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Duda nimmt Konkurrenzkampf an: „Ich bin wieder hungrig“


Hinter Ondrej Duda liegt eine lange Saison. Der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln war nach der geschafften Relegation bereits am nächsten Morgen zur Nationalmannschaft aufgebrochen, um mit der Slowakei an der Europameisterschaft teilzunehmen. Inzwischen ist der Topscorer der Vorsaison aber wieder voll im Mannschaftstraining integriert und sehnt den Start der neuen Spielzeit herbei. 

Köln – Insgesamt stand Ondrej Duda in der letzten Saison in 40 Pflichtspielen auf dem Platz. 32 Mal davon in der Bundesliga, drei Mal im DFB-Pokal, zwei Mal in der Relegation und ebenfalls drei Mal bei der Europameisterschaft mit der Slowakei. 39 Partien bestritt der Offensivspieler dabei von Beginn an – einzig in der ersten Pokalrunde gegen Braunschweig, damals noch im Dress von Hertha BSC, wurde Duda lediglich eingewechselt. Über 3000 Pflichtspielminuten sammelte der 26-jährige also in den letzten zwölf Monaten, ehe er zum Trainingslager-Start wieder zum FC-Tross stieß.

Kann es kaum erwarten

Nach einem verlängerten Urlaub und inzwischen drei Wochen im Mannschaftstraining scheint Duda sich aber wieder wohl zu fühlen auf dem Platz. „Ich fühle mich gut“, sagte der Slowake vier Tage vor dem ersten Pflichtspiel im Pokal gegen Jena. „Natürlich war es nach dem EM nicht einfach, weil die Saison so lang war. Aber die drei Wochen, die ich jetzt wieder dabei bin, waren gut für mich. Am Sonntag starten wir mit dem Pokal und ich kann es persönlich kaum erwarten. Ich bin wieder hungrig“, zeigte sich Duda, für den bei der EM bereits nach der Vorrunde Schluss war, wieder in Wettkampflaune.

Den FC sieht der Topscorer der Vorsaison (sieben Tore, sechs Vorlagen) mit dem neuen Trainer Steffen Baumgart auf einem guten Weg. „Ich habe ein gutes Gefühl mit der Mannschaft. Klar, einiges ist im Vergleich zur vergangenen Saison neu. Aber mit der Zeit wird sich alles zusammenfügen.“ Gerade die offensive Ausrichtung kommt Duda dabei entgegen. „Das gefällt mir“, sagte er, und verwies dabei auf Baumgarts bislang einzige Bundesliga-Saison mit Paderborn. „Da konnte man schon sehen, wie er spielen lässt. Wir werden sehen, wie das bei uns funktioniert. Aber wenn jeder tut, was er verlangt, habe ich keine Zweifel.“

Duda gefällt das Baumgart-System

Nachdem Duda in der vergangenen Saison in jedem Spiel in der Startelf gestanden hatte, hat der Zehner mit Mark Uth nun ernstzunehmende Konkurrenz auf seiner Position dazu bekommen. Einen Unterschied macht das für den Spieler selbst das aber nicht. „Dass ich immer gespielt habe, kam nicht automatisch. Es gibt jedes Jahr einen Konkurrenzkampf, in jeder Mannschaft.“ Bislang habe Duda aber noch nicht mit Steffen Baumgart konkret über seine Rolle auf dem Platz gesprochen. Zugute kommt ihm dabei, dass er im Angriff variabel einsetzbar ist. „Es gibt drei Positionen, auf denen ich in diesem System spielen kann“, erklärte Duda und meint damit sowohl die Zehn, als auch die beiden Positionen in der Sturmspitze. „Ich mag das. Und mir ist es egal, ob ich auf der Zehn oder als Stürmer spiele.“

Fußball ohne Fans ist kein Fußball

Ein persönliches Ziel an Toren oder Vorlagen hat sich Duda nach einer starken letzten Saison nicht gesetzt. Vielmehr hofft er auf eine ruhigere Saison als die letzte. „Die Relegation war mental schon sehr schwierig“, erinnerte er sich. Gerade in den Heimspielen wollen die Geißböcke mehr Punkte holen als in der abgelaufenen Spielzeit. Nur drei Spiele konnte der FC letztes Jahr in Müngersdorf für sich entscheiden. „Es war in der letzten Saison viel zu einfach für die Gegner, in Köln zu spielen. Das darf nicht sein“, fordert Duda nun eine neue Heimstärke und hofft dabei auch auf die Rückkehr der Zuschauer. Wie es ist, wieder vor Fans zu spielen, konnte der Mittelfeldspieler bereits bei der Europameisterschaft erleben. „Es ist ein komplett anderes Gefühl“, beschrieb Duda und sagte: „Das ist Fußball. Fußball ohne Fans ist kein Fußball für mich.“

1 Kommentar
  1. Gerd1948 sagte:

    Es wird knifflig zwischen Uth und Duda. Normalerweise bräuchten wir von beiden die Inspiration. Konkurrenzkampf ist allerdings ein Gut, was uns lange nicht mehr zu eigen war und nicht zu unterschätzen. Da ich anderer Meinung bin als der Trainer, der sich Uth auch auf der 9 vorstellen kann, sehe ich Duda als Halbstürmer oder eben vor Uth. Viele werden jetzt wieder auf den Gedanken kommen Hector nach hinten links beordern zu wollen. Hätte Baumgart dieses auch nur im entferntesten vor, hätte man das in einem Vorbereitungsspiel gesehen. Das System von Baumgart funktioniert gerade mit einem 6er nur über die absolute Laufbereitschaft in der Rückwärtsbewegung. Von daher haben Duda, Hector und auch Kainz die Nase vorne vor Uth, immer voraus gesetzt wir können Mo oder Andersson aufbieten. Thielmann wird auf jeden Fall genug Spielzeit bekommen sich abzuarbeiten und überdies seine Schwächen zu verbessern.

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