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Pro und Contra: Was sprach gegen Heldt? Was sprach für Heldt?


Horst Heldt ist beim 1. FC Köln Geschichte. Der 51-jährige ist am Sonntag als Geschäftsführer Sport entlassen worden. Jörg Jakobs und Thomas Kessler werden sich am Montag als Nachfolger vorstellen. Doch welche Fehler wurden Heldt zum Verhängnis? Und welche Gründe hätten für einen Weiterverpflichtung gesprochen? Ein Pro und Contra. 

Saisonziele

Pro: Unter Horst Heldt schaffte der 1. FC Köln zweimal in Folge den Klassenerhalt. 2019/20 rettete der Sportchef zusammen mit Markus Gisdol den FC vor dem Absturz in die Zweite Liga. Auch 2020/21 hat der 1. FC Köln dieses vorgegebene Ziel erreicht, wenn auch nur knapp. Eigentlich hatte Heldt also die Zielvorgabe erreicht.

Contra: Horst Heldt und Markus Gisdol versprachen über dieses messbare Ziel des Klassenerhalts hinaus zudem einen Umbruch im Kader, eine neue Hierarchie und auch eine neue Spielkultur. Die Mannschaft sollte sich im Laufe der Saison spielerisch entwickeln. Spielerisch wurde es aber gegen Ende der Saison unter Gisdol-Nachfolger Friedhelm Funkel besser, was vor allem an den zurückgekehrten Verletzten lag, die Gisdol nicht zur Verfügung gestanden hatten. Der Umbruch im Team ließ sich aufgrund der groben Fehler der Vorjahre nicht in einem einzigen Transfersommer 2020 realisieren. Eine neue Hierarchie in der Mannschaft entstand nicht.

Trainerfrage

Pro: Horst Heldt vollzog den Trainerwechsel gerade noch rechtzeitig. Friedhelm Funkel rettete den Klub. Fakt ist: Heldt hätte den Trainer gerne früher gewechselt, allerdings nicht für Funkel, sondern für Thorsten Fink. Diese Entscheidung verhinderte der Vorstand. Ob Fink funktioniert hätte oder ob das Veto der Vereinsbosse wichtig und richtig war, lässt sich heute nicht mehr sagen. Sicher ist: Funkels spätere Installation war es. Sie hätte allerdings früher vollzogen werden müssen. Derweil wird die Verpflichtung von Steffen Baumgart allenthalben als großer Gewinn dargestellt, den sich Heldt auf die Fahne schreiben konnte.

Contra: Horst Heldt lag mit der Vertragsverlängerung von Markus Gisdol im Sommer 2020 komplett daneben. Das gilt jedoch genauso für den Vorstand, der diesen Weg der Kontinuität forderte und unterstützte – sogar mit Zweitliga-Klausel. Bezeichnend für den Zustand des 1. FC Köln ist übrigens, dass sich nun alle Gremien versuchen die Verpflichtung von Baumgart zuzuschreiben. Es sei nicht Heldt gewesen, der Baumgart überzeugt habe, sondern Jörg Jakobs, der Vorstand, der Gemeinsame Ausschuss. Statt sich gemeinsam hinzustellen zu erklären, man habe den Wunschtrainer aller Gremien verpflichtet, wurde selbst diese positive Personalie dazu genutzt, um Politik zu machen.

Transfers

Pro: Horst Heldt lag im Januar 2020 mit Mark Uth, Elvis Rexhbecaj und selbst mit Toni Leistner goldrichtig – genauso wie mit der Entscheidung, Leistner anschließend nicht weiter zu verpflichten. Auch die zahlreichen Leihgeschäfte, um den Kader zu verkleinern, halfen dem FC. Ondrej Duda erwies sich als ebenso guter Transfer wie die Leihe von Marius Wolf sowie die Beförderungen und Vertragsverlängerungen der Nachwuchsspieler. Auch der 15-Millionen-Verkauf von Jhon Cordoba half dem FC, wenngleich die Summe nur deshalb so hoch war, weil im Gegenzug Duda nach Köln wechselte. Und selbst Sebastian Andersson muss als guter Transfer bewertet werden. Nach der Relegation bedarf es keiner Frage mehr, ob der Schwede dem FC geholfen hätte, hätte er sich nicht so schwer verletzt.

Contra: Heldts Fehler war nicht Andersson. Es waren die verheerenden Versäumnisse auf den weiteren Positionen. Weil Anthony Modeste rätselhaft lange verletzt war, hätte Heldt eine ernsthafte Alternative im Sturm verpflichten müssen statt eines Sinnlos-Experiments mit Tolu Arokodare, der nicht einmal für die U21 spielberechtigt war. Er hätte im Winter auch Emmanuel Dennis nicht verpflichten dürfen. Beide Spieler kosteten zwar nicht viel Geld, doch ihre Kaderplätze hätten mit Spielern gefüllt werden müssen, die dem FC sofort hätten helfen können. Gleiches gilt für Dimitris Limnios, einem sicher talentierten Griechen, der aber fast so viel kostete, wie Nürnberg für Robin Hack hätte haben wollen. Heldt hatte mit den Backups für die verletzten Andersson und Kainz komplett daneben gelegen. Und wie wichtig gerade die beiden hätten sein können, konnte man am Samstag in Kiel sehen.

Kontinuität

Pro: Der Vorstand des 1. FC Köln hat sich vor allem ein Wort ins Wahlprogramm geschrieben: Kontinuität. Horst Heldt hat viele Fehler gemacht, trotzdem hat der FC 2020 und 2021 den Klassenerhalt geschafft. Im Sinne der selbst propagierten Kontinuität und der genau deswegen im Frühjahr 2020 durchgeführten Vertragsverlängerung mit Heldt bis 2023 hätte der Sportchef also im Amt bleiben müssen.

Contra: Ein Sportchef wird in der Regel an drei Dingen gemessen. Dem Erreichen von Saisonzielen, den Transfers und der Trainer-Auswahl. Die Ziele wurden erreicht. Die Transfers warfen ein mehrheitlich schlechtes Bild auf Heldts Arbeit, wobei Dejan Ljubicic sowie potentiell Marvin Schwäbe und Timo Hübers für die nächste Saison vielversprechend klingen. Die Trainer-Auswahl wurde mit Gisdol als negativ und mit Baumgart als positiv bewertet. Heldts Zeugnis fiel also gemischt aus. Das bedeutet: Es gab nachvollziehbare Gründe für eine Trennung – auch nach dem Klassenerhalt.

33 Kommentare
  1. Daim71 sagte:

    Hallo Herr Merten,
    bevor Baumgart verpflichtet wurde kam das Gerücht auf, das Held Fink haben wollte.
    Das haben mehrere Quellen bestätigt.
    Das Jörg Jacobs den Baumgart vorgeschlagen hatte, würde passen. Auf die Idee käme Held nicht , denn er arbeitet mit Leuten die er aus seiner früheren Vita kannte.

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    • Jörg Schieber sagte:

      Richtig. Und genau deshalb fällt es einem Außenstehenden doch auch so schwer, da jetzt zu beurteilen, wer für was verantwortlich ist. War Funkel schon Jakobs-Werk oder ist hierfür wirklich noch Heldt verantwortlich? Wollte Heldt stattdessen wirklich unbedingt Fink? Ist bspw. ein Ljubicic noch Heldts Werk oder ist hierfür auch schon Jakobs verantwortlich? Wer hat die nahenden Entscheidungen in Sachen Hübers und Uth, die ja offensichtlich auch beide vor der Tür stehen, getroffen?

