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Siegen oder abgestiegen: Schalke ist Kölns Hoffnungsgegner


Der 1. FC Köln muss am Samstag gegen den FC Schalke 04 gewinnen. Alles andere als drei Punkte wären gleichbedeutend mit dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte. Zwar müssten die Kölner auch bei einem Sieg auf die Ergebnisse der Konkurrenz blicken, doch allen voran muss der FC am Samstag sein eigenes Spiel gewinnen. Der FC Schalke 04 könnte dabei genau der richtige Gegner zur richtigen Zeit sein. 

Köln – Stefan Effenberg bezeichnete den FC Schalke 04 am Sonntagvormittag im Sport1 Doppelpass als den „schwierigsten Gegner“ für den 1. FC Köln. Die Königsblauen, bereits seit dem 30. Spieltag sicher als Tabellenletzter abgestiegen, könnten gegen die Geißböcke am Samstag schließlich gänzlich ohne Druck auftreten und damit befreit aufspielen. Beim überraschenden 4:3-Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen eine Frankfurter Mannschaft, die mit einem Sieg noch Chancen auf die Champions League gehabt hätte, zeigten die Schalke zudem Moral und konnten neues Selbstvertrauen tanken.

Schalke will gewinnen – muss aber nicht

Nun geht es für die Gelsenkirchener am Samstag zwar weiterhin sportlich um nichts mehr, wirklich herschenken wird die Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis die Partie in Köln aber wohl nicht. So ist davon auszugehen, dass sich die Schalker mit einem positiven Ergebnis aus der Bundesliga verabschieden und am letzten Spieltag noch ihren ersten Auswärtssieg einfahren wollen, während Grammozis sogar noch um seinen Job als Trainer zu kämpfen scheint. Rein psychologisch liegt der Druck am Samstag aber selbstredend beim 1. FC Köln, die einzig und allein mit einem Sieg ihre Chancen auf den Klassenerhalt wahren können. Gleichzeitig darf entweder Werder Bremen nicht gegen Gladbach oder Arminia Bielefeld nicht gegen den VfB Stuttgart gewinnen.

Ungeachtet der aktuellen sportlichen wie tabellarischen Situation dürfte es aber kaum einen Gegner geben, der dem 1. FC Köln gelegener kommt als die Schalker. Schließlich sind die Geißböcke seit inzwischen sieben Bundesliga-Spielen gegen die Königsblauen ungeschlagen und damit so lange wie gegen keinen anderen Verein. Überhaupt weisen die Kölner gegen S04 ihre beste Bilanz auf und feierten gegen keinen anderen Klub so viele Siege in der Bundesliga.

Auch bei Rückstand: Keine Panik

Selbst wenn die Kölner am Samstag in Rückstand geraten sollten, muss dem FC-Fan noch nicht zwangsläufig Angst und Bange werden. Denn auch in dieser Hinsicht halten die Kölner gegen Schalke einen Rekord: 22-mal schon konnte der FC gegen Schalke nach einem 0:1-Rückstand noch Punkte einfahren. Sieben Mal gelang dabei sogar noch ein Sieg. In der Bundesliga-Geschichte schaffte dies noch keine andere Mannschaft innerhalb einer Paarung.

An das letzte Heimspiel dürfte man in Köln ebenfalls noch gute Erinnerungen haben. Damals bejubelten zum letzten Mal 50.000 Fans im RheinEnergieStadion den deutlichen 3:0-Erfolg der Kölner über die Schalker. Mit dem Ergebnis lagen die Kölner im Februar 2020 sogar noch über dem aktuellen Tordurchschnitt gegen Schalke: Im Schnitt erzielten die Geißböcke nämlich 2,2 Treffer pro Heimspiel gegen S04. Überhaupt hat der FC in seiner Historie nur gegen Werder Bremen (159) mehr Tore erzielt als gegen Schalke (154).

Freilich ist ein Blick in die Historie selten eine Garantie für die Fortführung selbiger. Trotzdem dürfte die Bilanz gegen Schalke gepaart mit der schwachen Saison von S04 dem FC zumindest Mut machen, seine Hausaufgaben am Wochenende erfolgreich erledigen zu können. Eine Garantie für den Klassenerhalt wäre zwar auch das nicht. Dann jedoch hätte der 1. FC Köln den Klassenerhalt nicht erst am letzten Spieltag verspielt, sondern schon weitaus früher.

8 Kommentare
  1. Hennes48 sagte:

    Diese ganzen Statistiken erinnern mich in diesem Fall stark an das berühmte „Pfeifen im Wald“…
    Apropos Pfeifen…am Samstag besteht zumindest noch ein letztes Mal die Gelegenheit zu widerlegen, dass diese Mannschaft gar keine Mentalität besitzt.
    Aber auf keinen Fall darf nach der Saison der Fehler gemacht werden, nicht die jetzige Situation zur nüchternen Bewertung heranzuziehen!!! 33 Spieltage: 30 Punkte, 60 Gegentore!!! Das ist einfach schlicht unterirdisch! Und das bei den Kaderkosten und bei dieser Kadergröße…immer noch nahezu unglaublich wie da gearbeitet wurde!!!
    Für Samstag glaube ich für den FC an rein gar nichts mehr…hoffe allerdings auf Alles!!!!

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  2. OlliW sagte:

    Es ist doch vollkommen legitim, daran zu erinnern, dass man gegen einen Gegner immer gut ausgesehen hat. Wenn es irgendeine Mannschaft aus dem oberen Drittel wäre, würde auch überall stehen, dass man statistisch gesehen keine Chance hat. Die anderen wären alles „Angstgegner“. Schalke ist beides nicht. Ein historisch schlechter Absteiger. Klar, die haben Frankfurt und Hoffenheim besiegt, ein Wunder, dass sich diese Clubs nicht längst aufgelöst haben! Echt jetzt, Leute!

    Ich weiß nicht, warum man hier lieber dazu übergeht, immer und grundsätzlich das Negative am FC zu sehen. Klar, es gibt auch in dieser Saison nicht viel Positives herauszustellen. Aber einfacher kann man es jetzt nicht haben, nachdem viele schwierigere Aufgaben (Mainz, Freiburg, Augsburg) vergeigt aber auch gelöst wurden (Dortmund, RB).
    Diese Liebe am Untergang ist jedenfalls nichts, was man gebrauchen kann. Wenn die das am Samstag vergeigen, kann man immer noch jammern. Von wegen war ja klar. Bis dahin verbreite ich jedenfalls das Prinzip (berechtigte!!!) Hoffnung! Das ist besser fürs Gemüt und die eigene Gesundheit.

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  3. Norbert Furmanek sagte:

    Zieht man als FC-Fan die Statistik heran könnte man jubilieren ! Auch wenn Bremen punkten sollte , aber dass der VfB nicht gewinnt glaube ich nicht. Somit wäre der 16. Platz drin . Und wenn die Tipps der sogenannten ,,Experten “ stimmen sollte , rettet sich der FC sogar direkt. Ach wäre das ein Seelentröster. Bin nur noch auf die Schiris gespannt die die 3 Partien leiten.

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