Sebastian Andersson bejubelt sein Tor gegen den BVB. (Foto: Bucco)

Sebastian Andersson bejubelt sein Tor gegen den BVB. (Foto: Bucco)

Schwäbe riesig gegen Haaland: Andersson lässt den FC jubeln

Der 1. FC Köln hat gegen Borussia Dortmund ein 1:1 (1:1) geholt und vor ausverkauftem Haus allen Personalsorgen getrotzt. Die Geißböcke gerieten zwar früh durch Marius Wolf in Rückstand, glichen aber durch Sebastian Andersson noch vor der Pause aus. In der zweite Hälfte glich die Partie einem Abnutzungskampf, den Marvin Schwäbe mit einer phänomenalen Parade gegen Erling Haaland für den FC rettete.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Mit quasi dem letzten Aufgebot trat der 1. FC Köln am Sonntag gegen Borussia Dortmund an. Weil insgesamt sieben Spieler nicht zur Verfügung standen, musste Steffen Baumgart den Kader auffüllen, um überhaupt auf 20 Spieler zu kommen. So saß mit Matthias Köbbing ein dritter Torhüter ebenso auf der Bank wie Niklas Hauptmann, der sein letztes Profi-Spiel Ende Mai 2021 gemacht hatte – für Holstein Kiel im Relegations-Hinspiel gegen den FC in Müngersdorf.

Bewegender Moment vor dem Spiel

Vor dem Spiel bedankte sich Ana Ivanova, eine ukrainische Fußballerin, bei der Stiftung des 1. FC Köln und der Stadt Köln. Ivanova war zusammen mit ihrer Mannschaft von Freiwilligen aus dem Kriegsgebiet in ihrer Heimat nach Deutschland gebracht worden. Die Zuschauer schenkten der Ukrainerin und ihren Landsleuten einen warmen Applaus. Auch Ivanovas Mitspielerinnen waren am Sonntag im Stadion.

Situation des Spiels

In der 56. Minute war es geschehen – dachten die 50.000 Zuschauer in Müngersdorf. Plötzlich war Erling Haaland frei durch. Nach einer schönen Kombination aus dem Mittelfeld landete der Ball bei dem norwegischen Superstürmer, der auf Marvin Schwäbe zulief. Eine Chance, die sich der 21-Jährige nicht entgehen lassen würde. Doch der Dortmunder (und wohl viele Fans in diesem Moment) hatten die Rechnung ohne den FC-Keeper gemacht. Schwäbe blieb lange stehen und fuhr dann einen Block der Extraklasse aus. Mit dem linken Fuß wehrte der 26-Jährige Haalands Schuss ab und hielt so das 1:1 für den FC fest.

Die Tore

Es lief die achte Spielminute. Benno Schmitz hatte sich gerade verletzt und wurde an der Seitenlinie behandelt. Der FC in Unterzahl, Mark Uth übernahm vorübergehend die Position hinten rechts. Die Geißböcke machten an der Mittellinie keinen Druck auf die Dortmunder. Einen langen Ball hinter die Abwehrkette in den Rücken von Timo Hübers konnte der einlaufende Marius Wolf mitnehmen. Schwäbe war zu weit rausgerückt und kam nicht mehr in die richtige Position. Und so reichte dem Ex-Kölner ein eher harmloser Schuss in die lange Ecke, um den falsch positionierten FC-Keeper zu überwinden. Das frühe 0:1 für den BVB – und die anschließende Auswechslung des verletzten Schmitz. Schlechter hätte das Spiel für den FC nicht beginnen können.

In der 36. Minute belohnte sich der FC für das deutlich engagiertere und mutigere Spiel gegen biedere und ideenlose Dortmunder. Salih Özcan behauptete den Ball 30 Meter vor dem gegnerischen Tor mit einer starken Körpertäuschung und schickte Jannes Horn auf die Grundlinie. Der Linksverteidiger brachte seine Flanke perfekt an den ersten Pfosten, wo Anthony Modeste hochstieg und den Ball an den langen Pfosten köpfte. Dort lief Sebastian Andersson ein und musste aus drei Metern nur noch seinen Fuß hinhalten und das Kunstleder über die Linie drücken.

Fazit

Der 1. FC Köln verdiente sich dieses Unentschieden auf allen Ebenen. Die Geißböcke zeigten in der ersten Halbzeit eine nahezu perfekte Vorstellung. Trotz des frühen Rückstands ließ sich der FC nicht aus dem Konzept bringen, gewann unzählige Bälle in der gegnerischen Hälfte, ließ Dortmund überhaupt nicht zur Entfaltung kommen und belohnte sich mit dem Ausgleich für eine bärenstarke Vorstellung. Nach der Pause wurde der BVB besser, ohne zwingend zu werden. Einzig Haalands Großchance ließ die Herzen der FC-Fans für einen Schlag aussetzen. Am Ende hätten sogar die Geißböcke noch als Sieger vom Platz gehen können, doch eine Eckenkombination konnte Mark Uth nicht verwerten. So war es ein mehr als verdienter Punktgewinn für die Geißböcke und der 40. Zähler im 27. Spiel. Als Tabellensiebter geht der FC in die Länderspielpause. Am 1. April geht es mit dem Auswärtsspiel bei Union Berlin weiter.

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