      Es ist wirklich grausam, wie sich die Medien hier jetzt alle überbieten, ohne die Sachverhalte zu kennen. Den Geißblock nehme ich aber explizit raus, weil er die Sachen wenigstens differenziert betrachtet. Aber was Kicker, Bild & Co. so rausposaunen, hat ja mit auch nur ansatzweise objektivem Journalismus rein gar nichts mehr zu tun…

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  2. Marcel Oehm sagte:

    Das Zeugnis für Horst Heldt ist definitiv gemischt. Das des Vorstandes aber eben auch. Der Vorstand muss für alle Fehlentscheidungen gleichermaßen die Verantwortung tragen. Sich nun mit dieser Entlassung davon freizumachen können die Mitglieder bei der kommenden Mitgliederversammlung nicht tolerieren.
    Kontinuität und Ruhe wären mal schön. Nun ist – wieder mal- ein Umbruch initiiert, der sicherlich auch richtig ist; dann aber bitte auch vollständig mit neuem Vorstand!

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    • Jörg Schieber sagte:

      Auch alles richtig. Der Vorstand ist für die Vertragsverlängerungen von Heldt und Gisdol verantwortlich, die beide absolut sinnbefreit waren und dem FC jetzt um die 2 Mio. € an Abfindungen kosten dürften. Wenn der Vorstand Rückrat hat, stottert er diese Summe über den eigenen Gehaltsverzicht wieder zusammen. Denn es war jedem auch nur einigermaßen interessierten Fußballbeobachter klar, dass Gisdol und Heldt keine Leute sind, mit denen man langfristig etwas aufbaut. Beide haben auf ihren Stationen davor eindrucksvoll bewiesen, dass sie dazu nicht in der Lage sind. Deshalb erwarte ich hier vom Vorstand in seinem Rechenschaftsbericht auf der MV mal eine Aussage dazu, wie es zu diesen katastrophalen Fehlentscheidungen kommen konnte?!?

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        • Jörg Schieber sagte:

          Heldt ist kein gut vernetzter Spodi, er greift meist nur auf bekannte Namen zurück und handelt konservativ. Kaderplanung ist nicht seine Stärke. Seine „Königstransfers“ haben eigentlich auch nie funktioniert: Stuttgart: Marica, Schalke: Di Santo, Hannover: Jonathas. Und komischerweise ging es nach seinem Wirken bei allen Vereinen stetig Berg ab. Mag sein, dass Heldt unter gewissen Umständen ein guter Verwalter ist. Aber er ist sicher nicht der Spodi, der für Kaderentwicklungen steht. Genau das braucht der 1. FC Köln aber. Einen „Entwickler“ alá Mislintat oder Eberl. Denn der 1. FC Köln wird ohne Investoren nur dann erfolgreich sein können, wenn er immer und immer Spieler entwickelt und mit Transferüberschuss verkauft…

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    • Norbert Steinbach sagte:

      Naja, von Platz 14 und Fastabstieg bei Übernahme im desolaten Zustand auf Platz 18 würde ich definitiv von einem Erfolg und einer entwicklung nach oben sprechen.

      Mit den Unwägbarkeiten von Corona, dem wirtschaftlich notwendigen Verkauf von Cordoba und damit der offensiven Neuausrichtung als Aufgabe ist ein Klassenerhalt definitiv auch kein super schlechtes Ergebnis der zweiten Saison.

      Heldt scheint ja mit Wehrle und mehreren anderen noch Fürsprecher im Verein gehabt zu haben, fakt ist, dass ein unsympathischer Vorstand mit einem Sauren bei uns leider am Ruder sitzt. Wenn man allein sein Vorgehen damals um das Gespräch im FC-Treff oder jetzt seine Aussagen bei der Pressekonferenz heute beobachtet, kommt mir das Grauen.

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  3. OlliW sagte:

    Der Wunsch nach Kontinuität treibt auch mich an. Nur muss es auch passen. Den vertrag verlängern bedeutet ja noch lange nicht, dass man deshalb länger und dauerhaft gut zusammenarbeitet. Der Wolf hat ja bei der letzten MV öffentlich um den Verbleib von Veh gebeten: Bitte bleib, wegen der lieben Kontinuität! Dabei war Veh bei vielen längst unten durch und vielen im Saal längst klar, dass er gehen wird. Einen knappen Monat später war es dann so weit.

    Man kann nur hoffen, dass Jakobs seine Finger schon massiv in den Transfer- und Kaderplanungen drin hat und hatte. Wenn man bei „null“ anfinge, wäre es echt verlorene Zeit.

