Jörg Jakobs wurde zum 1. April von Christian Keller als Kaderplaner abgelöst. (Foto: Bucco)

Jörg Jakobs wurde zum 1. April von Christian Keller als Kaderplaner abgelöst. (Foto: Bucco)

Nach Keller-Start: Wie geht es jetzt Für Jakobs weiter?

Zehn Monate nach der Trennung von Horst Heldt hat der 1. FC Köln einen neuen Sport-Geschäftsführer. Seit dem 1. April leitet Christian Keller die sportlichen Geschicke am Geißböckheim und löst damit Jörg Jakobs ab, der die Aufgabe des Kaderplaners seit dem Sommer interimistisch übernommen hatte. Welche Rolle Jakobs zukünftig einnehmen soll, ist aktuell noch offen.

Jörg Jakobs hat für den 1. FC Köln in den vergangenen Monaten einmal mehr die Kohlen aus dem Feuer geholt. Schon nach dem Abstieg im Jahr 2012 hatte der gebürtige Trierer den Wiederaufbau des am Boden liegenden Klubs mit vorangetrieben und den Verein wieder in ruhigere Fahrwasser gelenkt. Im Anschluss daran rückte Jakobs jedoch wieder zurück ins zweite Glied, wo sich der Dozent der Deutschen Sporthochschule auch deutlich wohler fühlt am im Rampenlicht der Bundesliga.

Als sich der FC im Sommer nach geschaffter Relegation allerdings von Horst Heldt als Sport-Geschäftsführer getrennte hatte, sprang Jakobs erneut als Kaderplaner in die Bresche. Mit Erfolg: Der 51-Jährige verschlankte den aufgeblähten Kader deutlich, verstärkte die Mannschaft punktuell durch kluge Transfers und war letztlich auch an den Verpflichtungen von Steffen Baumgart sowie dem neuen Geschäftsführer Christian Keller beteiligt.

Erstes Treffen mit Keller ging über zwei Stunden

Beim ersten Kennenlernen mit dem neuem Sportchef sei Jakobs nämlich dabei gewesen, wie Vizepräsident Eckhard Sauren am Montag bei der ersten öffentlichen Vorstellung von Keller berichtete. “Der Termin ging über zwei Stunden”, sagte Sauren weiter. Dabei sei sowohl der Vorstand als auch Jakobs sofort von dem 43-Jährigen überzeugt gewesen. “Es ist auch wertvoll, dass wir das gemeinsam gemacht haben, denn Jörg Jakobs bringt eine ganze Menge an Kompetenz mit ein”, erklärte Sauren weiter.

Auch wenn sich der Vorstand von vornherein Zeit bei der Auswahl des neuen Geschäftsführers lassen wollte, hätte sich Jakobs eigenen Aussagen nach einen früheren Einstand seines Nachfolgers gewünscht. Da Keller nach seinen achteinhalb Jahren in Regensburg aber zunächst eine Pause einlegen wollte, blieb Jakobs bis zum 1. April in der Verantwortung. “Am Ende hat es auch geholfen, dass Jörg bereit war, die Interimslösung mit zu übernehmen. Weil er auch wusste, dass eine hervorragende langfristige Lösung in Aussicht ist.”  

Jakobs bleibt an Spieltagen bei Team

Den Großteil der Kaderplanung für die kommende Saison hat Jakobs gemeinsam mit Thomas Kessler und Lukas Berg nun schon in die Wege geleitet. Daher richtete Sauren auch noch einmal einen expliziten Dank an das Trio, “dass man hier sehr gute Übergänge geschaffen hat und Christian Keller nicht wirklich bei einem Neuanfang steht, sondern bei einem Übergang.” Für Keller selbst gelte es nun, “die Vorarbeit in Entscheidungen umzumünzen.”

Dabei muss Keller bei seinem Start jedoch nicht gänzlich auf die Dienste von Jakobs verzichten, denn bis zum Saisonende wird dieser weiterhin eng bei der Mannschaft bleiben. Auch auf Wunsch von Keller: “Ich habe Jörg Jakob gebeten, dass er das Team an Spieltagen noch begleitet. Ansonsten hätte ich operativ anders eingreifen müssen. So kann ich meinen Blick nun auch über die Saison hinaus richten.”

“Werden hoffentlich eine Lösung finden”

Wie sich der konkrete Aufgabenbereich für Jakobs dann über den Sommer hinaus darstellen wird, ist aktuell noch offen. “Wir sind im Gespräch”, erklärte FC-Präsident Werner Wolf am Montag und sagte weiter: “Er wird auf jeden Fall in unserem sportlichen Kompetenzteam bleiben.” Dabei soll Jakobs weiterhin “an der ein oder anderen Stelle eingebunden” werden. Wie dies konkret aussehen könnte, ließ der Vorstand jedoch noch offen. Die Wichtigkeit des 51-Jährigen, der den FC nun schon zum zweiten Mal in einer extremen Schieflage wieder in die richtige Bahnen lenken konnte, ist sogar Christian Keller schon bewusst, wie Wolf verriet: “Christian Keller hat gesagt, es wäre Wahnsinn, so eine Kompetenz laufen zu lassen”. Deshalb sei man froh, Jakobs an Bord zu haben – und hoffentlich auch noch weiter haben wird. “Wir werden in den nächsten Wochen dann hoffentlich eine Lösung finden.” 1. FC Köln: Wie geht es mit Jörg Jakobs weiter?

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