,

Kessler: „Wir werden nach einer Niederlage nicht panisch“


Der 1. FC Köln hat zwar mit 0:5 gegen die TSG Hoffenheim verloren und damit einen ersten Dämpfer in der Bundesliga-Saison kassiert. Doch nach Steffen Baumgart betont auch Thomas Kessler, dass sich der FC nach dem positiven Saisonstart nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen darf. Auch, weil die Niederlage nicht darauf zurückzuführen war, dass der „neue“ FC schon entschlüsselt ist.  

Köln – Sie konnten am Tag nach dem 0:5 zumindest wieder lachen. Steffen Baumgart und Thomas Kessler traten am Samstagvormittag gut gelaunt aus dem Büro, wenige Minuten, ehe die FC-Profis von ihrem morgendlichen Auslaufen aus dem Stadtwald zurückkehrten.

Gute Laune ist eine wichtige Zutat, seit Steffen Baumgart beim FC Trainer ist, und so war es keine Überraschung, dass die sportlich Verantwortlichen diese auch am Tag nach einer derben Niederlage nach außen trugen. Schließlich sollen zwar die richtigen Lehren aus der Klatsche aus Hoffenheim gezogen werden, der eingeschlagene Weg aber beibehalten werden. Und zu dem gehört auch eine positive Einstellung.

Eigenlob aus einer Klatsche

„Klar tut das auch heute noch weh“, sagte Kessler wenig später, doch die Lesart des 0:5 war aus FC-Sicht am Tag danach schon wieder optimistischer – und mit einem Hauch Eigenlob verbunden. „Hoffenheim hat bislang zwei Gesichter gezeigt: Gegen gute Gegner haben sie gute Leistungen gezeigt, gegen schwächere Gegner schwächere Leistungen.“ Die argumentative Folge: Der FC will in dieser Saison zu den guten Mannschaften gehören – und gehörte es ja an den ersten sieben Spieltagen auch.

„Wir haben uns in den letzten Wochen erarbeitet, dass Hoffenheim uns nicht unterschätzt, dass die Gegner Respekt vor uns haben und genau schauen, wie sie uns bespielen können“, folgerte Kessler denn auch. Die Angst, die Gegner könnten den FC bereits entschlüsselt haben, teilte Kessler nicht. Auch, weil die Niederlage in Hoffenheim nicht nur der TSG geschuldet war, sondern dem eigenen Auftritt. „Wir sind in einigen Situationen zurückgewichen, wo wir hätten dranbleiben müssen“, sagte Kessler.

Keine Gefahr, dass es kippt

Was gefehlt hatte, waren Bereitschaft, Überzeugung und Härte – Grundtugenden, die unter Baumgart bislang jederzeit vorhanden gewesen waren. Am Freitagabend hatte der FC sie vermissen lassen, weshalb „wir in den entscheidenden Situationen in die Einzelteile filetiert wurden“, sagte Kessler, lobte hingegen, dass die Mannschaft auch nach dem 0:3 noch versucht habe nach vorne zu spielen. Wenn auch ohne jede Durchschlagskraft. „Wir waren immer einen Schritt langsamer.“

Wie Chefcoach Baumgart am Abend zuvor, betonte auch der Sportliche Leiter der FC-Profis den Lernprozess, den eine solche Niederlage anstoßen müsse. „Mit Rückschlägen umgehen“ soll dazu gehören, Selbstkritik soll „Teil der Kultur sein, die wir entwickeln wollen“,  was auch bedeute, dass „jeder Einzelne sich Gedanken machen muss, ob er für sich die beste Leistung abgerufen hat“. Dann sehe er auch „keine Gefahr, dass es kippt“.

Wiedergutmachung gegen Leverkusen

Kesslers Mantra lautete nach der ersten herben Niederlage der Saison: Wer nach acht Spieltagen mit zwölf Punkten auf einem einstelligen Tabellenplatz steht, kann und darf auch nach einem 0:5 das positive Gefühl bewahren. „Wir werden nach einer Niederlage nicht panisch.“ Schon gar nicht, wenn der FC es mit einem guten Spiel im Derby gegen Bayer Leverkusen vor ausverkauftem Haus in Müngersdorf wieder ins richtige Licht rücken kann.

32 Kommentare
    • Gerd1948 sagte:

      Was heißt Zügel straffen? die Spieler müssen jeder für sich selbst die Zügel straffen, dann ist alles okay. Es gibt keine Anzeichen für Selbstzufriedenheit. Gegen Bayer muss man in der Tat auch den 45000 zeigen, dass man auch mal unnötige Sprints anzieht, mal dem ein-oder anderen Akteur aussichtslos hinterher läuft, dann gibts den 12. Mann. Man kann nur hoffen, dass Hector und Ljubicic wieder spielen, einen Skhiri muss man ja wohl ausschließen.

