Steffen Baumgart im Gespräch mit Tim Lemperle. (Foto: Bucco)

Steffen Baumgart im Gespräch mit Tim Lemperle. (Foto: Bucco)

„Jungs für die Zukunft“: Baumgart fordert Geduld beim Nachwuchs

Tim Lemperle gehört zu den vielen talentierten Jungprofis beim 1. FC Köln. Nach seinem Debüt-Tor am dritten Spieltag in der Bundesliga musste sich der 19-Jährige zuletzt jedoch wieder vermehrt Spielpraxis in der Regionalliga holen. Steffen Baumgart nannte am Mittwoch die Gründe dafür. 

Köln – Sechs Mal stand Tim Lemperle in dieser Saison im Profi-Kader. Vier Mal davon wurde der Angreifer von Steffen Baumgart auch eingewechselt. Das Highlight des 19-Jährigen dürfte dabei freilich die Partie am dritten Spieltag gegen den VfL Bochum gewesen sein, als Lemperle in der Nachspielzeit sein erstes Bundesliga-Tor feiern konnte.

Kurz darauf verletzte sich der Youngster allerdings im Training am Sprunggelenk – und kommt seither überwiegend für die U21 zum Einsatz. Dass Lemperle jedoch zur Zeit außen vor scheint, konnte Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Freitag gegen den FC Augsburg nicht so stehen lassen: „Er ist nicht außen vor“, erklärte der Trainer und wurde dann beinahe emotional: „Ich würde das für alle gerne einmal sagen: Der Junge ist 19 Jahre alt. Das ist wie mit Jan Thielmann: Das sind junge Spieler, die sich entwickeln müssen.“

Wird auf lange Sicht eine Rolle spielen

Nur, weil viele Spieler bei ihrem Profi-Debüt immer jünger werden, schafft es nicht gleich jeder auch zum Leistungsträger in der Bundesliga. Für Steffen Baumgart ist dies jedoch völlig normal: „Ein 19-Jähriger muss nicht Stammspieler in der Bundesliga sein und er muss auch nicht jede Woche im Kader stehen.“ Am Mittwochabend war Lemperle stattdessen wieder für die U21 im Stadtderby gegen Fortuna Köln zum Einsatz gekommen, sodass der Stürmer gegen Augsburg am Freitag erneut nicht im Profi-Kader stehen wird. Dafür wartet am Montag bereits das nächste Pflichtspiel auf den gebürtigen Frankfurter. „Ich glaube, ein Spiel über 90 Minuten gegen Fortuna Köln und gegen die Zweite Mannschaft von Schalke 04 bringt ihm mehr, als bei uns fünf Minuten reinzukommen oder 90 Minuten auf der Bank zu sitzen“, erklärte Baumgart.

Langfristig, so deutete es Baumgart an, werden die Nachwuchsspieler wie Lemperle, oder aber auch Marvin Obuz und Jens Castrop, immer mehr in die Profimannschaft hineinwachsen. Zunächst ist jedoch Geduld gefragt. „Das sind Jungs für die Zukunft und das ist wichtig.“ Den Durchbruch in der Bundesliga traut der Trainer gerade Lemperle aber in jedem Fall zu, wenn auch noch nicht jetzt sofort: „Bei Tim können wir uns alle freuen, er wird in dieser Mannschaft auf lange Sicht eine Rolle spielen. Mit 19 muss er das aber noch nicht.“

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