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    • SebN sagte:

      Das Thema Kontinuität wird beim FC leider immer völlig falsch verstanden.
      Die Kontinuität ist doch nicht die Voraussetzung für den Erfolg. Als ob Erfolg dadurch entstehen würde, dass jemand nur lange genug im Amt ist.
      Es ist genau anders herum. Wenn und so lange Erfolg da ist, entsteht auch die Kontinuität, weil es keinen Grund gibt, etwas zu verändern!

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  4. Ottla sagte:

    Die Entlassung war ein Fehler. Das Ziel war der Klassenerhalt. Der wurde geschafft. Die ganze Unruhe war Medien- und Umfeld-Sache. Mit Andersson wäre das ohne Relegation gelaufen. Also ruhiger. Aufgrund der Verletzung Anderssons (und dem geisteskranken Renten-Vertrag für Modeste) waren Heldt beim Nachjustieren im Winter die Hände gebunden. Der FC musste nehmen, was er kriegen konnte und daher war absolut klar, dass nur Leute geholt werden konnten, die keiner wollte – unter den Voraussetzungen waren Dennis und Meyer das „Maximum“ an Wette auf die Zukunft, das ging. Limnios ist jetzt auf Anhieb angesichts der Ablöse der einizige wirklich fragwürdige Transfer im Sommer, da hier von dem wenigen zur Verfügung stehenden Geld sehr vieles benutzt worden ist (Tolu war eine günstige Leihe und der absehbaren Modeste-Krise geschuldet). ABER: schreibt den Limnios nicht ab. Der gehört absolut zur Mannschaft, wie man nach dem Schlusspfiff in Kiel gesehen hat. Der kommt noch. Was bleibt also? Horst Heldt hat es geschafft, die guten Jugendspieler einzubauen und zu binden – ganz wichtiger Punkt. Horst Heldt hat es geschafft, dass die Mannschaft immer intakt war – das ist eigentlich im Abstiegskampf das wichtigste von ALLEM. Die Unruhe kam kölntypisch immer von Aussen, ob von Dumont, GBK, Bild oder wem auch immer – nicht vergessen: mit dem Spielchen bestreiten eine Menge Menschen ihren Lebensunterhalt! Leute: Es war eine beschissene Corona-Saison und offensichtlich haben dennoch alle zusammengehalten und wir haben es geschafft! Aber zurück zu den Hard-Facts: Heldt war bisher vor allem damit beschäftigt, die Fehler der Vorgänger zu managen : dass er es geschafft hat, das Heer aus „Ungewollten“ in alle Himmelsrichtungen zu verleihen, war eine große Leistung „im Hintergrund“, für die man leider keinen Applaus bekommt (im Grunde war das die größte Herausforderung im letzten Sommer, denn bis das nicht geleistet worden war, ging nix bezgl. Planung neuer Spieler etc. – daher war dann auch ein großer Zeitdruck zum Ende des Transferfensters hin. Das ist nicht optimal gelaufen, ja, aber jetzt auch nicht so katastrophal, dass wir hier wieder 5 neue Spieler mit Rentenvertrag sitzen haben – da muss man also hinsichtlich der Art der Fehler auch mal die Kirche im Dorf lassen!). An der Loan-Army sieht man, wie gut Heldt vernetzt ist und dass er ein Talent für den Job hat. Auch einen Baumgart zu überzeugen oder einen Ljubicic (trotz zum Zeitpunkt fragwürdiger Ligazugehörigkeit in 21/22) war stark – das zeugt von Charisma und Überzeugungskraft – und eben guter Vernetzung! Jetzt haben wir KEINEN mehr, der in diesem leider sehr „inzestuösen“ Buisness vernetzt ist. Man mag dieses Buisness ablehnen, weil es immer dieselben Nasen aus „Team Rotwein“ mit ihren Kontakten im Smartphone hervor und in die Jobs bringt (also „inzestuös“ ist) – ABER es ist nun mal eine nicht zu leugnende Realität, dass es so läuft. Jörg Jakobs ist ein Guter im Sinne von Analyse und langfristigem Denken eines Kaders etc., aber er ist nicht dieser vernetzte Tausendsassa (das WILL er ja auch gar nicht sein), der in dem Transfer-Game gerne mitspielt. Und Kessler?! – himmelherrgott! Der ist ein Rookie… sorry, der Kess, ohje… was soll der denn!? Ich sehe es kommen: zu allererst werden sie daran scheitern, die Loan-Army loszuwerden. Da war Heldt derjenige, der all das mit seiner Vorbereitung seit dem letzten Sommer in den nächsten Wochen hätte finalisieren können… was wird denn jetzt daraus… ?!? Zudem der wichtigste Punkt: Baumgart wollte gerne mit Heldt zusammenarbeiten – ich sehe es kommen, der Baumgart rückt beim FC an und fühlt sich gleich mal ohne Rückhalt – und das mit der Aufgabe, verdammt viel ändern zu wollen und müssen in der Mannschaft. Das gibt lange Messer im Hintergrund, das sehe ich schon kommen. Sorry Leute, auch wenn die erbärmlichen Lokal-Blätter von Dumont nur noch den FC und den Kardinal als halbwegs relevante Themen haben, hättet ihr auf deren Geschrei nach Zeter Und Modrio NICHT hören dürfen. Ihr hättet das Wir-Gefühl nach Kiel aufnehmen und als positives Momentum für die nächste Saison nutzen müssen: wir haben es trotz widrigster Bedingungen, ohne Sturm (was eben am Ende viel mehr Verletzungspech als Transferfehler war), ohne Kohle, ohne Publikum geschafft, weil wir immer zusammengehalten haben! Aber der Vorstand hat sich anders entschieden – nämlich rein politisch: aus Angst vor der MV hat er die populistische Variante Rausschmiss gewählt und das auch noch so derart stillos. Das zeigt doch nur: ES GEHT EUCH NUR UM EUCH! – die Mannschaft, der Staff, der neue Trainer, und garantiert auch Wehrle: alle wollten MIT Heldt weiter arbeiten. Ihr habt es mal wieder in schlafwandlerischer Sicherheit geschafft, einen Neuanfang zu zerstören: denn das aller allerwichtigste ist das Zusammenstehen von Sportdirektor, Trainer und Mannschaft – trotz aller natürlich aufzuarbeitenden Fehler: Das wäre mit Heldt und Baumgart und dem Kern der Mannschaft gegeben GEWESEN. Jetzt strauchelt wieder der ganze FC durch Unsicherheit und Chaos. DANKE, ihr Idi***n, ihr seid völlige Fehlbesetzungen.

