Ein früheres Talent des 1. FC Köln sucht den nächsten Neustart: Noah Katterbach soll vom Hamburger SV zu Eintracht Braunschweig wechseln. Das Transfermodell ist durchaus kurios.
Er galt als Versprechen für die Zukunft, als eines der größten Talente im Nachwuchs des 1. FC Köln und im deutschen Fußball generell. 2020 wurde Noah Katterbach vom DFB mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold als bester Spieler des U19-Jahrgangs ausgezeichnet – zwei Jahre nach Kai Havertz, zwei Jahre vor Florian Wirtz.
Der Linksverteidiger hatte damals seine erste Saison als Bundesliga-Profi gespielt, hatte zudem einen langfristigen und hoch dotierten Vertrag beim FC unterschrieben. Der Verein konnte es sich nicht leisten, nach Wirtz ein weiteres Top-Talent zu verlieren. Doch Katterbach nahm nicht die erhoffte Entwicklung.
Keine Chance gegen Hector – keine Chance unter Baumgart
Unter Steffen Baumgart kehrte Jonas Hector auf die Linksverteidiger-Position zurück – und für den Youngster war kein Platz mehr. Es folgten Leihen zum FC Basel und zum Hamburger SV, bevor Katterbach schließlich fest zu den Hanseaten wechselte. Beim HSV riss er sich jedoch gleich zweimal das Kreuzband, konnte sich auch hier nicht durchsetzen. Letztmals für das Profiteam spielte er im Dezember 2024.
Nun wagt Katterbach den nächsten Neustart – laut übereinstimmenden Berichten steht er vor einem Wechsel in die 2. Bundesliga zu Eintracht Braunschweig. Kurios: Obwohl der 25-Jährige beim HSV keine Zukunft mehr hat, verlängert der Club laut Hamburger Abendblatt zunächst mal seinen Vertrag.
Gelingt der Neustart bei Eintracht Braunschweig?
Katterbach verlängert, um zu gehen. Das ungewöhnliche Modell hat finanzielle Hintergründe. In Hamburg, wo der gebürtige Eifeler eigentlich nur noch bis 2027 gebunden ist, verdient er weitaus mehr Geld, als Braunschweig zahlen könnte. Durch die Verlängerung bis 2028 wird einerseits das Gehalt gestreckt und andererseits eine Leihe möglich.
So wechselt Katterbach auf Leihbasis, Braunschweig erhält eine Kaufoption im niedrigen sechsstelligen Bereich – und Hamburg entgeht einer Auflösung des aktuellen Vertrags, die eine Abfindungszahlung nach sich ziehen würde. Bei der Eintracht soll Katterbachs Karriere, die in Köln einst so hoffnungsvoll begonnen hatte, endlich wieder in Schwung kommen. Dann würde die Rechnung für alle Seiten aufgehen.







Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!