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Kapitel beendet: Queiros kehrt in seine Heimat zurück


Joao Queiros verlässt den 1. FC Köln. Der portugiesische Innenverteidiger wechselt GD Chaves in die portugiesische Zweite Liga. Das gaben die Portugiesen am Donnerstagabend bekannt. Für Queiros und den FC ist es das Ende eines fast vierjährigen Missverständnisses. 

Köln – Auch beim 1. FC Köln hatte man in den vergangenen Monate beinahe schon vergessen, dass Joao Queiros offiziell noch zu den Geißböcken gehört. Zumindest wusste zwischenzeitlich auch niemand der Verantwortlichen so recht, wo sich der Innenverteidiger eigentlich aufhielt. Immer mal wieder hielt sich der inzwischen 23-jährige bei der U21 fit, befand sich jedoch zeitweise in einem solch miserablen körperlichen Zustand, dass er im Team von Trainer Mark Zimmermann nicht einmal am Training teilnehmen konnte.

Schmadtke bezahlte einst drei Millionen Euro für Queiros

2017 war Queiros aus der Jugend des SC Braga nach Köln gewechselt. Rund drei Millionen Euro legte der damalige Sportchef Jörg Schmadtke für das einstige Talent auf den Tisch. Eine Summe, der Queiros nicht einmal im Ansatz gerecht werden konnte. So blieb der Portugiese in seiner gesamten Zeit beim 1. FC Köln ohne eine einzige Nominierung für den Bundesliga-Kader. Einzig im DFB-Pokal saß Queiros einmal für 90 Minuten auf der FC-Bank. Stattdessen folgte zwischenzeitlich eine Rückkehr in seine Heimat, wo er leihweise für Sporting Lissabons U23 auflief und dort Spielpraxis sammeln sollte. 2020 folgte ein Intermezzo in den Niederlanden bei Willem II.

Nun ist das Kapitel für Queiros beim FC nach vier Jahren und 19 Einsätzen in der Regionalliga West endgültig beendet. Der Innenverteidiger wechselt zu GD Chaves in die zweite portugiesische Liga. Wie lange sein Vertrag bei den Nordportugiesen läuft, gab Chaves zunächst nicht bekannt. Beim FC wäre der Kontrakt von Joao Queiros ursprünglich noch bis 2022 gelaufen.

33 Kommentare
  1. Haarspalta sagte:

    Jakobs entrümpelt Stück für Stück die Altlasten. Finde ich gut, auch wenn wir vermutlich wieder etwas draufzahlen mussten.
    Wie dieses Missverständnis mit Joao Queiros zustande kommen konnte, werden wir wohl nie erfahren. Vielleicht haben wir da wieder den falschen Zwilling bekommen ;)

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  2. mcwolli77 sagte:

    Hauptsache wir schaffen es Spieler ohne Perspektive los zu werden.
    Sicherlich tut jeder Euro Abfindung beim Lesen weh, doch denke ich, dass dies immer noch günstiger sein wird als die Spieler bis Vertragsende durch zu ziehen mit vollen Bezügen.
    Da wird sicherlich nicht bei jedem einzelnen Spieler, welche eine Vertragsauflösung erhalten haben, eine große Summe frei gemacht, aber in der Summe aller doch eine Menge.

    Und wie wir ja wissen zählt jeder Euro der eingespart wird.

    LG an euch alle Marc

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  3. Brutus Cesar sagte:

    Eigentlich haben wir jetzt nur noch Hauptmann und aus meiner Sicht Schindler, die ohne echte Perspektive sind. Vorteil bei diesen beiden: sie haben bewiesen, dass sie Stammspieler bei gestandenen Zweitligisten sein können. Ich hoffe also, dass das Verschenken mit Schleife und Mitgift jetzt endlich mal ein Ende hat. Das ist ja so was von schauerlich unprofessionell, ich habe das noch bei keinem anderen Verein erlebt, nicht mal bei Schalke, die doch in einer ähnlichen SItuation sind wie wir (oder kennt ihr auch nur ein Beispiel?).

    Ich hab mal versucht zusammenzuzählen wen wir so alles abgefunden haben.

