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Katterbach auf „gutem Weg“, aber kein Vorbeikommen an Hector


Beim 1. FC Köln hat Noah Katterbach aktuell nur wenig Aussichten auf einen Platz im Profikader. Bei der U21-Nationalmannschaft hingegen ist der Linksverteidiger unter Trainer Antonio Di Salvo gesetzt. Steffen Baumgart attestierte dem 20-jährigen nun Fortschritte, wenngleich sich der Abwehrspieler weiter gedulden muss. 

Köln – Acht Einsätze in der Regionalliga West stehen für Noah Katterbach in dieser Saison bislang zu Buche. In der Bundesliga hatte es der Linksverteidiger bislang unter Trainer Steffen Baumgart noch überhaupt nicht in den Spieltagskader geschafft. Auch am Donnerstag stieg der Abwehrspieler nicht in den Bus Richtung Hoffenheim. Dafür jedoch läuft es für den zweifachen Gewinner der Fritz-Walter-Medaille in Gold in der Nationalmannschaft rund: Bei den vergangenen EM-Qualifikationsspielen der U21 setzte Trainer Antonio Di Salvo beim 5:1-Erfolg über Ungarn über die vollen 90 Minuten auf den Kölner. Im Spiel gegen Israel wurde Katterbach eingewechselt und bereitete den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich vor.

Haben klar vorgegeben, was wir erwarten

Trotzdem wird sich Katterbach bei den Geißböcken wohl weiter gedulden müssen. Vor allem, da Steffen Baumgart aktuell keine Ambitionen hegt, Jonas Hector von der Linksverteidigerposition wieder abzuziehen. An dem ehemaligen Nationalspieler ist für den Youngster aber derzeit kein Vorbeikommen. „Die U21 ist eine Nachwuchsmannschaft“, sagte der Trainer am Mittwoch auf die Leistungen Katterbachs während der EM-Quali angesprochen. „Wir spielen Bundesligafußball mit einem starken Linksverteidiger Jonas Hector.“ Da Baumgart jedoch auch Benno Schmitz und Kingsley Ehizibue auf beiden Außenverteidigerpositionen flexibel einsetzbar sieht, ist für Katterbach in dieser Saison bekanntlich nicht einmal Platz im 20er-Aufgebot.

Nichtsdestotrotz sieht Baumgart seinen Spieler auf einem guten Weg. „Wir haben Noah klar vorgegeben, was wir von ihm erwarten und das setzt er auch um. Er kommt immer mehr einen besseren körperlichen Zustand und zeigt sich immer wieder im Training“, lobte der 49-jährigen das Kölner Eigengewächs und zeigte gleichzeitig Verständnis dafür, dass es nicht leicht ist, sich hinter einem Spieler wie Hector einordnen zu müssen. „Du musst vielleicht lange dran arbeiten, wenn du den Platz von Jonas Hector erobern willst“, meinte Baumgart. Unzufrieden sei man beim 1. FC Köln mit dem 20-jährigen aber keineswegs. „Ich bin mit Antonio Di Salvo im Austausch und er ist sehr zufrieden mit ihm. Das sind wir auch, was das Training und sein Verhalten angeht. Das ist ein sehr guter Weg“, machte Baumgart die positive Entwicklung von Katterbach in den letzten Wochen deutlich.

Geduld ist weiter gefragt

So lassen die Worte des Trainers darauf schließen, dass Katterbach seine Situation beim FC aktuell angenommen hat. Zwischenzeitlich hatte es für die Leistungen des Abwehrspielers in der Regionalliga West sowohl von U21-Trainer Mark Zimmermann als auch vom sportlichen Leiter Thomas Kessler kritische Worte gegeben. Doch auch dort hat sich der gebürtige Eiferer inzwischen stabilisiert. Es scheint, als würde sich Katterbach also langsam aber sicher zurück kämpfen. Trotzdem wird der Youngster aber wohl weiterhin noch Geduld aufbringen müssen, denn solange Jonas Hector gesund bleibt, wird es an dem Kapitän wohl kein Vorbeikommen geben. Und mit Jannes Horn steht der nächste Konkurrent ebenfalls zeitnah vor seiner Rückkehr auf den Platz.

9 Kommentare
  1. Daim71 sagte:

    Ich finde das Noah ab der Winterpause ausgeliehen werden sollte. Am besten in der zweiten Liga, da kann er sich am besten entwickeln.
    Wenn er keinen Platz in der ersten bekommt, dann müssen wir ihn ausleihen.
    Ich habe immer noch die Hoffnung das Noah sich entwickelt. Es wäre schade wenn wir so ein Talent verlieren.
    Selbst ein Alaba hat sich nach Hoffenheim ausleihen lassen.

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  2. Gerd1948 sagte:

    Du darfst aber nicht davon ausgehen derzeit, dass er der unumstrittene Stammspieler schlechthin bei einem 2. Ligisten X wäre. Ich denke daher, dass er sich erst stabilisieren sollte, bei einem ambitionierten 4.Ligisten. Dort soll er erstmal konstant gute Leistungen zeigen. Sollte er das schaffen kann es im Fußball auch mal schnell wieder in die andere Richtung gehen. Aber eins ist gewiss, die Trainer haben sehr wohl erkannt, was zum Profi einfach noch nicht da ist.

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      • Carlo Korrupto sagte:

        Genau das ist es.
        Nur leider ist der Sprung von der vierten in die erste Liga doch etwas zu groß, selbst wenn er da Spielpraxis sammelt. Ich fände eine Leihe auch wünschenswert, bei einem Zweitligist ohne gescheiten Linksverteidiger, sollte er doch auch einen Stammplatz haben. Wenn er sich allerdings selbst bei einem mittelklassigen Zweitligist nicht durchsetzen kann, sehe ich schwarz für seine Zukunft.

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  3. NICK sagte:

    Es ist in jedem Fall bemerkenswert, dass Baumgart lieber 3 RV mit nach Hoffenheim nimmt, als Katterbach zu nominieren. Ich denke zwar auch, dass Spielpraxis mehr bringt als auf der Bank zu sitzen. Allerdings hat sich der Marktwert Katterbachs dadurch schon halbiert. Wenn Öczan in Hoffenheim schwindlig gespielt werden sollte muss Hector (mit) auf die Sechs…da muss Katterbach wirklich in schlechtem Zustand sein, dass man dann eher Schindler mitnimmt als ihn und somit seinen Marktwert weiter schwächt. Oder ist Schindler im Training immer so herausragend??? I dont know…

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  4. Ulrich Treimer sagte:

    Warum wird Katterbach nicht endlich mal im Mittelfeld getestet, zumindest in der U21 sollte man es mal testen. Er muss doch nicht hinten links festgenagelt werden.
    Zu Schindler: Vorne rechts kann er zur Not spielen, aber defensiv geht gar nicht. Wenn nicht mal das Stellungsspiel stimmt….

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  5. Mario Schmitz sagte:

    Ich teile da die Meinungvon Nick. Warum drei RV und vier Innenverteidiger zum Kader gehören, und der einzigen Ersatz LV nicht, erscheint schon merkwürdig. Zumal Hector unter der Woche ja auch erkältet war und somit vllt. auch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sein dürfte.
    Wenn Baumgart alle bei Laune halten möchte, hätte Katterbach zumindest einmal einen Kaderplatz verdient. Zumal die anderen nach Ihren Einwechslungen auch nicht zur defensiven Stabilität beigetragen haben.
    Wenn sich hier nichts ändert, würde sich tatsächlich eine Leihe aufdrängen.

    @Gerd: Die U21 spielt 4. Liga. Kopfschütteln bei solchen Kommentaren

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  6. Kasache sagte:

    Vielleicht ist er auch einfach nicht gut genug für die Bundesliga. Nicht jeder der die goldene DFB Nadel oder Medaille bekommt ist automatisch ein Top Bundesligaspieler.
    Salih ist doch dafür das beste Beispiel. Bei etlichen Trainern nicht geschafft Stammspieler zu werden. Diese Saison kommt dann einer aus Österreich und schon sitzt er wieder auf der Bank.
    Manche sind auch im Kopf einfach zu langsam für einen Bundesligaspieler, da nützt auch die beste Technik, Ausbildung etc. nichts.

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