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„Schnauze voll vom Fahrstuhl!“ Vorstand will mit FC unter Top Ten


Wie soll die Strategie des 1. FC Köln in den nächsten Jahren aussehen? Und was bedeutet die finanzielle Lage des Klubs für die Transfers in diesem Sommer? Auf diese Fragen hat der Vorstand am Montagabend während des virtuellen Mitgliederstammtisches geantwortet. Dabei ging es auch darum, ob der FC seine Leistungsträger verkaufen muss und was genau eigentlich der Sieben-Jahres-Plan beinhaltet. 

Köln – Der Vorstand des 1. FC Köln hat am Montagabend seinen Mitgliedern in einem rund 90-minütigen Stammtisch virtuell Rede und Antwort gestanden. Für das Trio um Werner Wolf, Eckhard Sauren und Carsten Wettich war es die letzte Möglichkeit vor der Mitgliederversammlung am 17. Juni, mit den FC-Mitgliedern in Kontakt zu treten und sie insbesondere von einer Wahl Wettichs zu überzeugen.

Keine Spieler unter Wert verkaufen

Dabei stellte sich der Vorstand den teilweise vorbereiteten als auch spontan eingereichten Fragen der rund 1200 Teilnehmer. So musste Eckhard Sauren auf die Frage antworten, ob der FC seine wichtigsten Spieler in diesem Transfer-Sommer verkaufen müsse. Der Vizepräsident machte noch einmal auf die Millionen-Verluste während der Corona-Pandemie aufmerksam. „Der Großteil der über 60 Millionen Euro Umsatzverluste sind ergebniswirksam“, erklärte Sauren, „und die sind enorm schwer aufzufangen.“ Allerdings machte der 49-jährige auch klar, dass der FC „keine Spieler unter Wert“ abgeben müsse. Dafür sei letztlich auch das Mezzanine-Kapital in zweistelliger Millionenhöhe hilfreich, welches wie Eigenkapital in die Bilanz einfließen kann. Trotzdem wollte der Vorstand nicht ausschließen, Spieler wie Sebastiaan Bornauw oder Ellyes Skhiri in diesem Sommer abgeben zu müssen. „Aber wir werden einen wettbewerbsfähigen Kader auf die Beine stellen, der uns helfen wird, auch nächste Saison die Klasse zu halten.“

In den nächsten sieben Jahren unter die Top 10

Darüber hinaus stellte das Präsidium Teile des ausgearbeiteten Sieben-Jahres-Plans vor, der auf der Mitgliederversammlung am 17. Juni in Gänze präsentiert werden soll. Den Vorwurf, der FC hätte dieses Konzept bei der externen Strategieberatung McKinsey in Auftrag geben, wies Präsident Werner Wolf dabei von sich. „Wir haben es gemeinsam mit der Geschäftsführung geschrieben. Dabei sind wir von den Mitarbeitern am Geißbockheim sowie externen Beratern unterstützt worden.“ Dann machte der 64-jährige klar, worum es dem Vorstand in den nächsten sieben Jahren geht: den FC unter die Top 10 der Bundesliga bringen. Ein neunter und ein fünfter Platz innerhalb der letzten 25 Jahre sei dem aktuellen Präsidium zu wenig. Es solle nach zunächst zwei Jahren, in denen es nur um den Klassenerhalt gehen könne, stetig in Richtung einstelligem Tabellenplatz gehen. „Wir wollen nachhaltig unter die ersten Zehn der Bundesliga kommen. Wir haben die Schnauze voll vom Fahrstuhl!“, lautete Wolfs klare Ansage. Ständige Abstiegssorgen müssten bald der Vergangenheit angehören. „Ich habe darauf keine Lust mehr. Ich würde mir eine Saison vorstellen, die wir in Ruhe angehen können und nicht bis zum Schluss zittern müssen.“

Mit der erarbeiteten Strategie zeigte sich das Vorstands-Trio optimistisch, das Ziel auch erreichen zu können. Neben den sportlichen Zielen für die Profiabteilung umfasst das Konzept, für dessen Erstellung zwei Jahre ins Land gegangen sind, wie schon im Wahlprogramm 2019 die strategische Planung der Nachwuchsförderung. „Wir wollen im Bereich Jugend weiterhin eine führende Rolle einnehmen und diese noch weiter ausbauen“, erklärte Wolf. Wie genau dieses Konzept am Ende in Gänze aussehen soll und wie der Vorstand diese Strategie umsetzen will, werden Werner Wolf, Eckhard Sauren und Carsten Wettich aber erst am 17. Juni erklären müssen.

