Anja Pfluger (li.) und die FC-Frauen verlieren in Sand. (Foto: IMAGO / Eibner)

Anja Pfluger (li.) und die FC-Frauen verlieren in Sand. (Foto: IMAGO / Eibner)

Rinast-Eigentor und Glass-Rot: Peinliche Pleite in Sand

Ungewöhnliche Ergebnisse kommen am Ende einer Saison nicht immer überraschend, doch sie können je nach Tabellenkonstellation unangenehm für die vermeintlichen Favoriten sein: Die 0:1 (0:0)-Niederlage des 1. FC Köln beim SC Sand ist so eine. Die Kölnerinnen verpassten beim Tabellenvorletzten nicht nur einmal mehr den Sprung an Leverkusen vorbei. Sie sorgten auch dafür, dass Sand plötzlich doch noch die Klasse halten kann. Zu allem Überfluss verlor Trainer Sascha Glass auch noch die Nerven.

Am Ende hatte Sascha Glass zumindest nicht Abstieg seines Ex-Vereins zu verantworten. In den Augen der SGS Essen, dem direkten Konkurrenten des SC Sand, mag die Kölner Niederlage ein Geschmäckle gehabt haben. Doch letztlich konnte man dem Kölner Coach nicht nachsagen, er habe den Sieg nicht gewollt. Zu emotional hatte er das Spiel verfolgt.

Glass sorgte in der Nachspielzeit für den negativen Schlusspunkt des Nachmittags. Der Kölner Erfolgstrainer sah die Gelb-Rote Karte (90.+3), nachdem seine Spielführerin Peggy Kuznik für ein Foulspiel verwarnt worden war (90.+2). Der bereits verwarnte Glass echauffierte sich abermals zu lautstark – und flog aus dem Innenraum.

Vier Änderungen in der Startelf

Die Kölnerinnen starteten mit vier Änderungen in der Startformation im Vergleich zum 1:1 gegen Bremen zwei Wochen zuvor: Yuka Hirano, Anja Pfluger, Laura Donhauser und Mandy Islacker ersetzten Myrthe Moorrees, Sabrina Horvat, Sharon Beck und Amber Barrett.

Moment des Spiels

Nach einer abgewehrten FC-Flanke in den Strafraum schaltete der SC Sand blitzschnell um und spielte den Ball auf die halblinke Kölner Seite. Adriana Achcinska konnte ihrer Gegenspielerin Chiara Loos nicht folgen. Deren Hereingabe bugsierte Rachel Rinast am Fünfmeterraum unglücklich ins eigene Tor (55.). Das Tor des Tages – ein bitteres Eigentor der Deutsch-Schweizerin, die gerade ihren Wechsel zu GC Zürich bekannt gegeben hat.

So lief das Spiel

Im ersten Durchgang wirkte Sand zielstrebiger als die Kölnerinnen. Zwingende Torchancen gab es jedoch nicht. Nach der Pause bescherte ein Ballverlust von Rachel Rinast den Gastgeberinnen eine Gelegenheit über den linken Kölner Flügel. Chiara Loos stürmte in den Strafraum, scheiterte jedoch an der FC-Torfrau Manon Klett (51.).

Erst nach dem Rückstand wurden die Kölnerinnen mutiger. Weronika Zawistowska servierte den Ball von der rechten Seite. Yuka Hirano traf die Kugel in der Mitte nicht richtig. Am zweiten Pfosten kam Rinast einen Schritt zu spät und konnte den Ball daher nicht über die Linie drücken (62.). Die eingewechselte Sabrina Horvat hatte eine weitere gute Gelegenheit, ihr Schuss nach einer Kombination über Laura Donhauser und Alicia Gudorf wurde jedoch zur Ecke geblockt (64.).

Fazit und Ausblick

Der Ausgleich für den 1. FC Köln wäre zwar möglich gewesen, Sand jedoch verdiente sich den Sieg durch einen leidenschaftlichen Kampf. Während es für die Geißböcke nur noch tabellarisch um das Prestige mit Leverkusen ging, merkte man den Gastgeberinnen an, dass sie um ihre letzte Chance kämpfen, die Klasse doch noch zu halten.

Zum Saisonabschluss empfängt der 1. FC Köln am kommenden Sonntag den SC Freiburg. Dann muss einmal mehr Co-Trainerin Mirella Junker das Coaching für den gesperrten Glass übernehmen.

FC-Aufstellung

Klett – Donhauser, Demann, Kuznik, Hirano – Gudorf, Pfluger (58. Müller-Prießen), Achcinska (77. Wilde), Rinast (62. Horvat) – Zawistowska, Islacker

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