Werner Wolf hat eine Gehaltsobergrenze beim 1. FC Köln dementiert. (Foto: Bopp)

Werner Wolf hat eine Gehaltsobergrenze beim 1. FC Köln dementiert. (Foto: Bopp)

“Es ist klar, dass der Trainer teurer werden wird” – Wolf dementiert Gehaltsobergrenze

Dass Steffen Baumgart offen gegenüber einer vorzeitigen Vertragsverlängerung beim 1. FC Köln ist, hat der Trainer unlängst bestätigt. Doch noch wird der 50-Jährige bis zum Amtsbeginn des neuen Sportchefs Christian Keller warten müssen. Dafür wird sich der Erfolgscoach wohl über eine Gehaltserhöhung freuen können. Eine Obergrenze der Bezüge wird es derweil auch zukünftig nicht bei den Geißböcken geben.

Mit diesem Gerücht hat FC-Präsident Werner Wolf in der jüngsten Sonderfolge des GEISSPODS aufgeräumt und klargestellt, dass es trotz der Corona-Verluste keine festgelegte Gehaltsobergrenze bei den Profis geben wird. “Christian Keller hat in Regensburg aus der Not heraus so etwas gemacht. Das wird jetzt in der Öffentlichkeit auf den FC übertragen”, erklärte der 65-Jährige.

“Müssen den Gürtel enger schnallen”

Dabei hätten sich weder Keller noch der Vorstand selbst einmal dazu geäußert. Interims-Sportchef habe solch eine Maßnahme sogar dementiert. “Trotzdem wird es weiter geschrieben”, sagt Wolf. “Klar ist, dass wir angesichts der Corona-Verluste und geringeren Fernsehgelder den Gürtel enger schnallen müssen.” Dabei sei der Spieleretat natürlich der größte Kostenpunkt auf der Ausgabenseite. Daher sei man am Geißbockheim auch besonders stolz auf den Gehaltsverzicht, dem die Profis zwischenzeitlich zugestimmt hatten. “Wir haben das geschafft”, berichtete Wolf, während andere Vereine bei ihren Spielern damit auf taube Ohren gestoßen waren.

Nichtsdestotrotz werden die Spieler bei ihren Vertragsverhandlungen auch weiterhin den Sparzwang der Kölner zu spüren bekommen. So werden beispielsweise Florian Kainz oder auch Louis Schaub, deren Verträge allesamt im Sommer auslaufen, nur zu deutlich verringerten Konditionen ein neues Arbeitspapier vorlegt bekommen. Auch Anthony Modeste, der zuletzt selbst immer wieder eine Verlängerung öffentlich thematisiert hatte, wird sich auf deutlich geringere Bezüge einstellen müssen. Benno Schmitz zumindest konnte der FC bereits überzeugen, seinen auslaufenden Vertrag trotz niedrigerer Konditionen zu verlängern. “Insgesamt geht es uns trotzdem sehr gut. Es ist nicht so, dass man wenig Geld verdient. Vielleicht nur weniger als davor”, erklärte der Rechtsverteidiger sehr reflektiert im Rahmen seiner Verlängerung.

Dabei gab auch der FC-Präsident zu: “Wir werden nicht mehr in der Lage sein, in der Größenordnung von gestern oder vorgestern zu zahlen.” Da die Corona-Pandemie jedoch auch freilich bei anderen Bundesligisten zu hohen Verlusten geführt hat, dürften die Spieler auch bei anderen Vereinen kaum eine Aussicht auf höhere Bezüge haben. Auf etwaige Vertragspoker werden sich die auch nicht einlassen: “Wir werden keinen Unsinn machen”, versprach Wolf.

Vertragsgespräche mit Baumgart frühestens ab April

Der einzige, der sich jedoch vermutlich am Ende der Saison auf mehr Gehalt freuen darf, ist Steffen Baumgart. Der Trainer leistet seit seinem Amtsantritt im vergangenen Sommer hervorragende Arbeit und hat binnen kürzester Zeit aus einem taumelnden Abstiegskandidaten einen ernstzunehmenden Anwärter auf die internationalen Plätze geformt. Das dürften längst auch andere Vereine mitbekommen haben, sodass die Kölner den bis Sommer 2023 laufenden Vertrag mit ihrem Cheftrainer schnellstmöglich verlängern wollen. Dass dieser dabei wohl auch mehr Gehalt fordern kann und wird, ist auch dem Vorstand bewusst: “Es ist klar, dass der Trainer teurer werden wird.” Dass vor dem offiziellen Amtsantritt des neuen Sportchefs Christian Keller jedoch in Sachen Verlängerung nichts passieren wird, ist laut Werner Wolf auch für Baumgart verständlich: “Ich habe mit ihm gesprochen und es ist total okay, dass Christian Keller hier am 1.4. anfangen und die Verantwortung für alles übernehmen wird, was ab dann passiert.“

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