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    • wiwakoe sagte:

      Ist mir aus der Seele gesprochen zu 100%
      Baumgart war nach den guten
      Gesprächen mit Held selbst von der Entscheidung
      Horst Held zu entlassen sehr überrascht. Aber unser super Vorstand hat alles alleine hinbekommen,außer den Rentenvertrag mit Modeste, das waren natürlich andere.
      Und ich bleibe dabei,der Fisch stinkt immer vom Kopf. Baumgart kann einem jetzt schon leid tun wenn er merkt
      Wie ihm alles reinredet.

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  5. Adrian Senger sagte:

    Es tut mir wirklich Leid aber außer Duda und mit abstrichen Wolf hat nichts gepasst.
    Das Hector Kainz und Andersson so lange verletzt waren ist sicher Pech. Mit diesen 3 hätte man sich die Relegation wohl erspart. Aber das der FC fast eine komplette Saison ohne Fitten und BL tauglichen Stürmer spielen musste ist Heldts schuld. Dennis, Tolu, und der Terodde Transfer. Klar schießt Terodde keine 15 Tore pro Saison. Aber für 6-7 ist er immernoch gut. Damit wäre er diese Saison Topscorer gewesen. Mit einem Terodde in der Rückrunde hätte man sich wohl zumindest die Relegation erspart.

