lediglich Youngster Ostrak noch einmal seine Chance bei den Geißböcken erhalten. Mit ihm stehen die Verantwortlichen bereits im Austausch. Dabei hätte der tschechische Junioren-Nationalspieler 2016 ursprünglich gar nicht bei den Geißböcken landen sollen. Nach GBK-Informationen hatte der FC vielmehr seine Fühler nach Christoph Baumgartner ausgestreckt, der seinerseits inzwischen Stammspieler bei der TSG 1899 Hoffenheim ist und regelmäßig gegen den FC trifft. Baumgartner soll sich jedoch gegen einen Wechsel in die Domstadt entschieden haben. Stattdessen soll der FC auf Ostrak aufmerksam gemacht worden sein, der dann letztlich auch in das Nachwuchsleistungszentrum der Kölner gewechselt war. Baumgartner hingegen blieb bekanntermaßen noch ein weiteres Jahr in St. Pölten, ehe er 2017 in die U19 von Hoffenheim wechselte.

Letztendlich stehen beim 1. FC Köln noch einige Fragezeichen hinter dem Mittelfeld-Gerüst der kommenden Saison. Einiges wird freilich auch an der Ligazugehörigkeit hängen. So darf man durchaus gespannt sein, wie sich das Gesicht des FC in den kommenden Monaten verändern wird.

17 Kommentare
  1. Kleiki says:

    Ich hatte eigentlich gehofft, dass mir hier Interessante Namen für die kommende Saison genannt werden, aber im Endeffekt steht leider nur das hier, was man die letzten Woche immer wieder lesen durfte. Aber danke nochmal an die Erinnerung, dass Ostrak existiert xD

    Vielleicht fallen den Lesern ja noch ein paar Namen ein, die für das FC Mittelfeld der kommenden Saison in Frage kämen…

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  2. Truebe Tasse says:

    Ich bin auch sehr gespannt auf das „neue“ Gesicht des gesamten 1. FC Köln. Mit Höger verlässt ein weiterer Euro-League-Held den Verein, sodass voraussichtlich nur noch Modeste, Risse, Horn I&II sowie Hector an die EL-Saison erinnern. Auch von diesen Namen wird sicherlich der ein oder andere nächstes Jahr nicht mehr da sein. Eine Auffrischung auf allen Positionen ist notwendig und ich bin wirklich gespannt, wer es alles werden wird. Hoffentlich haben die Verantwortlichen ein gutes Händchen und finden Spieler, die sich ähnlich wie Skhiri entwickeln und nach 2 Jahren mit Gewinn transferierbar sind.

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  3. Hennes48 says:

    HH kann und muss nun beweisen,ob er es schafft die FC Mannschaft sinnvoll und qualitativ ordentlich zusammenzustellen. Aus meiner Sicht sollte keiner der noch verliehenen und unter Vertrag stehenden Spieler zurück geholt werden! Es geht weiter darum, den Kader ziemlich stringent auszudünnen und ganz gezielt Positionen neu zu besetzen. Max Meyer könnte ich mir dabei gut vorstellen…aber alle anderen auch hier genannten Spieler sollten nun endgültig weg! Der FC braucht ein gänzlich neues Gesicht…unabhängig vom Saisonausgang…viel zu oft hat diese Mannschaft gezeigt, wie wenig Konstanz und Linie sie auf Strecke halten kann! Deswegen finde ich es total wichtig endlich eine neue Leitkultur mit entsprechenden Charakteren zu etablieren…nicht nur im Detail…sondern gänzlich…

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    • Fuenf says:

      Was die Spieler angeht, kann ich dem folgen und was den FC angeht, bin ich zu 100% bei dir. Wenn in diesen Klub nicht bald stringente Strukturen etabliert werden und Schlüsselpositionen mit Menschen besetzt werden, die Leidenschaft, Kompetenz und den unbedingten Willen zum Erfolg vorleben, wird das nix mehr. Im Gegensatz zu einigen anderen hier, bin ich nicht der Meinung, dass der 1. FC Köln noch über endlos Substanz verfügt. Die verloren gegangene Identität, der von außen nicht wahrnehmbare Leistungsgedanke und fehlende Mentalität werden dem Klub irgendwann den Kopf kosten.

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    • Boom77 says:

      Der ist halt auch schon reiferen Alters. Zweitligaknipser treffen ja auch nicht immer zuverlässig in Liga 1. Aber vom körperlichen her passt das natürlich schon gut. Wenn man den für einen vernpünftigen Preis bekäme, kann man das ja durchaus mal versuchen.

      Man redet aber oft davon, andere Wege zu gehen. Wobei… so gänzlich „anders“ sind die ja gar nicht. Diese Wege beschreiten andere Clubs schon lange. Sie beschreiten sie aber mit Sinn und Verstand (Scouting). Der FC beschreitet sie blind (siehe Arokodare). Es spricht doch nichts dagegen, dass man wie z. B. Dortmund auch frühzeitig nach Talenten aus den Reservemannschaften anderer großer bzw. Proficlubs schaut. So sind die zu Bellingham und Sancho gekommen. Sicher können wir mit den entsprechenden finanziellen Mitteln, die dahinter standen, nicht mithalten. Aber zum einen waren die, auch was das angeht, „oberstes Regal“, in welches wir ja nicht zwingend greifen müssen, und zum anderen müssen wir die Spieler ja nicht gleich kaufen, sondern können die für zwei Jahre ausleihen.

      In der Reservemannschaft (U23) von Manchester City spielt z.B. ein 18-jähriger Mittelstürmer. Er heißt Liam Delap. Ist 1,86 groß und hat in 18 Spielen 20 Tore geschossen und 4 Torvorlagen gegeben. So einen Jungen könnte man doch mal frühzeitig und ordentlich scouten. Dann weiß man auch, ob das was sein/werden könnte. Wenn ja, könnte man anfragen, ob man den für zwei Jahre ausleihen kann (ohne Kaufoption). Ich denke, damit macht man nicht viel kaputt. Und ich kann mir gut vorstellen, dass ein Spieler, der mit der U23 von Manchester City gegen die U23 vom FC Liverpool, Manchester Utd., Arsenal London, Chelsea etc. spielt, auf einem höheren Nievau Leistung bringen muss als einer aus der 1. lettischen Liga.

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  4. Kurti says:

    Leider gingen alle Umstrukturierung beim FC in die Hose in der letzten Jahren.
    Es fehlt offensichtlich an sportlicher Kompetenz.
    Die Verpflichtungen von HH waren ja alle ein Griff in Klo, ausser Uth.
    Man sollte auch erst einen Trainer installieren, ein Spielidee entwicklen und dann einkaufen.

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