1.FC Köln Training von links: Co-Trainer Frank Kaspari (1.FC Köln), Trainer Markus Gisdol (1.FC Köln) 23.08.2019 Herbert Bucco

Der Job der Aussortierten? Kaspari noch immer beim FC!

Überraschung beim 1. FC Köln: Frank Kaspari, ehemals Co-Trainer unter Markus Gisdol, ist weiterhin bei den Geißböcken beschäftigt. Einen entsprechenden Bericht des Express bestätigte der FC am Mittwoch dem GEISSBLOG. Der 51-jährige hat die Position des “Development Coach” übernommen, die zuvor Manfred Schmid besetzt hatte. 

Köln – Der Posten des Leihspieler-Betreuers ist relativ neu beim 1. FC Köln. Im Winter 2019/20 entschied sich der damals neue Trainer Markus Gisdol, neben seinem langjährigen Co-Trainer Frank Kaspari nur einen weiteren Assistenten im Team zu behalten. Er musste sich zwischen André Pawlak und Manfred Schmid entscheiden – und entschied sich bekanntlich für Pawlak.

Für Schmid für der Posten erst geschaffen

Für Schmid, der noch einen langfristigen Vertrag bei den Geißböcken besaß, gab es keinen Platz mehr. Doch der FC konnte oder wollte den einstigen Assistenten von Peter Stöger nicht abfinden und suchte nach einer neuen Aufgabe. Diese fanden die Verantwortlichen um den damaligen Sportchef Horst Heldt in einer neu geschaffenen Position: dem Leihspieler-Betreuer, auf Neu-Deutsch “Development Coach”.

Dann aber kam Corona, und Schmid konnte seinen Aufgaben nur noch in Teilen nachgehen. Reisen zu den verliehenen Spielern waren kaum möglich, persönliche Treffen ebenso nicht. Einige Monate ließ man beim FC dies noch geschehen, dann trennte man sich – Schmid ist inzwischen Cheftrainer bei Austria Wien.

Ein Betreuer für nur vier Leihspieler

Seitdem schien der Posten verwaist. Der 1. FC Köln hat inzwischen nur noch zwei Profis verliehen, Dimitris Limnios und Robert Voloder. Darüber hinaus sind aus der U21 Oliver Schmitt und Leon Schneider verliehen, wobei Schneider in den Planungen des FC ohnehin schon keine Rolle mehr spielt. Einen Leihspieler-Betreuer für vier verliehene Spieler?

Es schien, als ob gerade der klamme 1. FC Köln in seiner finanziell angeschlagenen Lage das Geld an anderer Stelle gebrauchen könnte denn als Betreuung von vier Spielern (zuletzt noch fünf, ehe Yann Bisseck verkauft wurde). Doch beim 1. FC Köln hatte man erneut die Situation, dass man nicht wusste, was man mit einem ehemaligen und eigentlich freigestellten Co-Trainer der Profis machen sollte. Und womöglich ergab sich so eine Situation, um doch noch etwas Geld zu sparen.

Wechsel nach Russland abgelehnt

Denn während Markus Gisdol im April 2021 entlassen und abgefunden worden war, hatte dies für Frank Kaspari nicht gegolten. Der im Sommer 2020 verlängerte Vertrag des 51-jährige war weitergelaufen, eine Aufgabe hatte der freigestellte Gisdol-Assistent bei den Geißböcken aber nicht mehr übernommen. Bis zum Sommer: Dann entschied man beim FC, den Posten des Development Coach neu besetzen zu wollen – und gab Kaspari den Job.

Nach GEISSBLOG-Informationen soll Kaspari sich aktiv um den Job beworben und gewissenhaft darauf vorbereitet haben. Einen Wechsel nach Russland zu Lokomotive Moskau, wo Kasparis langjähriger Chef, Markus Gisdol, inzwischen beschäftigt ist, lehnte der 51-jährige ab. Stattdessen wurde sein Assistenztrainer-Vertrag beim FC in den Aufgabenbereichen und auch finanziellen Konditionen angepasst, sodass die Geißböcke zumindest Teile des weiterhin fälligen Assistentengehalts einsparen konnten. Nun kümmert er sich also um Limnios und Co., schaut sich Trainingseinheiten und Spiele der Spieler vor Ort an, führt den persönlichen Austausch und berichtet an die sportliche Abteilung der Geißböcke unter Jörg Jakobs und Thomas Kessler.

Dem Posten hängt ein schlechter Ruf nach

Der Eindruck bleibt jedoch, dass der 1. FC Köln erneut einen eigentlich Aussortierten weiter beschäftigt hat. Dazu passt, dass der FC diese Personalie nie kommunizierte – und das, obwohl teilweise selbst Veränderungen in der physiotherapeutischen Abteilung als Meldung auf der Website erscheinen. In der jüngeren Vergangenheit blieben Personalien immer nur dann unter Verschluss, wenn die Verantwortlichen die öffentliche Reaktion fürchteten.

So hängt der Position des Leihspieler-Betreuers inzwischen ein entsprechender Ruf nach. Erst Schmid, nun Kaspari – der FC besetzte die Rolle zwar fraglos mit Bundesliga-erfahrenen Trainern, jedoch gleichzeitig jeweils mit ehemaligen Assistenten, für die man in ihrer eigentlichen Rolle keine Verwendung mehr hatte. Die Verantwortlichen bezeichnen die Aufgaben des Leihspieler-Betreuers zwar als wichtig, und gerade in den letzten zwei Spielzeiten traf dies aufgrund von jeweils zehn verliehenen FC-Profis durchaus zu. Ob man jetzt jedoch weiterhin einen Mitarbeiter in dieser Position zwingend benötigt hätte, bleibt alleine schon aufgrund der finanziellen Engpässe und der geringen Anzahl an Leihspielern fraglich.

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