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Der FC bleibt erstklassig – die Vereinsführung ist es nicht


Der Vorstand des 1. FC Köln hat Horst Heldt entlassen. Es gab zahlreiche sachliche Gründe, die für diese Trennung sprachen, auch wenn einige Gründe für eine Weiterbeschäftigung gesprochen hätten. An einer gemeinsamen Aufarbeitung mit dem Geschäftsführer Sport bestand jedoch kein Interesse mehr. Stattdessen zeigte der Vorstand einmal mehr, dass ihm jegliches Gefühl für die Situation des Klubs fehlt.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Der Vorstand des 1. FC Köln hat das Recht und die Pflicht, sich von einem Geschäftsführer zu trennen, wenn man glaubt, dass dies die richtige Entscheidung ist und den Klub voran bringt. Der Vorstand hat aber auch die Pflicht, Schaden vom Verein fernzuhalten. Und dieser Pflicht ist das Präsidium am Sonntag wieder einmal nicht nachgekommen.

Am Sonntag schwelgten die Fans in der Freude über den Klassenerhalt. Der Klub, die Fans, die Stadt – alle waren einfach nur froh, dass die Relegation überstanden und der Abstieg am FC vorüber gegangen war. Doch anstatt, dass der FC dieser Freude, diesen Emotionen und diesem Erlebnis zumindest einen Tag Raum gab, versenkte das Präsidium diese Stimmung mit der nächsten Führungskrise. Feuern statt Feiern – bloß keine guten Gefühle am Geißbockheim aufkommen lassen.

Stillose Trennung

Es gab gute Gründe für eine Heldt-Trennung. Das steht außer Frage. Doch es bestanden weder die Zeitnot noch der öffentliche Druck, nicht einmal 24 Stunden nach der Rettung die Reißleine zu ziehen. Jeder wusste, dass es eine Entscheidung in dieser Personalie geben würde. Viele ahnten, wie diese ausfallen würde. Doch nahezu alle erwarteten, und das darf man auch im Sinne der Professionalität, dass einer Entscheidung mit solcher Tragweite eine sorgfältige Analyse vorausgehen würde. Und zwar gemeinsam mit jenem Geschäftsführer Sport, der immerhin mit dem künftigen Trainer Steffen Baumgart bereits den Kader besprochen und Transferziele definiert hatte. Wenn man nach dieser Analyse noch immer zu dem Schluss gekommen wäre, sich zu trennen, hätte man das in einer gemeinsamen Erklärung öffentlich machen können.

Stattdessen wurde am Sonntagnachmittag eine Pressemitteilung zusammengeschustert, in der noch nicht einmal ein Statement von Horst Heldt zu finden war, weil die Trennung letztlich derart schmutzig verlaufen war, dass dieser keinen Anlass gesehen hatte, im Moment seines Abschieds Harmonie vorzutäuschen. Man bedenke dabei, dass es sich bei dem 51-jährigen nicht um irgendeinen Sportchef handelte, der für ein paar Monate im Amt war, sondern um einen einstigen FC-Profi, der 130 Spiele lang die Knochen für seinen Heimatverein hingehalten hatte. Nun schaffte es der Vorstand des 1. FC Köln nicht einmal, sich mit einem verdienten FCler auf eine saubere Trennung zu verständigen. Ein Armutszeugnis, aber durchaus stimmig mit der traurigen Historie des Klubs, der es in den letzten Jahren nur selten schaffte, Personalfragen stilvoll zu lösen.

Bärendienst für Jakobs und Kessler

Wenigstens ist jetzt klar: Die Entscheidung des Vorstands gegen Heldt stand schon seit Wochen fest. Das Absegnen durch den Gemeinsamen Ausschuss am Sonntagmorgen war nur noch der formale Akt. Der Vorstand hatte Heldt also tatsächlich als Lame Duck in die Gespräche mit Steffen Baumgart geschickt und den Trainer unter falschen Versprechungen zum FC gelockt. Man hatte den Sportchef mit Baumgart die nächste Saison planen und Gespräche mit Spielerberatern potentieller Neuzugänge führen lassen, obwohl man längst wusste, dass dieser eigentlich gar nicht mehr die Entscheidungshoheit über diesen Bereich hatte. Damit hat der Vorstand den Heldt-Nachfolgern Jörg Jakobs und Thomas Kessler einen Bärendienst erwiesen. Denn Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit sehen anders aus.

