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Nach dem Endspiel ist vor den Endspielen: So will Funkel Kiel besiegen


Der 1. FC Köln konnte sein Endspiel gegen den FC Schalke 04 am vergangenen Wochenende siegreich gestalten. Für einen umjubelten Saisonausgang reichte das knappe 1:0 aber nicht. Auf die Geißböcken warten nun noch einmal zwei weitere Spiele mit Finalcharakter. Die Weichen für den Klassenerhalt will der FC dabei bereits am Mittwoch stellen. 

Köln – Friedhelm Funkels Wunsch war am Sonntagnachmittag in Erfüllung gegangen. „Nicht Bochum“, hatte sich der FC-Trainer für die bevorstehenden Relegationsspiele gewünscht. Während der VfL sein Heimspiel gegen den Sandhausen mit 3:1 erfolgreich gestaltete und somit nach elf Jahren Abstinenz als Zweitligameister ins Fußball-Oberhaus zurückkehrt, rutsche Holstein Kiel durch zwei Niederlagen im Saisonendspurt noch auf den dritten Tabellenplatz ab und wurde von Greuther Fürth in letzter Sekunde abgefangen. „Es kann im Sport immer passieren, dass man es nicht schafft, solche Möglichkeiten zu nutzen“, sagte Funkel am Montagmittag auf der virtuellen Pressekonferenz vor dem Hinspiel. „Ihr Trainer Ole Werner hat gestern deutlich gemacht, dass sie enttäuscht sind. Das kann ich nachvollziehen. Aber ab heute werden sie positive Gedanken in Richtung Mittwoch haben“, ist sich der FC-Tranier sicher.

Kommt Kiel mit einer „Jetzt erst recht“-Stimmung?

Der FC erwartet also keine niedergeschlagene Kieler Mannschaft in Müngersdorf. Vielmehr werde die Mannschaft mit einer „Jetzt erst recht“-Stimmung nach Köln reisen, glaubt Funkel. „Darauf werden wir vorbereitet sein“, sagte der 67-jährige. Dass die Störche dem FC nach ihrem Mammut-Programm der letzten Wochen körperlich unterlegen sein werden, sieht Friedhelm Funkel derweil nicht. Seit die Kieler am 24. April aus ihrer insgesamt zweiten Quarantäne zurückgekehrt sind, absolvierte die Mannschaft in den vier Wochen bis heute zehn Spiele. „In erster Linie geht es um den Willen. Die Mannschaft hat zwischen dem Spiel gegen Karlsruhe und gestern eine Woche kein Spiel gehabt. Ich sehe das nicht als entscheidend an. Entscheidend ist, wie wir diese beiden Spiele angehen werden. Wir wollen den Trend, der bei uns seit sechs Spielen sehr positiv ist, fortsetzen. Dann werden wir große Chancen haben, in der Bundesliga zu bleiben“, zeigte sich Funkel nichtsdestotrotz optimistisch.

Wollen die spielbestimmende Mannschaft sein

Überhaupt sei die Gefühlslage beim FC nach dem gewonnenen Spiel gegen Schalke gut. Nach dem zwölftägigen Quarantäne-Trainingslager und der kräftezehrenden Partie am Samstag gab der FC-Coach seiner Mannschaft am Sonntag einen Tag frei. „Der Tag war sehr wichtig, damit die Jungs durchatmen und mal zu Hause sein konnten. Wir werden uns ab heute mit einer guten Stimmung und viel Selbstvertrauen auf das Spiel vorbereiten. Das Ziel für das Hinspiel am Mittwoch ist dabei klar: Der FC will zuhause bereits die Weichen auf Sieg stellen. Sich hinten einzuigeln und ein Kieler Auswärtstor zu verhindern, muss dabei nicht zwangsläufig die Marschroute sein. Vielmehr will der FC zeigen, dass er als Bundesligist in der Favoritenrolle steckt. „Wir wollen die spielbestimmende Mannschaft sein, das Tempo hochhalten und das ein oder andere Tor erzielen“, forderte Funkel, um „das erste Spiel im eigenen Stadion zu gewinnen.“

Dass der FC in den entscheidenden beiden Spielen um den Klassenerhalt nun unter Druck steht, sei für die Mannschaft keine Ausrede. „Wir haben es jetzt selbst in der Hand und sind froh drüber“, sagte auch FC-Geschäftsführer Horst Heldt am Montag, nachdem die Geißböcke nun mehrere Spieltage von den Ergebnissen der Konkurrenz abhängig gewesen war. „Gleichzeitig ist es auch da wieder eine Drucksituation. Aber die Mannschaft hat in den letzten Wochen immer den Druck gehabt“, machte Heldt mit Rückblick auf das Spiel gegen Schalke deutlich, als die Mannschaft nur ein Sieg noch in die Relegation retten konnte. „Die Mannschaft hat die Situation schon vielfach durchleben müssen. Die Relegation ist jetzt ein Mehrwert und eine Chance. Diese müssen wir versuchen wahrzunehmen.“

12 Kommentare
  1. Kurti sagte:

    Ich habe keine Bedenken.
    Wir haben einen starken Kader, den Horst Heldt in den letzten Transferperioden gezielt verstärkt hat.
    Defensiv stehen wir darum sehr gut.
    Und offensiv können wir jederzeit nachlegen da wir dort sehr gut besetzt sind.
    Echt schade das von den Topstürmern Limnios, Tolu und Dennis nicht alle zusammen spielen können.

