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Der Job der Aussortierten? Kaspari noch immer beim FC!


Überraschung beim 1. FC Köln: Frank Kaspari, ehemals Co-Trainer unter Markus Gisdol, ist weiterhin bei den Geißböcken beschäftigt. Einen entsprechenden Bericht des Express bestätigte der FC am Mittwoch dem GEISSBLOG. Der 51-jährige hat die Position des „Development Coach“ übernommen, die zuvor Manfred Schmid besetzt hatte. 

Köln – Der Posten des Leihspieler-Betreuers ist relativ neu beim 1. FC Köln. Im Winter 2019/20 entschied sich der damals neue Trainer Markus Gisdol, neben seinem langjährigen Co-Trainer Frank Kaspari nur einen weiteren Assistenten im Team zu behalten. Er musste sich zwischen André Pawlak und Manfred Schmid entscheiden – und entschied sich bekanntlich für Pawlak.

Für Schmid für der Posten erst geschaffen

Für Schmid, der noch einen langfristigen Vertrag bei den Geißböcken besaß, gab es keinen Platz mehr. Doch der FC konnte oder wollte den einstigen Assistenten von Peter Stöger nicht abfinden und suchte nach einer neuen Aufgabe. Diese fanden die Verantwortlichen um den damaligen Sportchef Horst Heldt in einer neu geschaffenen Position: dem Leihspieler-Betreuer, auf Neu-Deutsch „Development Coach“.

Dann aber kam Corona, und Schmid konnte seinen Aufgaben nur noch in Teilen nachgehen. Reisen zu den verliehenen Spielern waren kaum möglich, persönliche Treffen ebenso nicht. Einige Monate ließ man beim FC dies noch geschehen, dann trennte man sich – Schmid ist inzwischen Cheftrainer bei Austria Wien.

Ein Betreuer für nur vier Leihspieler

Seitdem schien der Posten verwaist. Der 1. FC Köln hat inzwischen nur noch zwei Profis verliehen, Dimitris Limnios und Robert Voloder. Darüber hinaus sind aus der U21 Oliver Schmitt und Leon Schneider verliehen, wobei Schneider in den Planungen des FC ohnehin schon keine Rolle mehr spielt. Einen Leihspieler-Betreuer für vier verliehene Spieler?

Es schien, als ob gerade der klamme 1. FC Köln in seiner finanziell angeschlagenen Lage das Geld an anderer Stelle gebrauchen könnte denn als Betreuung von vier Spielern (zuletzt noch fünf, ehe Yann Bisseck verkauft wurde). Doch beim 1. FC Köln hatte man erneut die Situation, dass man nicht wusste, was man mit einem ehemaligen und eigentlich freigestellten Co-Trainer der Profis machen sollte. Und womöglich ergab sich so eine Situation, um doch noch etwas Geld zu sparen.

Wechsel nach Russland abgelehnt

Denn während Markus Gisdol im April 2021 entlassen und abgefunden worden war, hatte dies für Frank Kaspari nicht gegolten. Der im Sommer 2020 verlängerte Vertrag des 51-jährige war weitergelaufen, eine Aufgabe hatte der freigestellte Gisdol-Assistent bei den Geißböcken aber nicht mehr übernommen. Bis zum Sommer: Dann entschied man beim FC, den Posten des Development Coach neu besetzen zu wollen – und gab Kaspari den Job.

Nach GEISSBLOG-Informationen soll Kaspari sich aktiv um den Job beworben und gewissenhaft darauf vorbereitet haben. Einen Wechsel nach Russland zu Lokomotive Moskau, wo Kasparis langjähriger Chef, Markus Gisdol, inzwischen beschäftigt ist, lehnte der 51-jährige ab. Stattdessen wurde sein Assistenztrainer-Vertrag beim FC in den Aufgabenbereichen und auch finanziellen Konditionen angepasst, sodass die Geißböcke zumindest Teile des weiterhin fälligen Assistentengehalts einsparen konnten. Nun kümmert er sich also um Limnios und Co., schaut sich Trainingseinheiten und Spiele der Spieler vor Ort an, führt den persönlichen Austausch und berichtet an die sportliche Abteilung der Geißböcke unter Jörg Jakobs und Thomas Kessler.

Dem Posten hängt ein schlechter Ruf nach

Der Eindruck bleibt jedoch, dass der 1. FC Köln erneut einen eigentlich Aussortierten weiter beschäftigt hat. Dazu passt, dass der FC diese Personalie nie kommunizierte – und das, obwohl teilweise selbst Veränderungen in der physiotherapeutischen Abteilung als Meldung auf der Website erscheinen. In der jüngeren Vergangenheit blieben Personalien immer nur dann unter Verschluss, wenn die Verantwortlichen die öffentliche Reaktion fürchteten.

So hängt der Position des Leihspieler-Betreuers inzwischen ein entsprechender Ruf nach. Erst Schmid, nun Kaspari – der FC besetzte die Rolle zwar fraglos mit Bundesliga-erfahrenen Trainern, jedoch gleichzeitig jeweils mit ehemaligen Assistenten, für die man in ihrer eigentlichen Rolle keine Verwendung mehr hatte. Die Verantwortlichen bezeichnen die Aufgaben des Leihspieler-Betreuers zwar als wichtig, und gerade in den letzten zwei Spielzeiten traf dies aufgrund von jeweils zehn verliehenen FC-Profis durchaus zu. Ob man jetzt jedoch weiterhin einen Mitarbeiter in dieser Position zwingend benötigt hätte, bleibt alleine schon aufgrund der finanziellen Engpässe und der geringen Anzahl an Leihspielern fraglich.

19 Kommentare
  1. Haarspalta sagte:

    Die Vertragsverlängerung war natürlich völlig verkehrt, aber wenn man ihn nunmal auf der Lohnliste hat, ist es doch gut, wenn auch etwas dafür tut. Klar ist das mehr oder weniger ein Frühstücksdirektorposten, aber wenn er die vier Jungs dann sauber betreut – so what?
    Immernoch besser als ihm die Kohle einfach zu schenken

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  2. Haarspalta sagte:

    Nachtrag: Kommunikationspolitik vom Verein SCHON WIEDER katastrophal. Wie schon bei Schmid, wo man gegensätzliche Aussagen dazu hatte, ob er den Job nun hat oder nicht.
    Sowas geht einfach nicht. Ich weiß nicht, wer das zu verantworten hat, ob GF oder Präsidium, aber den Leuten muss man mal ernsthaft ihren Job erklären.

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  3. Struwwelpeter sagte:

    Finde ich jetzt nicht ganz so schlimm. Es ist sicher gut, wenn die Leihspieler einen direkten Kontakt zum Club haben und betreut werden. Man stelle sich vor, einer kommt richtig groß raus beim Leihverein und wir haben keine Chance den Spieler zu halten, da kein regelmäßiger Kontakt mit dem FC besteht. Wenn auch die Vertragskonditionen angepasst wurden, passt doch alles. Es heißt ja im Artikel, Kaspari hat sich darauf beworben. Daher gehe ich mal davon aus, die Stelle wäre so oder so besetzt worden. Einmal sind es 4 Spieler, dann 5, dann 10 usw. . Da das von Saison zu Saison wechselt vertraue ich darauf, dass das Stellenprofil entsprechend breite Aufgabenbereiche beinhaltet. Und wer weiß wer im Winter noch zum zusätzlichen Leihspieler wird? Kandidaten gibt es ja.

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      • kalla lux sagte:

        Jo im Scouting haben wir grossen Bedarf.
        Aber ausgerechnet jemand der mit dazu beigetragen hat ( oder nicht widersprochen) , das die hälfte des jetzigen Kaders verliehen wurde.
        Ob dieser Mann unbedingt der richtige zum Scouten ist, lasse ich mal so dahingestellt!
        Meiner Meinung nach angeln viele die selbst gekickt haben die guten Transfers. Was am Auge liegt *^____^*
        Natürlich gibt es auch Ausnahmen, trotzdem finde ich den Kaspari jetzt nicht unbedingt als passend!

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        • Boom77 sagte:

          Um zu beurteilen, was Kaspari bei den Leihgeschäften mit zu verantworten hat, fehlt Dir sicherlich der nötige Einblick. Außerdem gibt es in so einer Scouting-Abteilung unterschiedliche Positionen, die es zu besetzen gilt. Redet ja keiner davon, ihn zum „Chef-Scout“ zu machen. Seine Arbeitskraft wäre meines Erachtens im Scouting defintitiv besser zu gebrauchen als im Rahmen der Betreuung dreier Leihspieler.

          Im Übrigen heißt der Chef-Scout beim BVB seit 01.01.2017 Markus Pilawa. Schon mal was von dem gehört? Oder sagt dir der Name Johann Eder etwas? Das ist der Leiter der Scoutingabteilung von RB Salzburg seit Sommer 2020. Das sind ausweislich zwei Vereine, die sehr gut „scouten“. Ganz ohne, dass dies jemand verantwortet, der selbst Profifußball gespielt hat.

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  4. Norbert Furmanek sagte:

    Leihspieler- Betreuer ? Gib dem Kind einen Namen und du hast wieder jemanden unter`s Volk gebracht ! Mich würde mal interessieren ob andere Bundesligisten so etwas in ihrem Kader haben. Normalerweise müsste das durch die Scoutingabteilung mitgetragen werden. Und das ist wieder 1 Punkt wo ich mich frage , hat der Vorstand zu viel Geld ? Gerade in diesen Zeiten ? Beschäftigen ist das Eine , aber dann sinnvoll.

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