Die U19 des FC holt einen Punkt in Essen. (Foto: Tetzlaff)

Die U19 des FC holt einen Punkt in Essen. (Foto: Tetzlaff)

Beim „Team der Stunde“: U19 mit Pech zum Unentschieden

Nach dem verpatzten Start in die A-Junioren-Bundesliga nach der Winterpause gegen Münster hat die U19 des 1. FC Köln im Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Essen einen Punkt geholt. Nach 90 intensiven Minuten trennte sich der FC vom Tabellendritten 1:1 (0:1). Die Geißböcke konnten dabei eine Führung durch Vladislav Fadeev nicht über die Zeit bringen.

Aus Essen berichtet Lars Tetzlaff

Die Ausgangslage war vor dem Start der Saison nicht zu erwarten gewesen: Während die A-Junioren des 1. FC Köln mit 14 Punkten nach neun Spieltagen auf Platz acht der Tabelle zu finden waren, grüßten die Jungs von Rot-Weiß Essen mit 20 Punkten nach zehn Spielen vom dritten Tabellenplatz. So überraschend das auch klingen mag, RWE ging auf dem Papier als Favorit in das Match am Sonntagvormittag.

Im Vergleich zur Vorwoche rotierte Köln Trainer Stefan Ruthenbeck gegen das „Team der Stunde“, wie er die Essener bezeichnete, Luan Simnica für Ben Decker in die Startelf. Auf der anderen Seite stand dem FC ein Team aus zahlreichen Ex-Spielern der Nachwuchsleistungszentren aus Dortmund und Bochum gegenüber.

Eckball Essen – Tor Köln

Zu Beginn hatte der FC Mühe ins Spiel zu kommen. Nach dem 2:1-Sieg auf Schalke spürbar selbstbewusst, presste RWE früh und unterband den geordneten Spielaufbau der Gäste immer wieder erfolgreich. Die erste Torchance hatten dennoch die Kölner: Nach einem mit Tempo vorgetragenen Angriff wurde Mittelstürmer Damion Downs im letzten Augenblick beim Torabschluss aus acht Metern geblockt (18.). Auf der Gegenseite musste FC-Keeper Max Hagemoser im Herauslaufen Kopf und Kragen riskieren, um einen Essener Stürmer entscheidend zu stören (23.).

Die Kölner ließen sich aber nicht verunsichern. Kapitän Maxi Schmid nutzte seine Schnelligkeit, drang über rechts bis zur Grundlinie vor und bediente den aufgerückten Pierre Nadjombe im Zentrum, der aus kurzer Distanz am starken Essener Schlussmann scheiterte (32.). Als sich die knapp 100 Zuschauer schon auf das Warmgetränk in der Pause freuten, fiel doch noch die FC-Führung: Nach einem Essener Eckball bediente Keeper Hagemoser mit einem langen Abschlag Vladislav Fadeev. Der Linksaußen setzte sich im Laufduell durch, ließ seinen Gegenspieler mit einer Finte aussteigen und traf per Flachschuss zur 1:0-Halbzeitführung (41.).

FC verpasst Vorentscheidung

Keine zwei Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, als der FC die große Chance zum 2:0 und damit wohl zu einer Vorentscheidung verpasste. Nadjombe setzte über die rechte Seite Downs in Szene, dessen Hereingabe Torschütze Fadeev nur haarscharf verfehlte. Wenige Zeigerumdrehungen später prüfte Vladimir Fratea den RWE-Torwart per Fernschuss (51.), und auch Downs konnte diesen aus spitzem Winkel nicht überwinden (53.).

Auf der Gegenseite lenkte Hagemoser einen strammen 22-Meter-Schuss über die Querlatte (58.), war beim Ausgleich dann jedoch machtlos: Der auffällige Arnis Osmani wurde per Chipball hinter die Kette im Strafraum bedient, nahm den Ball technisch sauber an und vollendete aus der Drehung zum 1:1 für die Gastgeber (63.). Im Anschluss suchten beide Teams weiter mutig die Entscheidung, der FC-Tross ärgerte sich noch über eine strittige Situation, als Meiko Wäschenbach im Strafraum getroffen wurde und zu Boden ging, der Pfiff aber ausblieb (88.). Etwas Zählbares kam nicht mehr zu Stande.

Das sagte Stefan Ruthenbeck

Während den Spielern nach Abpfiff die Enttäuschung anzumerken war, zeigte sich Trainer Stefan Ruthenbeck gegenüber dem GEISSBLOG nicht unzufrieden: „Vielleicht waren wir dem Sieg am Schluss einen Tick näher. Wir haben uns gegen einen aggressiven und auch spielerisch starken Gegner gut gewehrt. Und wenn man sieht, mit welch dünner Personaldecke wir weiterhin unterwegs sein müssen, nehmen wir den Punkt auch gerne mit. Mund abputzen und weiter geht’s!“

Ausblick

Am nächsten Samstag steht das nächste Auswärtsspiel für die A-Junioren des FC auf dem Programm. Dann ist man zu Gast beim Tabellennachbarn VfL Bochum, der das erste Spiel nach der Winterpause absolvieren wird. Ob die fehlende Spielpraxis ein Vorteil für die Geißböcke sein wird, wird sich zeigen.

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