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Auswärtstor-Regel fällt weg – Modus macht dem FC Hoffnung!


Die U19 des 1. FC Köln muss am Dienstagabend gegen den KRC Genk einen zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen. Vor knapp drei Wochen unterlagen die Geißböcke dem belgischen Vertreter mit 2:4. Dank eines neuen Modus kann der FC jedoch weiter auf die zweite Runde hoffen. 

Köln – Trotz früher Führung hat die Kölner U19 im Hinspiel gegen den KRC Genk vor 3200 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion seine Grenzen aufgezeigt bekommen. Schwache zehn Minuten vor der Halbzeitpause luden den KRC Genk vor drei Wochen zu zwei Toren ein. Am Ende lautete das Ergebnis aus Kölner Sicht 2:4. Ein verfrühtes Aufgeben wird es am Geißbockheim aber nicht geben.

Auswärtstorregel abgeschafft

„Wir können das im Rückspiel noch drehen“, zeigte sich Kapitän und Torschütze Joshua Schwirten bereits unmittelbar nach dem Spiel noch auf dem Platz überzeugt. „Alles ist möglich. Auch wir können mit zwei Toren Vorsprung gewinnen.“ Eine Kampfansage, in die auch Trainer Stefan Ruthenbeck mit eingestimmt hatte: „Wir haben uns nach dem Spiel im Kreis eingeschworen und gesagt: Das Ding ist noch nicht zu Ende. Wir wollen denen noch einmal eine Schlacht liefern. Die sollen nicht denken, dass sie im Rückspiel einfach gegen uns gewinnen werden. Wir werden einen doppelten Sahne-Tag brauchen, aber auch das ist möglich.“

Vor einem Jahr noch hätten die Geißböcke dabei mindestens ebenfalls ein 4:2 gebraucht, um die Chance auf das Weiterkommen am Leben zu erhalten. Doch vor dieser Saison ist die Auswärtstorregel in internationalen Klubwettbewerben von der UEFA abgeschafft worden – somit auch für die Youth League. Demnach reicht dem FC ein zwei-Tore-Vorsprung egal welcher Art, um in das direkte Elfmeterschießen einzuziehen. Eine Verlängerung gibt es nicht, vielmehr heißt es in den Regulären der UEFA: „Haben beide Mannschaften in den zwei Spielen gleich viele Tore erzielt, wird das Rückspiel nicht verlängert. Die für die nächste Runde qualifizierte Mannschaft wird durch Elfmeterschießen ermittelt.“

Der FC müsste also jede Halbzeit mit einem Tor Unterschied gewinnen, um ins Elfmeterschießen zu kommen. Nach einer Niederlage aus der ersten Halbzeit im Hinspiel und einem Unentschieden in der zweiten Hälfte, ist dies nun auch der Kölner Ansatz, wie Stefan Ruthenbeck vor einer Woche im GEISSPOD verraten hatte. „Wenn man nach Genk mit er Idee fährt, unbedingt gewinnen zu müssen, wird das nicht funktionieren. Dafür sind sie zu gut. Wir spielen unser Spiel und müssen auf ein paar Dinge achten. Wir wollen wieder ein Spektakel liefern.“ Der Trainer möchte dabei im Vergleich zum 2:4 insbesondere einen Entwicklungsschritt bei seiner Mannschaft sehen. Ähnlich wie in den beiden Spielen gegen den FC Schalke 04, in denen der FC zu Saisonbeginn nicht nur ergebnistechnisch mit 1:4 deutlich unterlegen war und schließlich bei der 1:2-Niederlage im NRW-Pokal ein deutlich verbessertes Gesicht gezeigt hatte. „Ich möchte sehen, dass wir Phasen überstehen, in denen wir auch mal tief drin stehen müssen, weil Genk einfach gut ist. Dann müssen wir es einfach besser verteidigen als in den zehn Minuten vor der Halbzeitpause. Was unter dem Strich dann steht, wird sich zeigen.“

Auch wenn sich die Chancen beim FC auf ein Weiterkommen nach der Hinspielniederlage merklich verschlechtert haben, wollen die Geißböcke im Rückspiel nichts unversucht lassen. Letztlich ist es auch die Erfahrung, die am Dienstag bei der Auswärtsreise nach Genk wertvoll für die Spieler und die gesamte Mannschaft sein kann. Trotzdem gilt es, dem KRC noch einmal alles abzuverlangen. Stefan Ruthenbeck gab dafür schon einmal die Richtung vor: „Auch wenn es in die Hose geht, wir werden uns nicht verstecken. Wir werden frech sein und attackieren.“

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