46 Kommentare
  1. maradonna sagte:

    Null Gehalt!

    Der Vorstand muss weg! Wie kann man in dieser Situation Horst Heldt entlassen?

    Dass ist an Dummheit nicht zu überbieten!
    Der FC ist erstarrt! Nichts tut sich! Die werden die Entwicklungen auf dem Transfermarkt verschlafen und dann absteigen!
    Derweil machen die Fans fröhlich mit und werden wieder zu zig-Tausend zur Saisoneröffnung pilgern!

    Es geht immer so weiter, weil es in erster Linie um Posten Geschacher und Macht geht und dann erst um den FC!

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    • Christian sagte:

      Das war gestern kaum anzusehen. Gerade am Anfang hat alles so inszeniert ausgesehen. Diese aufgesetzte Heiterkeit und die “Wolf-Raute”. Jedes dritte Wort war “Nachhaltigkeit”, nur Phrasendrescherei. Von diesem Präsidium ist kein Umschwung zu erwarten und der 7-jahres Plan wird auch nur Gelabere werden. Na dann, gut gelaunt in den Abstieg…

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  2. Michael H sagte:

    Also beeindruckt war ich von den drei handelnden Personen nicht – und das, obwohl es eine Werbeveranstaltung sein sollte. Gut, sie müssen keine großartigen Redner sein, aber etwas gehaltvoller als das, was Herr Wettig von sich gegeben hat, hätte es schon sein können. Aber glücklicherweise ist er ja einer der besten Wirtschaftsanwälte… Was auch immer das inhaltlich heißen mag.

    Nunja, meine Stimme bekommt Wettig nicht. Leider hat Sauren aber recht, sollte der Vorstand nicht entlastet werden, wäre das eine mittlere Katastrophe. Gerade während der Planung für die neue Saison mit einem neuen Trainer und Geschäftsführerteam würde der Mitgliederrat übernehmen… Da favorisiere ich dann doch Kontinuität, wenn auch auf niedrigem Niveau.

    Von daher mein nein zu Wettig, mein ja zur Entlastung des Vorstandes und meine Hoffnung, bei der nächsten Wahl ein kompetentes alternatives Kandidatenteam zu wählen.

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    • FC Neukoelln sagte:

      „Aber glücklicherweise ist er ja einer der besten Wirtschaftsanwälte… Was auch immer das inhaltlich heißen mag.“
      Rechtsstreit mit dem ehemaligen Mitarbeiter Kaufmann, rechtliche Schritte gegen den ehenaligen Mitarbeiter Heldt werden derzeit geprüft. Alles überzeugende Gründe für einen zukünftigen Geschäftsführer Sport, sich für den 1. FC Köln zu entscheiden.

      „…bei der nächsten Wahl ein kompetentes alternatives Kandidatenteam zu wählen.“
      Der Mitgliederrat wird – wie vormals bereits geschehen – kein alternatives Kandidatenteam zulassen. Eine Wahl nach dem Vorbild Nordkoreas oder Weißrusslands entspricht hier wohl eher dem Demokratieverständnis des Mitgliederrates.

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  3. Patrick Köhler sagte:

    Bringe nochmal meine sorge hier ein.
    Man könnte sehr viel dazu sagen, möchte mal einen Punkt ansprechen der in allen Artikeln der letzten Zeit nicht zum Vorschein kommt. Ich nenne ihn den Bremer Weg . Wir haben die Klasse nur in aller letzter Sekunde gehalten und es wird immer nur davon geredet das wir 20 Mio Überschuss generieren müssen. Wenn Bornauw und Skiri verkaufen werden, steht der Abstieg schon fest, ich bin Handwerker man kann nur mit guten und funktionsfähig Werkzeug Geld verdienen ( Klassenerhalt)

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  4. anderl1712 sagte:

    Wo war der Vorstand die letzten Jahre? Im Urlaub? Aber das ist eigentlich überall so.. Politik, Betriebe, Firmen…. wenn eine Wahl ansteht dann wird dies u jenes versprochen u diese gewissen Leute kommen auf einen zu u Fragen wo es Probleme gibt usw usw . Wenn Sie dann Ihren Posten haben , geht alles so weiter wie vorher…
    Ich hoffe bloß das die nicht mehr an die Macht kommen….
    7 jahresplan.. pfffff…. das ich nicht lache.

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    • FC Neukoelln sagte:

      Vielleicht einfach noch mal ein paar Begrifflichkeiten nachschlagen – dann muss man hier auch nicht einen solchen Mist verzapfen. Nachhaltigkeit bedeutet in etwa, dass Du Deinen Selfie-Stick noch ein zweites Mal benutzen kannst, nachdem Du für den ersten Versuch bereits keine Likes bekommen hast.

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          • MountainKing sagte:

            Ah, die gute alte „Die anderen machen aber auch“-Rhetorik.

            Ich finds eigentlich ganz gut, daß „der Deutsche“ auch mal in der Lage ist, eine vielleicht etwas unbequeme Entscheidung für sich selbst zu treffen, wenn er davon überzeugt ist, daß es sich ethisch besser vertreten lässt, anstatt immer nur nach Ausreden zu suchen, warum man weiterhin im Egoismus verharren sollte.

            Aber es verwundert nicht, daß es Dudes gibt, für die eine solche Vorgehensweise komplett undenkbar ist.

          • FC Neukoelln sagte:

            Jetzt stell Dich nicht so an Mountain King. Die paar 1,7 Millionen Einwegbecher pro Saison (17 x ca. 100.000). Stell Dir vor für die müsste man auch noch anstehen, anstatt den Euro Pfand irgendwelchen unterbezahlten Prekärjobbern als Trinkgeld in den Rachen zu werfen. So weit kommts noch! Die 5 Minuten Wartezeit spare ich mir lieber, dann kann ich mir auf dem Weg auch noch ein Dosenbier mehr reinstellen.
            Der Müll wird doch sowieso in Kambodscha verklappt – ist also nicht unser Problem.

  5. Stefan Arnold sagte:

    Ich habe lange überlegt, was mir an der Veranstaltung gefehlt hat. Wie hier schon geschrieben wurde, fand ich es am Anfang auch inszeniert und auswendig gelernt. Für mich sind die drei Personen völlig austauschbar. Die Veranstaltung hätte auch bei Bremen, Wolfsburg oder Leverkusen stattfinden können. Man hätte es nicht gemerkt, wenn man die Augen zu gemacht hätte. Die Vorstandsmitglieder sind bestimmt Fans des 1. FC Köln und wollen auch das Beste für den Verein. Sie sind bestimmt auch fachlich qualifiziert und können „Unternehmen“ führen. Der 1. FC Köln ist jedoch keine Fondsgesellschaft, keine Wirtschaftskanzlei und auch keine Brauerei. Der 1. FC Köln ist ein Fußballverein, bei dem es auch um Emotionen und Leidenschaft geht. Und dies fehlt mir beim Vorstand leider völlig. Die ganze Veranstaltung war völlig emotionslos und der Vorstand rhetorisch schlecht. Ich weiß nicht wie der Vorstand hier die Mitglieder begeistern will. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle auf seinem Weg „mitnehmen“ will. Hier sehe ich auch den entscheidenden Fehler des Mitgliederrats bei der Auswahl der Kandidaten. Der Personen sind charakterlich zu ähnlich. Alle eher introvertiert. Meiner Meinung nach muss wenigstens ein Vorstandsmitglied viel mehr Leidenschaft und Emotionen zeigen. Zeigen, dass er selber Fan ist und für den 1. FC Köln brennt. Dies vermisse ich bei allen. Sie sind Fans aus dem Block W4 und W5. Es wäre aber gut, wenn wenigstens einer aus der Nord- oder Südkurve käme.
    Ich denke, der Mitgliederrat wollte hier bewusst einen Kontrast zu Ritterbach und Schumacher setzen, also mehr Seriösität und Kompetenz und weniger Karneval. Meiner Meinung nach brauch man aber eine Person wie Schumacher, Podolski oder vielleicht Kessler, die auch die Nähe zu den Fans suchen. Ich werde daher Herrn Wettich nicht wählen und hoffen, dass stattdessen ein anderer Charakter gefunden wird. Und hier kann es auch gerne ein ehemaliger Spieler sein, der die Fans und auch Mitarbeiter mitnehmen und begeistern kann. Er soll sich dann genau um diese Bereiche kümmern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Fanclub Herrn Wettich für ein Treffen wählen würde, wenn auch Schumacher, Podolski oder Kessler zur Auswahl ständen. Der 1. FC Köln steht auch für Emotionen und Leidenschaft und das sehr ich beim jetzigen Vorstand nicht. Auch in seinem Beraterteam (Dr. Jacobs und Rutemöller) sind die Attribute leider nicht vorhanden. Sie sind bestimmt fachlich sehr kompetent, aber Emotion ist für mich was anderes. Ich würde daher gerne Herrn Wettich gerne gegen Emotion tauschen und dem Vorstand dann noch eine Chance geben.

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  6. Besser Wisser sagte:

    Ich finde wir sind guter Dinge uns nachhaltig in der dritten Liga zu etablieren. Endlich kein zittern mehr samstags um 15:30 Uhr. Erfahrenen Zweitliga Trainer geholt für den direkten Abstieg. Interims-Sport-Novize und ehemaligen Erstztorwort als Transfermanager mit denen keiner verhandeln will. Endlich kein auf und ab mehr sondern richtig nachhaltig runter.

    Falls wir es schaffen nicht pleite zu gehen haben wir in der dritten Liga die beste Infrastruktur.

    Entlastet den Vorstand und wählt Herrn Wettich!

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  7. aldie sagte:

    „Wir werden auch ein Abendessen mit Friedhelm Funkel haben, da hat es einen Austausch per WhatsApp gegeben “ . Wenn ich so etwas höre und lese, fehlen mir die Worte. Sollte das die neue Art der wertschätzenden Kommunikation sein, dann bedauere ich jeden Mitarbeiter beim FC :-( Persönliche Kontakte scheinen nicht zur allgemeinen Umgangsform des FC (Führungskräfte) zu gehören.

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    • Kurti sagte:

      Das ist alles Komödieantenstadl vom feinsten.
      Vielleicht nett gemeint, aber schlechte Umsetzung.

      Weil es nicht mal zum gratulieren in Kiel reicht ( Videos von Wettich als mitfiebernder, nahbarer Fan für 24/7 sind wichtiger).
      Hauptsache mit dem Schal wedeln.
      Kommt dann nicht gut an beim Volk, darum nun eine Abendessen.
      Der arme Friedhelm.

      Persönliche Kontakte sind denen aber wichtig und fehlen dem Vorstand.
      Zu den Fans, den Mitgliedern, denen der Verein gehört :).

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  8. Susanne Lex sagte:

    Also der Typ macht sich lächerlich. Die Hände wie die Merkel gehalten und das Gelaber ohne Sinn . Dem geht der popo auf Grundeis . Der redet von den top 10 der Liga und sagt da will man hin. Gleichzeitig werden die besten verkauft und wer kommt? Alles nur Müll. Der und der gesamte Vorstand müssen gehen . am besten gestern

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  9. Kai sagte:

    Ich bin Eurer Meinung: dies ist kein Vorstand eines Bundesliga-Klubs und schon gar nicht des FC.
    Wenn es um Fehler geht, wird immer nur „schlechte Kommunikation“ gesagt. Was man permanent merkt, ist, dass die drei offenbar von einem Kommunikationstrainer darauf gedrillt worden sind, wertschätzend mit den Mitgliedern und Fans zu reden. Dieses aufgesetzte „Lieber Jürgen/Robin/Max etc., vielen Dank für Deine Frage“ ist im Grunde eine Unverschämtheit. Der Sub-Text lautet: Du bist so blöd und leicht um den Finger zu wickeln, aber ich brauche Deine Stimme bei der MV; darum bin ich ganz lieb zu Dir und tue so, als nehme ich Dich 100%ig ernst.
    Verräterisch war der Satz: „Vieles, was der Vorstand macht, kann man nicht in die Öffentlichkeit bringen.“
    Ich kann nur hoffen, dass sich bei der MV nicht doch viele einwickeln lassen von dieser durchschaubaren Anbiederei.

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  10. Marcel Wieser sagte:

    Hätte es für jedes „Corona Krise“ einen Schnaps gegeben wäre ich heute noch nicht nüchtern.

