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Jubiläumstor: Modeste jetzt in den Top Ten der FC-Geschichte


Anthony Modeste hat am Sonntag beim 2:2 gegen Bayer 04 Leverkusen sein 50. Bundesliga-Tor für den 1. FC Köln erzielt. Es war gleichzeitig sein erster Doppelpack im Fußball-Oberhaus seit dem 4:3-Erfolg gegen Werder Bremen im Mai 2017. Mit seinen Saisontoren fünf und sechs reiht sich der Stürmer ligaweit aktuell weit vorne ein. 

Köln – Anthony Modeste ist erst der zehnte Spieler der FC-Historie, der die Marke von 50 Bundesliga-Toren im FC-Trikot knackt. In dieser Saison könnte der Angreifer sogar noch zwei weitere FC-Legenden in dieser Tabelle überholen: Aktuell rangieren Lukas Podolski mit 55 und Karl-Heinz Thielen mit 56 Bundesligatoren für den FC knapp vor dem Franzosen. Sollte der 33-jährige also in dieser Saison noch auf zwölf Saisontore kommen, würde Modeste auf Platz acht der Kölner Rekordtorschützen in der Bundesliga vorrücken.

Viertes Kopfballtor: Ligaspitze!

Aktuell steht der Angreifer nach neun Spielen bei sechs Toren und einer Vorlage. Damit liegt Modeste gemeinsam mit Serge Gnabry von den Bayern aktuell auf Platz fünf der Torjägerliste. Das bedeutet auch, dass der Kölner aktuell alle 121 Minuten einen Treffer in der Liga erzielt. Das 2:2 gegen Leverkusen war dabei sogar bereits sein viertes Tor per Kopf in dieser Saison – kein anderer Torschütze hat mehr. Dass Modeste das Spiel gegen den rheinischen Nachbarn mit seinem Doppelpack am Ende noch ausgleichen konnte, war vor allem für den Angreifer persönlich wichtig. „In der ersten Halbzeit habe ich ein Tor verschenkt, das war meine Schuld“, gab Modeste nach der Partie zu, das 0:1 von Patrik Schick durch einen Fehlpass eingeleitet zu haben.

Zuletzt hatte Modeste drei Spiele auf einen Treffer warten müssen. Vor dem Spiel gegen Leverkusen traf der Stürmer zuletzt im Heimspiel gegen RB Leipzig. Nun hat der Stürmer mit seinen zwei Toren aber wieder eindrucksvoll seinen Killerinstinkt vor dem gegnerischen Tor unter Beweis gestellt. „Tony ist in diesen Strafraumsituationen eiskalt. Wir sind alle froh, dass wir ihn in der Verfassung haben“, freute sich auch Torhüter Timo Horn nach dem Spiel über den Doppelpack seines Mannschaftskollegen.

Er opfert sich für die Mannschaft auf

Doch nicht nur seine Qualitäten vor dem gegnerischen Tor machen Modeste in dieser Saison aus. Allgemein wirkt der Spieler unter Steffen Baumgart wie ausgewechselt, arbeitet auch nach hinten unermüdlich mit und lief gegen Leverkusen mit knapp zehn Kilometern beispielsweise ähnlich viel wie die beiden Achter Florian Kainz und Salih Özcan. Eine Tatsache, die zum einen vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre, zum anderen auch Thomas Kessler einen Tag später noch Respekt abverlangte. „Über das Niveau im Strafraum wundere ich mich bei ihm überhaupt nicht. Ich wundere mich, dass er mittlerweile sogar 70 Meter mit nach hinten sprintet und eine Zwei-gegen-Eins-Situation schafft, durch die wir den Ball gewinnen“, zeigte sich der sportliche Leiter der Lizenzspielermannschaft beeindruckt. „Er opfert sich für die Mannschaft auf. Wenn er sich dann noch mit zwei Toren belohnt, freue nicht nur ich mich, sondern ganz Köln.“

 

17 Kommentare
  1. andi sagte:

    Herzlichen Glückwunsch Toni. Ja, auch ich war der Meinung, dass Toni nix mehr reißen wird für den FC. Aber weit gefehlt, Toni zeigt Qualitäten die ihn vorher nicht unbedingt ausgezeichnet haben. Er setzt sich hinten und vorne total in den Dienst der Mannschaft und ist dadurch wieder so gut wie unersetzlich für das Team. Vergessen darf man aber auch nicht das Trainerteam, das es geschafft hat uns Toni „reloaded“ zu präsentieren.

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  2. Haarspalta sagte:

    Freut mich sehr und hätte ich ebenfalls nicht mehr erwartet.
    Aber ich muss auch sagen, dass mir seine neue Spielweise eher mittelmäßig gefällt. Sein Passspiel ist sehr ausbaufähig und damit sind seine Ausflüge nach hinten oder auf die Flügel zumeist wirkungslos oder gar schädlich.
    Von der Situation beim 0:1 wollen wir mal nicht weiter reden, aber auch sonst ist er mehrfach auf den Flügel gelaufen, hat dann in die Mitte gespielt, wo dann der Abnehmer – er selbst – natürlich fehlte.
    Die Spielzüge sollte er lieber den Kollegen überlassen und dann in der Mitte schön einnetzen…

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  3. Gerd1948 sagte:

    Richtig und wenn er viel läuft muss das der Gegner eben auch. Er bemüht sich mehr und mehr als Anspielsituation und tut das, was der Trainer verlangt, mehr arbeiten für die Mannschaft. Wor gesagt, ich hätte ihn am liebsten mit Uth ausgewechselt in der Halbzeit, aber dann hätte man das Spiel wohl doch verloren. Das heißt auch, dass es ihm vllt gut tut, wenn er mehr Ballkontakte hat. Modeste ist wieder fast der Alte.

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  4. Norbert Furmanek sagte:

    Er opfert sich für die Mannschaft auf . Hä ? Das sollte doch selbstverständlich sein . Und das gilt für ALLE die dann auf dem Platz stehen. Soll er den Stehgeiger geben und warten , dass ihm die Kollegen die An -und Zuspiele liefern , Herr Kessler ? Mit so einer Einstellung verärgert man die Kollegen . Fußball ist nun mal ein MANNSCHAFTSSPORT.

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