1. FC Kˆln 1. FC Kˆln, Training, von links: Thomas Kessler, Steffen Baumgart 1. FC Kˆln, 22.11.2021, Bild: *** 1 FC Kˆln 1 FC Kˆln, training, from left Thomas Kessler, Steffen Baumgart 1 FC Kˆln , 22 11 2021, pic. DUS900

FC scheitert an sich selbst: “Waren die deutlich bessere Mannschaft”

Der 1. FC Köln tritt tabellarisch auf der Stelle. Seit dem letzten Saisonsieg am 1. Oktober gegen die SpVgg Greuther Fürth konnten die Kölner nur drei Punkte einfahren. Damit ist der FC inzwischen vom sechsten auf den zwölften Platz abgerutscht. Wirklich glücklich war man auch einen Tag später mit dem Remis in Mainz zwar nicht, dennoch blickt man am Geißbockheim positiv auf das bevorstehende Derby. 

Köln – Wirklich viel vorwerfen konnte man dem 1. FC Köln am Sonntagabend in Mainz nicht. Insbesondere in der ersten Halbzeit zeigten die Geißböcke eine starke Partie und dominierten die 05er vom eigenen Strafraum bis zum gegnerischen Tor praktisch nach Belieben. Dass es zur Pause jedoch aus Kölner Sicht 0:1 statt 3:0 stand, war zum einen der mangelnden Chancenverwertung geschuldet, und zum anderen einem erneut leichtfertig zugelassenen Gegentreffer.

Deshalb sehe ich keine Gefahr

“Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht”, befand daher auch Thomas Kessler einen Tag nach dem 1:1-Unentschieden. Gerade gegen die in dieser Saison defensiv enorm starken Mainzer (nur Freiburg hat noch weniger Gegentore kassiert), erarbeitete sich der FC im ersten Durchgang gleich drei hochkarätige Torchancen. In der eigenen Defensive hatten die Kölner selbst derweil relativ wenig zu tun bekommen. “Es wird immer darüber gesprochen, dass Gegner wie Dortmund oder Mainz gegen uns gar nicht so spielen, wie man sie kennt. Das hat aber auch viel mit dem Auftreten unserer Mannschaft zu tun und das muss man schon loben”, resümierte der sportliche Leiter am Montag, sagte aber auch: “Heute fühlt es sich ein bisschen schlechter an, weil wir deutlich die bessere Mannschaft waren.”

Wie schon in Freiburg, Frankfurt und Dortmund hätte der FC auch in Mainz aufgrund der Leistung mehr Zählbares mit nach Hause bringen können. So jedoch bleiben die Kölner weiterhin ohne Auswärtssieg in dieser Saison – und in der Tabelle auf Rang zwölf. “Wir stehen in der Tabelle sehr positiv und in dem Bereich, in dem wir uns vor der Saison eingeschätzt haben. Deshalb sehe ich da keine Gefahr”, meinte Kessler darauf angesprochen, ob das viele Lob für die Spielweise des FC nicht aufgrund der mangelnden Belohnung auch ein Risiko darstelle.

Modeste in der Mediapark-Klinkik

Dass die Geißböcke aktuell zu abhängig von Anthony Modeste seien, sieht Kessler derweil nicht so. “Tony profitiert von der Art und Weise, wie wir Fußball spielen und wie wir uns die Chancen erarbeiten”, sagte der ehemalige Keeper und merkte an, dass andere Spieler sich auch in entsprechende Abschlusspositionen bringen, aktuell jedoch noch am Abschluss scheitern würden. Das beste Beispiel ist dabei Ondrej Duda, der in der 20. Minute zunächst an Zentner scheiterte, ehe er den Nachschuss über das völlig verwaiste Tor jagte. “Manchmal hat man ein bisschen Glück und manchmal eben nicht. Mark Uth macht das Tor in Dortmund ja auch, wo ihm der Ball vorher an den Arm springt. Wir müssen als Mannschaft mit dem Trainer daran arbeiten, dass die Bälle am Ende im Tor landen.”

Ob Modeste am Samstag im Derby gegen Borussia Mönchengladbach wieder mitwirken kann oder ob andere Spieler für den Torjäger in die Bresche springen müssen, war am Montag unterdessen noch nicht abzusehen. Nach seiner Verletzung am Becken ließ sich der Franzose zu Wochenbeginn in der Mediapark-Klinkik untersuchen. “Momentan gehen wir nicht davon aus, dass es ein strukturelles Problem ist, sondern wirklich eine schwere Prellung”, meinte Kessler, der bereits voller Vorfreude auf das Derby blickt: “Für die Jungs gibt es nicht Schöneres, als vor 50.000 Zuschauern das Derby zu erleben. Klar geht es um drei Punkte, aber in der Region geht es um viel mehr. Ich erwarte viele Emotionen auf dem Platz. Emotionen gehören zu einem Derby dazu. Das wird auch auf den Rängen so sein und in einigen Situationen sicherlich auch auf den Trainerbänken”, spielte der sportliche Leiter noch einmal auf die Unruhen zwischen den Trainern am Sonntag in Mainz an und fügte hinzu: “Wenn man Steffen Baumgart als Trainer hat, wird es auf der Bank sicherlich nicht emotionslos vonstattengehen.”

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