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Glücksbringer Özcan: „Das Derby ist immer etwas Besonderes“


Wenn der 1. FC Köln am Samstag auf den Erzrivalen Borussia Mönchengladbach trifft, sollte Trainer Steffen Baumgart Salih Özcan besser nicht außen vorlassen. Zumindest, wenn er auf die Statistik vertraut. Denn der Ehrenfelder ist in den Derbys der jüngeren Vergangenheit ein wahrer Glücksbringer für den FC gewesen. Nach dem Training am Mittwoch warf Özcan einen Blick in die Vergangenheit sowie auf das kommende Duell. 

Köln – Vor nun mehr als fünf Jahren, am 21. September 2016, um genau zu sein, gab Salih Özcan sein Bundesligadebüt für den FC. Damals wurde er beim 3:1-Auswärtssieg auf Schalke eingewechselt und konnte direkt eine Tor-Vorlage beisteuern. Seitdem traf der FC acht Mal auf die Elf vom Niederrhein, fünf Spiele verlor der FC, drei konnte er für sich entscheiden. Wirft man einen Blick auf die drei Derbysiege des FC in dieser Zeit, fällt schnell die Konstante Salih Özcan auf. Immer, wenn Salih Özcan gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Platz stand, gewann der FC die Partie. Bei den besagten fünf Niederlagen kam er entweder nicht zum Einsatz, oder war durch seine Leihe zu Holstein Kiel gar nicht Teil der Mannschaft. Özcans persönliche Derbybilanz lautet also: drei Spiele, drei Siege.

Risses Hammer war ein besonderer Moment

An alle drei Spiele erinnert sich das FC-Eigengewächs gerne zurück, dabei blieb ihm besonders sein erstes Derby in Erinnerung, wie er am Mittwoch im Anschluss an das öffentliche Training zu Protokoll gab. Am 19. November 2016 gewann der FC mit 2:1 in Mönchengladbach. Marcel Risse schoss den FC damals bekanntlich per Traumtor zum Last-Minute-Sieg. Özcan schaut gerne auf diesen Moment zurück: „Als der Risse den Hammer ausgepackt hat, das war der Moment, an den man sich besonders erinnert.“ Und es war Özcan, der den Freistoß für Risse vorlegte, für ihn war dies – nicht ganz ernst gemeint – „die schönste Vorlage meiner Karriere“.

Vorfreude auf das „besondere Spiel“

Grundsätzlich blickt Özcan, der in den letzten Wochen durch die Verletzung von Ellyes Skhiri immer mehr in den Fokus gerückt war und sich dabei von Woche zu Woche verbesserte, mit großer Vorfreude auf das Prestige-Duell am Samstag. Für den gebürtigen Kölner sei es „immer ein besonderes Spiel, ein Derby vergisst man nie.“ Dabei blickt er positiv und mit Vorfreude auf das kommende Aufeinandertreffen: „Wir wissen, dass Gladbach eine sehr gute Mannschaft ist, aber wir wollen an unsere Leistungen anknüpfen und ein gutes Spiel machen, die Vorfreude ist schon groß.“

Sticheleien gehören dazu

Trotz, oder besonders wegen der extra Portion Emotionalität, freut sich Özcan auf das Duell mit der Fohlenelf. So erklärte Özcan, was für ihn das Besondere an einer Partie gegen Mönchengladbach ist: „Ich glaube, man ist in einem Derby einfach noch ein Stück heißer, ich persönlich zumindest. In den Zweikämpfen versucht man nochmal härter reinzugehen. Wenn es sein muss, kann es auch mal Sticheleien geben, das gehört dazu.“ Trotzdem fordert er seine Mannschaft auf, kühlen Kopf zu bewahren. Man müsse trotzdem „bei unseren Aufgaben auf dem Platz bleiben“ und diese gut erledigen.

Özcan will Glücksbringer bleiben

Um Özcans Einsatzchancen steht es nach seinen guten Leistungen zuletzt sicherlich nicht schlecht. Der abergläubige Teil der Kölner Fans wird also ganz besonders auf einen Einsatz Özcans hoffen. So sagte er zwar, dass „im Endeffekt der Trainer Formation und Aufstellung auswählt“, doch natürlich will er seine Qualitäten auch am Samstag mit einbringen, um so seine persönliche Erfolgsbilanz gegen den Erzrivalen auszubauen: „Hoffen wir, dass ich der Derby-Glücksbringer bleibe.“

18 Kommentare
  1. Martin Duda sagte:

    Also wenn das so ist, bringe ich am Samstag auch meinen Glücksbringer mit. Und zwar meine Derby-Unterhose, die ich seit 1997 stets zum Derby anziehe, und die natürlich niemals gewaschen werden darf.
    Ob sie wirklich Glück bringt weiß ich gar nicht, aber der Aberglaube wirds schon richten.

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