Florian Kainz gegen RB Leipzig. (Foto: IMAGO / Picture Point LE)

Florian Kainz gegen RB Leipzig. (Foto: IMAGO / Picture Point LE)

Einzelkritik: Defensiv stabil, offensiv drei Fünfen

Der 1. FC Köln verliert bei RB Leipzig mit 1:3 (0:1) und hat eine Stunde lang offensiv keine Chance auf Erfolg. Die Leipziger treffen mit ihren drei ersten Torschüssen, lassen danach den Geißböcken einige Torchancen. Am Ende ist es im Ergebnis verdient, auch wenn sich die Kölner nie aufgeben. Entsprechend fallen die Noten und Zeugnisse in der Einzelkritik aus.

Tor & Abwehr

Marvin Schwäbe

Die Nummer eins würde viel zu tun bekommen, dachte man vor dem Spiel. Doch in Hälfte eins war es genau ein Torschuss: der Nkunku-Freistoß zum 0:1, den Schwäbe nicht erreichen konnte (26.). Konnte überhaupt keinen einzigen Ball halten, da stand es letztlich 0:3. Beim 0:2 durch Olmo streckte er sich vergeblich. Beim 0:3 wurde er von Angelino verladen. Stark dafür mit der Schulter gegen Nkunku (68.). Das war’s aber auch schon. Bitterer Abend.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Benno Schmitz

Hatte mit Angelino einen offensivfreudigen Gegenspieler. In Hälfte eins mehrfach mit gutem Stellungsspiel, sodass er gefährliche Leipziger Situationen unterband und Bälle abfing. Das gelang ihm nach der Pause auch noch, aber seltener. Seine Vorstöße waren selten so gefährlich wie sein guter Pass auf Andersson (67.).
GEISSBLOG-Note: 3,5

Luca Kilian

Hatte es mit Nkunku und Silva im Wechsel zu tun und damit mit zwei der härtesten Aufgaben der Liga. Machte es gut, konnte sein Tempo immer wieder gut einsetzen und brachte meist einen Fuß oder eine Grätsche dazwischen. Hätte er bei Olmos Schuss schneller rausrücken können oder müssen? Schwer zu sagen. Aber insgesamt eigentlich eine sehr solide Leistung.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Timo Hübers

War sofort auf Betriebstemperatur für wichtige Zweikämpfe. Bügelte einen Thielmann-Fehler gut aus (19.). Dann aber zu ungestüm gegen Olmo (25.), was zum Freistoß vor dem 0:1 führte. In der 35. Minute mit einer mehr als verdienten Gelben nach taktischem Foul. Klärte zahlreiche Aktionen auch nachher, jedoch nicht die Aktion vor dem 0:2, als er an der Seitenlinie den Ball nicht wegbrachte.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Jonas Hector

Kompliziertes Spiel für den ehemaligen Nationalspieler, das er nach hinten löste, nach vorne jedoch nicht. Fand offensiv praktisch nicht statt, wenngleich er nach hinten fast alles wegverteidigte.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Mittefeld

Ellyes Skhiri

Nach zehn Wochen wieder für den FC am Ball und sofort in der Startelf. Mit der wichtigen Rettungstat vor der Torlinie (23.). War bemüht, im Spielaufbau Lücken beim Gegner zu finden, das gelang ihm jedoch erst nach einer Stunde – da stand es aber schon 0:3. Vorher um defensive Ordnung bemüht, die er zumeist fand und mitgestaltete.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Salih Özcan

Agierte neben Skhiri auf der Doppel-Sechs und hatte das gesamte Spiel über seine Mühe mit dem meist einen Tick schnelleren und individuell besseren Gegner. War bemüht, auch nach dem 0:3 noch etwas zu bewegen. Das merkte man, als der FC sich nicht hängen ließ und weiter nach vorne arbeitete – auch dank Özcan.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Florian Kainz

Ein komplett gebrauchter Tag für Kainz. Kam nie in die Partie. Entweder verlor er den Ball, wurde falsch angespielt, angeschossen oder rutschte weg. Erlebte einen Abend zum Vergessen und wurde nach 62 Minuten ausgewechselt.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Ondrej Duda

Faszinierend, wie er (in)konsequent im Mittelfeld jedes Kopfballduell vermied. War nicht bissig, wie es gegen Leipzig nötig gewesen wäre. Wirkte nie, als gehe er mal in den Vollsprint oder mit voller Überzeugung in einen Zweikampf oder in ein Eins gegen Eins. Alles mit angezogener Handbremse. Nach 62 Minuten von Baumgart erlöst.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Dejan Ljubicic

Kam in der 62. Minute für Duda und war mit seinem Tempo und dem Willen, Dinge auch zu Ende zu bringen, deutlich besser geeignet als Duda. Ein Tiefenlauf hier, ein Abschluss da, ein rustikaler Zweikampf dort – er wäre wohl die bessere Startelf-Option gewesen als der Slowake.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Kingsley Schindler

Kam in der 62. Minute für Thielmann. Gute Flanke auf Uth nur Sekunden nach der Einwechslung. Man merkte ihm an, dass er noch was zeigen wollte, auch wenn die Leipziger dies gekonnt zunichte machten.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Tomas Ostrak

Kam in der 86. Minute für Skhiri in die Partie. Konnte sich damit freuen, wieder ein paar Bundesliga-Minuten zu sammeln.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Angriff

Jan Thielmann

Agierte im 4-2-3-1 auf der rechten Außenbahn. Bekam eine höchst zweifelhafte frühe Gelbe Karte. Hatte nicht die nötige Ballsicherheit und Überzeugung in seinen Aktionen wie gegen Freiburg. Schade, dass er diese Form nicht wieder aufbringen konnte. Ihm gelang sehr wenig und so musste er nach 62 Minuten vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Sebastian Andersson

Der Schwede stand für den erkrankten Modeste in der Anfangsformation. Und wirkte eine Stunde lang komplett verloren. Im Anlaufen ohne Druck, im Spiel mit dem Ball ohne Wirkung. Es dürfte ihm zumindest geholfen haben, dass er danach besser ins Spiel fand und zu Abschlüssen kam. Schoss sich nach Schmitz-Vorlage freistehend selbst an (67.). Per Kopf traf er nur das Außennetz (77.). War in dieser Phase deutlich besser eingebunden. Das hätte man aber schon zuvor erwarten dürfen.
GEISSBLOG-Note: 4,5

Mark Uth

Kam in der 62. Minute für Kainz. Mit ihm kam deutlich mehr Schwung in das Kölner Offensivspiel. Kam an Schindlers Flanke nicht mehr ran (63.). Auch er manchmal unglücklich, aber bemüht den FC mit erhobenem Kopf vom Platz zu führen. Schlug die Ecke auf Lemperle zum 1:3.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Tim Lemperle

Kam in der 86. Minute für Andersson und köpfte das 1:3 nach Uth-Ecke. Eine Aktion, die Baumgart am Spielfeldrand sichtlich freute – und den Youngster fraglos ebenso. Sorgte für einen versöhnlichen Abschluss des Abends.
GEISSBLOG-Note: keine Note

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