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„Wollen weiterkommen“: FC reist selbstbewusst nach Potsdam


Drei Siege trennen den 1. FC Köln noch vom großen Traum, dem Finale im eigenen Wohnzimmer: Im Achtelfinale des DFB-Pokals müssen die FC-Frauen jedoch zunächst die hohe Hürde Turbine Potsdam am Sonntag (13 Uhr) überspringen. Ein Quartett bereitet dem Trainer derweil einige Sorgen.

Köln – Fast zwei Wochen liegt der wichtige 2:0-Erfolg gegen Jena in der Bundesliga nun zurück. Mit dem Selbstvertrauen aus dem Sieg im Duell der Aufsteiger hätten die Kölnerinnen liebend gerne direkt wieder auf dem Platz gestanden, doch die Länderspielpause kam dazwischen. Hadern möchte der Trainer Sascha Glass deswegen nicht: „Wir sind viele Unterbrechungen gewohnt, gerade zum Beginn einer Saison.“

Nationalspielerinnen unverletzt wieder in Köln

Alle fünf Nationalspielerinnen sind derweil unverletzt wieder in Köln eingetroffen. Adriana Achcinska und Weronika Zawistowska (beide Polen), Rachel Rinast (Schweiz), Sharon Beck (Israel) und Amber Barrett (Irland) waren mit ihren Auswahlteams unterwegs. Beck war dabei am Dienstag immerhin noch ganz in der Nähe im Einsatz: Sie stand beim 0:7 gegen Deutschland über die volle Distanz auf dem Rasen. Zu den Beobachtern auf den Rängen des Essener Stadions an der Hafenstraße zählte auch Sascha Glass.

Um den personellen Aderlass in den Einheiten während der Pause auszugleichen, berief der Coach derweil vier Spielerinnen aus der eigenen U17 ins Training. „Sie haben sich ordentlich eingefügt. Man merkt aber schon, dass es für sie ein großer Sprung im athletischen und taktischen Bereich ist“, resümiert der Übungsleiter.

Wir müssen auf der Hut sein

Die Vorfreude auf das Pokalspiel am Sonntag steigt derweil von Tag zu Tag. „Es wird ein kampfbetontes Spiel“, vermutet Glass und gibt sich zugleich ehrgeizig: „Wir wollen eine Runde weiterkommen.“ Potsdam habe eine sehr gute Offensive, „die aus der Tiefe hinter die gegnerische Abwehrkette kommt, da müssen wir auf der Hut sein.“ Dennoch wolle er sich keineswegs nur aufs Verteidigen konzentrieren: „Wir wollen wieder mutig im Pressing sein und die nötige Ruhe im Ballbesitz behalten, wie schon gegen Wolfsburg und Jena.“

Jana Beuschlein wird dem FC dabei nicht zur Verfügung stehen. Die Offensivspielerin befand sich bereits auf einem guten Weg zurück ins Team, doch unlängst wurde beim 26-jährigen Sommer-Neuzugang eine angerissene Sehne entdeckt. Dies wird vermutlich noch eine mehrwöchige Pause nach sich ziehen. Elvira Herzog bekam im Training aus kurzer Distanz einen Schuss an den Kopf und plagt sich derweil mit Symptomen einer Gehirnerschütterung. Für sie wird vermutlich Pauline Nelles als zweite Torfrau in den Kader rutschen. Mandy Islacker trug ein geschwollenes Knie aus dem Jena-Spiel davon und konnte zuletzt nur individuell trainieren. Ebenfalls offen sind die Einsätze von Irini Ioannidou, Sharon Beck und Weronika Zawistowska.

Das Spiel in Potsdam wird am Sonntag im Internet live vom DFB-TV gestreamt. In der Bundesliga treffen beide Teams nur 14 Tage nach dem Pokal-Duell erneut aufeinander, dann jedoch am Geißbockheim.

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