,

Funkel statt Stöger: Der FC richtet den Fokus auf Freiburg


Nachdem es im Umfeld des 1. FC Köln in den vergangenen Tagen vor allem um das Treffen der FC-Bosse mit Peter Stöger ging, richten sich alle Augen ab Montag wieder auf die Bundesliga. Der amtierende Trainer heißt Friedhelm Funkel, und dieser muss seine Geißböcke im Endspurt zum Klassenerhalt auf den SC Freiburg vorbereiten. Den Kontakt zur Außenwelt brechen die Kölner dafür ab, es beginnt die Mission „neun Punkte“.

Köln – Der 1. FC Köln ist kein normaler Klub, Peter Stöger ist für die Geißböcke kein normaler Trainer. So dürfte es nur wenige Menschen in der Stadt wirklich überrascht haben, dass die Gespräche zwischen dem FC und dem Österreicher im Vorfeld nicht nur durchsickerten, sondern von den beteiligten Personen auch offen kommentiert wurden. Während der FC nach GBK-Informationen mit insgesamt fünf Trainerkandidaten über den Posten des Chefcoachs ab der nächsten Saison spricht, schlagen keine Gespräche so hohe Wellen wie jene mit dem 55-jährigen.

Fünf Kandidaten – und Friedhelm Funkel

Überhaupt ist die Mehrheit der Kandidaten noch gänzlich unbekannt. Steffen Baumgart gehört gesichert dazu, Thorsten Fink war zwar im März eine Option, wurde aber vom Gemeinsamen Ausschuss als Sofort-Lösung abgelehnt. Jetzt doch noch einmal mit ihm zu sprechen, als sei die ablehnende Haltung im März und April nur vorübergehend gewesen, würde doch überraschen. Und so gibt es neben Stöger und Baumgart drei namentlich noch unbekannte Kandidaten, über die nichts bekannt ist, schon gar nicht, wann Horst Heldt und Alexander Wehrle mit ihnen über welche Details sprechen.

Das soll es nun aber auch erst einmal gewesen sein mit der Trainer-Diskussion beim FC. Zumindest geht es bei den Geißböcken in den kommenden Tagen und Wochen um Essentielleres als die Frage nach dem nächsten Übungsleiter. Denn jetzt muss sich erst einmal klären, in welcher Liga die Kölner künftig kicken werden. Für einen Bundesliga-Verbleib braucht es noch einmal drei Wochen Konzentration und harte Arbeit, und zwar mit dem jetzigen Cheftrainer Friedhelm Funkel.

Luxus-Quarantäne für den Klassenerhalt

Dieser wird seine Mannschaft ab sofort noch enger um sich haben. Laut DFL-Vorschriften beginnt in dieser Woche die häusliche Quarantäne abseits des Trainings. In der nächsten Woche geht es dann für die Geißböcke ins Schlosshotel Bensberg, wo die Kölner hinter verschlossenen Türen alleine den Luxus genießen und dennoch von der Außenwelt und ihren Familien abgeschnitten sein werden. Warum die Geißböcke nach dem Freiburg-Spiel am Sonntag den Weg ins Bergische Land gehen, überrascht nicht: In Bensberg bietet das weitläufige Grundstück alle Annehmlichkeiten für Spaziergänge und frische Luft ohne Kontakte zu anderen Menschen, wie dies im eigentlichen Teamhotel Dorint am Heumarkt unmöglich gewesen wäre. Weil zudem das eigentlich geschlossene Hotel extra seine Tore öffnet und dem FC eine preislich erschwingliche Lösung ermöglicht, können die Geißböcke dort die zwei letzten Saison-Wochen verbringen, ohne dass ihnen die Decke auf den Kopf fällt. Eine luxuriösere Quarantäne findet man in Deutschland wohl kaum.

Trainiert wird trotz erst häuslicher und anschließend Hotel-Quarantäne täglich am Geißbockheim. Das ist das Einzige, was gleich bleibt bis Saisonende. Unter allen Umständen sollen Corona-Infektionen und Spielabsagen verhindert werden. Denn Nachholtermine würden sich dann kaum mehr finden. Jetzt muss alles klappen, gesundheitlich, aber vor allem sportlich. Der FC muss gegen Freiburg, Hertha BSC und Schalke mindestens einen Punkt auf die vor ihm liegende Konkurrenz aufholen. Die Trainerfrage für die nächste Saison spielt bei der Mission „Neun Punkte“ keine Rolle. Nur das, was Friedhelm Funkel vor hat, zählt. Peter Stöger hält Funkel übrigens für eine gute Wahl für den Saisonendspurt bei den Geißböcken. Aber auch das ist nur eine Randgeschichte.


* In einer früheren Version des Artikels stand fälschlicherweise, dass die Hotel-Quarantäne bereits in dieser Woche beginnt. Dies wurde nun korrigiert.

8 Kommentare
  1. OlliW says:

    …und diese Woche hoffen, dass die Hertha nicht den Phoenix macht und heute die Über-Mainzer besiegt und auch noch am Donnerstag gegen Freiburg punktet. Vom 17. Platz ins Spiel am Sonntag zu gehen, wäre nicht so schön. Dennoch gilt in erster Linie der Fokus auf sich selbst. Die eigenen Spiele kann man beeinflussen, die eigenen bis zu 9 Punkte kann man holen. Das wäre allerdings der absolute Oberhammer.

    Kommentar melden

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar