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Der zweifelhafte Titel der Comeback-Könige


Der 1. FC Köln hat zum fünften Mal in dieser Bundesliga-Saison nach einem Rückstand noch gepunktet. Die Geißböcke sind damit die Comeback-Könige der Liga, keine andere Mannschaft nimmt den Gegnern so häufig die Butter vom Brot und nach Rückständen doch noch etwas Zählbares mit. Doch dieser Titel hat einen bitteren Beigeschmack.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Es ist lobenswert, dass der 1. FC Köln niemals aufgibt, sich nicht von Rückschlägen aus dem Konzept bringen lässt, am Weg des Steffen Baumgart festhält, immer daran glaubt, ein Spiel noch drehen zu können. Diese Moral ist außergewöhnlich, dieser Wille die Grundlage für eine erfolgreiche Saison, dieser Kampfgeist eine Botschaft an jeden Gegner, sich niemals sicher fühlen zu können.

Gegen Freiburg, Leipzig und Frankfurt war es noch so gewesen, als die Kölner dreimal in Folge ein 1:0 nicht über die Zeit bringen konnten und sich mit jeweils einem Punkt zufrieden geben mussten. Gegen Hertha, München, Fürth, Leverkusen, Union und nun Mainz waren es dagegen Rückstande, die die Kölner noch ausgleichen konnten. Nur gegen die Bayern verlor der FC am Ende trotzdem. In den anderen fünf Partien holte die Baumgart-Truppe nach Rückständen noch neun Punkte.

Zu wenige Punkte für zu gute Leistungen

Das ist eine starke Bilanz. Doch wo könnten die Geißböcke stehen, wenn sie eben nicht ständig in Rückstand geraten würden? Auch in Mainz hätten die Geißböcke schon 2:0 oder gar 3:0 führen können, als es schließlich hinten klingelte. Der Verlauf der ersten Halbzeit war ein Muster der bisherigen Saison: Der FC lässt vorne zu viele Chancen liegen und legt sich stattdessen hinten immer wieder selbst ein Ei ins Nest.

Daher darf es kein Vertun geben: Für Bundesliga-Siege braucht es mehr als nur den Willen, nach Rückschlägen zurückzukommen. Keine Frage: Es macht Spaß, dem FC zuzusehen. Ob Dortmund, Union oder Mainz – der FC hat all diese Mannschaften beherrscht. Davon hatte man vor der Saison nur träumen können. Trotzdem stehen unter dem Strich schon seit Wochen zu wenige Punkte für eigentlich zu gute Leistungen. Geduld ist gefragt, sicherlich. Aber auch die nötige Konzentration und Konsequenz in den entscheidenden Momenten. Und die fehlt den Comeback-Königen der Liga.

14 Kommentare
  1. Immerfc sagte:

    Aber auch die nötige Konzentration und Konsequenz in den entscheidenden Momenten. Und die fehlt den Comeback-Königen der Liga… ist dem so?
    Oder liegt es an den zu oft gemachten Fehlern die einem bundesliga tauglichen Spieler eigentlich nicht passieren dürfen…
    Mich würdemal interessieren wie oft horn und czichos in der bisherigen Saison schon gepatzt haben…
    Evtl reicht es eben nicht so ganz für die erste Liga…

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  2. wiwakoe sagte:

    Mir fehlen die Torschüsse und Tore von den anderen Spieler. Es sind zu wenige Tore von Anderson, Uth, Duda, Kainz, Thielmann und Co. Es ist gut was Modeste leistet, aber wer Modeste gut abgeschirmt braucht sich keine Sorgen zu machen. Es ist ja nicht so als könnte nur Modeste Tore machen, die anderen müssten es nur öfter tun. Sie können es alle aber daran muss gearbeitet werden.
    Meine Meinung

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  3. Hennes48 sagte:

    Und ergänzend noch: Was, wenn der FC mal in ein „Loch“ fällt?? Ich meine, aktuell spielt der FC meistens gut bis ordentlich-gefühlt phasenweise am Limit seiner Möglichkeiten. Dennoch ist die Punkteausbeute für den betriebenen Aufwand etwas zu niedrig. Und dazu noch völlig abhängig von Modeste. Sollte er nun ausfallen darf man gespannt sein, wie die Mannschaft dann zu Toren gelangt…also vorne…hinten ist es ja deutlich einfacher…:-))) sorry-aber der musste noch sein!!!

