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Der Klub der Beschädigten


Der Sport-Geschäftsführer ist entlassen, der Cheftrainer ausgewechselt: Verblieben auf der Führungsetage des 1. FC Köln sind der Vorstand, Geschäftsführer Alexander Wehrle, der Gemeinsame Ausschuss und der Mitgliederrat. Doch all diese Instanzen sind schwer beschädigt. Der ganze Klub wankt. Der GEISSBLOG analysiert den Zustand der handelnden Personen und Gremien.

1. Präsident Werner Wolf

Werner Wolf war mit dem Slogan angetreten: „Gemeinsam gewinnen alle.“ Gemeinsam passierte in der bisherigen Amtszeit des Vorstands allerdings fast nichts. Nicht die zahlreichen Trennungen (Sieger, Veh, Beierlorzer, Kaufmann, Gisdol, Heldt), nicht die ständigen Fehden mit Geschäftsführer Wehrle, nicht die Auswahl von Carsten Wettich als Nachfolger von Jürgen Sieger, nicht das Einfangen der E-Mail-Affäre um Stefan Müller-Römer, nicht der inzwischen angespannte Austausch mit Teilen des Mitgliederrates und schon gar nicht der Austausch mit den Fans und Mitgliedern. Wolf tauchte mit Beginn der Corona-Krise ab. Ein Präsident, der keinen Kontakt mehr zur Geschäftsstelle hielt, es nicht für nötig befand, sich von Angesicht zu Angesicht mit Friedhelm Funkel auszutauschen, der sich nicht mehr beim Training blicken ließ und am Montag auf der Pressekonferenz ein fahriges Bild voller Widersprüche und Ausreden abgab. Niemand weiß, was der Vorstand seit über einem Jahr im Hintergrund macht, weil Wolf selbst auf virtuellen Mitgliederstammtischen nicht konkret wurde. Das Informationsvakuum um diesen Vorstand ist eng mit dem Präsidenten verbunden, den viele Mitglieder inzwischen für eine Fehlbesetzung halten. Vor allem, weil niemand weiß, wofür er steht und was er überhaupt macht.

Mitschuld? Woran jetzt?

2. Vizepräsident Eckhard Sauren

Eckhard Sauren gilt als der Finanzexperte im Vorstand, ist öffentlich aber für die Bewertung der sportlichen Belange zuständig. Das ist insofern ein Problem, als dass Sauren selbst erklärt, der Vorstand brauche für diese sportlichen Belange das zweiköpfige Berater-Gremium. Sauren ist noch der eloquenteste eines rhetorisch überforderten Präsidiums, und so übernahm er am Montag auf der Pressekonferenz auch den Löwenanteil der Redezeit. Das Problem: Dabei verwickelte auch er sich wie Wolf in Widersprüche und tätigte teils verheerende Aussagen. Auf die Frage, ob der Vorstand eine Mitschuld an der vergangenen Saison trage, fragte Sauren zurück: „Mitschuld? Woran jetzt?“ Dabei hatte Wolf im März noch im GEISSBLOG erklärt: „Wenn du an der Spitze stehst, bist du in letzter Konsequenz für alles verantwortlich.“ Davon war am Montag nichts zu hören.

3. Interims-Vizepräsident Carsten Wettich

Wolf und Sauren halten große Stücke auf Wettich. So große, dass sie den Wirtschaftsanwalt inzwischen als die treibende Kraft und den Kopf des Vorstands betrachten. Das ist insofern bemerkenswert, als dass der eigentliche Mitgliederrats-Chef nur interimistisch für Sieger in den Vorstand aufgerückt war und die Führung eigentlich von Wolf ausgehen müsste. Klar ist aber auch: Wettich hatte zusammen mit Müller-Römer diesen Vorstand ausgesucht, und es war vor allem dieses Duo, das 2019 Wolf, Sauren und Sieger durchsetzte. Jetzt soll Wettich am 17. Juni auf der Mitgliederversammlung als Vize bestätigt werden. Doch der Jurist weiß: Ein Votum für ihn ist längst nicht sicher, schon gar kein gutes. Und so war es auffällig, dass Wettich weder am Montag auf der Pressekonferenz saß und sich den Fragen der Medienvertreter stellte, noch am Mittwoch, als der Vorstand zu einem Medientreffen geladen hatte. Wettich ließ sich stattdessen in der Dokumentation 24/7 FC als Fan-naher Verantwortlicher inszenieren und soll im Rahmen virtueller Mitgliederstammtische auftreten. Inzwischen ist klar: An seiner Wahl oder Nicht-Wahl (und dem tatsächlichen Wahlergebnis) hängt die Zukunft des gesamten Vorstands.

4. Geschäftsführer Alexander Wehrle

Nach seinen unverhohlen kritischen Äußerungen am Montag gegenüber dem Vorstand befindet sich Alexander Wehrle in einer außergewöhnlichen Position. Einerseits ist er als alleiniger Geschäftsführer ab sofort der mächtigste Mann am Geißbockheim. Ohne ihn geht nichts mehr, insbesondere, weil der Vorstand in ihm den Schlüssel zur Lösung der finanziellen Probleme sieht. Andererseits ist Wehrle auf Führungsebene isoliert. Ein Mann, der dem FC zwar die Treue geschworen hat, aber nur mit dem Hinweis, dass ihn der Vorstand nicht hat zum VfB Stuttgart wechseln lassen. Er muss sich nicht zum ersten Mal für die zahlreichen Verträge verantworten, die den FC so schwer belasten. Nun muss er auch neue Verträge absegnen, die er zwar mit aushandeln, für deren sportliche Ausrichtung aber Interims-Sportchef Jörg Jakobs verantwortlich sein wird, ohne jedoch echte Verantwortung in Form von Unterschriftsberechtigung übernehmen zu müssen. Sollten also auch die nächsten Transfers schief gehen, stünde Wehrle an vorderster Front alleine da.