Es wird immer deutlicher, dass dieser Vorstand kein Gefühl hat: kein Gefühl für die Branche, in der sie tätig sind, kein Gefühl für richtige Zeitpunkte, für Situationen, für Emotionen. Und das in einem derart emotionalen Klub wie dem 1. FC Köln. Der 1. FC Köln mag am Samstag sportlich erstklassig geblieben sein. Die Klubführung dagegen ist es nicht.

43 Kommentare
  1. ZunichteMitDerNichte sagte:

    Horst rauszuwerfen war folgerichtig. Wäre Baumann nicht noch ein größerer Stümper gewesen, ständen wir in Liga 2. Der Vorstand ist mies und gehört abgelöst, jetzt aber wegen dem Zeitpunkt der Entlassung rumzuheulen ist lächerlich. Besser zu früh als zu spät.

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  2. maradonna sagte:

    Vor allem hat der Vorstand kein Gefühl dass wir keine Kunden sind sondern Fans. Vielleicht hilft ihm sein Psychologie Studium um zu verstehen wie Kunden ticken, aber er hat nicht verstanden , dass der FC eigentlich für die Fans spielt!
    Die Äußerungen Müller-Römers , die Fans , vor allem die im Internet , hätten nie was für den FC geleistet, die Aussagen eine Niete wie Drexler, die Fans seien Spacken, und das Verhalten des Vorstands zeugen davon was der FC eigentlich ist , er ist kein Verein für die Fans, sondern ein Verein , wo die Wirtschaft hineinredet, so wie Wolf, der mal Manager eines Sponsors war.
    Auf die Stimme der Fans wird nicht gehört.

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  3. Norbert Steinbach sagte:

    Wenn sich Herr Wolf genauso viel Zeit für einen Nachfolger lässt wie bei der Wahl des Overath Nachfolgers kann dieser gleich als fast feststehender Absteiger den Aufstieg 2022/23 planen.

    Also selbst mit dem stillosen Ende des letzten Vorstands und dem zu allem seinen Senf geben war er mir im Nachgang wesentlich lieber als dieser superstille Vorstand, der in meinen Augen auf persönlicher, menschlicher Ebene total versagt und null Sportkompetenz aufweist. Wäre dieser Vorstand konsequent, würde er die Verantwortung für sein Nichthandeln gleich mitnehmen.

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  4. maradonna sagte:

    Zu Jakobs:
    Der wird im Internet gelobt dafür Hector , Wimmer , ujah ,Maroh und Lehmann geholt zu haben.
    Wimmer hat nicht er geholt sondern er war eine Entdeckung des Sportslab unter der Leitung Boris Notzons. Jenen Notzon hat Schmadtke im Verbund mit Jakobs später rasiert!
    Hector war schon fast in Saarbrücken, bevor Stanislwaski auffiel dass er keinen Linksfuss hat, und so wurde Hector dann hochgezogen aus der U23.
    Die anderen waren jetzt auch nicht die Bringer!
    Stanislwaski ist völlig raus aus der Fussball Szene, also war das auch keine gute Entscheidung ihn zu holen.
    Horst Heldts Bilanz sieht da schon viel besser aus!
    Aber scheiss drauf, et hätt noch immer jotjtjeange

    moderated
  5. Holger Hüls sagte:

    Der FC war bei Entlassungen noch nie wirklich stilvoll und das liegt oft daran, das Internas nach außen dringen.So wussten die Medien schon am letzten regulären Spieltag von einer evtl. bevorstehenden Freistellung von Horst Heldt und dieser sah sich in Interviews den Fragen um seine Zukunft ausgesetzt. Und genau sowas ist dann ganz schlechter Führungsstil, wenn man selbst nicht dicht halten kann und andere dafür vorgeführt werden. Über Horst Heldt und seine geleistete Arbeit kann man wahrlich streiten, aber die FC Charta fordert von jedem die Werte Respekt und Fairness ein und genau diese hat man Heldt von Seite der FC Verantwortlichen aus genannten Gründen eben nicht gezeigt.

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  6. Heinz sagte:

    Sind ca.111000 Mitglieder nicht in der Lage ihrem Unmut mitzuteilen? sind die alle zu Frieden wie es beim FC läuft.? Wie Funkel schon sagte , es kann nicht sein das 100 Leute entscheiden was im Verein passiert. Für mich ist es ok das Held gehen musste, doch der SCHEIN -Vorstand nutzte diese Entscheidung nur um von seiner Unfähigkeit abzulenken. Vorstand raus.

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  7. Marcel sagte:

    Lieber Marc, ich kann dir da nur zustimmen. Die Entlassung Heldts an sich mag nachvollziehbar sein. Aber das wie und wann ist eine Katastrophe. Wie ich gestern schon geschrieben hatte. Wenn ich meinen Geschäftsführer schon mit Aufgaben betreue, deren Tragweite auf die kommende Saison hinauslaufen dann muss ich mit diesem Geschäftsführer auch weiter machen. Zumindest bis zu einem Zeitpunkt an dem ein anderer nahtlos übernehmen kann. Jetzt sollen es Jakobs und Kessler interimsweise übernehmen und in laufende Verhandlungen einsteigen. Aber auch nur so lange bis ein richtiger Nachfolger gefunden wurde, welcher dann schon wieder in die Planungen eingreift. Dieser Vorstand gehört abgelöst. Der Mitgliederrat hat Leute installiert, welche sich nicht über die Tragweite ihrer Entscheidungen bewusst sind. Man kann nur hoffen, dass sie die Quittung bei der kommenden Mitgliederversammlung dafür bekommen.

    moderated
  8. Alcotester sagte:

    Profis in Führungspositionen?
    Wen denn? Welche Vorschläge gibt´s denn?
    Kritik ist schön und gut, aber konstruktiv sollten sie schon sein.

    Der Ruf nach „Vorstand raus!“ ist genauso wie die Rufe nach „Heldt raus!“.
    Und nun? Heldt ist weg, kein „Profi“, der die Stelle adäquat besetzen kann, ist in Sichtweite.

    Meine Sichtweise: eigentlich sollte ein Verein tatsächlich von einem Kaufmann in (ehemaliger) Leitungsposition geführt werden. Ihm sollte nach Möglichkeit Personen zur Seite gestellt werden, die Fußballsachverstand haben.
    Ein solches Präsidium, wenn es denn vertrauensvoll zusammenarbeitet, kann dann mit den Geschäftsführern Sport und Finanzen vernünftig umgehen.
    Und? Welche Vorschläge habt ihr? Wen soll man als Präsi installieren? Ich kenne zurzeit keinen.

    Das der effzeh noch weitere Gremien hat, die den Verein lahmlegen, ist unbestritten und führt zu weiteren Diskrepanzen.

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  9. mapema sagte:

    Ich mag den Vorstand auch nicht und finde, er leistet keine gute Arbeit. Insbesondere das er letzten Sommer in der Euphorie und ohne Not den Vertrag von Heldt verlängert hat.
    Aber trotzdem nehme ich ihn hier etwas in Schutz. Wir wissen nicht, wie und wann es zur Trennung kam. Vielleicht wusste Heldt es schon seit Wochen und man wollte es erst nach der Saison verkünden. Jakobs war wohl auch bei dem Gespräch mit Baumgart anwesend, daher würde es Sinn machen. Außerdem wann ist der richtige Zeitpunkt für die Meldung? Wäre es nicht am Sonntag erfolgt, dann würde die Woche weiterhin spekuliert werden und auch so Unruhe entstehen. Dann würde es heißen, dass so eine Situation unwürdig für einen erfahrenen Manager und ehemaligen Spieler ist. Also genau das gleiche wie jetzt. So hat man jetzt Fakten geschaffen, besonders für die Transferverhandlungen. Spieler und Berater hätten sich ansonsten gefragt, ob es noch Sinn macht mit Heldt zu sprechen.
    Warten wir mal ab, was der Vorstand heute auf der Pressekonferenz mitteilt.

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  10. Daim71 sagte:

    Wie schon gesagt, heute steht ein Artikel im Express.

    Wie ich das schon vermutet habe, wird Jörg Jacobs das kommissarisch übernehmen.

    Jörg Jacobs war es der Baumgart wollte und war angeblich bei den ganzen Gesprächen dabei.
    D.h Held hatte Fink favorisiert, das sah der Vorstand anders.
    Auch wenn die Trennung nicht seriös abgelaufen ist , kann ich diese verstehen.

    Vielleicht haben wir Glück, denn es wurden zum ersten Mal interne Lösungen vorgeschlagen. Wann hätte das je gegeben ?

