Florian Kainz zieht aus der zweiten Reihe ab. (Foto: Bucco)

Florian Kainz zieht aus der zweiten Reihe ab. (Foto: Bucco)

Einzelkritik: Eine Eins, fünf Zweien und keine Vier

Der 1. FC Köln besiegt Eintracht Frankfurt mit 1:0 (0:0) und springt dank Anthony Modeste wieder in die Europa-Ränge. Eine bärenstarke Leistung der Geißböcke, insbesondere läuferisch und in den Zweikämpfen, führt zu einem verdienten Sieg und den nächsten drei Punkten. Entsprechend fallen die Noten und Zeugnisse in der Einzelkritik aus.

Tor & Abwehr

Timo Horn

Das Comeback für Timo Horn nach seinem letzten Bundesliga-Spiel Ende November in Mainz. Begann mit einem überraschenden Hackentrick gegen Borré im eigenen Strafraum. Nicht alle seine weiten Bälle fanden ihr Ziel. Dafür im Kurzpass sicher und ansonsten praktisch nicht gefordert. Machte genau das, was von ihm erwartet wurde.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Benno Schmitz

Der Rechtsverteidiger hatte es mit Kostic zu tun – und löste diese Aufgabe stark. Der Schlüsselspieler der Eintracht kam kaum zur Geltung. Darüber hinaus fand Schmitz offensiv immer wieder Optionen sich einzuschalten. Rettete gegen Lindström und stellte den Passweg in die Mitte perfekt zu (38.). Mit einer Unsicherheit gegen Borré, als er sich aus dem Spiel nehmen ließ (64.). Kurz vor Schluss für Schindler raus.
GEISSBLOG-Note: 2,5

Luca Kilian

Begann mit einem Schnitzer bei einem verkorksten Befreiungsschlag, was zu Rodes Großchance führte (9.). Auch kurz danach mit einer Unsicherheit am Ball (11.). Rutschte zudem gegen Borré weg, sodass dieser zur Schusschance kam (35.). Danach aber immer stabiler und stärker, in der zweiten Hälfte immer wieder mit klärenden Aktionen und gewonnenen Zweikämpfen. Räumte zum Schluss alles weg.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Timo Hübers

Der neue Abwehrchef zeigte auch gegen Frankfurt, was er drauf hat. Offensiv im Stochern mit einer ersten Kölner Halbchance (13.). Danach aber ausschließlich defensiv gefordert und zu finden: Ruhig am Ball, abgeklärt und robust in den Zweikämpfen, schnell im Rückwärtsgang und kompromisslos ohne Schönheitspreis bei Flanken. So muss man gegen Frankfurt verteidigen.
GEISSBLOG-Note: 2,0

Jonas Hector

Seine Rettungstag gegen Rode vor der Torlinie (9.) hielt den FC früh im Spiel. Begann engagiert nach vorne, grätschte den Ball zu Ljubicics Großchance (17.). Hatte gegen Lindström und Chandler viel zu tun, aber meist alles im Griff. Zog sich hinten raus etwas zurück, sodass er seine Seite absicherte.
GEISSBLOG-Note: 2,5

Kingsley Schindler

Kam in der Schlussphase für Ljubicic und sicherte die rechte Seite erst offensiv und dann defensiv mit ab. Das gelang und reichte zum Sieg.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Mittefeld

Ellyes Skhiri

Bildete mit Özcan die Doppel-Sechs und lief schlappe 13 Kilometer in 90 Minuten. Wie viele Bälle dieser Mann durch Stellungsspiel und kluge Laufwege abfängt, gewinnt und rettet, ist nicht zuletzt durch seine selbstverständliche Art bemerkenswert. Sein Pressing gegen Kamada war entscheidend, dass der Ball bei Modeste landete und dieser Siegtor erzielen konnte. Nicht fehlerfrei, aber immens wichtig mit seiner Spielintelligenz mit und gegen den Ball.
GEISSBLOG-Note: 2,5

Salih Özcan

Neben Skhiri auf der Doppel-Sechs und der Mann fürs Grobe. In dieser Form fraglos ein Kandidat für den Publikumsliebling. Rieb sich auf, war sich für keinen Weg, keinen Zweikampf und kein Schieben, Halten und Grätschen zu schade. Hätte in der 26. Minute per Kopf das 1:0 erzielen müssen – köpfte aber völlig frei am langen Pfosten vorbei. Ansonsten aber praktisch immer auf der Höhe – beispielhaft, wie er mit letztem Einsatz einen SGE-Konter abfing (60.).
GEISSBLOG-Note: 2,0

Florian Kainz

Der Linksaußen zeigte zunächst nicht die nötige Qualität bei Standards. Brauchte ein bisschen, um in die Partie zu kommen. Dann immer wieder mit mutigen Aktionen auf der linken Seite. Traute sich auch mal was aus der zweiten Reihe (41.). Sein Freistoß landete auf das Tornetz (49.). Suchte immer wieder seine Position, um den Ball ins Zentrum zu bringen, fand dort aber keine Abnehmer. Nach 80 Minuten für Thielmann vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Dejan Ljubicic

Der Österreicher übernahm für Jan Thielmann die rechte Seite und sollte nicht nur offensiv Zeichen setzen, sondern Benno Schmitz hinten rechts gegen Filip Kostic unterstützen. Wurde sofort mehrfach für Flankenläufe eingesetzt. Leider zu ungenau mit seinem Schuss Großchance (17.). Konnte mit seinem enormen Tempo viele Räume zulaufen, griff immer wieder aggressiv an und setzte Frankfurt unermüdlich früh unter Druck. Nach vorne fehlte ihm die nötige Zielstrebigkeit, aber im Rückwärtsgang von großem Wert.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Ondrej Duda

Kam in der 88. Minute für Uth und brachte das 1:0 mit über die Zeit.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Louis Schaub

Kam in der 88. Minute für Schmitz und brachte das 1:0 mit über die Zeit.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Angriff

Mark Uth

Uth rückte für Duda in die Startelf und spielte auf der Zehn. Bot sich immer wieder in den freien Halbräumen an und konnte aufdrehen. Perfekte Flanke auf Özcan (26.). Stand im Abseits, als er Anderssons vermeintliche Großchance vorbereitete (45.). Nahm allen Mut zusammen und zwang Trapp zur Glanzparade aus spitzem Winkel (60.). Spielte sehr mannschaftsdienlich und arbeitete auch gut zurück, was häufig seine Schwäche ist. Gewann viele Zweikämpfe, zog mehrere Fouls und lief elf Kilometer.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Sebastian Andersson

Der Schwede stand nach seiner schwachen Leistung in Leipzig und trotz der Modeste-Rückkehr überraschend erneut in der Startelf. Leitete den Ball bei Ljubicics Chance weiter (17.). Wurde danach aktiv, lief an und kam zu einer Schusschance aus spitzem Winkel (26.). Scheiterte in der 45., nachdem ihm Uth aus dem Abseits aufgelegt hatte. Sah Sekunden nach dem Seitenwechsel Gelb. Rieb sich gegen Hinteregger auf.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Anthony Modeste

Kam in der 61. Minute unter dem Jubel der Zuschauer für Andersson. Dieser Jubel brandete in der 84. Minute auf, als der Franzose den Turbo zündete und vor Trapp eiskalt blieb. Das 1:0 war sein 15. Saisontreffer! Schon vorher einmal in einer ähnlichen Situation, als er noch den Querpass zu Uth suchte, der nicht ankam. Man merkte, dass der 33-jährige dieses Spiel entscheiden wollte – und es am Ende auch tat.
GEISSBLOG-Note: 1,0

Jan Thielmann

Kam in der 81. Minute für Kainz. Sollte mit seiner Laufstärke noch mal für Entlastung sorgen.
GEISSBLOG-Note: keine Note

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