    Was aber für mich Grund genug ist Heldt zu entlassen war die Gisdol Story. Zum richtigen Zeitpunkt geholt aber die Vertragsverlängerung letzten Sommer nach 10 Spielen ohne Sieg war grotesk dämlich. Dazu noch viel zu lange an Gisdol festgehalten. Und wenn es stimmt das er Fink statt Funkel wollte also dann brauchen wir hier wirklich nicht mehr weiter zu reden.
    Ich hoffe Andersson und Kainz werden fit. Und ich hoffe Baumgart kann was mit Limnios anfangen. Ich glaube schon das der Kerl Offensiv Qualität hat.
    Nächstes Jahr in einer Liga mit Fürth Bielefeld und Bochum sollte man schon als Ziel haben 15.ter zu werden. Wenn die Transfers endlich mal großteils sitzen ist Platz 15 absolut Realistisch.

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    • Lorenz Wamberg sagte:

      Hallo richtig ist das Heldt 2019 von Veh einen Kader übernommen hat der nicht BL1 tauglich war dazu die schwierige Finanzlage aber das hatten alle Vereine minus Heldt seine dumme unnötige Vertragsverlängerung mit Gisdol seine Transfers amateurhaft und immer die Schuld bei anderen suchen. Er mußte weg dazu haben wir einen desolaten Vorstand(nichts hören nichts sehen nichts handeln und sagen Köln braucht einen Neuanfang Vorstand abwählen zu viele Gremien jeder hat was zu sagen aber meißt keine Ahnung außer Wehrle und Jakobs . Neuanfang cui

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    • Boom77 sagte:

      Also beim Terodde wird aber im Nachhinein auch vieles verklärt gesehen. Der soll für 6 bis 7 Tore pro Saison in der 1. Liga gut sein? Wie kommt man denn zu dieser Erkenntnis? Der Terodde hat in der 1. Liga noch nie mehr als 5 Tore in einer Saison gemacht und sein Leistungsvermörgen nimmt – wo er nun schon auf die Mitte 30 zugeht – sicherlich nicht zu…. eher ab.

      Es ist doch keine Frage, dass vor dem Hintergrund der Andersson-Verletzung es besser gewesen wäre, einen Terodde noch zu haben. Das hat Heldt selbst schon gesagt. Nur im Nachhinein ist man immer schlauer. Heldt musste seine Entscheidungen vor der Andersson-Verletzung treffen.

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  6. Kurti sagte:

    Wer nun was wann wusste, wollte usw. ist irgendwann egal.
    Verantwortung für den sportlichen Bereich hat der GF Sport.
    Der muß dafür grade stehen.

    Der Begriff Kontinuität heißt im übrigen nicht, man vergibt langfristige Verträge und das war es.
    Sondern man entwickelt ein Konzept und einen Kader.

    Loslösen muß man sich auch davon, alles nur nach Tabellenplätzen zu beurteilen.

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  7. Peter Josef sagte:

    Gisdol hat unattarktiven Fußball spielen lassen und seine Stürmer zu wenig gepflegt und damit vergrault. Aber zwei Dinge hat er richtig gemacht: Er hat dem FC Jugendspieler nahegebracht und – anders als im Artikel dargstellt – die Mannschaftshierarchie korrigiert. Wenn mit Czichos einer der Anfang-Jünger zum teaminternen Mannschaftssprecher aufgestiegen ist, wenn der Ersatztorhüter die entscheidende Motivationsrede hält (Ja, ich weiß, das war unter Funkel, aber Gisdol wurden dafür die Grundlagen gelegt), wenn ein junger Belgier voran geht, wenn Elvis auf und neben dem Platz die Kommandos gibt, wenn einige von den pro-contra-Anfang-Streithelden die Mannschaft verlassen haben, wenn Höger seine Rolle als Vizekapitän neben dem Platz vorbildlich annimmt, dann hast Du als Trainer zum Thema „Mannschaftshierarchie aufbrechen“ alles richtig gemacht.

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  8. Mario Schmitz sagte:

    Der Zeitpunkt der Entlassung war sicherlich dämlicher kaum zu wählen. Nach Aussage von Wolf war man mit dem Ergebnis der Analyse von Heldt nicht zufrieden, woraus dann die Trennung resultierte. Stellt sich die Frage, wie die Herren Psychologen und Rechtsanwälte das beurteilen wollen.

    Über die Transfers kann vornehmlich gestritten werden. Dennis bspw. kam kaum zum Einsatz und wusste nicht zu überzeugen, andere forderten für Ihn und bspw. Limnios mehr Einsatzzeiten.

    Am Ende steht der Klassenerhalt und das erreichte Ziel. Aber ist das wirklich so? Hier wird meines Erachtens das wichtigste vergessen, nämlich die Art und Weise wie der FC teilweise Fussball gespielt oder besser gesagt verhindert hat. Und das über mehrere (Heim)spiele hinweg. Hier im Forum wurde dazu ja auch ausführlich berichtet und kommentiert. Der eigentliche Skandal, der den Rausschmiss meines Erachtens rechtfertigt ist die Tatsache, dass hier der damalige Trainer gestützt und nicht angezählt wurde. Wer derart und bewusst längerfristig Fussball spielen lässt, und das auch noch ohne zählbaren Erfolg, verwirkt jedes Recht Trainer zu sein.

    Zum Thema Transfers:
    Hier werden jetzt wieder fröhlich Transfers gefordert. HH hat es zumindest geschafft, die Verträge mit allen vielversprechenden Nachwuchsspielern zu verlängern. Das wurde auch hier in dem Forum begrüßt. Man müsse ja auf die Jugend setzen. Nach jedem nicht ganz so guten Auftritt der Jugendspieler werden diese aber auch wie die Sau durchs Dorf getrieben. Jakobs Flanken grausam, aus Katterbach wird auch nichts, Thielmann ist noch nicht so weit, …

    Leute, wenn wir vorankommen wollen, dann müssen wir diese hochveranlagten (insbesondere technisch) Spieler fördern (spielen lassen), auch wenn diese einmal keinen guten Tag erwischen. Darum müssen dann wenige, erfahrene Top Leute wie Hector, Skhiri, behalten oder geholt werden. Keine halbherzigen Transfers mehr. Entweder ablösefrei zuschlagen oder 1- max. 2 Topleute dazu. Der Rest über einsatzwillige eigene Kräfte und das vorhandene Personal.

    Schönen Tag

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  9. Kai Uhlemann sagte:

    Was mir persönlich in dieser Diskussion fehlt ist die Bewertung des Zeitpunkts: Auch das Richtige und dringend Gebotene kann durch einen falsch gewählten Zeitpunkt negative Folgen haben. Die jetzt herbeigerufene Notbesetzung ist schließlich nicht dauerhaft geplant, so wird sich jeder potenzielle Interessent (wie übrigens auch jeder mögliche neue Spieler) sehr genau überlegen, ob ein Klub mit einem derart unseriösen Vorgehen auf einer zentralen Position wirklich ein attraktiver Arbeitgeber ist.

    Konkret gefragt: Was in aller Welt hat die leitenden Personen nur daran gehindert, ihre Entscheidung (die ich sachlich nachvollziehen kann), auf den heutigen Montag zu legen und so wenigstens ein Minimum an Sensibilität zu zeigen? Wie man im „Kicker“ liest, bewegt sich das kommunikative Vermögen der Handelnden tatsächlich auf Kreisklassen-Niveau.

    Auch dies scheint eine weitere Folge des Umstandes zu sein, dass man den Leiter der Abteilung Medien und Kommunikation vor geraumer Zeit davongejagt hat, bevor man gleich darauf die Installation seines Nachfolgers Fritz Esser an die Wand fuhr. Das ist mittlerweile ein Vierteljahr her und zeigt eindrucksvoll, zu welcher Kontinuität die FC-Leitung in ihrem Handeln fähig ist.