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  4. andi sagte:

    Für mich zählt nach wie vor nur der Nichtabstieg. Und wenn ich sehe was die Truppe leistet bin ich überzeugt, dass wir auch nix mit dem Abstueg zu tun haben werden. Aber was wäre nun wenn wir mit 4 bis5 Punkten mehr bei Europa anklopfen würden? Ich bin der Meinung, das die Erwartungshaltung dann viel zu hoch und damit der Druck auf die Mannschsft immer größer wird. Lasst uns doch den „neuen FC“ weiter genießen (ja das tue ich) Wenn das Team das Vertrauen der Fans zu spüren bekommt werden sie uns bald auch wieder mit Siegen belohnen. Am besten vlt. gleich am Samstag gg. die „anderen“

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  5. kalla lux sagte:

    Das was im Moment geschrieben und gesagt wird, ist alles richtig.
    Aber wie ich gestern in einem anderen Artikel schon geschrieben habe hat das ganze aber auch mit Qualität zu tun. Hinten ist man zu anfällig, der Gegner muss nur früh attackieren, damit bei unserm TW und unseren IV ein halber Herzinfarkt zustande kommt.
    Und dann passieren diese Fehler. Genau da fehlt es an der Feinabstimmung. Manchmal ist weniger mehr und ein langer Ball heiligt dann auch mal als Mittel zum Zweck.
    Hinzu kommt das eigentlich hinten andauernd die IV wechseln (bis auf einen).
    Ein Einspielen nach 12 Spieltagen, oder eingespielt sein, könnte und würde nicht Schaden.
    Vorne ist es leider so, das durch die immense Laufarbeit , manche Spieler keinerlei Konzentration mehr beim Abschluss haben. Andersson kann Mo nicht ersetzen.
    Bei Duda passiert genau das was bei Hertha passiert ist, er fällt in ein Loch und kommt da nicht raus.
    Kainz muss beide Aussen spielen, da es Uth immer wieder in die Mitte zieht.
    Und Flanken und gleichzeitig Torschuss geht nun mal nicht.
    Wie gesagt, hinzu kommt das die Hohe Laufarbeit immer an der Konzentration der einzelnen Spieler nagt.
    Man kann nun sagen, der Fussball ist aber doch topp!
    Und ja ist er, bis auf das Endergebnis. Was aber eben an der Werkzeugeinstellung liegt.
    Wen eine Uhr zu schnell läuft, muss sie auch an kleinen Rädchen langsamer gestellt werden.
    Da hilft es wenig, wenn man sagt sie läuft doch gut. Könnte aber genauer laufen.
    Genau für solche Dinge ist aber der Uhrmacher (Trainer) zuständig.
    Genau das sind die Dinge die einen guten Uhrmacher ausmachen.
    Nur die Uhr am laufen halten (SCP) reicht dann eben nicht um ein Guter zu sein!

    Einen schönen Tag noch

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  6. Norbert Furmanek sagte:

    Comeback -Könige ! Ist auch was ,oder ? Wieviele Mannschaften das ? Und es ist doch ein gutes Zeichen , dass sich die Mannschaft nicht aufgibt. Und ja die Burschen schießen zu wenige Tore bzw. lassen Chancen liegen . Warum ? Zu überhastet ! Mehr Ruhe am Ball . sich den Torwart ausgucken . auch mal den schwächeren Fuß nehmen . Dazu kommt dass die Defensive zu leichte Gegentore zulässt. Die meissten durch individuelle Fehler ( Czichos , Horn ) Auch daran muß gearbeitet werden

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  7. Kurti sagte:

    Letztes Saison war es so: ein Rückstand mit 1 Gegentor und der FC war mausetot.
    Da ist es nun ja schon mal besser.
    Diese ganzen Hätte,Wenn,Aber von Herrn Merten bringt niemanden etwas.
    Ich weiß auch nicht, in wie vielen Artikeln das jetzt hier in seit dem Wochenende noch wiederholt werden soll im Geißblog.

    Für mich steht der FC schon ziemlich genau da wo ich ihn leistungsmäßig einschätze.

    Wenn wir mehrere Spieler hätten die Großchancen reinmachen, dann würden diese nicht beim FC spielen.

    Wichtig ist nur, das der FC nicht absteigt.
    Und da sind wir auf einem sehr gutem Weg grade.

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