    Berg und Kessler sind sehr Junge Leute, aber Jörg Jacobs hatte damals Stöger geholt und mit den günstigen Spieler den Aufstieg geschafft.

    Warum nicht Mal aus dem internen Stall bedienen ! Endlich Mal eine Lösung
    die Funktionieren könnte.

    Gibt den neuen eine Chance, ich finde das Klasse.

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    • Micha Kreibl sagte:

      Habe meine Ansicht noch einmal überdacht…vielleicht war es richtig HH zu entlassen, vielleicht wissen wir alle nicht annähernd was und wann beschlossen wurde. Vielleicht ist es der richtige Zeitpunkt gewesen…Während des Abstiegkampfes wäre wahrscheinlich falsch gewesen und länger zu warten wenn man merkt es macht keinen Sinn mehr bringt auch nichts.
      Ich für mich lass mich jetzt einfach mal überraschen und werde keine Kommentare mehr aus der Emotion schreiben. Dafür bin ich viel zu wenig involviert. Ich bin Fan und egal was passiert, das werde ich bleiben!

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        • Stephan sagte:

          Ich urteile nicht über Halbwahrheiten. Niemand von uns war dabei. Auch kein Herr Merten. Deswegen halte ich mich da raus. Heldt musste weg.
          Und der Zeitpunkt jetzt, war genau richtig. Nach der Saison, aber vor der Vorbereitung. Wann sonst? Mitten im Saisonfinale? Das wäre eine Katastrophe gewesen

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    • Dieter Gaus sagte:

      Dein Hinweis, gib den Neuen eine Chance, gefällt mir. Allerdings gilt dies auch für die die da sind, bzw. waren! Ohne Mehl kannst Du keine Brötchen Backen und ohne Geld kaufst Du keinen Stürmer. Der Weg, im eigenen Haus zu nach Lösungen zu schauen, war doch schon eingeschlagen und erfolgreich mit Gisdol und Held eingeleitet.
      Wie gesagt, Vertrauen, enthält im wesentlichen sich trauen! Sich trauen, zu der Entscheidung zu stehen die Verträge mit der sportlichen Leitung (Sportdirektor und Trainer) langfristig anzulegen. Als Herrn Baumgart wüste ich jetzt nicht wem ich beim FC vertrauen soll.
      Und vielleicht würde es den sportlich verantwortlich helfen, wenn sich der Vorstand mal VOR die Leitung stellt, statt dahinter.

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  11. Paul Paul sagte:

    Wie ich wiederholt gefordert habe, gehören ALLE rausgeworfen!!! Zwei sind schon mal weg, auch wenn der Zeitpunkt der Trennung eine Idiotie war.

    Dieses Präsidium ist der reine HORROR! Dem FC fehlt Intelligenz auf jeder Ebene, und diese undemokratische Satzung MUSS geändert werden, damit Gegenkandidaten eine Chance haben.

    Der FC bzw. das Stadion MUSS raus aus Köln, damit wir nicht mehr Opfer dieser parteipolitischen Ränkespielen wird. Wir sollten uns ein Beispiel an Bayern München nehmen.

    Es darf NIE wieder vorkommen, dass wir von BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH gerettet werden!!!

    moderated
    • Daim71 sagte:

      Warum war der Zeitpunkt eine Idiotie ?
      Ich hätte Held erst gar nicht geholt.
      Der man hatte außer in Stuttgart nichts mehr gerissen.
      Selbst in Hannover haben Sie den Held vor der Tür gesetzt.
      Was viele vergessen ,in Stuttgart
      und Schalke hatte Magath die Vorarbeit gemacht. Danach kam immer Held.

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  12. Jürgen Staubesand sagte:

    Ich lese hier andauernd Vorstand raus. So weit so gut. Das die Herren keinen besonders guten Job machen ist ja offensichtlich. Aber wie sind den bitteschön die Altenativen? Da hört man so garnichts. 111.000 MItglieder und so eine Führung, prima. Und wir hatten übrigens mal eine Weltmeister als Präsident. Das war jetzt auch nicht die „Kirche auf der Torte“, oder? Es geht weiter und weiter und weiter mit dem Chaos. Und zum Rauswurf von Heldt. Es gibt doch zig Gremien die alles abnicken müssen. Die haben doch auch bei Gisdol etc. alle genickt. Und Wehrle war da doch auch im Boot oder hat der Heldt das im Alleingang gemacht. Kaum. Viel Gehalt, viel Verantwortung und viele Fehler sind eine schlechte Kombination. In Bremen kann man übrigens besichtigen wie es weiter gehen kann wenn man nicht richtig aufräumt.

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    • Jose Mourinho sagte:

      Du musst Dich im Mitgliederbereich der HP einloggen. Dort wird dann abgefragt, ob Du teilnehmen möchtest. Möchtest Du teilnehmen, musst Du bei einem schlechten Unternehmen Deine Identität checken lassen. Dies ist mir aber trotz einiger Wartezeit bislang nicht gelungen, da nie eine Servicekraft frei war. Da drängt sich mal wieder der Verdacht auf, es ist dem Vorstand ganz recht, wenn es nicht zu viele Leute machen, denn anderenfalls hätte man auch einen der fähigen Anbieter beauftragen können.

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  13. OlliW sagte:

    Ich lese immer von der Hoffnung, dem Vorstand in der MV einen Denkzettel zu verpassen. Wie?
    Klar, Wettich nicht im Amt zu bestätigen wäre eine Ohrfeige – hauptsächlich für ihn. Was passiert dann? Gibt es so was wie ein Misstrauensvotum als Möglichkeit? Ich frage, weil ich keine Ahnung habe bzw. jetzt nicht die Satzung oder das deutsche Vereinsrecht wälzen will ;-)
    Wir würde man – hypothetisch – am 17. Juni den Vorstand loswerden können, wenn man als Mittglieder das wollte? (Abgesehen davon, wie es dann weiterginge, das Procedere der neuen Kandidaturen würde Monate dauern, es müsste eine außerordentliche MV einberufen werden, um einen neuen Vorstand zu wählen. In 2021 stellen sich die drei doch aber ohnehin zur Wiederwahl, oder? Ich denke, bis zur Abwahl muss die kochende Fanseele wohl noch warten.

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    • Hennes48 sagte:

      Wenn Wettich nicht gewählt würde zeigt das zumindest, dass der Vorstand und der Mitgliederrat „kritisch“ gesehen werden. Wettich macht dann dennoch kommissarisch aus seiner Rolle als MR-Vertreter weiter…das ist die Absurdität dabei…deshalb darf man gerne und gut gut überlegen, ob es sinnhaft ist, ihn im Juni zu wählen.
      Und ich finde generell, dass 111.000 Mitglieder den Vorstand frei wählen sollten…und nicht, dass ein MR vorher lediglich drei Kandidaten ohne Auswahlmöglichkeit „vorschlägt“. das klingt für mich nicht nach freien Wahlen…Wobei ich persönlich ja noch weiter gehe…ein Wirtschaftsunternehmen wie dieser Buli Club FC kann nicht von Mitgliedern geführt oder gesteuert werden. Hierzu sollten entsprechende Fachleute ans Werk…(bitte, dies ist nur meine persönliche Meinung)

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      • SebN sagte:

        Dem stimme ich zu 100% zu! Die zahlreichen Gremien mir viel zu vielen Personen ohne Fußballsachverstand blockieren eine professionelle Führung des Profibetriebes. Und genauso ist es eine romantische aber völlig falsche Vorstellung, dass 110.000 Mitglieder des Vereins, als Fans die Profiabteilung sinnvoll lenken können!

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  14. Hennes48 sagte:

    Meinungsvielfalt ist auf jeden Fall hier gegeben…:-)
    Ich schließe mich Herrn Merten an, für mich ist die gesamte Abwicklung im Fall HH so nicht tragbar. Wenn man ihm und FF in den letzten 14 Tagen aufmerksam zugehört hat, dann konnte man schon mehr als erahnen, auf welchem Niveau dieser Vorstand agiert. Keine vernünftige Kommunikation…weder nach außen-und schließlich sind da über 111000 Mitglieder, noch intern wurde augenscheinlich sachlich und vernünftig miteinander gesprochen.
    Und ich möchte es nicht „erahnen oder zusammen reimen“, was da ggf. wann und wie, wem gesagt wurde! Nein-ich habe die Erwartungshaltung, dass dies angemessen und nachvollziehbar mitgeteilt wird! Ohne wenn und aber…Dafür habe ich einen „ernannten“ Vorstand (gewählt ist für mich nur der, der sich gegen andere Bewerber durchgesetzt hat) . Dieser Vorstand lässt für mich als Mitglied nicht erkennen, was seine Ziele und Anforderungen sind. Der hinausgezögerte Termin der MV und die für diesen Tag angekündigten Erklärungen reichen mir persönlich keinesfalls aus. Nahezu alles, was dieser Vorstand hervorbringt wirkt im höchsten Maße unprofessionell.
    Ein Punkt ist mir noch sehr wichtig: Ich für meinen Teil brauche weder Funktionäre noch Spieler, die zwingend „ne Kölsche Pass“ haben…ganz im Gegenteil! Zwingendes Anforderungsprofil ist für mich Qualität und Leidenschaft…Diese permanenten Gedanken, irgendwelche ehemaligen Spieler für den Platz oder das Büro zu holen, empfinde ich als total albern! Dieser „Klüngel“ muss doch endlich durchbrochen werden. Und das den MR meiner Meinung nach dieser Club gar nicht braucht möchte ich nur der Vollständigkeit halber noch erwähnen!!!

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  15. Thomas Dietz sagte:

    Der Vorstand hat die Verantwortung für die letzten beiden Sportjahre und versucht mit der Entlassung von Horst Heldt davon abzulenken. Wenn die Herren keinen Sachverstand von Profifußball haben und sich nicht professionell beraten lassen, sind Sie die Hauptschuldigen. Der Schaden für unseren FC Köln ist enorm, und in jedem anderen wirtschaftlichen Unternehmen würden solche Vorstände entlassen!!!

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  16. Düxxer Stropp sagte:

    zu unserem VS auf Kreisklasse-Niveau: es ist vollkommen richtig, dass der VS nicht für das operative Geschäft zuständig ist, sondern für die mittel- und langfristige Strategische Ausrichtung des Vereins, sowie zum Controlling der relevanten Geschäftsvorgänge.

    Allerdings ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, ein Ohr am Puls des Vereins zu haben; d.h. unverfälschte Information in direkter Manier von den handelnden Personen zu erlangen und zu bewerten. Offensichtlich drückt hier aber der Schuh, da dies ein Mindestmass an Kommunikationsfähigkeit voraussetzt, welche dem VS anscheinend abgesprochen werden kann. Folglich trifft der VS seine Entscheidungen auf Basis indirekter Informationsflüsse (Modell „Stille Post“).

    Was daraus resultiert, kann man aktuell verfolgen … Hoffnung auf Besserung macht das nicht!

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  17. Dieter Gaus sagte:

    Der FC hatte einen guten, kölschen Ansatz mit dem Dreigestirn Spinner, Ritterbach und Schumancher, die unterschiedliche „Disziplinen, Fähigkeiten und Netzwerke“ in Köln und im Fußball repräsentierten. Sie hatten auch das nötige Glück mit Schmadtke und Stöger ein Team in der sportlichen Verantwortung zu haben, z.B. genau die Forderung @hennes48 widerspiegelt, Spieler für den FC zu verpflichten, die beim FC spielen wollen.
    Nun gut, das ist Geschichte und von außen lässt sich schwer beurteilen weshalb dieses Dreigestirn nicht mehr erfolgreich zusammen arbeiten konnte…
    Aus meiner Erfahrung im Business kann ich allerdings sagen, für die Zukunft bereit zu sein, heißt auch aus der Geschichte zu lernen und das vermisse ich zur Zeit beim FC, insbesondere beim Vorstand.
    Ein Beispiel: Im Winter 2017 wurde nach dem Rauswurf von Peter Stöger Markus Anfang als Trainer für die Saison 2018/19 verpflichtet. Zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Sportdirektor. Armin Veh wurde erst danach unter Vertrag. Die Probleme mit der Kaderplanung, die nicht mit den sportlich operativ handelnden Personen abgestimmt war, trägt der FC zum Teil heute noch mit sich rum (Respektive Herr Held hatte diese Hypothek zu bereinigen!)
    Und nun die gleiche Nummer wieder und schon meldet sich der neue Trainers zu Wort, er hat gute Gespräche mit Horst Held geführt, insbesondere in Bezug auf die Kaderplanung und nun…
    Marcus Gisdol wurde frei gestellt, weil die Mannschaft nach der Meinung der Verantwortlichen einen neuen Impuls benötigte. Vielleicht hätten sich die Verantwortliche in diesem Moment mutig (hallo Herr Wittich) VOR den Trainer, den Sportdirektor und die Mannschaft stellen sollen, statt DAHINTER.
    Das wäre mal ein positiver Impuls gewesen!!!
    Ach ja, ich vergesse immer die „Nubbel“-Mentalität der kölschen, wir brauchen einen, auf den wir alle Schuld abladen können. Hauptsache et Trömmelsche jet, mer trinke en mit und dr Dom blev in Kölle…
    Wann lernt der Kölsche endlich seinem eigenen Liedgut zuzuhören, z.B. „mer ston zusammen ob vor ob zurück“, und sich ernsthaft mit den eigenen Unzulänglichkeiten auseinander zusetzen. Wer etwas ändern will fängt am Besten bei sich selbst an, nicht beim Nubbel.
    Man hätte auch dem Retter, Friedhelm Funkel, zuhören können: “ Dieser Erfolg hier in Kiel ist auch das Verdienst der ganzen Mannschaft, des sportlichen Funktionsstabes und der sportlichen Leitung der Herren Giesdol und Held! Ich habe eine Mannschaft vorgefunden die sportlich fit und mental intakt war! Hätte Marcus über die Sasion alle Spieler an Bord gehabt, hätten der FC vielleicht nicht nach Kiel fahren müssen.“
    Und schauen wir auf den Transfermarkt der letzten Saison, Herr Merten hat es angedeutet, wenn Du keinen Dukatenscheißer hast, dann kannst Du nur die letzten Optionen ziehen und wenn diese wie im Falle von Streli Mamba beim Medizinscheck durchfallen, dann spielst Du halt die Saison auf der 9 ohne Backup.
    Jetzt haben wir geballt Wirtschaftserfahrung im Vorstand und von einer Bewertung der Situation im Sinne von OKR (Objektives and Key Results), hat offensichtlich niemand etwas gehört. Aber es werden teure HR-Berater eingebunden, die nicht in der Lage sind Fritz Esser für den FC als Fehlbesetzung zu erkennen.
    Sorry, eigentlich wollte ich das Meckern dem Hennes IX überlassen, aber das musste ich einmal los werden. Wahrscheinlich muss ich mich daran gewöhnen 10 bis 20 mal den Abschied zu betrauern, um den Aufstieg wieder zu feiern hat ja auch etwas von kölscher DNA und wir bleiben immerhin der erste Fussballclub IN Köln!

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  18. Dieter Gaus sagte:

    Der FC hatte einen guten, kölschen Ansatz mit dem Dreigestirn Spinner, Ritterbach und Schumancher, die unterschiedliche „Disziplinen, Fähigkeiten und Netzwerke“ in Köln und im Fußball repräsentierten. Sie hatten auch das nötige Glück mit Schmadtke und Stöger ein Team in der sportlichen Verantwortung zu haben, z.B. genau die Forderung @hennes48 widerspiegelt, Spieler für den FC zu verpflichten, die beim FC spielen wollen.
    Nun gut, das ist Geschichte und von außen lässt sich schwer beurteilen weshalb dieses Dreigestirn nicht mehr erfolgreich zusammen arbeiten konnte…
    Aus meiner Erfahrung im Business kann ich allerdings sagen, für die Zukunft bereit zu sein, heißt auch aus der Geschichte zu lernen und das vermisse ich zur Zeit beim FC, insbesondere beim Vorstand.
    Ein Beispiel: Im Winter 2017 wurde nach dem Rauswurf von Peter Stöger Markus Anfang als Trainer für die Saison 2018/19 verpflichtet. Zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Sportdirektor. Armin Veh wurde erst danach unter Vertrag. Die Probleme mit der Kaderplanung, die nicht mit den sportlich operativ handelnden Personen abgestimmt war, trägt der FC zum Teil heute noch mit sich rum (Respektive Herr Held hatte diese Hypothek zu bereinigen!)
    Und nun die gleiche Nummer wieder und schon meldet sich der neue Trainers zu Wort, er hat gute Gespräche mit Horst Held geführt, insbesondere in Bezug auf die Kaderplanung und nun…
    Marcus Gisdol wurde frei gestellt, weil die Mannschaft nach der Meinung der Verantwortlichen einen neuen Impuls benötigte. Vielleicht hätten sich die Verantwortliche in diesem Moment mutig (hallo Herr Wittich) VOR den Trainer, den Sportdirektor und die Mannschaft stellen sollen, statt DAHINTER.
    Das wäre mal ein positiver Impuls gewesen!!!
    Ach ja, ich vergesse immer die „Nubbel“-Mentalität der kölschen, wir brauchen einen, auf den wir alle Schuld abladen können. Hauptsache et Trömmelsche jet, mer trinke en mit und dr Dom blev in Kölle…
    Wann lernt der Kölsche endlich seinem eigenen Liedgut zuzuhören, z.B. „mer ston zusammen ob vor ob zurück“, und sich ernsthaft mit den eigenen Unzulänglichkeiten auseinander zusetzen. Wer etwas ändern will fängt am Besten bei sich selbst an, nicht beim Nubbel.
    Man hätte auch dem Retter, Friedhelm Funkel, zuhören können: “ Dieser Erfolg hier in Kiel ist auch das Verdienst der ganzen Mannschaft, des sportlichen Funktionsstabes und der sportlichen Leitung der Herren Giesdol und Held! Ich habe eine Mannschaft vorgefunden die sportlich fit und mental intakt war! Hätte Marcus über die Sasion alle Spieler an Bord gehabt, hätten der FC vielleicht nicht nach Kiel fahren müssen.“
    Und schauen wir auf den Transfermarkt der letzten Saison, Herr Merten hat es angedeutet, wenn Du keinen Dukatenscheißer hast, dann kannst Du nur die letzten Optionen ziehen und wenn diese wie im Falle von Streli Mamba beim Medizinscheck durchfallen, dann spielst Du halt die Saison auf der 9 ohne Backup.
    Jetzt haben wir geballt Wirtschaftserfahrung im Vorstand und von einer Bewertung der Situation im Sinne von OKR (Objektives and Key Results), hat offensichtlich niemand etwas gehört. Aber es werden teure HR-Berater eingebunden, die nicht in der Lage sind Fritz Esser für den FC als Fehlbesetzung zu erkennen.
    Sorry, eigentlich wollte ich das Meckern dem Hennes
    IX überlassen, aber das musste ich einmal los werden. Wahrscheinlich muss ich mich daran gewöhnen 10 bis 20 mal den Abschied zu betrauern, um den Aufstieg wieder zu feiern hat ja auch etwas von kölscher DNA und wir bleiben immerhin der erste Fussballclub IN Köln!

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  19. chris crypto sagte:

    erstklassige chefs stellen erstklassige angestellte ein.
    zweitklassige chefs stellen drittklassige ein.

    genau das hat sich beim fc doch bewahrheitet. keine ahnung, warum da jetzt so ein wind drum gemacht wird. dieses präsidium ist ein witz und eine schande für den verein. der einzig brauchbare war sieger, und der hat ruck-zuck die biege gemacht, als die kernpunkte (warum sich das team überhaupt zur wahl stellen liess) plötzlich alle fallengelassen bzw ignoriert wurden. dieses team, insb wolf, wollten sogar mit einem vollversager wie veh den vertrag verlängern (der, und das ist noch abenteuerlicher, letztendlich sogar bessere transfers getätigt hat als horst heldt)

    horst heldt jedenfalls ist die größte witzfigur im deutschen fussball, warum so einer immer wieder top dotierte jobs findet, niemand weiss es. alle sind damit beschäftigt, die mär von seinen erfolgen wiederzukäuen, in wahrheit hat er dort, wo es halbwegs lief, anfangs das verwaltet, was die vorgänger aufgebaut hatten (schalke, stuttgart), es peu a peu heruntergewirtschaftet (extrem miese und teure zugänge mit abstrusen gehältern), um dann die biege zu machen. es ist kein zufall, dass ALLE clubs, wo horsti aktiv war, eine ziemlich beschissene zeit hinter sich haben im letzten jahrzehnt.

    all das macht den vorstand nicht besser, horst aber eben auch nicht. ich bin froh ,dass diese pfeiffe weg ist, nun muss wehrle folgen, und der vorstand darf GERNE auch den hut nehmen. das sind alles inkompetente witzfiguren, oder, in wehrles fall (der als finanzgeschäftsführer durchaus gut ist) leute, die ihre flossen ÜBERALL ausbreiten, statt sich auf ihren bereich zu fokussieren und schön brav dort zu bleiben.

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