    Mal grob zusammengefasst :
    Der Wolff sollte erklären was er bisher in seiner Amtszeit Gutes gemacht hat. Konnte er nicht wegen Verschwiegenheit, hat dann erstmal 10 Minuten die Corona Krise erklärt und war dann war seinerseits das Thema beendet.
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    Merkwürdig, dass sie es im Interview im Express alle nicht so eng mit „Verschwiegenheit“ nehmen…

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    Den Wettich sollen wir wählen, da er Anwalt und ein ganz besonders jecker FC Fan ist.

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    Würde er jetzt daherkommen wie der klassische ultra aus der S3 könnte ich der Argumentation noch einigermaßen folgen. Dass er lediglich Anwalt ist und ein „jecker FC Fan“ ist nicht wirklich ein Wahlargument. Ist der Typ überhaupt in irgendeinem Fanclub etc. Mitglied?

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    Und der Werhle ist ein super Typ mit FC im Herzen, wie Hotte. Daher war er so geknickt als Hotte gehen musste.

    Wehrle kann aber auch nix für die finanzielle Krise….

    Und Corona ist der einzige Grund weshalb der tolle Businessplan nicht aufgegangen ist.

    Sagt Mal wollt ihr uns eigentlich verarschen?

    Aber so sichert man sich auch die Stimmen, wenn die Kritiker sich den Rotz schon in der Halbzeit nichtmehr geben können und zum Votum nurnoch Leute da sind die sich das gesülze gutgläubig freiwillig reinziehen.

    Meine Fragen wurden gleich gar nicht durchgestellt, ergo hätte ich mir das alles an Zeit auch sparen und sinnvoll nutzen können.

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  11. MountainKing sagte:

    Da es mich nicht sonderlich interessiert, wie attraktiv/rhetorisch begabt/unterhaltsam die 3 Frontfiguren sind, hier meine inhaltlichen Takeaways. Vielleicht interessiert ja auch noch andere, was die Dudes zu ihren Plänen gesagt haben:

    – 7 Jahresplan
    Laut der eigenen Analyse fehlen dem FC ca. 20-30 Millionen PRO JAHR, um dauerhaft zu den Top 10 in der Bundesliga zu gehören. Der 7 Jahres-Plan dient dazu, genau diese fehlenden Einnahmen zu generieren. Dazu möchte man in vielen wirtschaftlichen Bereichen, insbesondere der Digitalisierung, moderner und zukunftsgewandter auftreten und in der Entwicklung vor anderen Vereinen stehen, anstatt hinterherzulaufen.

    Zustimmung mit Vorbehalt von meiner Seite, da es keine konkreten Infos darüber gibt, wie genau man dieses Ziel erreichen möchte

    – Investoren
    Einmalige Anteilsverkäufe sieht man als nicht sinnvoll an:
    a) Aktuell ist der Wert des FC nicht hoch genug, um mit Anteilsverkäufen von 10% mehr als 20-30 Millionen zu generieren. Das reicht lediglich, um das Defizit zur Top 10 für ein Jahr auszugleichen
    b) Investorengelder verführen dazu, das Geld in den Kader zu stecken, was die jährlichen Ausgaben erhöht. Das sorgt für finanzielle Probleme, wenn in den Folgejahren weitere Investorengelder ausbleiben
    c) Für Infrastrukturprojekte (beispielsweise neues Stadion) sieht man Investorengelder als sinnvoll an.

    Da stimme ich zu 100% zu. Die Pro-Investoren-Fraktion tut einfach so, als käme die Kohle aus einem konsequenzfreien Märchenland.

    – Jugendarbeit
    Soll weiterhin Priorität genießen und die strategische Kaderplanung soll berücksichtigen, in welchen Mannschaftsteilen die Talente mit einer echten Chance auf Bundesligaqualität nachrücken, um dann auch Platz für eben diese Talente zu bieten. Die klassische „Mach das Gegenteil von Armin Veh“-Taktik.

    Auch hier volle Zustimmung.

    – Strukturen im Verein
    Man möchte Strukturen und Prozesse schaffen, die unabhängig von jeweiligen Einzelpersonen für erfolgreiche Vereinsarbeit sorgen. Angeblich hat man das sogar schon weit genug vorangebracht, daß man beispielsweise die Entlassung von Heldt problemlos kompensieren wird.

    Klingt auf dem Papier gut, allerdings gibt es auch hier keine konkreten Infos. Wie gut der Wechsel von Heldt auf Jakobs klappt, wird man diese Transferperiode sehen.

    – Geißbockheim
    Man konzentriert sich auf den aktuellen Plan, weil das Ausarbeiten von Alternativstandorten ebenfalls Jahre dauern würde und sich mit den selben Problemen (Anwohner, Politik) konfrontiert sehen würde, wie der Geißbockheim-Ausbau.

    Wenig überzeugender Zirkelschluss: Weil man bisher keine Alternativen entwickelt hat, lohnt es sich jetzt nicht mehr, Alternativen zu entwickeln. Letztendlich hat sich der Verein hier selber in eine Sackgasse geführt. Ich hoffe, daß man bei eventuellen Plänen für einen Stadionneubau geschickter anstellen wird.

    -Finanzen
    Corona hat bisher 60 Millionen gekostet. Ein Großteil der Arbeit in den letzten 1,5 Jahren ging dafür drauf, den Verein finanziell handlungsfähig zu halten. Mit der Erteilung der Lizenz ohne Auflagen ist das auch gelungen.

    Kann ich nicht viel zu sagen. Die Umsatzeinbußen sind offenkundig nicht wegzudiskutieren, und um beurteilen zu können, wie nachhaltig und sinnvoll die Finanzierung bewerkstelligt wurde, fehlen mir die Sachkenntnisse.

    – Präsentation
    Ja, sind 3 Schnarchnasen, die Schwierigkeiten haben, einen Satz gradeaus und fehlerfrei zu äußern. Das juckt mich aber nicht, solange sie für den Verein die korrekten Entscheidungen treffen. Informationen über letzteres haben sie jetzt endlich mal kommuniziert, und ich gehe mit den meisten Aussagen konform. Allerdings müssen sie auf der MV dann auch endlich mal wirklich konkrete Pläne liefern und auch mitteilen, wie sie diese Pläne umsetzen wollen.

    Ach ja:
    Wenn der Vorstand zurücktritt, rücken automatisch 3 Dudes aus dem Mitgliederrat nach. Was vermutlich ein echtes Dilemma für die „ALLE RAUS!“-Fraktion darstellt. Oder auch nicht, die Forderung lässt sich ja in beliebigen zeitlichen Abständen wiederholen.

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      • Ali Perez sagte:

        Eigentor insofern, dass man mit zwei Beinah-Abstiegen doch schon Teil dieses Problems ist. Und sich jetzt nicht hinstellen kann, als sei man die Lösung.
        „Wir haben verstanden“ hätte man sagen können. Aber „die Schnauze voll“ dürfen aus meiner Sicht nur die Mitglieder und Fans in den Mund nehmen.
        Aber sicher nicht der Vorstand. Ich finde diese Ausdrucksweise auf Vorstandsebene ohnehin ziemlich daneben.

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        • MountainKing sagte:

          Beinahe-Abstiege sind aber immer noch keine Abstiege. Ich habe auch vor Amtsantritt nicht erwartet, daß wir in Jahr 2 des Vorstands schon an Europa anklopfen. Wüsste daher nicht, warum ich denen das Erreichen der sportlichen Ziele negativ auslegen sollte.

          Und Ausdrucksweisen, solange sie niemanden beleidigen oder diskriminieren, interessieren mich nicht die Bohne. Die sollen die richtigen Entscheidungen treffen.

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          • Ali Perez sagte:

            Wieso hier immer gleich Extreme bemüht werden müssen?
            Zwischen Beinahe-Abstiegen und Euroleague-Fantasien ist eine Menge Raum. Eine Saison wie Freiburg zu spielen, sollte schon unser Anspruch sein.

            2020 war man 14. mit 36 Punkten und 2021 war man 16. mit 33 Punkten; die Entwicklung unter diesem Vorstand zeigt nach unten. Schnauze voll vom Fahrstuhl ist eine Anbiederung an den Fans. Dabei hat man seit 2 Jahren das Heft des Handelns in der Hand. Und wenn Geld nie das Problem war laut Vorstand, dann muss es doch an den handelnden Personen liegen.

          • MountainKing sagte:

            Freiburg ist seit 2016 durchgängig in der Bundesliga, also 3 Jahre länger als der FC, mit den entsprechenden finanziellen Vorteilen.
            Dazu kommt, daß in Freiburg noch wesentlich länger funktionierende Strukturen bestehen, was sich in einem besseren Scouting, besserer Integration von Nachwuchsspielern in den Profi-Bereich und besserer Entwicklung der Spieler niederschlägt. Mal ganz davon abgesehen, daß wir von einem Trainer wie Christian Streich nur träumen können.

            Den Anspruch, mit Freiburg gleich- oder gar daran vorbeizuziehen, kann man ja gerne stellen. Realistisch ist das für die nächsten 2 Saisons nicht.
            Und fürs Protokoll: Freiburg hat letzte Saison die europäischen Plätze um einen einzigen Punkt verpasst und war diese Saison bis spät in die Saison an den europäischen Plätzen dran.
            Diese „Extreme“ hast Du also selber ins Spiel gebracht.

          • Ali Perez sagte:

            Nein; die Extreme „Internationales Geschäft“ habe ich nicht ins Spiel gebracht. Wie man am Verlauf unseres Gespräch glasklar nachvollziehen kann. Also behaupte nicht so einen Unsinn!

            Es war zu keinem Zeitpunkt Freiburgs Ziel, ins internationale Geschäft zu kommen. Dass man über das Ziel hinausschießen kann, haben wir ja schmerzlich am eigenen Leib erfahren.
            Ja klar macht Freiburg seit Jahren vieles besser als wir; das war aber gar nicht das Thema.

          • Marcel sagte:

            Tja Ali, so ist das leider manchmal hier. Es werden dir Worte in den Mund gelegt, die du gar nicht gesagt hast. Im Übrigen stimme ich dir zu. Von seinen Möglichkeiten die der FC hat muss er mindestens auf Augenhöhe mit Freiburg sein. Das muss der Anspruch sein. Natürlich hat Freiburg Vorsprung. Aber darum geht es doch, diesen Vorsprung aufzuholen. Das muss doch der Anspruch sein. Aber direkt zu sagen, das sei GAR NICHT möglich in zwei Jahren halte ich für den falschen Ansatz. Ich sag Mal so, in den zwei Jahren Bundesliga hätte der Rückstand gegenüber Freiburg kleiner werden müssen. Aber im Grunde ist das Gegenteil passiert.

        • Hennes48 sagte:

          Ich schließe mich an…gut formuliert!
          Fakt ist ja, dass dieser Vorstand bereits zwei Jahre im Amt ist und auf allen Ebenen macht sich immer mehr Unruhe und Unzufriedenheit breit! Lässt sich ja nicht weg reden…und die letzten beiden Jahre sollte man schnellstens komplett vergessen! Das war auf und neben dem Platz insgesamt unterirdisch…

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  12. Marcel sagte:

    So, jetzt lassen wir Mal alle bisherigen Verfehlungen des Vorstandes außer acht. Konzentrieren wir uns Mal darauf, was der Vorstand in wirtschaftlicher Hinsicht mit dem Club vor hat. Er möchte den Umsatz (wohl gemerkt nicht Gewinn) des Clubs um ca. 30 Millionen € erhöhen. Klingt ja erstmal gut. Jetzt kommt das große aber. Wie glaubwürdig ist das denn, wenn langjährige Weggefährten mit Wirtschaftlicher Stärke dem Club den Rücken kehren weil sie mit der Arbeit des Vorstandes nicht zufrieden sind? Wie will man den Mitgliedern denn glaubhaft versichern, dass man für diese Aufgabe der richtige ist, wenn man Leute wie den ehemaligen Rimowa Chef verprellt und der jetzige Dorint Hotel Chef die Arbeit des Vorstandes in Frage stellt? Wir reden hier von Personen, bzw. Unternehmen die auch aus Verbundenheit dem FC die Treue halten. Wie man diese dann gegen sich aufbringen kann ist mir ein absolutes Rätsel. Dann hat man wirklich noch die Nerven darüber zu fantasieren, den Umsatz des FC um 30 Millionen € zu steigern. Das was diese beiden Sponsoren gemacht haben, ist auch eine Signalwirkung für andere potentielle Sponsoren und Geldgeber.

