Timo Horn in der Reha. (Foto: 1. FC Köln/247 FC)

Timo Horn in der Reha. (Foto: 1. FC Köln/247 FC)

T-Frage: Baumgart ist „gezwungen zu überlegen“

Timo Horn oder Marvin Schwäbe? Diese Frage wird Anfang des neuen Jahres beim 1. FC Köln im Mittelpunkt stehen. Horn wird nach seiner Knieverletzung aus dem Spiel gegen Mainz zurückkehren. Schwäbe wird nach fünf Spielen nahezu ohne Fehler um den Verbleib zwischen den Pfosten kämpfen. Entscheiden muss Trainer Steffen Baumgart. Und der weiß: Es wird ein enger Zweikampf.

Köln – Kurz vor Weihnachten hat der 1. FC Köln noch einmal einen Episode seiner Vereinsdoku 24/7 FC herausgebracht. Nach den sechs Punkten zum Hinrunden-Abschluss fiel die Stimmung der Folge fröhlich und besinnlich aus. Zwar hörte man Steffen Baumgart in der Halbzeitpause des Bielefeld-Spiels die Spieler angehen, nicht „arrogant“ aufzutreten. Doch am Ende der 17 Spiele bedankte sich der 49-Jährige für die 25 Punkte und eine starke Hinrunde.

Der FC-Trainer weiß um die große Herausforderung in der Rückrunde. Die Liga ist ausgeglichen, die Konkurrenz im Tabellenkeller nicht abgeschlagen, das Rennen in alle Richtungen offen. „Es könnte die erste Saison sein, in der man wirklich die 40 Punkte braucht“, sagte Baumgart. Doch wie der Kölner Übungsleiter in den vergangenen Monaten aufgetreten ist, lässt keinen Zweifel, dass ihn die 40 Punkte nur als erstes Ziel interessieren dürften. Platz acht bis zwölf hatte Baumgart für diese Spielzeit ausgegeben – und dafür wird es deutlich mehr Punkte benötigen.

Horn spricht über seine Verletzung

Fraglos wird es für dieses Ziel auch einen guten Torhüter brauchen, der der Mannschaft Sicherheit verleiht und dem Team auch mal ein Spiel rettet. Timo Horn stand in den ersten zwölf Bundesliga-Partien der Saison auf dem Feld und holte mit dem Team 15 Punkte. Dann verletzte sich die langjährige Nummer eins am Knie. Marvin Schwäbe rückte auf und holte aus den folgenden fünf Spielen zehn Punkte. Nach Silvester, wenn das Training am 2. Januar wiederbeginnen wird, wird Horn zurück auf dem Trainingsplatz erwartet – und damit in den Konkurrenzkampf im Tor eingreifen.

In der neuesten 24/7-Folge sprach Horn über die Hoffnung, die Nummer eins zu bleiben. „Ich hatte gedacht, dass das Knie nur überdehnt ist. Am nächsten Tag wurde es aber schlechter“, erzählte der 28-Jährige. Mit einem MRT habe man eigentlich nur auf Nummer sicher gehen wollen. Dann aber habe man festgestellt, „dass es schon ordentlich eingerissen ist“. Das Außenband im linken Knie meinte der Torhüter, den es bei dem Foul des Mainzers Onisiwo zwar deutlich schlimmer hätte treffen können. Am Ende war das Kalenderjahr aber trotzdem schon im November vorbei – vor dem Gladbach-Derby.

Duo gibt sich kämpferisch – Baumgart sieht offenes Rennen

Schwäbe rückte nach und machte seine Sache in den folgenden Spielen gut. „Für mich war es eine gute Chance“, sagte der 26-Jährige über machte keinen Hehl daraus, dass er nun die Nummer eins bleiben wolle. „Am Ende liegt es am Trainer zu entscheiden, was ihm gefällt und was ihm nicht gefällt. Ich bin gespannt.“ Bereits nach dem Heimsieg gegen den VfB Stuttgart, das erste Spiel der Saison ohne Gegentor, hatte Schwäbe erklärt, er wolle „natürlich“ auch im neuen Jahr im Tor bleiben.

Baumgart weiß also um seine beiden Torhüter. Horn unterstrich seine Mannschaftsdienlichkeit, indem er auch bei den Auswärtsspielen trotz Verletzung mit vor Ort war, so in Wolfsburg. Schwäbe betonte seinen Dank für Horns Unterstützung. Doch am Ende, sagte auch Horn, seien Torhüter „Einzelgänger im Teamsport“. Und diese wird Baumgart nun bewerten müssen. „Ich bin gezwungen zu überlegen“, gestand Baumgart, „weil es Marvin sehr, sehr gut gemacht hat“. Er habe sich noch nicht festgelegt. Und während Horn erklärte: „Mein Anspruch ist es die Nummer eins zu bleiben“, wird Baumgart das Weihnachtsfest nutzen, um sich noch einmal ein Bild zu machen, welcher Torhüter im kommenden Jahr zwischen den Pfosten stehen wird. Zumindest, sobald Horn wieder voll im Saft steht.

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