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Vier Tore in sieben Minuten: U21 zittert sich auf Platz 2


Das Franz-Kremer-Stadion wandelt sich zu einer Festung: Im dritten Heimspiel der Regionalliga-Saison hat die U21 des 1. FC Köln den dritten Heimsieg eingefahren. Mit dem 3:2-(3:1)-Erfolg über den Bonner SC kletterte die FC-Reserve sogar zumindest über Nacht auf den zweiten Platz der Tabelle – und hat sogar ein Spiel weniger absolviert als der Spitzenreiter aus Münster.

Aus dem Franz-Kremer-Stadion berichtet Daniel Mertens

Mit 16 Treffern stellt der FC derzeit die mit Abstand beste Offensive der Regionalliga. Zur Wahrheit gehört jedoch auch: Schon sieben Mal schlug es im Kölner Kasten ein. Und der Erfolg gegen Bonn war ein hartes Stück Arbeit.

Moment des Spiels

Es war ein Riesenreflex, mit dem Julian Roloff in der Nachspielzeit den Kölner Sieg festhielt. Die Bonner hatten den Jubelschrei schon auf den Lippen, doch der FC-Keeper konnte den Ball noch irgendwie über die Latte lenken (90.+1). Roloff rechtfertigte seine Nominierung zur neuen Nummer 1 einmal mehr und schwingt sich mit konstant guten Leistungen auf, in die Fußstapfen Julian Krahls zu treten, der in der vergangenen Saison im Kölner Kasten zu überzeugen wusste.

Vier Tore in sieben Minuten 

Mitte der ersten Hälfte hatte Michael Trippel in der Sprecherkabine kaum die Chance, die Tormusik abzuschalten. Innerhalb von sechs Minuten netzte die U21 dreimal ein. Marvin Obuz eröffnete den kurzen Torreigen (21.). Florian Dietz (25.) und Thomas Kraus (27.) legten nach. „Wir waren zu keiner Phase des Spiels drei Tore besser als der Gegner“, konstatierte Kölns Trainer Mark Zimmermann nach der Partie, „das erste Tor gab uns aber Auftrieb und dann waren wir etwas im Rausch. Das 3:1 fiel aber zu schnell. Wir sind momentan zu anfällig, das war zu einfach.“ Daniel Somuah verkürzte nur eine Minute nach dem Kraus-Tor zum 3:0 (28.). Zittrig wurde es daher noch mal in der Schlussphase nach dem 3:2 von Masaaki Takahara (67.).

Debüt des Tages

In der Schlussphase wechselte Zimmermann mit Mert Kuyucu den neuesten U21-Zugang ein. Der 21-jährige agierte für die letzten Minuten als Innenverteidiger neben Marius Laux. „Ich war die ganze Zeit heiß und habe gewartet“, sagte der Ex-Paulianer hinterher. „Nach langer Zeit mal wieder auf dem Platz zu stehen, fühlt sich sehr gut an. Ich wurde hier sehr gut aufgenommen, es ist eine geile Mannschaft mit einer sehr guten Qualität. Ich freue mich auf die Saison.“

Fazit

Am Ende war es ein Zittersieg, doch das Glück haben sich die Kölner mit einer leidenschaftlichen Abwehrleistung auch verdient. Mit vier Siegen auf fünf Spielen steht die U21 derzeit blendend da und kann nun entspannt in die schweren Aufgaben gegen Aachen zuhause am Mittwoch und danach am Samstag in Mönchengladbach gehen. Verstecken muss sich die Mannschaft in beiden Spielen nicht. Und wenn vier oder mehr Punkte dabei herauskommen sollten, kann vielleicht ja auch mal heimlich der Drittliga-Atlas herausgeholt werden.

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