Da reden wir also nur über Geld und über sonst nix

5. Gemeinsamer Ausschuss

Im Mittelpunkt der Gremien-Debatte beim FC steht der Gemeinsame Ausschuss. Die drei Vorstände, die zwei Mitgliederrats-Chefs sowie Aufsichtsrats- und Beirats-Vorsitzende segnen im „GA“ alle großen Entscheidungen der Geschäftsführung ab. Gleichzeitig, und das wird oft vergessen, legt das siebenköpfige Gremium den budgetären Gesamtrahmen fest, an den sich die Geschäftsführung (sitzt nicht im GA) halten muss. Dass Horst Heldt also im vergangenen Sommer 20 Millionen Euro in Spieler investieren durfte, konnte nur passieren, weil der GA ihm dies vorher gestattet hatte. Die Mitglieder im GA haben zwar nicht die Aufgabe zu beurteilen, ob ein Sportchef einen Linksverteidiger oder einen Rechtsaußen holen soll oder ob ein ausgewählter Spieler die nötigen fußballerischen Qualitäten mitbringt. Das obliegt dem Sportchef. Sehr wohl aber entscheidet der GA, ob ein Transfer- oder Spielervertrag die vorgegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfüllt. Und gerade in dieser Hinsicht hat der GA in den letzten Jahren immer wieder versagt. Jüngere Beispiel sind der 5-plus-5-Jahres-Vertrag von Anthony Modeste sowie die umstrittene Vertragsverlängerung mit Markus Gisdol. Nicht wegen der Verlängerung mit dem Trainer an sich, sondern wegen der Zweitliga-Gültigkeit des Vertrags. Selbst im Abstiegsfall hätte sich Gisdols Kontrakt nicht aufgelöst. Der FC hätte auch dann noch die vereinbarte Abfindung zahlen müssen. Ein ausgewachsener Skandal, der letztlich nur aufkommen konnte wegen des Totalversagens des Gremiums, das diese Klausel nie hätte erlauben dürfen. Auf GEISSBLOG-Nachfrage antwortete ein GA-Mitglied, das namentlich nicht genannt werden wollte, lapidar: „Da reden wir also nur über Geld und über sonst nix. Und über Geld machen wir uns Gedanken, wenn wir es bezahlen müssen.“ Genau so geht der 1. FC Köln mit Geld um – und zwar nicht nur die Geschäftsführung.

6. Mitgliederrat

Die zwei wichtigsten Funktionen des Mitgliederrates sind erstens die Kontrolle des amtierenden Vorstands sowie zweitens das Vorschlagsrecht für einen neuen Vorstand. Schon weit vor 2019 entschied der Mitgliederrat, den alten Vorstand nicht mehr zu nominieren und ein neues Vorstandsteam vorzuschlagen. Die lange Suche führte letztlich zu Werner Wolf, Eckhard Sauren und Jürgen Sieger. Ein Vorstandsteam, das nach nicht einmal 100 Tagen auseinander flog, das seitdem von einer Panne zur nächsten stolpert, auch zwei Jahre nach der offiziellen Nominierung noch immer keine Strategie für diesen Verein vorgelegt hat und dem viele Mitglieder zur Mitgliederversammlung am 17. Juni das Vertrauen entziehen wollen. Wenn über die Verantwortung des Vorstands gesprochen wird, muss daher auch über die Verantwortung des Mitgliederrates gesprochen werden, der diesen Vorstand installiert hat. Besonders brisant ist nicht nur, dass am 17. Juni ein Vorstandsvotum ansteht, sondern auch, dass bereits im Herbst auf der nächsten Mitgliederversammlung ein neuer Mitgliederrat gewählt werden wird. Damit ist klar, dass die nächsten zwei MVs innerhalb weniger Monate über die gesamte Gremienstruktur bei den Geißböcken entscheiden werden.

49 Kommentare
  1. Truebe Tasse sagte:

    Mein Gefühl sagt mir, dass Wettich mit mehr „Ja“- als „Nein“-Stimmen aus der MV raus gehen wird. Kann mir auch mal jemand sagen, was grundsätzlich – außer, dass man in Deutschland tendenziell dazu neigt, Amtsinhaber zu bestätigen statt abzuwählen – FÜR ihn sprechen könnte?

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  2. Kurti sagte:

    Das jetzige Präsidium hat auf ganzer Linie versagt und enttäuscht.
    Wenn schon mal die Einsicht fehlt, durch die vielen und massiven Fehleinschätzungen, hauptsächlich in personeller Hinsicht, entscheidend die jetzige Situation mit verschuldet zu haben, dann ist Sauren und Wolf nicht mehr zu helfen.
    Lächerlich ist für mich auch, das Wettich bei der PK nicht dabei ist, aber dann in 24/7, Interview im Geißbockecho und vom Mitgliederrat empfohlen wurde.

    Es ist das übliche.
    ALLE reden mit, nicken Verträge und Personalien ab, aber schuld sie die nie, die großen Gestalter.

    Noch ein Wort zur Kontinuität:
    Wird beim FC leider verwechselt mit dem Aktionismus, jedem mal einen langen Vertrag zu geben, ohne zu sehen, ob dieser die Anforderungen gerecht wird.

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  3. Horst Funkel sagte:

    In ihrem Artikel sind aber einige Widersprüche Herr Merten. Beispielsweise der GA. Sie prangern hier die Verträge von bspw. Modeste und Gisdol an. Wer hat denn diese Verträge dem GA vorgelegt, nachdem er sie ausgearbeitet hat? Wehrle hat sich damals (auch von Ihnen) feiern lassen, dass er der Macher in Sachen Modeste-Rückholaktion ist, Quelle z.B. https://www.koeln.de/koeln/sport/1_fc_koeln/wehrle-macht-in-sachen-modeste-dampf-in-china_1111675.html oder zur Verlängerung Gisdol hat ihr Blog ja erst vor Kurzem selbst Herrn Heldt zu Wort kommen lassen, er hat empfohlen den Vertrag so mit Abfindungsklausel zu verlängern. Quelle: https://geissblog.koeln/2021/06/horst-heldt-zum-abschied-dieser-fehler-wird-mir-nicht-mehr-passieren/ Ja, was denn nun? Sollen die Geschäftsführer, wie es ein Funkel und andere Konsorten aus diesem Business fordern, Quelle: https://www.ksta.de/sport/1-fc-koeln/fc-coach-funkel-im-interview–haette-mir-manchmal-nur-ein-schulterklopfen-gewuenscht–38446892, frei entscheiden können oder nicht? HIer widersprechen sich die Kritiker der Strukturen beim 1. FC Köln doch immer ständig selbst. Soll der GA nun mehr Einfluss nehmen, wie von ihnen oben gefordert oder weniger wie von anderen gefordert? Kann man nicht einfach mal Ross und Reiter benennen? Ein Struth beispielsweise der seine Finger ganz dicke mit oben genannten Personen im täglichen Geschäfts des 1. FC Köln hat, bspw: https://www.express.de/sport/fussball/1–fc-koeln/prost-auf-die-bundesliga-berater-riese-struth-feierte-rettung-mit-funkel-trikot-38439734, man weiß ja auch wo Frau Funkel so mit Herrn Struth zusammen arbeitet etc. Seit vielen Jahren hat hier ein Alexander Wehrle eine tragende Rolle. Er hat seine Buddies Veh und Heldt geholt. Er war federführend dabei gegen den Vorstand zu schießen, weil Kaufmann entlassen wurde. Die Zahlen waren schon vor Corona schlecht, er hat ja quasi Glück diesen Blankoscheck erhalten zu haben, dass er ja nichts dafür kann. Das Gegenteil ist der Fall. Er war bei Modeste etc. überall im Boot. Als damals die Zahlen bei der Verpflichtung von Terodde innerhalb des GA diskutiert wurden, hat Müller-Römer das hohe Gehalt kritisiert und dafür öffentlich Prügel bekommen, bspw hier bei ihnen zu lesen: https://geissblog.koeln/2018/10/e-mail-geleakt-der-burgfriede-ist-schon-wieder-dahin/ Hat er da nicht genauso gehandelt, wie oben von Ihnen gefordert? Wo ist denn da die Kritik an Wehrle und seinen Marionetten die er jeweils auf die Stelle „Geschäftsführer Sport“ geholt hat? Ja, sie haben in einem Recht, auch ich bin vom Vorstand enttäuscht, aber solange Wehrle da ist, so lange er seine inkompetenten Geschäftsführer Sport selbst aussuchen kann, die er von früher kennt, so lange die Struths dieser Welt beim 1. FC Köln Einfluss haben, wenn man sich dieses Netzwerk anschaut zu dem auch Namen wie bspw. Calmund gehört, man hier genau die widersprüchlichen Aussagen immer wieder liest, die gerade so passen um jeden zu beschmutzen, der „gefährlich“ werden könnte. So lange es „Journalisten“ nicht fertig bringen neutral und kritisch zu berichten, sondern Gefälligkeitsartikel für diese Leute geben. Die ganzen medialen Schmutzkampagnen der letzten Jahre, die lanciert wurden um eben Unruhe reinzubringen, vom eigenen fehlerhaften Handeln abzulenken und die Schuld derer in die Schuhe zu schieben, bspw. Müller-Römer, die das kritisch ansprechen, so lange ist dieser Verein auf dem absteigenden Ast. Leider scheint es so, als ob auch sie genau dieses Spiel mitspielen.

    moderated
    • Marc L. Merten sagte:

      Hallo,

      Danke für Deine Anmerkungen.

      1. Es ist kein Widerspruch, wenn die Geschäftsführung (GF) Verträge aushandelt. Das ist die Pflicht der GF. ABER: Es ist auch die Pflicht des Vorstands als Kontrollorgan der GF und die Pflicht des Gemeinsamen Ausschusses (GA) per Satzung definiert, dass jeder Vertrag auf seine juristischen und wirtschaftlichen Kennzahlen geprüft werden muss. Und genau da haben Vorstand und GA versagt. Wenn die GF einen Vertrag aushandelt, der Fehler enthält, muss die Kontrollinstanz darauf hinweisen. Wenn die GF einen Vertrag aushandelt, der zwar formal okay wäre, aber wirtschaftlich den Klub in Schierlinge bringen würde, muss die Kontrollinstanz darauf hinweisen. Dafür gibt es sie ja. Das ist kein Einmischen in das operative Tagesgeschäft, sondern genau die Funktion, die eine Kontrollinstanz ausüben muss.

      2. Ich finde es schäbig, jetzt Frau Funkel in die Geschichte mit einzubeziehen, weil sie eine meines Wissens nach ehrenamtliche Funktion in einer wohltätigen Stiftung übernimmt. Egal, ob dem Berater ihres Mannes die Stiftung gehört. Das ist nicht ehrenhaft. Jeder Mensch, der sich in einer solche Stiftung engagiert, sollte mit Lob überschüttet werden. Die unterstützen Kinder und Jugendliche, in Not geratene Familien. FFS!

      3. Wenn du den Artikel richtig gelesen hast, wirst du wissen, dass ich Wehrle genau für all diese Verträge auch zur Verantwortung ziehe. So wie ich das schon häufig hier in Artikeln getan habe. Wehrle muss sich dem stellen, er hat sie alle mit ausgehandelt und war essentieller Teil der Geldverbrennung, die hier jahrelang stattgefunden hat.

      4. Du führst den Müller-Römer-Artikel zu Terodde an? Dann lies ihn richtig! Er hat bei uns dafür KEINE Prügel kassiert. SMR hat im Falle Terodde richtig gehandelt, seine Bedenken geäußert. Am Ende war der Vertrag aber rechtlich und finanziell in Ordnung. Der FC hatte Terodde vor allem geholt, damit dieser den Klub wieder in die Bundesliga schießt. Das hat er eindrucksvoll getan. Sein hohes Bundesliga-Gehalt war im Vergleich zu den Mehreinnahmen, die der FC durch den Wiederaufstieg hatte, kompensierbar, wenngleich kein Zuckerschlecken.

      5. Ich liebe diesen Vorwurf, dass wir Journalisten die eigentliche Schuld am Niedergang des FC haben. Waren wir dann auch diejenigen, die den FC in die Europa League geführt haben? Das ist, mit Verlaub, Unsinn. Seit einem Jahr hat der FC keinen Mediendirektor und taumelt ohne jegliche kommunikative Führung von einer Panne zur nächsten. Seit zwei Jahren (weil das Verhältnis zu Tobias Kaufmann nicht gut war) hat der Vorstand keinen Medienberater, sondern glaubt, alles selbst zu wissen und zeigt sich in Sachen Kommunikation komplett beratungsresistent. Aber wir Journalisten sind Schuld an der Schlammschlacht? Dieser Klub ist durch die Persönlichkeiten, persönlichen Interessen und Machtkämpfe in sich gespalten und nicht durch die Medien.

      Mit diesem Wort zum Freitag wünsche ich Euch allen einen schönen Tag!

      Viele Grüße

      Marc

      moderated
      • Marcel sagte:

        Vor Freude über deinen Kommentar habe ich ihn doch glatt gemeldet. Hier nur ein kurzer Vorschlag zur Verbesserung. Vielleicht kann man das Kommentar melden Icon, etwas weiter weg vom Antwort Button setzen. Es ist mir mit meinen Wurstfingern schon leider zwei wenn nicht sogar drei Mal passiert, dass ich einen eigentlichen legitimen Kommentar gemeldet habe. Sorry hier nochmal an alle betroffenen.
        Ansonsten kann ich deinem Kommentar nur zustimmen. Es gibt, wie ich unten schon aufgeführt habe sicherlich Punkte, welche diskussions würdig sind. Aber dein Artikel beschreibt ganz gut den Gesamtzustand des Vereins. Am Ende das Tages, und das ist das schlimme, spiegelt sich genau das auf dem Rasen wieder. Exakt das sind die Gründe warum der Verein seit fast 30 Jahren wie ein Stück Aas vor sich hinfault. Dieser Zustand liegt sicherlich nicht an den Medien.

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      • Matzo sagte:

        Es ist – nach wie vor – der Kampf der Fundamentalisten gegen die Realos, der im Verein tobt. Die Fundamentalisten beziehen alles auf die Mitglieder, die größtmöglichen Einfluss haben sollen. M.E. im Grundsatz richtig, weil hierauf ein Verein beruht. Der Grundsatz muss aber immer Ausnahmen haben, die sich m.E. für „den Fussball“ daraus ergeben, dass das Geschäft längst die Ebene des Vereinswesens verlassen hat. Es handelt sich um mittelständische Unternehmen und solche können nicht wie ein Verein geführt werden. Basisdemokratie funktioniert nicht, weil dann einer den Kopf für etwas hinhalten muss, was die Basis beschlossen hat. Ich wiederhole mich. Die Satzung ist Teil des Problems. Es wurde über das Ziel hinausgeschossen. Jede Revolution muss, wenn sie gewinnt, stark gewesen sein. Die Revolutionsführer sind spätestens durch den stetigen Kampf gegen die bestehende Macht derart geprägt, dass die Revolution dann, in dem Bestreben, es jetzt besser machen zu wollen, über das Ziel hinaus schießt. So auch beim FC. FC Reloaded wollte gewisse Zustände ändern und hat dies mit der Änderung der Satzung geschafft. Die Probleme sind aber wieder da. Jetzt nur von der anderen Seite, dem anderen Extrem, her. Es ist nur unfassbar schade, dass man dies als Teil der Revolution nicht selbst erkennt. Tatsache ist, dass der Mitgliederrat völlig versagt hat und mit ihm der GA. Wer das nicht sieht, will es nicht sehen. Das ist dann in der Tat derjenige, der einen anderen Sündenbock benötigt, damit die „heilige“ Idee des Mitgliedertums“ keinen Schaden erlangt. Es ist m.E. auch unzutreffend, dass nur die handelnden Personen die falschen sind. Dies kommt allerdings erschwerend hinzu. Wer aber hat den Vorstand vorgeschlagen? Wer stellt die Geschäftsführer der neben dem Verein bestehenden Gesellschaft ein? Wer übt die Überwachung der Geschäftsführung aus? Mal ehrlich. Jeder der sich mal irgendwo eingebracht hat, weiß, dass diejenigen, die für Ämter kandidieren, meistens nicht die sind, die zugleich die geeignetsten für das angestrebte Amt sind.

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      • mapema sagte:

        Hallo Marc, ich habe dazu auch ein paar Anmerkungen.

        Ich denke nicht, dass hier einer Frau Funkel angreifen w8ll. Sie hat nichts mit den Vorgängen zu tun, zumindest nicht direkt. Was aufgezeigt werden soll, ist die Verflechtung der Gruppe,die ständig gegen die Satzung und einzelner Gremien bzw Personen schießt. Der Trigger ist meistens eine bevorstehende Wahl,Kritik an der GF oder eine Entlassung. Dann kriechen sie alle raus aus den Löchern und geben zig Interviews mit dem gleichen Inhalt. Bemerkenswert ist ja auch, dass Heldt keine gemeinsame Erklärung abgegeben wollte, aber ein oder zwei Tage später ein Hintergrundgespräch mit ausgewählten Pressevertretern führte. Dieses Verhalten beobachten viele schon lange und kritisch. Insbesondere da in der Vergangenheit der Verein sich bei besonders kritischen Journalisten bei deren Arbeitgeber beschwert hat.

        Der GA prüft natürlich nur die wirtschaftliche Seite der Entscheidungen. Jedoch kannst du auch darauf hinweisen, dass dieser letzten Sommer die Vorgaben gestellt hat, dass erst ein Transferüberschuss generiert werden muss, bevor Heldt einkaufen darf. Und im Rahmen dieses Budget darf er dann die Transfers tätigen. Ob er jetzt 5 Spieler für unterschiedlichen Positionen holt oder nur 2 für die gleiche, dass kann und darf der GA nicht entscheiden. Außerdem gibt es hier einen gewaltigen Widerspruch in den Aussagen der GF. Sie beklagen sich einerseits, dass es schwierig ist hier zu arbeiten, da viele mit reden und diskutieren wollen. Aber wenn dann eine Fehlentscheidung getroffen worden ist, sind dann wieder die anderen Schuld, da diese nicht darauf hingewiesen haben.
        An sich ist der GA eine gute Sache. Aber die Sitzung bzw Entscheidungen sollen dabei mit der GF zusammen getroffen werden.
        Terodde ist ein gutes Beispiel dafür. Hier schreibst du, dass der Vertrag finanziell riskant war, aber das es sich ausgezahlt hat. Und so hat wahrscheinlich die GF argumentiert und auf Grundlage dessen wurde entschieden. Dennoch trägt die GF die größte Verantwortung.
        Das Thema Modest war auch ein Projekt von der GF und dem alten Vorstand. Somit hatte die GF schon 3 Stimmen im GA sicher.

        Wehrle war es auch, der die letzten beiden GF Sport durchgedrückt hat. Dies kannst du sicherlich bestätigen. Was in dem Artikel daher leider fehlt, ist das Thema Wirtz. Heldt lässt sich jetzt feiern, dass er so viele Verträge im Jugendbereich verlängert hat. Jedoch ist Wirtz während seiner Zeit gewechselt. Inwieweit der Entschluß des Spielers schon gefestigt war und ob es noch eine Chance gab ihn umzustimmen, weiß ich nicht. Dennoch hat hier die GF versagt, namentlich Wehrle und besonders Veh und natürlich der alte Vorstand. Beim Buffet im Vorfeld des U17 Finale war der Tünn noch da, aber am nächsten Tag zum Spiel war nur noch SMR auf der Tribüne. Kein Vize, kein GF. Dabei wäre er jetzt sportlich und besonders finanziell ein Jahrhundert Glücksfall gewesen. Aber das sind ja alles selbsternannten Profis gewesen… Und dieses Thema wird momentan gar nicht mehr erwähnt.

        Die Journalisten haben natürlich eine Mitschuld. Nicht alle, sondern nur ein paar wenige. Du kennst natürlich auch die Artikel von manchen, die keine sachliche Kritik äußern, sondern nur das Ziel haben, bestimmte Personen zu diskreditieren und andere damit zu unterstützen.

        Alles in allem sind die meisten aber einer Meinung. Der aktuelle Vorstand ist nicht gut. Er ist nicht präsent und transparent in seinem Wirken. Auch finde ich es bedenklich, dass er nicht vom GBH aus arbeitet.

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    • Boom77 sagte:

      Danke für die Fundstellen. Die Kritik an der „wankelmütigen Berichterstattung“ allenthalben ist durchaus berechtigt.

      Aber auch hier steckt eine Mutmaßung drin, die so nicht belegbar ist, nämlich, dass Veh und Heldt „Buddies“ vom Herrn Wehrle wären. Beide kennt Herr Wehrle sicherlich aus seiner Stuttgarter Zeit. Er war dort von 2003 bis zu seinem Amtsantritt bei uns Anfang des Jahres 2013 „Assistent der Geschäftsführung“. Da hat er sicherlich über die 4 Jahre, in denen Herr Heldt dort für die sportlichen Belange zuständig war, diesen kennengelertn. Ob sie seit der Zeit „Buddies“ sind, weiß ich nicht. Aber das könnte sein.

      Sehr fraglich ist aber, ob Herr Veh zu Herrn Wehrles „Buddies“ gehört bzw. bis zu seiner Tätigkeit bei uns zu dessen „Buddies“ zählte. Herrn Veh kannte Herr Wehrle aus seiner Stuttgarter Zeit nur als Trainer. Veh war von Februar 2006 bis November 2008 Trainer beim VfB und damit in diesem Zeitraum gemeinsam mit Wehrle dort tätig. Ob die beiden dort großen und engen Kontakt zueinander hatten, bezweifel ich. Da wird wohl eher der Kontakt zwischen Heldt und Veh bestanden haben, da Heldt der Sportvorstand und Veh Trainer war. Wehrle war nur „Assistent der Geschäfstleitung“. Zudem, wer Wehrles Vita kennt, weiß, dass er auch beim VfB nicht der „Geschäftsführung Sport“, sondern im Bereich der Finanzen assistiert hat. Ich glaube deshalb nicht daran, dass Veh und Wehrle wirklich „Buddies“ waren, als Veh bei uns anfing.

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    • Boom77 sagte:

      Das ändert selbstverständlich nichts daran, dass Herr Wehrle als Geschäftsführer für die derzeitige Situation auch mitverantwortlich ist und Verantwortung übernehmen muss. Man sollte dies halt nur ein wenig objektiver betrachten und nicht immer gleich auf angebliche „Selschaften“ und „Vitamin B“ herunterbrechen. Das braucht es auch gar nicht, um den Herrn Wehrle verantwortlich zu machen. Selbst, wenn er beide (Heldt und Veh) vorher nicht gekannt hätte, trägt er eine Mitverantwortung.

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    • kalla lux sagte:

      Kurz vor der MV tauchen sie auf. Rasseln mit ihren Schwänzen, versuchen alles und jeden runterzuziehen. Nur um ihre eigenen Favoriten in ein besseres Licht zu rücken.
      Und natürlich ist die Presse und jeder der nicht auf der Wellenlänge schwimmt ein
      Mitschuldiger an dem Niedergang des FC.
      Es sind nicht die Fehlentscheidungen die getroffen wurden, nein es sind die negativen Fans und Reporter.
      Ich bin ein Ü60 Fan der ganz andere Zeiten gesehen hat. Ich habe Overath spielen sehen, Simmet war ein guter Bekannter. Ich habe Flocke,Engels,Van Gool,Okudera und Dieter Müller gesehen. Der damalige beste Trainer der Welt hat bei und
      Op der Eck am WE immer Karten gespielt.
      Was ich nicht gesehen habe, ist das Erfolgen auch etwas gemacht wurde.
      Auch finanziell etwas gemacht wurde. Siehe Bayer, die Fohlen usw.
      Das einzige was aus der Zeit bleibt ist der Titel, der selbsternannte Titel vom Ruhmreichen FC!!!!
      Selbst als wir mal wieder Unter dem Messias den Anschluss geschafft hatten, wurde nicht daraus gemacht. Keine eigenen Werte geschaffen, wie eigenes Stadion oder Trainingsgelände.
      Wir haben seit Jahrzehnten angeblich erfolgreiche Manager im Vorstand ( unser RA mal aussen vor, mit denen fing der Untergang an), nur hatten und haben diese Leute wenig, wen nicht sogar gar keine Ahnung vom Hauptthema Fussball!
      Nur deshalb konnten Leute wie Finke,Veh usw überhaupt einen Job bei uns bekommen. Ich hab das früher verstanden als wir noch einen ehrenamtliche Vorstand hatten. Aber heutzutage werden sie gut bezahlt und könnten sich Sachverstand aneignen , bzw die „richtigen“ Leute als Berater holen.
      Nichts dergleichen passiert seit nun Jahrzehnten. Und dann bleibt die Frage, wozu die ganzen Gremien??? Für das was hier abgeliefert wird?
      Die ganze Struktur stimmt nicht und ich glaube genau auf diese Sache wollte Marc heraus.
      Und da brauch es keinen pseudo Funkel der vorher hier noch nie einen Satz verloren hat!
      Allen einen schönen Tag!
      Gruss

      moderated
  4. guido sagte:

    Vorweg, vieles in eurem Bericht entspricht den Tatsachen und auch ich bin der Überzeugung das der Vorstand einen schlechten Job gemacht hat!
    Aber jetzt muss ich auch etwas zu eurer Berichterstattung sagen.
    Ihr berichtet manipulativ! Ihr stellt Argumentativ dinge als Tatsachen dar, die teils geraten und teils einfach falsch sind.

    Beispiele:
    1. Absatz:
    „Ein Präsident, der keinen Kontakt mehr zur Geschäftsstelle hat.!
    Alle 2 Wochen sitzt der Vorstand mit der GF an einem (Virtuellen) Tisch. Ist das kein Kontakt?
    Die letzten Wochen Spiele und Trainings waren unter Quarantäne Bedingungen, warum war der Vorstand nicht permanent beim Training, einmal raten bitte?
    In vielem habt ihr recht, aber hier blast ihr in ein „Vorstand ist alles schuld“ Horn.
    Objektiv ist anders.

    Absatz 2:
    Die Aussage „Mitschuld, woran jetzt“ von Sauren ist natürlich dämlich. Natürlich haben sie Mitschuld, da sie die den GF-Sport eingestellt habender der so einen schlechten Job macht. Aber das sie letztendlich in der Verantwortung stehen ist doch tatsächlich richtig. Sie müssen sich letztendlich vor der Mitgliedschaft verantworten, da kommen sie nicht drumrum und das genau besagt die Aussage von Sauren „Wenn du an der Spitze stehst, …“ Darum ist dies kein Widerspruch!
    Aber das taugt halt gut für das erwähnte Horn in das geblasen wird.

    3 Absatz:
    Wettich hat zusammen mit Boeker und Faßbender die Findungskommision gebildet. SMR war beieits Interim-Vorstand und damit nicht zugegen! Also Ist eure Unterstellung nur eine Behauptung die ihr als Tatsache hinstellt!
    Aber im zweifel ist „Der mit den Haaren“ ja immer für ein Argument gut.
    Schwach!

    Absatz 4:
    Wehrle, ja der arme Kerl ist also isoliert. Wie kommt ihr darauf?
    Wehrle ist alleiniger Geschäftsführer in einer Gesellschaft. Damit ist er erstmals allein Verantwortlich für die KGaA.
    Und? Er verdient wie Mensch hört zwischen 1 und 2 Millionen Euro /Jahr. Der arme Kerl.
    Und er muss sich für die zahlreichen Verträge verantworten …. Ja klar, wer denn sonst.
    Er hat diese als Finanzchef ausgehandelt.
    Wehrle wird, auch von euch, immer dargestellt als wäre er voll Verantwortlich für positive Dinge (Aufstieg, Abwendung Insolvenz).
    Aber sobald es negativ wird (Wir sind Pleite, aufgrund von zu hohen Ausgaben bei weniger Einnahmen), wird er nur als armer Sachbearbeiter dargestellt!

    Absatz 5:
    Viels richtig, keine Frage.
    Aber auch hier gilt, die Geschäftsführung legt den Gremien Vorgänge zur Prüfung vor welche sie für gut befinden (sonst würden sie diese ja nicht vorlegen). Die Gremien waren dumm und haben schlecht gehandelt als sie diese so akzeptiert haben.
    Aber ihr versucht mit eurer Darstellung alles auf die Gremien abzuwelzen und nehmt die beiden GF voll aus der Verantwortung.

    Absatz 6:
    Alles richtig!

    Ich finde dies ist ein schwacher Bericht der ganz klar den Trend verfolgt (Futter gibt) welcher hier in den Kommentaren vorherrscht.
    Alles ist der Vorstand und die Gremien schuld, nur Leute wie dieser Vermarkter Struth haben den Durchblick, ….

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    • Marc L. Merten sagte:

      Hi Guido,

      Danke für Deine Anmerkungen. Dazu auch noch mal von mir:

      1. Die Geschäftsführung ist nicht die Geschäftsstelle mit über 100 Mitarbeitern. Es gab erst letzte Woche das erste Mal nach langer Zeit wieder ein Vorstandstreffen mit den Mitarbeitern. Das Feedback war entsprechend: Die Mitarbeiter (nicht die GF) haben sich einen sichtbareren Vorstand innerhalb der Geschäftsstelle gewünscht. Corona war sicher auch ein Problem, aber es gibt heute doch nun wahrlich viele digitale Möglichkeiten, um in Kontakt zu bleiben. Die hat der Vorstand nicht genutzt, weil er kommunikativ schlecht beraten ist. Darüber hinaus: in sieben Wochen Funkel kein einziger Trainingsbesuch. Kein einziger. Das hatte nichts mit der Corona-Quarantäne zu tun.

      2. Ich erwarte auf einer solchen PK die klare Aussage vom Vorstand: „Wir haben Fehler gemacht. Mea culpa.“ Dazu kam nix. Das ist schwach.

      3. Die Auswahl des neuen Vorstands hatte weit vor der Zeit begonnen, da SMR als Interims-Vorstand aufgerückt war (zur Erinnerung: das war März 2019). Wer glaubt, SMR hätte mit Wolf, Sieger und Sauren nichts zu tun gehabt, verkennt die Realität. Dass der Mitgliederrat 2019 einen neuen Vorstand vorschlagen würde, stand schon lange vor 2019 fest. Und entsprechend hatte schon lange vorher der Auswahlprozess begonnen. Insbesondere die Personalie Werner Wolf stand schon lange vor Werner Spinners Rücktritt fest.

      4. Zu Wehrle siehe mein anderer Post. Er ist der Hauptverantwortliche für alle Verträge, die beim FC existieren. Fertig. Ende der Diskussion mit allen Folgen für ihn und aller Kritik an ihm.

      5. Auch hier: siehe mein anderer Post. Ein Kontrollorgan, das nicht kontrolliert, versagt in seiner Funktion. Und im Übrigen: Lies dir noch mal das Zitat des GA-Mitglieds durch, das ich da eingefügt habe. Dieses Zitat musste ich anonymisieren, aber ich kann per Audio belegen, dass es genau so gesagt wurde. Das ist eines der erschreckendsten Zitate, das in den letzten Jahren innerhalb des FC gefallen ist.

      6. ;-)

      Viele Grüße

      Marc

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      • guido sagte:

        Hi Marc,

        danke für die Antwort, in Antworte kurz weil ich arbeite.

        Alle deinen Anmerkungen kann ich folgen und du hast auch recht, mit den Punkten auf die du eingehst.

        Ja, SMR war anfangs noch an der Findung des Vorstands beteiligt. Anfangs als Vorsitzender des, neu gewählten MR, das letzte halbe Jahr bis zur MV nicht mehr (offiziell).
        Mittlerweile wurde SMR angeprangert, von der Presse ans Schafott geführt, degradiert und ist Verbrannt (auch im MR).
        Große Teile der Fanszene und Mitglieder sind klar gegen ihn und wollen ihn ganz aus dem Verein haben.
        Und du erwähnst ihn in diesem Bericht. Mit dem wissen, er ist nicht gerne gesehen.
        Wohl wissend das er zwar nichts mehr zu sagen hat (auch im MR) und du wohl wissend etwas damit auslöst.
        Na ja.

        Wehrle, ihn stellst du in dem Bericht als armen GF dar der jetzt auch noch die volle Verantwortung tragen muss, obwohl andere (Jakobs) entscheiden.
        Ja, Wehrle hast du bereits in anderen Berichten auch MAL kritisiert.
        Hier aber nicht, das lässt du unter den Tisch fallen (hättest du ja auch erwähnen können).
        Bei SMR lässt du nichts unter den Tisch fallen, kein Ende der Diskussion, den packst du wieder aus.

        Ich möchte damit sagen, alle deine Argumente sind richtig, aber du drehst sie wie es gerade passt.
        Und das kritisiere ich, du berichtest Mainstream für die Masse, bläst in das aktuelle Horn, obwohl du genau weißt das der „schwache, feige, inkonsequente (meine Meinung!) Vorstand“ jetzt endlich ein mal konsequent war (und sich trotzdem wieder Lächerlich gemacht hat, sehe ich auch so). Obwohl du genau weißt, Wehrle und Held habe viele, zu viele, Fehler gemacht und hätten schon längst gestoppt werden müssen.

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        • Steffen Weber sagte:

          Ich finde es schwierig auf Beiträge einzugehen, deren Absicht bekannt ist. House of Goats „Guido“ und „Hans Funkel“ wollen diese Plattform für ihre Mission nutzen. Sie beklatschen sich dann auch noch gegenseitig für ihre Beiträge. Ihre üblichen Feinde sind „Teflon“-Wehrle und „Marlboro“-Heldt.

          Auch wenn die Kritik in Teilen berechtigt ist, den MV braucht hier niemand.

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          • guido sagte:

            :-)
            Glaub mir, ich finde es auch schwierig immer gegen die …
            Scheiß MR, miese Gremien, Satzung wegwerfen Fraktion zu schreiben.
            Auch wenn deren Kritik teilweise berechtigt ist.
            Wobei ich „Hans Funkel“ hier erstmalig beklatscht habe.
            Gibt ja auch noch andere Schreiber hier, die ein wenig mehr nachdenken und die ich Beklatsche.

