Der 1. FC Köln bejubelt einen 2:1-Sieg gegen Bochum. (Foto: Bucco)

Schaub und Lemperle lassen bärenstarken FC spät jubeln

Der 1. FC Köln hat es geschafft und auch sein zweites Heimspiel der Saison gewonnen. Gegen den VfL Bochum lieferten die Geißböcke eine herausragende Offensivleistung ab, trafen aber erst spät zum 2:1 (0:0)-Sieg. Neuzugang Luca Kilian feierte in Hälfte zwei sein FC-Debüt, Tim Lemperle traf erstmals in der Bundesliga.

Aus Müngersdorf berichtet Marc L. Merten

Diesmal waren es 25.000 Zuschauer, die nach Müngersdorf gekommen waren, um ein neuerliches Spektakel des 1. FC Köln unter Steffen Baumgart zu sehen. Doch die Geißböcke hatten Personalsorgen: kein Uth, kein Thielmann, kein Hübers, dafür bot der FC-Coach die Doppelspitze Modeste/Andersson mit Duda dahinter auf. Auf der Gegenseite standen mit Simon Zoller und Elvis Rexhbecaj zwei Ex-Kölner in der Startelf, und der VfL Bochum wollte als Aufsteiger dem FC die Heim-Party vermiesen.

Moment des Spiels

Es lief die Nachspielzeit. Der VfL Bochum warf noch einmal alles nach vorne. Da führte Neuzugang Luca Kilian, zur zweiten Hälfte für den Gelb-Rot-gefährdeten Jorge Meré gekommen, einen Freistoß an der Mittellinie aus. Er fand den erstmals in der Bundesliga eingewechselten Tomas Ostrak. Das FC-Eigengewächs ging ins Dribbling, flankte scharf vor das Tor, und dort stand der nächste Debütant, diesmal der Tor-Debütant. Tim Lemperle, ebenfalls ein Kölner Eigengewächs, lief ein und traf zum 2:0. Die Entscheidung!

Die Tore

In der ersten Halbzeit traf Dejan Ljubicic zweimal, doch beide Male hatte Schiedsrichter Benjamin Cortus etwas dagegen. Erst hatte er ein Foul von Sebastian Andersson gesehen, dann per VAR-Eingriff ein Handspiel von Ljubicic. So mussten die Geißböcke bis in die 82. Minute warten, ehe es was zum Jubeln gab. Florian Kainz wurde, wie so häufig an diesem Tag, links freigespielt. Der Österreicher flankte scharf halbhoch vor das Tor. Der eingewechselte Louis Schaub spritzte heran und traf über Manuel Riemann hinweg ins Tor.

Nach dem 2:0 durch Tim Lemperle drohte es noch einmal knapp zu werden. Denn Simon Zoller traf nach einer Hereingabe von Christopher Antwi-Adjei aus zehn Metern zum 2:1. Doch dabei bleib es – die Geißböcke brachten das 2:1 über die Zeit und schoben sich so auf Platz vier der Bundesliga-Tabelle.

Fazit

Der FC feierte einen völlig verdienten Sieg gegen den VfL Bochum. Eine derart furiose erste Viertelstunde hatte man lange nicht mehr im RheinEnergieStadion gesehen, doch die zwei Tore von Ljubicic wurden zurückgepfiffen, Anthony Modeste traf den Pfosten, Ondrej Duda köpfte Riemann freistehend in die Arme. Bochum wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah. Das Pressing saß perfekt, die Angriffe, immer wieder über die Flügel, verrieten einen klaren Plan. Einzig das Tor fiel nicht. Und so wurde der VfL mit seinen Kontern immer mutiger und gefährlicher, der FC hatte Probleme mit der Restverteidigung, sodass Baumgart bereits zur Halbzeit wechseln musste.

Meré raus, Kilian rein: Es half insofern, als dass die Mainzer Leihgabe insbesondere gegen Sebastian Polter stets die Oberhand behielt. Der FC spielte immer weiter nach vorne, und so verdienten sich die Geißböcke den Sieg auf ganzer Linie. 22 Torschüsse sprachen eine deutliche Sprache, der FC war in allen Belangen überlegen – läuferisch, spielerisch, kämpferisch. Und so war das 2:1 letztlich die logische Folge einer dominanten Partie, die den 25.000 Zuschauern über die gesamten 90 Minuten Spaß gemacht haben dürfte. Insbesondere wegen des Ausgangs.

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