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    • Marcel sagte:

      Eine nicht vom Mitgliederrat vorgeschlagene Person zur Wahl in den Vorstand hätte ein Kampfkandidatur zur Folge. Das Ergebnis daraus wäre, dass der Mitgliederrat diese Person, sollte sie gewählt werden, nie wirklich akzeptieren würde. Bei der nächsten anstehenden Wahl würde der Mitgliederrat wieder seinerseits versuchen seine ins Rennen geschickte Person in den Vorstand zu bekommen. Es würde noch mehr Unruhe entstehen als es jetzt schon der Fall wäre. Immer mehr Lager innerhalb der Mitglieder würden sich bilden und weiter zur Spaltung des Clubs beitragen. Ein deutlicher Schwachpunkt in der derzeitigen Satzung wie ich finde. Aus diesem Grunde haben ja damals Bosbach, Schumacher und Ritterbach nicht kandidiert.

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  13. Besser Wisser sagte:

    30 Mio. Umsatz pro Jahr mehr? Wie soll das gehen, 2. Kassierin am Bierstand und dritte und vierte Zapfanlage? Voll korrekt von dem Wolf man, kennt der sich mit aus.

    Dann noch schön zweites und drittes Karnevalstrikot pro Saison, damit man mal wechseln kann? Denke hier ist der drops bald ausgelutscht.

    Dann können wir nur noch die Ticketpreise und Beiträge anheben…

    Falls wir es schaffen nicht pleite zu gehen haben wir in der dritten Liga die beste Infrastruktur.

    Entlastet den Vorstand und wählt Herrn Wettich!

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  14. Oliver Hartmann sagte:

    Ich habe mir das ganze Kasperl Theater angesehen. Und ich bin enttäuscht.
    Manager Heldt und Gisdol sagten von Anfang an das Köln gegen den Abstieg spielt. Dies hat sich bewahrheitet.
    Was will auch Heldt machen? Er war als erst beschäftigt die Fehler von Veh auszumärzen.
    Dann hat er Uth geholt und Köln als erstmal mit Gisdol gerettet.
    Aber dann kommen die Probleme.
    Wer will denn Köln überhaupt noch trainieren?
    Drr kicker schreibt selbst das Köln nicht mehr ein Traditionsverein ist.
    Also muss man das Risiko eingehen und mit Gisdol weitermachen.
    Aber trotzdem fehlt es am bugdet.
    Also geht man Risiko und sucht günstige Spieler.
    Der Plan ging zum Teil auf.
    Aber was macht man jetzt?
    Man verkauft gute Spieler.
    Aber was bringt das mit sich?
    Wieder Risiko zu gehen und neue Spieler holen.
    Und ob die gleich funktionieren ist eine andere Sache.
    Mit Baumgart bin ich persönlich nicht einverstanden.
    Aber wie gesagt welcher Trainer tut sich das noch an?
    Und das Präsidium ist nicht einen Cent wert.
    Der sieben Jahresplan haut so dann nicht hin wenn die angefragte Probleme von den Fans nicht angesprochen werden und diskutiert werden.
    Und noch eine Frage steht im Raum.
    Wie will der neue Manager das schaffen wenn andere versagt haben, und vor allem mit dem wenigen Bugdet?
    Nun ja ich glaube nicht mehr an den 1.FC Köln.
    Und trotzdem bleibe ich Fan.

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  15. overath sagte:

    Hab eben diese 4 Punkte vom Vorstand gelesen, da musste ich doch echt laut lachen. Man will also vom Fahrstuhl weg in dem der Verein den Mitgliedern gehört, die mit entscheiden sollen, man hat nicht begriffen das du auch 500.000 Mitglieder haben kannst und das keinerlei Auswirkung auf den Lizenzspieler Kader hat. Der Club soll verbinden, und Vielfalt und Nachhaltigkeit sind die Mittel dazu. Echt jetzt , es ist genau eine Aufzählung von der Scheiße die seit Jahren diesen Verein und die Fans entzweit, es wird also weiter gehen mit dem gehampel und der Konzentration auf Gott , die Welt und den kölschen Klüngel und die FC Charta, aber nicht um Fußball. Was bin ich froh das ich mir das gesülze bei der Mitgliederversammlung nicht mehr anhören muss, Austritt war die einzig richtige Entscheidung, als wir vor 40 oder 50 jahren diesen Club im Stadion angefeuert haben war auch Niemand Mitglied in dem Verein, aber es ging bneim FC um Fußball, und wir haben sie geholt, die Titel und Siege. Heute nur noch Schwachsinn was da geredet wird !

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