      Kommentar melden
  1. kalla lux sagte:

    Also das eine Niederlage kommen wird war klar, das es eine Klatsche wird nicht.
    Gut, wir sind weit entfernt von der Truppe.
    Aber wie kann es sein das eine Klatsche damit belohnt wird das kurzes Samstag auslaufen angesagt ist und dann 2 Tage frei. Wen so etwas nach einem Sieg passiert ist das mir ja klar!
    Aber sollen jetzt die Profis im Kämmerchen sitzen und nachdenken, oder erstmal Party machen ?
    Beim Schnitzel Mark war das logisch, der musste dann zur strafe für jemand kochen.
    Und die Jungs mussten erstmal nee runde Pokern und bei Unterbrechung den Spacken loslassen.
    Aber unter unserem harten Hund hätte ich etwas anderes erwartet.
    Hoffentlich nicht zu viele Termine im TV. Ich hoffe mal nicht!

    Kommentar melden
  2. Norbert Furmanek sagte:

    Im Umkehrschluß zu T. Kesslers Aussage ja dann stehen : der FC hat Hoffenheim nicht entschlüsselt Warum ? Hat man die auf die leichte Schulter genommen? Und bespielen kannst du jede Mannschaft. Wenn ich lese Hoffe hat das Spiel weit auseinander gemacht; ja und ? Dann muß ich hinterher. Ob Kessler , Horn und Czichos . Die machen es sich sehr einfach.

    Kommentar melden
  3. andi sagte:

    Wieso Panik? Wir haben hochverdient 0 zu 5 verloren, weil die Mannschaft nie in der Lage war dem Spiel der Hoppener auch irgendwas entgegen zu setzen. Das kann gg. die Pillen auch so passieren. Das grosse Ziel vor der Saison war nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Jetzt hat die Mannschaft sieben Mal ne gute Leistung abgerufen und jeder denkt vlt. an die glorreichen Jahre (wenn man sie miterlebt hat) und Europa wir kommen. Ne so ist das nicht, das Team um Baumgart wird sich weiterhin jeden Punkt hart erkämpfen müssen, um das Saisonziel zu erreichen. Lasst das Team arbeiten und auch bei Rückschlägen die volle Unterstützung spüren und es wird alles für euch geben. Es hat mir in Hoppene sehr gefallen, das dass Team nach dem Abpfiff vor der Fankurve nicht ausgepfiffen, sondern ich würde fast sagen gefeiert wurde. Weiter so FC Fans.

    Kommentar melden
    • Adrian Senger sagte:

      Das die jede Woche den Gegner aus dem Stadion schießen erwartet glaube ich niemand.
      Was man aber erwarten kann ist das man sich für jeden ersichtlich 90min lang den A….. aufreisst. Und das hat gefehlt am Freitag. Man ist knapp 4km weniger gelaufen als Hoffenheim. 30 Sprints weniger als zuvor. Da lag der Hund begraben. Dazu noch die Ausfälle und schon gibt’s die Hütte voll.
      Das einer Dampf macht und alles aus sich rausholt muss ich auch von nem Drittliga Kicker erwarten können! Rennen und Fighten können Alle! Die Frage ist ob man auch bereit dazu ist? Waren die Jungs in Rot Freitag nachweislich nicht und das kotzt einen dann an.

      Kommentar melden
  4. Adrian Senger sagte:

    Auch Kessler scheint den Eindruck zu bestätigen das am Freitag Einsatz und Wille nicht gestimmt haben.
    Sicher hat auch Baumgart den Fehler gemacht zu denken man könnte bei dem Qualitativen Aderlass (Skhiri Ljubicic Hector) genauso auftreten wie die Wochen zuvor.
    Die fehlende Qualität durch die Ausfälle ist das eine. Der fehlende Einsatz, Laufbereitschaft und Wille steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt. Soetwas ist inakzeptabel. Die Truppe sollte mittlerweile kapiert haben das Sie jede Woche an und über ihre Schmerzgrenze gehen muss um in dieser Liga Spiele zu gewinnen. Wann wenn nicht diese Saison in der man die halbe Mannschaft auswechseln darf?!
    Wäre die Mannschaft Freitag an oder über ihre Schmerzgrenze gegangen wäre es garantiert nicht zu diesem Debakel gekommen! Und das war das worüber sich viele aufgeregt haben. Man konnte mit bloßem Auge erkennen das da nicht alles gegeben wurde! Und die Zahlen belegen es.
    Sollte Czichos gegen Leverkusen von Anfang an spielen braucht Baumgart in Zukunft nicht mehr von einem Leistungsprinzip sprechen. Gleiches gilt für Özcan. Easy muss man noch zugestehen das er Positionsfremd eingesetzt wurde.
    Alles in allem erreichte Freitag keiner Normalform. Und das lag größtenteils daran das man nicht bereit war alles auf dem Platz zu lassen!

    Kommentar melden
    • Gerd1948 sagte:

      Wenn man nicht in die Zweikämpfe kommt und keine so guten Werte hat (wo vllt die 3 gerade fehlen), die den Löwenanteil für die guten Werte verantwortlich zeigen, heisst es noch lange nicht, dass es an Mentalität gefehlt hat. Man kann nicht erwarten, dass wenn Hector fehlt oder Skhiri oder oder, dass andere dann plötzlich dem Umstand geschuldet 10-20% mehr laufen. Die Niederlage hatte so gut wie nichts was mit fehlender Einstellung zu tun, sondern einfach ein Stück weit mit fehlender Klasse. Wir haben leider nur 12-14 Spieler, die ein gewisses Level an den Tag legen können. Von diesen ragen aber z.B. die 3 noch ein Stück weit heraus, da das Spiel nun mal mit diesen steht oder fällt. Deswegen spricht man mittig auch von einer Achse. Die Spieler gehen nicht nur im Spiel an ihre Schmerzgrenze, wie hier manch einer denkt, sondern unter Baumgart auch in jedem Training. Von daher ist es auch leichter zu verstehen, wenn immer von Belastungssteuerung geredet wird. Das Spiel bleibt der Höhepunkt der Belastung und danach beginnt aber eine Regenerationsphase, die halt mit Auslaufen und keiner Belastung für die Sehnen und Muskeln beginnt.

      Kommentar melden
        • Gerd1948 sagte:

          Vllt hängt Marc oder auch Sonja einfach das Ding mit den Leistungsdaten zu hoch Kurti. Man kann ja durchaus Schlüsse daraus ziehen aus Laufwerten, Zweikampfwerten, Pässen und sonstigem. Was man dabei nicht vergessen darf ist, wer z.B. für die tollen Laufwerte verantwortlich ist, wer eher für präzise Pässe verantwortlich ist. Natürlich, Hector,Ljubicic und Skhiri stehen jetzt nicht für Sprints die gefehlt haben, aber Spiele laufen manchmal eben auch anders, Gegner sind manchmal einfallsreicher und und und. Wichtig ist doch nur, dass man auch aus Niederlagen lernt um sich stetig verbessen zu können. Dazu gehört eben die Analyse warum wie was passiert ist und evtl wie man das künftig dann besser löst, denn es wird immer mal Spiele geben, wo wichtige Spieler wieder fehlen. Trotzdem fand ich nicht, dass Baumgart Marc abgebügelt hat aufgrund dessen, wie hier mancherorts behauptet wurde. Baumgart versucht in jeder PK und wohl auch in einigen Fernsehsendungen alles plausibel zu erklären, auch dies unterscheidet ihn m.E. von vielen seiner Vorgänger.

          Kommentar melden
    • andi sagte:

      Die Mannschaft hat die Schmerzgrenze erreicht. Sie haben alles was möglich war rausgeholt. Aber leider ist hin und wieder auch ein Gegnet auf dem Platz. Und dieser war nicht nur einige Km und Sprints besser, dieser hat genau gewusst wie das fehlen des „Kölner Herzens“ bestraft wird. Und dann noch, wie ich Dir rechtgebe, rabenschwarze Tage einiger Spieler, kommt dies dabei raus. Und sowas kann passieren, siehe 1. Halbzeit der Pillen heute, aber nun gleich von fehlemden Willen zu sprechen? Na ich weis nicht……

      Kommentar melden
      • Gerd1948 sagte:

        @ichfreuemich Du musst das anders sehen. Bayern hat zwar eine junge Mannschaft, aber sie haben auch die Möglichkeit finanziell für einen Kader, der es ihnen erlaubt alle Positionen doppelt zu besetzen. So gesehen ist ihre1.Halbzeit einfach nur eine große Blamage, Bayern München hin oder her. Nach hinten raus kann man auch mal etwas auseinander fallen vom Ergebnis, auch zu einfache Gegentore bekommen, weil die Qualität eben einfach nicht da ist bei Özcan, Easy oder Czichos, aber diese Millionenstars müssten in ihrem Spiel des Jahres schon anders zu Werke gehen. Es war schon nach 5 Minuten zu sehen wie überlegen Bayern spielen und kombinieren durfte.

        Kommentar melden
  5. Dirch sagte:

    Hallo, ich würde gerne wissen ob in den Foren der Mainzfans auch so schnell von „bedrohlichen“ Szenarien geschrien wird. Mainz hat jetzt 3 Spiel in Folge verloren, weil Herr Srreich die vor Wochen nach Europa kommentiert hat und die einen Höhenflug hatten…
    Natürlich nicht, sondern weil Mannschaften wie Mainz, Augsburg, Bielefeld und unser FC immer 100 Prozent erreichen müssen um was zu holen.
    Das funktioniert aber nirgendwo. Also einfach mal Ruhe aushalten, auch wenn die nächsten 3 Spiele nur 1 Punkt ergeben. Wir sind auf einem Weg und noch lange nicht angekommen.
    Grüße

    Kommentar melden

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar