1. FC Köln, Training, von links: Noah Katterbach, Steffen Baumgart (1. FC Köln), 07.08.2021, Bild: Herbert Bucco

Katterbach auf “gutem Weg”, aber kein Vorbeikommen an Hector

Beim 1. FC Köln hat Noah Katterbach aktuell nur wenig Aussichten auf einen Platz im Profikader. Bei der U21-Nationalmannschaft hingegen ist der Linksverteidiger unter Trainer Antonio Di Salvo gesetzt. Steffen Baumgart attestierte dem 20-jährigen nun Fortschritte, wenngleich sich der Abwehrspieler weiter gedulden muss. 

Köln – Acht Einsätze in der Regionalliga West stehen für Noah Katterbach in dieser Saison bislang zu Buche. In der Bundesliga hatte es der Linksverteidiger bislang unter Trainer Steffen Baumgart noch überhaupt nicht in den Spieltagskader geschafft. Auch am Donnerstag stieg der Abwehrspieler nicht in den Bus Richtung Hoffenheim. Dafür jedoch läuft es für den zweifachen Gewinner der Fritz-Walter-Medaille in Gold in der Nationalmannschaft rund: Bei den vergangenen EM-Qualifikationsspielen der U21 setzte Trainer Antonio Di Salvo beim 5:1-Erfolg über Ungarn über die vollen 90 Minuten auf den Kölner. Im Spiel gegen Israel wurde Katterbach eingewechselt und bereitete den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich vor.

Haben klar vorgegeben, was wir erwarten

Trotzdem wird sich Katterbach bei den Geißböcken wohl weiter gedulden müssen. Vor allem, da Steffen Baumgart aktuell keine Ambitionen hegt, Jonas Hector von der Linksverteidigerposition wieder abzuziehen. An dem ehemaligen Nationalspieler ist für den Youngster aber derzeit kein Vorbeikommen. “Die U21 ist eine Nachwuchsmannschaft”, sagte der Trainer am Mittwoch auf die Leistungen Katterbachs während der EM-Quali angesprochen. “Wir spielen Bundesligafußball mit einem starken Linksverteidiger Jonas Hector.” Da Baumgart jedoch auch Benno Schmitz und Kingsley Ehizibue auf beiden Außenverteidigerpositionen flexibel einsetzbar sieht, ist für Katterbach in dieser Saison bekanntlich nicht einmal Platz im 20er-Aufgebot.

Nichtsdestotrotz sieht Baumgart seinen Spieler auf einem guten Weg. “Wir haben Noah klar vorgegeben, was wir von ihm erwarten und das setzt er auch um. Er kommt immer mehr einen besseren körperlichen Zustand und zeigt sich immer wieder im Training”, lobte der 49-jährigen das Kölner Eigengewächs und zeigte gleichzeitig Verständnis dafür, dass es nicht leicht ist, sich hinter einem Spieler wie Hector einordnen zu müssen. “Du musst vielleicht lange dran arbeiten, wenn du den Platz von Jonas Hector erobern willst”, meinte Baumgart. Unzufrieden sei man beim 1. FC Köln mit dem 20-jährigen aber keineswegs. “Ich bin mit Antonio Di Salvo im Austausch und er ist sehr zufrieden mit ihm. Das sind wir auch, was das Training und sein Verhalten angeht. Das ist ein sehr guter Weg”, machte Baumgart die positive Entwicklung von Katterbach in den letzten Wochen deutlich.

Geduld ist weiter gefragt

So lassen die Worte des Trainers darauf schließen, dass Katterbach seine Situation beim FC aktuell angenommen hat. Zwischenzeitlich hatte es für die Leistungen des Abwehrspielers in der Regionalliga West sowohl von U21-Trainer Mark Zimmermann als auch vom sportlichen Leiter Thomas Kessler kritische Worte gegeben. Doch auch dort hat sich der gebürtige Eiferer inzwischen stabilisiert. Es scheint, als würde sich Katterbach also langsam aber sicher zurück kämpfen. Trotzdem wird der Youngster aber wohl weiterhin noch Geduld aufbringen müssen, denn solange Jonas Hector gesund bleibt, wird es an dem Kapitän wohl kein Vorbeikommen geben. Und mit Jannes Horn steht der nächste Konkurrent ebenfalls zeitnah vor seiner Rückkehr auf den Platz.

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