  5. Dieter Verl sagte:

    Was mir unklar verbleibt ist, mit welcher Kompetenz sich ein jeder der Vorstände, GA und/oder MR in den Verein einbringt und warum derjenige meint, dass er ein Gewinn für den 1. FC Köln darstellt. Was mir von der Vorstellung des Vorstandes in Erinnerung verblieben ist ist, dass sie seit Kindertagen FC-Fans seien – aber das reicht doch nicht um ein Fußball-Unternehmen zu führen.

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  6. Marcel sagte:

    Ein Artikel der im großen und ganzen den Zustand am Geißbockheim wiederspiegelt. Über den ein oder anderen Punkt kann man sicher diskutieren. Aber so stellt der FC sich dar. Das ist ein absolut erschreckendes Szenario. Man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.

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  7. Cluballee sagte:

    Danke Herr Merten für Ihren Bericht und die beiden Erläuterungen.
    Eins steht doch fest: der 1.FC Köln ist keine Einheit, sondern total gespalten.
    In dieser Situation kann es für mich kein „weiter so“ geben. Entweder ein
    sinnvoller Neuanfang mit verantwortungsbewusssten und fähigen
    Akteuren oder… ein täglicher Kleinkrieg in Medien und Fanportalen.
    Quo vadis, FC?

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  8. Micha Kreibl sagte:

    Guten Morgen.
    An der Art wie hier kontrovers diskutiert wird sieht man das in in unserem Verein vieles falsch läuft. Selbst wenn man alle Fakten außen vor lässt, sollte sich der Vorstand an einem besonderen Ziel seiner Amtszeit messen lassen müssen..Dieser ist mit dem Ziel “ gemeinsam gewinnen wir alle“ angetreten und genau mit diesem Ziel ist er schon jetzt gescheitert. Wir sollten alle lernen respektvoller miteinander umzugehen denn nur gemeinsam können wir gewinnen. Wir alle wünschen uns nur das Beste für unseren Verein und genau deshalb sollte der Vorstand, wenn ihm der Verein wirklich wichtig ist, sich genauso hinterfragen wie die anderen Gremien. Jeder schießt gegen jeden, das wissen wir seit Jahren hat und wird nicht funktionieren! Wir brauchen einen Neuanfang, geordnet und gesittet, zum wohle unseres Vereins, wo man Fehler machen darf und wo man diese auch zugibt ! Gemeinsam können wir alle gewinnen, lasst uns deshalb alles dafür tun, respektvoll und gesittet, damit dieses Vorhaben beim nächsten Male klappt! Mit einem neuen Vorstand, der nicht alles richtig machen muss, aber der transparent sein sollte und mit einer neuen Euphorie diesen Verein wieder zu dem macht was er ist…ein toller Verein der für ein Miteinander steht.

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  9. Hennes48 sagte:

    Ich weiß auch so gar nicht, wie man bei der desaströsen Faktenlage überhaupt noch viele Argumente für diese Vorstandsarbeit finden kann.
    Herr Merten und einige Kommentare hier geben es doch völlig sachlich und treffend wieder.
    Dieser Vorstand verdient den Namen nicht und ist krachend gescheitert, noch bevor die Herren überhaupt richtig begonnen haben.
    Mit einem „7-Jahresplan“ zu winken beunruhigt mich sogar noch mehr, denn wie will man bitte speziell in diesen Corona-Zeiten überhaupt derartig langfristig verbindlich seriös planen? Dabei gilt auch noch zu berücksichtigen, dass dieser Plan ja dann erst in zwei Jahren starten soll, weil man „zunächst zwei Jahre erstmal irgendwie in der Liga bleiben müsse“! (Zitat Vorstand)
    Aber anyhow, diese Führung inkl. Mitgliederrat muss komplett weg…der FC braucht wie Micha Kreibl es schreibt, Menschen, die authentisch und glaubwürdig mit der notwendigen Empathie diese Ämter verantwortungsvoll ausführen! Dieser gesamte „Zentralrat“ hat komplett fertig!!!

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  10. Ulrich Treimer sagte:

    Lieber Herr Merten,
    was bringt es uns wenn immer nur Köpfe rollen sollen. Damit kommen wir nicht weiter. Schaut endlich nach vorn. Auch die berechtigte Entlassung von Heldt bringt uns nicht weiter. Was bringt uns ein neuer Vorstand? Wir müssen trotzdem Leistungsträger verkaufen. Und wenn es dann schief geht hat wieder der alte Vorstand die Schuld. Und das Hamsterrad dreht sich weiter.
    Nochmal zu Struth und Uth: 9 Mio. für einen ablösefreien Wechsel zu Schalke; 6 Mio für Uth und 3 Mio für Berater. Beim Namen Struth läuft es mir immer kalt den Rücken runter…

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  11. Jose Mourinho sagte:

    Einige interessante Beiträge. Es besteht offensichtlich Einigkeit darüber, dass es seit Jahren grottenschlecht läuft. Die Differenzen bestehen zeichnen sich lediglich hinsichtlich der Verantwortlichen ab. Man kann trefflich darüber streiten, ob Wehrle schon immer, ab irgendwann oder nie einen schlechten Job gemacht hat. Ich selbst sehe ihn ambivalent. Was man aber meiner Meinung nach nicht tun kann, ist alles auf Wehrle als einen Angestellten abzuwälzen. Die Fraktion MR/SMR macht dies jetzt, weil er als einziger lange genug da, ist um ein taugliches Feindbild darzustellen, wenn man sich selbst keine Verantwortung eingestehen will. Aber letztlich bleibt Wehrle ein Angestellter und die Verantwortung MUSS daher zwingend weiter oben liegen. Für mich stellt sich inzwischen so dar, dass alles außer dem großen Neuanfang mit frischen Gesichtern zum Scheitern verurteilt sein wird. Vorstand, MR, GF – alle haben viel zu viel falsch gemacht und sind schlicht ungeeignet, weiter zu werkeln.

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    • Boom77 sagte:

      Ich glaube, der Umstand, dass man sich vermutlich tatsächlich eine ganze Saison Zeit lassen möchte, um einen neuen GF Sport zu finden und zu installieren, ist tatsächlich dem Willen geschuldet, die Geschäftsführung gänzlich neu auszurichten und zu besetzen und damit auch zum 01.07.2022 einen neuen GF Finanzen als Ersatz für Wehrle zu präsentieren.

      Wenn dem tatsächlich so wäre, wäre dies aber das nächste Unding des Vorstandes. Denn man hätte ihm dann das Vertrauen ausgesprochen (was das Wert ist, haben wir bei Heldt gesehen, dem im März auch das Vertrauen ausgesprochen wurde) und ihn davon abgehalten statt einer Tätigkeit beim FC eine Tätigkeit beim VfB Stuttgart aufzunehmen, um genug Zeit zu haben, auch seinen Nachfolger zu suchen. Ob Stuttgart nächstes Jahr die Stelle für Wehrle noch frei hat, ist nämlich sehr fraglich. Gut, man kann dann argumenteiren, dass so das Business ist und das Verträge, die bis zum 30.06.2023 abgeschlossen werden, halt auch so ein Risiko mitbtingen. Dann darf man aber – gerade auch ein Fan-Seite – nicht motzen, wenn der Wehrle in diesem Fall seine volle Abfiindung kassieren will und kassiert. Das hätte der Vorstand dann nämlich verbockt, weil er das auch ohne Abfindung oder zumindest für eine wesentlich geringere Abfindung hätte haben können, wenn er Wehrle dieses Jahr zum VfB hätte gehen lassen.

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      • Jose Mourinho sagte:

        Das ist natürlich eine Idee. Zuzutrauen wäre es ihnen. Meine Vermutung ist eine andere: man ist sich zumindest der Tatsache bewusst, dass momentan niemand, der ins eigene Anforderungsprofil passt, zum FC kommen würde. Also hofft man darauf, dass die nächste Saison mit Baumgart besser läuft und Gras über die Umstände der Entlassung von Heldt wächst, die momentan sehr präsent sind.

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  12. Kai sagte:

    Dank an Marc Merten – sehr verdienstvoll strukturierte Analyse.
    @Cluballee und @Micha Kreibl: 100% agree.
    Das, was mich in den Foren mittlerweile total nervt, ist das Besserwissertum bei der Identifizierung der Schuldigen am marode aufgestellten FC. Vermutlich kommt das daher, dass ja nicht sämtliche Personen ausgewechselt/entlassen werden können. Die Hoffnung ist, die eine entscheidende Stellschraube zu identifizieren und diese auszuwechseln.
    Liebe Leute, auch wenn es total abgedroschen ist, in einer Situation des Gegeneinander der führenden Beteiligten (ist „Chaos“ nicht der treffendere Begriff?), ist es der Fisch, der vom Kopf her stinkt. Der Wahlslogan (= das oberste Ziel des Vorstands und seines Präsidenten) „gemeinsam gewinnen alle“ ist krachend gescheitert.
    Ich habe vor Wochen Herrn Wolf zu ehrlicher Selbstkritik aufgefordert. Aber er scheint wie Kardinal Woelki dazu nicht fähig. Beide Herren meinen offenbar, alternativlos an der Spitze zu stehen und verloren gegangenes Vertrauen „irgendwie“ wieder aufbauen zu können. Sehr, sehr traurig.
    Einen Neubeginn kann es m.E. nur mit einem neuen Vorstand geben. Ich habe zumindest die Hoffnung, dass es Kandidaten gibt, die ähnlich klug, charismatisch und durchsetzungsstark sind wie weiland Franz Kremer. So jemand zur Kandidatur zu bewegen, müsste Aufgabe der vielen Lokalgrößen sein, die beim FC längst eingebunden sind als Beiratsmitglieder, Sponsoren, Werbepartner.

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  13. Carl Gustav Peter von Wackershausen sagte:

    Weshalb man den Vorstand entlasten sollte?

    -weil man nicht weiß, was sonst kommt
    -weil die Gefahr droht, dass Idioten (ich schreibe das gezielt so) wie Volker Struth kommen
    … die den FC an einen Investoren veräußern wollen und was dann passieren kann, seht ihr hier: https://www.sueddeutsche.de/sport/kfc-uerdingen-zwangsabstieg-1.5311919

    zu dem Thema gibt es hunderte Artikel, 1860 dient auch als Beispiel.

    Also: pro 50+1 und contra Investoren

    moderated
    • Marcel sagte:

      Also damit ich das richtig verstehe, man sollte schlechte Arbeit nicht kritisch sehen und dieses auch so formulieren, nur weil die eventuelle Möglichkeit besteht, dass es vielleicht mit ganz viel Konjunktiv eventuell noch schlimmer kommen könnte. Man soll also als Mitglieder geführter Verein, bzw. als stimmberechtigtes Mietglied alles abnicken, obwohl gar nicht fest steht wer wann welchen Posten beim FC übernimmt. Wird immer abenteuerlicher.
      Zum Thema Struth, man kann von diesem Mann halten was man will. Aber in seinem Bereich ist er ein Top Mann. Vielleicht sind seine Praktiken mit Vorsicht zu genießen, dass mag sein. Kann ich aber nicht beurteilen. Wenn aber so Leute wie Toni Kroos oder Nagelsmann auf seine Dienste zurückgreifen, dann weiß man, dass er für seine Kundschaft alles tut um das beste Ergebnis zu erzielen. Als Beispiel kann man da den Fall Uth bei Schalke heran ziehen. Wenn Schalke die Forderungen von Struth erfüllt, wer ist dann der bessere Verhandlungspartner?
      Zum Thema Investoren, das ist ein wirklich streitbares Thema. Es gibt hier einige negative Entwicklungen. Was ich aber äußerst seltsam finde ist, dass immer nur eben jene negativen Entwicklungen aufgezählt werden. Es gibt auch unzählige positive. Man schaue nach Frankfurt, Stuttgart, von Bayern München und Dortmund ganz zu schweigen. Hast du ein gutes Konzept, gepaart mit Sachverstand im Verein und dann noch den Wirtschaftlichen Mitteln, dann gibt es nur eine Richtung wo es hingeht. Und die ist nach oben. Zum Thema 50+1: Diese Regel besagt ja nicht den Verbot von Investoren Einstiegen. Sie besagt lediglich, dass der Verein mindestens 50+1% seiner eigenen Anteile selbst besitzt. Die anderen 49% können frei veräußert an Investoren werden. Wobei es auch hier Ausnahmen gibt. Wenn Förderer im großen Umfang über 20 Jahren den Verein unterstützen. Dann können sie alle Anteile erwerben. Wie gesagt, man kann über Investoren streiten. Es gibt negative Beispiele. Aber welches System ist denn fehlerfrei? Sich aber gänzlich gegen Investoren auszusprechen, halte ich für absolut falsch.

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    • kalla lux sagte:

      Genau so ist es, es gibt 100 Artikel.
      Chelsea,MC,MU,RB,Bayer,VW,SAP…usw…
      Alle Insolvent…. oder aber flotierende Gesellschaften.
      Die mit einem Transfer mehr Geld machen wie der FC im Jahr einnimmt!
      Aber man sollte nicht immer die Extreme nehmen.
      Bayern,Frankfurt usw haben ca 30 % frei gegeben.
      Das bringt dauerhaft Einnahmen, ohne das der Verein und seine Mitglieder dann im Regen stehen.
      Man kann weiterhin die Extremen rauskramen, aber jede Münze und Medaille haben 2 Seiten. Wen man von vornerein alles schlecht macht, kommt eh nichts gutes dabei heraus .Ich frage mich nur wie du Schlaues Kerlchen den Spielbetrieb, bei 60 Millionen Schulden und einem Kader der diese Summe nicht Wert ist, erhalten willst!
      Erkläre dich doch einmal, bitte!

      moderated

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