    Dieses Jahr:
    – Sobiech
    – Queirós
    – Koziello
    – Drexler (!)
    – Risse

    Letztes Jahr:
    – Sörensen (?)
    – Clemens
    – Terodde (!)

    Hab ich jemanden vergessen? Bei Sörensen bin ich mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine mich zu erinnern, dass man selbst ihm eine Abfindung gezahlt hat. Bei Drexler hieß es ja erst wir hätten was für ihn bekommen, später dann wir hätten wieder draufgezahlt.

    Wie kann man bei einen Drexler oder einen Terodde den Vertrag auflösen und sie auch noch abfinden??? Und kommt mir jetzt bitte nicht mit „Geld sparen“. Das bedeutet dem Missmanagement noch einen wohlklingenden Namen zu geben.

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    • Brutus Cesar sagte:

      Anmerkung am Rande: Sörensen hat in unserer starken Saison 2017 fast jedes Spiel bestritten, er kann sowohl IV als auch LV. Kann mir doch keiner erzählen, dass Hübers, Schmitz oder Ehizbue besser sind als er?! Terodde könnten wir gut gebrauchen, Drexler hat letzte Saison in Summe 31 Spiele für uns gemacht oder Sobiech wären für unsere Bank auch nicht zu schlecht.

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      • Carlo Korrupto sagte:

        An für sich liest dich das schon ziemlich über, allerdings denke ich nicht dass da viel mehr drin war. Außer bei Terodde, da hat man wirklich einen großen Fehler gemacht, den hätte man behalten sollen.
        Corona und die dadurch fehlenden Einnahmen haben aber einfach den Markt verändert und es werden keine Unsummen mehr für irgendwelche Durchschnittsspieler bezahlt. Die Verträge die damals mit Spielern wie Drexler oder Clemens ausgehandelt wurden, waren aus heutiger Sicht vielleicht schon unangemessen, aber man hätte vermutlich trotzdem noch ein paar Markt bekommen.
        Aber jetzt zahlt solchen Spielern doch keiner mehr so ein fürstliches Gehalt. Das betrifft aber nicht nur den FC, sondern auch die von dir genannten Schalker und andere Clubs. Die Schalker haben uns Uth doch auch „geschenkt“ und eine Abfindung gezahlt, dasselbe ist bei Rudy geschehen. Die hatten nur den „Vorteil“, dass etliche Spieler nach dem Abstieg, keinen gültigen Vertrag für die 2. Liga hatten und somit keine Abfindung mit auf den Weg bekommen haben.
        Ich finde es schon richtig wie man beim FC mit den Spielern umgeht, wenn Ende nächste Saison die meisten Altlasten weg sind, kann endlich wieder (vernünftig) gearbeitet werden. Auf die 5-10 Mio., die durch fehlende Ablösen und Abfindungen jetzt entstehen, kommt es in 2-3 Jahren doch nicht mehr an, aber auf die kommende Entwicklung. Dass Talente gefördert und verpflichtet werden und man die Klasse hält. Jetzt dürfen einfach nicht mehr die selben Fehler begangen werden.

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  4. andi sagte:

    Es geschieht genau das, was hier im Blog mehrheitlich gefordert wurde, der Kader wird von Altlasten befreit. Das dass in der Summe einiges kostet, ist zwar schade aber so geht das „Spiel“ halt mal. Aber in absehbarer Zeit, wird man die eingesparten Gehälter evntl. in neue oder auch Leispieler investieren können, die dem Team dann auch weiterhelfen. Ich sehe unseren Kaderplaner auf einem guten Weg

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  5. FC Neukoelln sagte:

    Am 18.08.17 erschien dazu hier im GBK der Artikel:
    „Queiros wechselt zum Effzeh! Köln holt Abwehrtalent“
    Dazu Schmaddi damals im Interview: „João ist ein großes Talent, das unseren Kader im Defensivbereich ergänzt“, sagte Jörg Schmadtke. „Wir sind zuversichtlich, dass er mit der Begleitung unseres Trainerteams den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen und den Sprung in die Bundesliga schaffen wird.“
    Ich will den Fehleinkauf gar nicht zum Vorwurf machen, sowas passiert wohl jedem Manager mal und Schmaddi ist jetzt nicht gerade dafür bekannt, andauernd derart ins Klo zu greifen. Interessant nur, dass 3Mio an Ablöse gezahlt wurden, als der Spieler laut Transfermarkt einen Marktwert von gerade mal 1,5Mio hatte. Hier wurde also das Doppelte seines Marktwertes für einen Spieler ausgegeben, der „den nächsten Schritt in seiner Entwicklung und den Sprung in die Bundesliga“ noch gar nicht geschafft, also noch vor sich hatte. Das passt wunderbar zur Selbstwahrnehmung des Vereins im fatalen Sommer 2017 – reine Hybris und der Auftakt zu einer langen Serie von Mißverständnissen.

    In der Nachbetrachtung schon fast witzig aber auch Queirós Ansage damals: „Ich werde hart arbeiten und freue mich auf die Herausforderung in diesem Traditionsverein“… nicht.

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        • FC Neukoelln sagte:

          Was ist denn an der Verpflichtung eines U19-Nationalspielers eigenartig? Ganz im Gegenteil, das Risiko einer solchen Investition war doch allen Beteiligten hinlänglich bekannt und wurde im Sommer 2017 – zu der Zeit finanziell auf Rosen gebettet – bewusst eingegangen. Wer sich das grundsätzlich nicht zutraut wird eben auch niemals einen Überraschungshit landen. Übrigens eine Erwartungshaltung, die so ziemlich jeden Manager zum Dienstantritt beim 1. FC Köln winkt. Hol doch den Haaland!
          Es ist falsch und wenig praxisnah, dass ein Vizepräsident intervenieren sollte, wenn die Rahmenbedingungen zu stimmen scheinen. Glücklicherweise, denn sonst hätten ja wieder nur noch mehr Leute mitzukammellen. Und im Falle Queiros sehe ich jetzt erst einmal keine groben Verstöße. Zumal bei einem überschaubaren Jahresgehalt von 200K.

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          • Robert Jakhel sagte:

            Auch falsch. Sogar diese Führung hat vor einiger Zeit diesen Kauf von Queirós unter die Lupe genommen und nach Ungereimheiten gesucht. Was das auch bedeuten mag……

      • Robert Jakhel sagte:

        Man sollte nicht gleich pampig werden hier. Das was ich geschrieben habe ist Tatsache. Auch wenn es Ihnen vielleicht nicht passt. Jeder Spielervertrag wird vom Präsidenten oder Vize-Präsidenten mit unterschrieben. Es ist schon sehr oft vorgekommen, das man da anderer Meinung war. Deshalb ist Ihre Aussage bezüglich „Der Vizepräsident hat mit der Entscheidungsfindung der Verpflichtung eines (vermeintlichen) Jungtalentes ungefähr soviel zu tun wie die Merkel“ falsch ! P.s. ob Merkel unterschreiben muss entzieht sich meiner Kenntnis!

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        • FC Neukoelln sagte:

          Um Himmels Willen, der Vizepräsident hat nicht über sportliche Belange zu entscheiden, denn das übersteigt seine Kompetenz. Das ist Aufgabe der Kaderplaner, die dafür angestellt und bezahlt werden, sowie des Geschäftsführers Finanzen, der den budgetären Rahmen und die Einschätzung der damit verbundenen Risiken vorgibt.
          Ich möchte mir nicht Vorstellen müssen, unseren zukünftigen Kader von Ecki Sauren zusammengestellt zu bekommen. Bitte nicht.
          Und die Fälle, an die Sie sich erinnern können, bei denen das Präsidium kompetenzfrei, dafür aber mit viel Bauchgefühl mitentschieden hat gehören der Ära Overath/Glowacz an und liegen glücklicherweise schon lange hinter uns.

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  6. wiwakoe sagte:

    Es geht nicht darum, welche Spieler verpflichtet werden,sondern um die Vertragsgestaltung. Ein neuer Spieler kann muss aber nicht einschlagen. Die Kunst ist es einen Vertrag so zu gestalten das der im Falle von Erfolg weiter zu verpflichten und im falle von nichterfolg wieder preiswert los zu werden.

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