, ,

Baumgart beendet Wirtz-Klagen: „Sollten aufhören zu weinen“


Wie lange will der 1. FC Köln noch um seinen verlorenen Sohn klagen? Florian Wirtz spielt inzwischen seit fast zwei Jahren für Bayer Leverkusen, und viele Geißböcke schauen noch immer wehmütig unter das Bayer-Kreuz. Damit muss Schluss sein, fordert nun Steffen Baumgart. Auch wegen der eigenen Talente, die zu den Profis streben.

Köln – Ja, der Verlust von Florian Wirtz wäre zu verhindern gewesen. Ja, der Verlust von Florian Wirtz hat den FC womöglich den größten Transfer in der Vereinsgeschichte gekostet. Ja, alleine dafür hätten gewisse Verantwortliche eigentlich fristlos entlassen werden müssen. Doch nein, es hilft dem 1. FC Köln im Herbst 2021 nicht mehr, darüber zu klagen und sich ständig daran zu erinnern.

Erst einmal macht ihn seine Ausbildung stark, die er genossen hat

Dass der 18-jährige schon jetzt einer der besten Spieler der gesamten Bundesliga ist, kann jeder Zuschauer seit Wochen beobachten. Am Sonntag kommt Wirtz mit Bayer nach Müngersdorf. Doch für den FC ist das kein Grund, noch genauer auf den Offensivspieler zu schauen, als unbedingt nötig. Steffen Baumgart sagte zwei Tage vor dem Derby zwar: „Er hat ein außergewöhnliches Talent, nicht nur die Ballbehandlung, sondern wie er die letzten Bälle spielt. Das können nicht viele.“

Doch Baumgart fand am Freitag auch den richtigen Ansatz, um mit der Personalie Wirtz in Zukunft umzugehen. Als er gefragt wurde, was Wirtz so gut mache, sagte er: „Erst einmal macht ihn seine Ausbildung stark, die er genossen hat“, sagte der FC-Trainer und verwies damit auch die zehn Jahre, die der heutige Nationalspieler am Geißbockheim lernte, was er heute kann. Ein Umstand, der nicht in der Tat nicht vergessen werden darf, weil seine Entwicklung auch eine Auszeichnung für das Kölner Nachwuchsleistungszentrum ist.

Wir haben sehr viele gute andere Talente im Nachwuchs

Und dann fand Baumgart auch: „Er ist jetzt über anderthalb Jahre weg. Wir sollten aufhören darüber zu weinen“, sagte der 49-jährige. „Wir haben sehr viele gute andere Talente im Nachwuchs, werden sie ausbilden, hochziehen und versuchen, mit ihnen Erfolg zu haben.“ Damit meinte Baumgart nicht nur Noah Katterbach, Tomas Ostrak, Jan Thielmann und Tim Lemperle, sondern Marvin Obuz, Jonas Urbig, Jens Castrop und andere, die in den kommenden Monaten und Jahren nachrücken – und den Sprung beim FC schaffen wollen.

12 Kommentare
  1. Dietmar Simon sagte:

    Baumgart und Gerd1948 haben vollkommen recht. Für einen Minderjährigen hätten die Erziehungsberechtigten mit dem FC ja nur einen Vertrag bis zur Volljährigkeit abschließen dürfen. Dann konnte der Spieler selbst über seine Zukunft entscheiden. Bei dem Talent hätte der FC keine Chance gehabt. Das Völler jetzt behauptet, es gäbe im laufenden Vertrag keine Ausstiegsklausel , kann man glauben, muss man aber nicht……..

    Kommentar melden
  2. Norbert Furmanek sagte:

    Abwarten und Tee trinken ! Das ist jetzt Wirtz erste Saison . Da haben ihn einige Vereine sicher unterschätzt. Wollen mal auf die nächste Saison schauen ob er dann auch diese Leistungen bestätigen kann . Viele haben dem Druck nicht standgehalten und sind total abgeschmiert. Aber das Millionen versemmelt wurden , kann man auch nicht behaupten. Warten wir mal die Entwicklung ab.

    Kommentar melden
  3. wiwakoe sagte:

    Machen wir uns nichts vor,
    Geld regiert die Welt.
    Und die Pillen haben viel mehr davon. Da können wir nicht mithalten. Und wer sich die Trainingsanlagen und die Umkleidekabinen miteinander vergleicht unterschreibt bei den Pillen.
    Abgesehen davon spielen wir noch nicht international spielen. Ich glaube es gibt genug Gründe bei den Pillen zu unterschreiben .
    Leider ist es so und nicht anders.

    Kommentar melden

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar