Borussia Dortmund legt im Werben um Said El Mala deutlich nach. Wie geht es beim 1. FC Köln weiter, falls der größte Transfer der Vereinsgeschichte tatsächlich über die Bühne geht?
Der Poker um Said El Mala biegt auf die Zielgerade ein. Borussia Dortmund soll bereit sein, bis zu 55 Millionen Euro für das Juwel des 1. FC Köln zu bieten. Eine Summe, die Thomas Kessler beim FC Brentford akzeptiert hatte. Doch seitdem ist der Transfersommer weit vorangeschritten und der BVB hat sich mit seinen anfänglichen Witz-Angeboten keine Freunde am Geißbockheim gemacht.
Dennoch ist klar: Dortmund bewegt sich inzwischen in einem Bereich, in dem eine Absage des FC nicht mehr selbstverständlich ist. Und demzufolge stellt sich auch die Frage, wie die Geißböcke selbst auf dem Transfermarkt reagieren würden, sollte El Mala gehen.
Türoff: „Dann ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten“
Die Verantwortlichen stellten zuletzt immer wieder klar: Der FC ist gesund und kann Einnahmen aus Spielerverkäufen anders als in der Vergangenheit umgehend wieder in den Kader stecken. „Wenn zusätzliche Erlöse entstehen, ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten“, sagte Finanzboss Philipp Türoff bereits im Juni im GEISSBLOG-Interview, angesprochen auf einen möglichen El-Mala-Verkauf.
Die geplanten Leihen von Spielmacher Mikey Moore (Tottenham) und Stürmer Thijs Dallinga (Bologna) sind praktisch ausverhandelt und sollen mit oder ohne frischem Geld durchgezogen werden. Teil der Dallinga-Leihe ist eine Kaufoption, die laut Berichten aus Italien bei elf Millionen Euro liegt. Der 26-Jährige hat seine Qualitäten in der Vergangenheit bereits im Europapokal und im Ligabetrieb gezeigt, insbesondere in der französischen Ligue 1. Findet er nach dem Knick in Bologna beim FC wieder in die Spur, kann sich die Investition lohnen.
Wagner kennt Khedira aus Union-Zeiten
Bei der Sechser-Suche gilt inzwischen Rani Khedira als Favorit, insbesondere für den Fall eines Verbleibs von El Mala. Der 32-Jährige, der bei Union Berlin noch ein Jahr unter Vertrag steht, wäre eine günstige Lösung und bräuchte keine Anlaufzeit mit René Wagner. Der Kölner Chefcoach kennt Khedira bereits aus seiner Zeit in Köpenick als Baumgart-Assistent.
Doch geht der El-Mala-Verkauf zeitnah über die Bühne, hat der FC die Möglichkeit, in ein höheres Regal zu greifen – ob für einen Top-Sechser oder einen zusätzlichen spielstarken Achter als Alternative zu Isak Johannesson. Nach den Abgängen des Sommers sowie den Verpflichtungen von Paul Okon-Engstler und Gil Neves ist das zentrale Mittelfeld zwar mit viel Talent, aber nicht üppig besetzt.
Regula und weiterer Ersatz für El Mala?
Eine direkte Folge des El-Mala-Transfers wäre laut der Sport Bild die Verpflichtung des polnischen Top-Talents Marcel Regula. Kessler soll inzwischen konkrete Gespräche mit dessen Club Zaglebie Lubin führen. Als Ablöse stehen rund acht Millionen Euro im Raum. Der beidfüßige Regula, der zuletzt auch von Borussia Dortmund beobachtet wurde, könnte in der offensiven Mittelfeldreihe alle Positionen abdecken.
Mit Regula, Moore und Reigan Heskey hätte der FC in der Offensive drei blutjunge neue Gesichter, die viel Fantasie mit sich bringen. Doch geht El Mala, würde ein Teil der Ablöse mit hoher Wahrscheinlichkeit in einen weiteren, arrivierteren Offensiv-Star fließen. Ohne ihre beiden Top-Scorer der Vorsaison, schließlich ist auch Jakub Kaminski gegangen, bräuchten die Geißböcke einen Neuzugang, der Tore und Assists garantiert. Nur auf Talente zu setzen, wäre zu riskant, das ist intern klar. Türoff sprach nicht umsonst von „zusätzlichen Möglichkeiten“.







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