    Ich ziehe den Hut vor den Supertransfers von Geschäftsführer Sport.
    Und dann auch noch die fette Ablöse für 24 Tore Stürmer Terrode.

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  2. Ali Perez sagte:

    Kiel hat jetzt auch Druck. Die haben eine unerwartet gute Saison gespielt und könnten am Ende mit leeren Händen dastehen. Dazu die Gewissheit, dass man in den letzten Spielen regelmäßig in der 2. Halbzeit abgebaut hat. Bei uns wird das „fast“ Last-Minute-Tor nachwirken. Ein Spiel gewinnen zu müssen und es zu schaffen, sollte zu Stabilität in der Birne führen und Selbstvertrauen geben.

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  3. Hennes48 sagte:

    Der FC muss nach den beiden Spielen auf allen Positionen und in jeder Hinsicht kritisch hinterfragt werden. Und-das ist das wichtigste-es muss dabei heraus gearbeitet werden,dass es einige wesentliche Veränderungen geben muss…und zwar unmittelbar!!! Viele Spieler und „Funktionsträger“ müssen weg…und kein Leihspieler sollte zurück!
    Endlich einen tiefen Schnitt machen…
    Und Mittwoch und Samstag noch zweimal erfolgreich abschließen,mit voller Konzentration und Leidenschaft…das steht natürlich jetzt im Mittelpunkt!!! Aber eben nur noch bis Samstag…come on FC!!!

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    • Carlo Korrupto sagte:

      Natürlich müssen einige Dinge hinterfragt werden, aber ganz so dramatisch sehe ich es nicht. Ich finde der erste Schnitt muss die Trennung von Horst Heldt sein, seine Transfers waren größtenteils unkreativ und teuer, zudem hat er für keinen abgegebenen Spieler außer Cordoba und Verstraete Einnahmen erzielen können.
      Aber der Kader ist trotzdem auf einigen Positionen solide besetzt und mit solide meine ich, dass man mit einem vernünftigen Trainer die Klasse halten kann. Mit Horn haben wir einen Keeper der für die Bundesliga ausreicht. Ich denke wir sind mit Bornauw, Czichos, Mere, Horn und Cestic in der IV recht solide aufgestellt, Katterbach und Jakobs haben gutes Potenzial auf links, mit Hector und Shkiri haben wir eine überdurchschnittliche Doppelsechs und mit Andersson und Duda eine ganz gute Offensive. Kainz finde ich auch ganz gut und Thielmann hat viel Potenzial, danach wird es aber dünn.
      Hinten rechts kann man sich weder auf Easy, noch auf Schmitz dauerhaft verlassen, die machen beide mal ein ganz ordentliches Spiel und im nächsten sind sie der schlechteste Mann auf dem Platz, da muss definitiv Ersatz her. Dann fehlen noch Außenbahnspieler, da Wolf weg ist und man Thielmann keinen Stammplatz und gute Leistungen zumuten darf. Hier könnten aber auch Jugendspieler wie Lemperle nächste Saison eingebunden werden, oder auch der verliehene Ostrak, der viel Talent hat. Trotzdem muss noch mindestens ein erfahrener Spieler für die Außen geholt werden. Als Backup für die 10 würde ich auch Schaub zurück nehmen, der spielt eine gute Saison und die Fähigkeiten hat er unbestritten. Warum unnötig Geld investieren?
      Von den restlichen Leihspielern muss man sich aber wirklich trennen, da hat keiner (mehr) Bundesligaformat. Zudem muss dann noch ein Backup/Stammspieler für die Sturmspitze und das Mittelfeld verpflichtet werden, dann sehe ich uns eigentlich ganz gut aufgestellt, voraussgesetz man muss keine Leistungsträger abgeben.
      Aber erstmal muss die Klasse gehalten und die Reißleine bei Heldt gezogen werden, bevor es zu spät ist…Come on FC!

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    • Adrian Senger sagte:

      Eins ist Fakt. Gisdol hätte beim mir Weihnachten 2020 nicht als Köln Trainer erlebt. Und ich hätte dem auch zu 1000% den Vertrag letzten Sommer nach 4 Punkten aus 10 Spielen nicht um 3 Jahre verlängert! Hätte Welt Manager Heldt Gisdol früher entlassen und im Winter nen Stürmer geholt der den Namen auch verdient müsste man ganz sicher jetzt keine Relegation Spielen.
      Ich halte es für einen Witz so zu tun als hätte man die ganzen Fehler die faktisch in den letzten Monaten gemacht wurden nicht vermeiden können.
      Hat Heldt eigentlich keine Augen im Kopf? Hätte er die dann hätte er gesehen das Gisdol noch niergendwo langfristig erfolgreich war.
      Wird Gisdol im Januar/ Februar entlassen und Funkel gleich geholt stünde man jetzt mit 3-4-5 Punkten mehr da. Unter Funkel haben sich alle Statistischen Werte des FC deutlich verbessert. Es ist kein Zufall das man unter ihm 10 Punkte aus 6 Spielen geholt hat.
      Heldt hat seinem Inkompetenten Schnitzel Buddy von nebenan viel zu lange die Stange gehalten! Geht das gegen Kiel schief geht der Abstieg hauptsächlich auf seine Kappe. Und das ist Fakt. Und es war seit Monaten abzusehen. Um diese Entwicklung bereits vor Monaten zu erkennen musste man kein Fachmann sein. Das ging nämlich Ende letzte Saison nach dem Corona Restart schon los…..

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