Anthony Modeste bejubelt sein Tor zum 2:1. (Foto: IMAGO / CvdLaage))

Anthony Modeste bejubelt sein Tor zum 2:1. (Foto: IMAGO / CvdLaage))

Jubel sorgt für Kritik: Baumgart stutzt Modeste zurecht

Anthony Modeste hat den 1. FC Köln mit seinem Tor zum 2:1 gegen Arminia Bielefeld (Endstand 3:1) auf die Siegerstraße geführt. Doch sein Jubel im Anschluss an den Treffer sorgte hinterher für Diskussion. Thomas Kessler wollte sich nicht äußern, Steffen Baumgart hingegen fand klare Worte für die Aktion des Stürmers, die sogar noch ein Nachspiel haben könnte.

Es lief die 43. Spielminute, als die Fans des 1. FC Köln wieder jubeln durften. Der FC hatte sich über die rechte Seite nach vorne kombiniert. Mark Uth jedoch sah Anthony Modeste weit hinten am linken Eck des Strafraums frei. Und so schlug der Torschütze zum 1:0 einen weiten Ball als Flügelwechsel auf den Franzosen. Was Modeste nun machte, war Extraklasse.

Mit dem ersten Kontakt der Ballannahme legte sich der Stürmer die Kugel perfekt auf seinen rechten Fuß und zog mit dem zweiten Kontakt sofort ab. Zwar hatte der 34-Jährige Glück, dass der Schuss abgefälscht wurde und der Ball so über Stefan Ortega hinweg ins Tor fiel. Doch das 2:1 war der so wichtige Treffer kurz vor der Pause, der dem Spiel die entscheidende Wendung gab. Und weil Modeste kurz vor Ende der Partie sogar noch das 3:1 für Jan Thielmann auflegte, war eigentlich alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Modeste wirbt nach Tor für seinen Kaffee

Wäre da nicht der kuriose, mitunter gar fragwürdige Jubel von Anthony Modeste über sein Tor. Der Franzose jubelte über sein 17. Saisontor zunächst per Brille vor der Nordkurve – alles wie immer also. Doch dann lief er neben das Bielefelder Tor, wo er vor dem Spiel offenbar schon eine Tüte hingelegt hatte – in Erwartung eines Treffers, den er unbedingt markieren wollte. Und aus dieser zog Modeste eine Packung Kaffeebohnen.

Es war jener Kaffee, den Modeste inzwischen in Köln verkaufen lässt – mit seinem Konterfei und seinem Namen drauf. Diese Kaffeepackung hielt Modeste in die Fernsehkamera, machte eine weitere Jubel-Geste, indem er das Trinken eines Espressos simulierte und warf die Packung anschließend einem Zuschauer zu. Kurzum: Modeste nutzte sein Tor zum 2:1 nicht nur für sportliche Eigenwerbung, sondern auch für die Bewerbung seines Kaffees.

Du darfst nicht überdrehen, sonst kriegst du auf die Fresse

Steffen Baumgart über Anthony Modeste

Dies kam bei den FC-Verantwortlichen jedoch gar nicht gut an. Thomas Kessler, Sportlicher Leiter der Lizenzspielerabteilung, hielt sich nach dem Spiel noch diplomatisch und behauptete, die Szene nicht gesehen zu haben. Doch das bedeutete nur, dass er dazu nichts sagen wollte und die Geschichte intern aufarbeiten würde. Steffen Baumgart hingegen ist weniger der diplomatische Typ, und so fand der 50-Jährige deutliche Worte.

“Fußball ist ein dünnes Eis. Du darfst nicht überdrehen, sonst kriegst du auf die Fresse”, sagte der FC-Trainer auf der Pressekonferenz. “Mehr will ich dazu nicht sagen.” Baumgart war nicht in der Stimmung für Späßchen oder gar arrogant anmutende Tor-Inszenierungen. Baumgart ließ keinen Zweifel daran, dass er sich seinen Stürmer noch einmal zur Brust nehmen wird.

Modeste selbst erklärte die Aktion hinterher als Zeichen an seine Freunde. “Ich vergesse nicht, wo ich herkomme”, sagte der 34-Jährige. “Das war ein Dankeschön an die Leute, die mich immer unterstützt haben. Es war ein Geschenk.” Ein Geschenk, über das aber noch geredet werden dürfte – nicht nur beim FC. Denn bekanntlich hat auch die Deutsche Fußball-Liga für solche Aktionen klare Regeln. Botschaften jeglicher Art sind in der Regel nicht gestattet. Und so ist sogar eine Geldstraße durch den Verband im Bereich des Möglichen.

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