Steffen Baumgart und Urs Fischer. (Foto: Bucco)

Steffen Baumgart und Urs Fischer. (Foto: Bucco)

Vorbild Union Berlin: Der FC will die Saison wiederholen

Auf den letzten Metern hat Union Berlin dem 1. FC Köln den Startplatz in der Europa League noch weggenommen. Trotzdem freuen sich die Geißböcke über ihre erfolgreiche Saison und Rang sieben. Gleichzeitig sollen die Eisernen ein Vorbild für den FC sein.

Es wurde nochmal spannend für den FC, als Eduard Löwen am vergangenen Samstag in der 80. Minute den 2:2-Ausgleich bei Union Berlin erzielt hatte. Mit einem eigenen Tor hätten die Kölner damit in die Europa League einziehen können. Da jedoch Union kurz vor Schluss doch noch den Siegtreffer erzielt hatte und der VfB Stuttgart nur wenige Augenblicke später in Führung ging, war der Traum von der Europa League für den FC ausgeträumt.

Trotzdem blicken die Geißböcke mit Stolz auf ihre Spielzeit zurück. Platz sieben und das Erreichen der Conference League Play-offs sind für den FC der verdiente Lohn einer starken Saison. Dass die FC-Niederlage durch den Union-Sieg am Ende verschmerzbar wurde, sah Steffen Baumgart allerdings nicht so. “Ich war mit dem 2:2 schon nicht so unglücklich”, meinte der Trainer nach dem Spiel.

Gratulationen an Union Berlin

Als die Bochumer den Ausgleich geschossen hatten, hatte Baumgart schließlich noch einmal alles auf eine Karte gesetzt und für Innenverteidiger Luca Kilian Angreifer Tim Lemperle gebracht. Am Ende nützte es zwar nichts mehr, doch Baumgart war damit einmal mehr seinem Weg treu geblieben. Dieser 1. FC Köln verwaltet keine Ergebnisse. Dieser 1. FC Köln will jedes Spiel gewinnen. Und vor allem soll diesem 1. FC Köln nie wieder passieren, was 2020 beim 1:6 in Bremen passiert war.

Baumgart schickte am Samstag Glückwünsche in Richtung seiner Köpenicker Heimat: “Ich werde Urs Fischer gratulieren, weil er einen überragenden guten Job gemacht hat.” Zum zweiten Mal in Folge haben sich die Unioner, die 2019 gemeinsam mit dem FC aufgestiegen waren, nun schon für das internationale Geschäft qualifiziert und die Saison vor dem FC abgeschlossen. Auf die Conference League, bei der nach der Vorrunde als Tabellendritter Schluss war, folgt nun die Europa League. Kein Wunder, dass man beim FC das Treiben der Eisernen ganz genau beobachtet. Denn bei kaum einem anderen Bundesligisten wird so seriös und kontinuierlich gearbeitet wie am Stadion an der Alten Försterei.

Das können wir uns als Vorbild nehmen

Steffen Baumgart

“Wenn wir so eine Saison wie Union auch mal ein zweites Mal hinkriegen würden, wären wir alle glücklich”, sagte der Trainer. “Das können wir uns als Vorbild nehmen.” Worte, die am Geißbockheim auf fruchtbaren Boden fallen, denn Union beweist seit zwei Jahren, was mit einer klaren Transferstrategie und Kaderplanung möglich ist. Über die vergangenen vier Jahren gab Union auf dem Transfermarkt genauso viel für Spieler aus, wie es an Einnahmen generierte. Das Augenmerk lag auf ablösefreien Spielern. Leistungsträger wurden mit Gewinn verkauft, für sie neue Schnäppchen geholt. Und all das unter der Führung des Erfolgstrainers Fischer.

So wurden selbst die Abgänge von Robert Andrich, Max Kruse und Marvin Friedrich sowie zuvor Rafal Gikiewicz und Sebastian Andersson aufgefangen. Kein Abgang wird zum Problem, sondern zur Chance. Und so will man beim FC bei allen Finanzsorgen diese Herangehensweise übernehmen und auf den Erfolg dieser Saison aufbauen. Egal, welche Leistungsträger den FC in diesem Sommer verlassen sollten. Egal, ob die Dreifachbelastung dazukommen sollte. Egal, ob wenig bis gar kein Geld für Neuzugänge zur Verfügung steht.

Die Bundesliga bleibt das Hauptthema beim FC. Darauf wird der Fokus bleiben. Europa ist ein Zubrot, der vor allem noch einmal die Euphorie weiter schüren soll. Und zeigen soll, was mit harter Arbeit und Konsequenz möglich ist. Union hat es vorgemacht und nach der Conference League sogar die Europa League erreicht. Der FC wird sich dies nicht zum Ziel setzen. Doch Steffen Baumgart wäre nicht Steffen Baumgart, wenn er damit nicht trotzdem liebäugeln würde.

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