1. FC Köln, Training, Ellyes Skhiri (1. FC Köln), 22.11.2021, Bild: Herbert Bucco

Skhiris Rückkehr wird für den FC zum Luxusproblem

Ellyes Skhiri ist beim 1. FC Köln zurück auf dem Platz. Der Tunesier wurde am Sonntag in Mainz erstmals nach seiner Knieverletzung wieder eingewechselt. Derweil hat sich Salih Özcan mit immer besseren Leistungen in den Vordergrund gespielt. Für Trainer Steffen Baumgart wird die Rückkehr des 26-jährigen demnach zum Luxusproblem – und zu einer taktischen Frage. 

Köln – Es wirkte wie die Belohnung seiner starken Leistungen der letzten Wochen: Gegen den 1. FSV Mainz 05 feierte Salih Özcan in seinem 74. Bundesliga-Spiel seinen ersten Treffer im FC-Dress. Nicht zum ersten Mal in den letzten Wochen gehörte der Mittelfeldspieler auch in Mainz zu den präsentesten Spielern auf dem Platz – und das nicht nur aufgrund seines Kopfballtores in der 47. Minute.

Sein Entwicklung war sehr positiv

“Er hat wieder mal alles reingeworfen. Mit seiner Zweikampfstärke hat er ein gutes Spiel gemacht”, lobte auch Sportchef Jörg Jakobs nach der Partie die Leistung des Kölner Eigengewächs. Auch Thomas Kessler freute sich für seinen ehemaligen Mitspieler: “Er hat in den vergangenen Wochen gezeigt, warum wir uns dazu entschlossen haben, den Weg mit ihm im Sommer weiterzugehen. Zwischendrin hatte er auch keine leichte Phase. Der Trainer stand aber immer mit Salih in Kontakt und hat ihm mitgeteilt, was er von ihm erwartet. Seine Entwicklung in den vergangenen Wochen war sehr positiv.”

Seit der Verletzung von Skhiri in der vorletzten Länderspielpause hat Özcan als einziger Spieler inklusive DFB-Pokal keine einzige Minute auf dem Platz verpasst. Beim 0:5 in Hoffenheim als alleiniger Sechser noch mit großen Problemen, spielte Özcan fortan meist gemeinsam mit Dejan Ljubicic in der Mittelfeldzentrale. Lediglich gegen Bayer 04 Leverkusen kam der gebürtige Kölner auf der halbrechten Achterposition zum Einsatz. Mit dem Österreicher an seiner Seite machte Özcan seine stärksten Spiele. “Es ist grundsätzlich eine Herausforderung für einen Spieler, alleine auf der Sechs zu spielen”, wollte Jörg Jakobs die positionsbezogenen Schwierigkeiten nicht nur alleine auf Özcan beziehen. “Es wird nicht nur Salih so gehen, dass er sich mit einer Doppel-Sechs wohler fühlt. Das ist eine Entwicklung, die er nehmen muss. Irgendwann ist er vielleicht in der Lage, alleine auf der Sechs zu spielen. Momentan tut es ihm gut, wenn noch jemand neben ihm spielt.” Darauf angesprochen stimmte auch Özcan selbst in den Tenor des Sportdirektor mit ein und sagte: “Es gibt mehr Sicherheit im Team, wenn man mit zwei Sechsern spielt. Die Räume werden für die Gegner dann auch enger.”

Gegen Gladbach weiter mit Doppelsechs?

Alleine auf der Sechs kann beim 1. FC Köln nur Ellyes Skhiri spielen, weshalb Baumgart zuletzt von einem 4-4-2 mit Raute auf ein 4-2-3-1 mit Doppel-Sechs umstellte. Gegen Borussia Mönchengladbach am kommenden Samstag könnte sich das aber wieder verändern. Durch Skhiris Rückkehr erhöhen sich für Steffen Baumgart die Optionen. Vor seiner Verletzung war Skhiri beim FC gesetzt und ist in Topform für die Kölner kaum zu ersetzen. Gegen Mainz wurde der Tunesier in der 68. Minute für Mark Uth eingewechselt, Ljubicic rückte in Folge eine Position weiter nach vorne. Ob Baumgart auch gegen Gladbach trotz der Skhiri-Rückkehr weiter auf die Doppel-Sechs setzt?

Mit Özcan, Ljubicic und Skhiri in der Startelf müsste ein offensiverer Spieler aus der Startelf weichen. Wie genau sich Baumgart für das Derby also personell entscheiden wird, werden erst die Eindrücke der Trainingswoche zeigen. Schwer vorstellbar jedoch, dass der Trainer Özcan nach seinen starken Leistungen zuletzt nun wieder aus der Startelf nehmen wird. Inzwischen befindet sich Salih Özcan mit seinen 23 Jahren sogar unter den Top 100 FC-Rekordspielern. Mit einem weiteren Einsatz gegen Gladbach würde der Mittelfeldspieler weitere drei Plätze gut machen. Ob mit oder ohne Ellyes Skhiri an seiner Seite.

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