    Sollte es auch für Vereins-Häuptlinge eine Relegation geben, wünsche ich den Leitböcken des FC Schiri Felix Zwayer aus dem Hinspiel vom Mittwoch: „Toi-toi-toi, ihr schafft das schon!“

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  10. SebN sagte:

    Bei den Saisonzielen werden als CONTRA der fehlende Umbruch und die verpasste spielerische Entwicklung aufgeführt. Gleichzeitig wird jedoch herausgestellt, dass der Umbruch aufgrund der Fehler der Vorjahre gar nicht schneller gehen konnte und die spielerische Entwicklung ganz maßgeblich durch die langfristigen Verletzungen mehrerer Leistungsträger entscheidend gehemmt wurde.
    Beides dann trotzdem bei CONTRA negativ für die Arbeit von Heldt auszulegen ist ein krasser Widerspruch!

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  11. OlliW sagte:

    Der Vorstand vermeldet in der heutigen Presserunde, dass man ein 7-jähriges Konzept, einen Strategieplan vorlegen werde. Auf den bin ich sehr gespannt!
    Wehrle ist enttäuscht über das Heldt-Aus und „geht damit professionell um“. Hoffe, er geht nicht „professionell“ von Bord.

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  12. Lorenz Wamberg sagte:

    Hallo richtig ist das Heldt 2019 von Veh einen Kader übernommen hat der nicht BL1 tauglich war dazu die schwierige Finanzlage aber das hatten alle Vereine minus Heldt seine dumme unnötige Vertragsverlängerung mit Gisdol seine Transfers amateurhaft und immer die Schuld bei anderen suchen. Er mußte weg dazu haben wir einen desolaten Vorstand(nichts hören nichts sehen nichts handeln und sagen Köln braucht einen Neuanfang Vorstand abwählen zu viele Gremien jeder hat was zu sagen aber meißt keine Ahnung außer Wehrle und Jakobs . Neuanfang cui

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  13. Prior Philip sagte:

    Egal wie man seine Tätigkeit beim FC als Sportdirektor bewertet – sie ist in allen Belangen der des Rotwein-süpplenden Vorgängers überlegen. Horst Heldt hatte tatsächlich noch die Hinterlassenschaften von A. Veh zu tragen – das sollte in der Aufarbeitung nicht vergessen werde.
    BTW: Warum gehen beim Namen Steffen Baumgart alle so steil? Keine Frage, ein großer Motivator – aber Motivation nutzt sich schnell ab. Ich hatte immer den Eindruck das er bei SCP gern progressiv nach vorn spielen lasst – egal wie. Taktische Raffinesse und Matchplan sind jetzt keine offensichtliche Stärken in seiner Trainervita. So zumindest mein Eindruck aus seiner BuLi SCP Zeit.

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    • Lukas Marx sagte:

      Wann hätte Heldt eurer Meinung nach denn entlassen werden sollen? In 6 Wochen während der EM? Danach? Oder im August vor Beginn der neuen Saison, es wurde eine Entscheidung getroffen die nachvollziehbar ist und das so schnell wie möglich? Bin mit dem aktuellen Vorstand auch nicht einverstanden es muss eine Veränderung beim FC her und das so schnell wie möglich.

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      • Prior Philip sagte:

        Den Zeitpunkt habe ich nicht angezweifelt. WENN, dann jetzt.
        Sicher gibt es nachvollziehbare Gründe für die Freistellung – aber mir scheint kein Plan zu existieren wie man nach Heldts Entlassung mit seiner Funktion umgeht. Erstmal entlassen, dann mal schauen wer sich für den FC hergibt – solange machen’s Jakobs/Kessler? Das ist kein Konzept, das ist Konzeptlosigkeit wie sie leider schon fast Tradition in der Stadt mit K ist.

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  14. Norbert Neuheisel sagte:

    Ich glaube, dass Heldt in der Branche maßlos überschätzt wurde. Damit ist spätestens jetzt Schluss, nachdem Jeder sehen kann, was er beim FC abgeliefert hat. Das Happy End ist nur Funkel und der Mannschaft zu verdanken, die Grandioses geleistet haben. Dass mit diesem Kader der Abstieg vermieden wurde grenzt schon an ein Wunder. In puncto Heldt-Entlassung hat der Vorstand richtig gehandelt -ansonsten aber Vieles treiben lassen.

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