Anthony Modeste konnte seine Chancen gegen Hoffenheim nicht nutzen. (Foto: Bucco)

Anthony Modeste konnte seine Chancen gegen Hoffenheim nicht nutzen. (Foto: Bucco)

Wer trifft, gewinnt: Die Lehren der Hoffenheim-Pleite

In einem guten Bundesligaspiel hat sich der 1. FC Köln am Sonntagabend der TSG Hoffenheim mit 0:1 geschlagen geben müssen. Eine bittere Niederlage für den FC, der sich mit aller Kraft gegen die Niederlage sträubte, denn beide Mannschaften hatten teils hochkarätige Chancen. Doch ein Tor gelang nur den Gästen. 

Aus Müngersdorf berichten Lina Gebhardt und Marc L. Merten

Geschichte des Spiels

Von Beginn an machten die Hoffenheimer viel Druck und kamen gut ins Spiel. Über Raum, Baumgartner und Kramaric drang die TSG oft in den Kölner Sechzehner vor, doch Bebou gelang es nicht, den Ball ins Tor zu befördern. Nach einer halben Stunde kam dann aber auch der FC zu seinen Chancen, doch Modeste vergab ebenso. In der 60. Minute drückte der FC-Torjäger dann einen Freistoß von Uth über die Linie, doch der Linienrichter hob direkt die Fahne – Abseits. Nur eine Minute später gelang den Hoffenheimern, was kurz zuvor beim FC nicht funktioniert hatte: Nach einer guten Flanke von Raum gewann Posch am zweiten Pfosten das Kopfballduell gegen Kilian und köpfte den Ball ins Tor. Die Kölner wehrten sich bis zum Schluss gegen die Niederlage und hatten durch Modeste, Andersson und Lemperle noch gute Möglichkeiten zum Ausgleich, doch nutzen konnten sie diese nicht. So stand am Ende die 600. Bundesliga-Niederlage für den 1. FC Köln auf dem Papier.

Spieler des Spiels

Spieler des Spiels auf Kölner Seite war am Sonntagabend Salih Özcan. Der Sechser war sehr präsent, ging den Bällen gut nach und gewann auch gegen Hoffenheim viele wichtige Zweikämpfe im Mittelfeld. Zudem hat er die meisten Ballkontakte und eine beachtliche Passquote von 90 Prozent aufzuweisen. Schade, dass sein Traumpass auf Ljubicic (51.) nicht zu mehr führte.

Herausragender Spieler bei der TSG war David Raum. Der offensivgefährliche Linksaußen sorgte oft für Gefahr über die linke Seite, er setzte im Angriff viele Akzente und bereitete Poschs Kopfballtreffer mit einer perfekten Flanke vor.

Pechvogel des Spiels

Einen enttäuschenden Abend verlebte indes Anthony Modeste. Mehrfach hatte der Torjäger einen Treffer auf dem Fuß beziehungsweise Kopf – Möglichkeiten, die er normalerweise nutzt – doch das Tor blieb ihm gegen die TSG verwehrt. Einmal landete der Ball zwar hinter der Linie, doch Modeste hatte zuvor im Abseits gestanden, der Treffer zählte nicht. Entsprechend frustriert zeigte sich der Stürmer nach dem Spiel und sprach von einem “schwierigen Abend”.

Szene des Spiels

Die Szene des Spiels ereignete sich in der Nachspielzeit: Jan Thielmann flankte noch einmal von links vor das Hoffenheimer Tor, Tim Lemperle stieg zentral hoch, war ungedeckt und hatte das 1:1 auf dem Kopf. Doch der Ball verrutschte dem Talent und ging am Tor vorbei. An der Seitenlinie sank Steffen Baumgart auf die Knie. Das Sinnbild für zahlreiche vergebene Torchancen der Geißböcke in der Schlussphase, die sich eigentlich den Ausgleich verdient gehabt hätten. 

Duell des Spiels

Mehrfach tauchte Ihlas Bebou fast alleine vor dem Kölner Tor auf, doch ebenso häufig scheiterte der TSG-Stürmer an Marvin Schwäbe oder dem Aluminium. Als Bebou den Kölner Keeper in der 25. Minute ausspielen wollte, blieb dieser lange stehen und störte den Angreifer. Auch kurz vor der Halbzeit war Schwäbe zur Stelle und hielt stark gegen Bebou, der es in der kurzen Ecke versuchte.

Statistik des Spiels

Tore: Köln 0 – Hoffenheim 1. Mit dem FC und der TSG trafen am Sonntag zwei Gegner auf Augenhöhe aufeinander – die Kölner waren den Hoffenheimern nicht bei Vielem unterlegen, wohl aber bei der Chancenverwertung. Beide Mannschaften hatten gute Möglichkeiten, von denen Hoffenheim allerdings eine genutzt hat, der FC hingegen nicht. Und die Tore entscheiden im Fußball nun einmal über Sieg oder Niederlage.

Zahl des Spiels

13,47 km – erneut war es Ellyes Skhiri, der die meisten Kilometer abgespult hat, an diesem Spieltag gar in der gesamten Bundesliga. Damit ist er knapp einen Kilometer mehr gelaufen als David Raum, der Hoffenheimer mit der besten Laufleistung (12,5 km).

Zitat des Spiels

“Es gibt Tage, an denen es einfach nicht so gut funktioniert.” (Anthony Modeste über seine Chancen zum Ausgleich)

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