Mark Uth, Salih Özcan, Dejan Ljubicic, Tim Lemperle, Benno Schmitz und Jonas Hector. (Foto: Bucco)

Mark Uth, Salih Özcan, Dejan Ljubicic, Tim Lemperle, Benno Schmitz und Jonas Hector. (Foto: Bucco)

Planung über 2023 hinaus: Wer wird die Achse der Zukunft?

Der 1. FC Köln steckt in den Planungen für die Saison 2022/23. Aufgrund der finanziellen Notlage müssen die Geißböcke vor allem kurzfristig denken. Doch dem FC tat in der vergangenen Spielzeit eine Achse aus Leistungsträgern gut. Wie lange hält diese noch und wer könnte in ihre Fußstapfen treten? Und wie realistisch ist die Bildung einer Achse überhaupt in Zeiten, in denen der FC auf Transfereinnahmen angewiesen ist?

In der vergangenen Saison konnte sich der 1. FC Köln auf zahlreiche Führungsspieler stets verlassen. Jonas Hector in der Viererkette, zunächst Ellyes Skhiri und später Salih Özcan im Zentrum, vorne Mark Uth und Anthony Modeste. Auch andere FC-Profis wuchsen in ihre Rollen hinein, doch das genannte Quintett war das Korsett, das alles zusammenhielt.

Nun ist Özcan bereits verkauft, auch Skhiri könnte gehen. Hector, Uth und Modeste hingegen sind über 30, ihre Verträge laufen 2023 aus. Bei Hector geht es um die Frage, ob er weitermacht oder seine Karriere beendet. Bei Uth gibt es eine Option auf ein weiteres Jahr im Kontrakt, er selbst würde gerne beim FC bleiben. Modestes Zukunft ist gänzlich offen, die Gründe sind bekannt. Und so bleibt die Frage: Wer könnte in die Rollen der heutigen Führungsspieler hineinwachsen?

Abwehr

Marvin Schwäbe: Fraglos zählt Marvin Schwäbe zu den Gewinnern der abgelaufenen Saison. Der Torhüter verdrängte Timo Horn und damit einen der bisherigen Korsett-Spieler. Schwäbe hat sich durch seine ruhige, besonnene Art im Tor längst eine hohe Akzeptanz im Team erarbeitet. Gelingt es dem 27-Jährigen in der kommenden Saison seine Leistung zu bestätigen, könnte er als aktuell einer der stärksten Bundesliga-Torhüter eine tragende Rolle beim FC übernehmen. Sein Vertrag läuft bis 2024, bis dahin wird sich auch zeigen, wie sich Torwart-Talent und “Kronprinz” Jonas Urbig entwickelt haben wird. Doch bekanntlich kommen Torhüter mit Ende 20 erst in das beste Torhüteralter – Schwäbe hat also noch viele gute Jahre vor sich.

Timo Hübers: In der Viererkette stehen zwei Spieler ganz oben auf der Liste für potentielle Achsen-Spieler der Zukunft. Benno Schmitz (27) hat viele überrascht mit seinem Leistungssprung. Vor allem aber hat Timo Hübers die Rolle des Abwehrchefs nach dem Abgang von Rafael Czichos nahtlos übernommen. Der 25-Jährige soll zusammen mit dem drei Jahre jüngeren Luca Kilian das Abwehr-Duo der Zukunft bei den Geißböcken bilden. Dafür muss er allerdings seinen bis 2023 laufenden Vertrag bei den Geißböcken verlängern. Dann jedoch könnte der intelligente und sprachgewandte Innenverteidiger zu einem der zentralen Köpfe des FC erwachsen.

Mittelfeld

Dejan Ljubicic: Salih Özcan ist schon weg, Ellyes Skhiri könnte folgen. Bliebe im zentralen Mittelfeld nur noch Ljubicic. Doch der Österreicher hat sich in seinem ersten Jahr herausragend entwickelt. Vor allem stellte er sich als umfunktionierter Rechtsaußen in den Dienst der Mannschaft, übernahm die ungewohnte Position ohne Klagen, sondern stand mit seiner Schnelligkeit und Laufstärke symbolisch für den Steffen-Baumgart-Fußball. Rückt er kommende Spielzeit auf seine angestammte Position auf der Sechs und kann er dort überzeugen, ist der 24-Jährige prädestiniert für das Kölner Korsett. Schon bei Rapid Wien war der Nationalspieler Kapitän, beim FC besitzt der Rechtsfuß einen Vertrag bis 2025. Wird er nicht weggekauft, gehört ihm die Zukunft.

Sturm

Jan Thielmann: Im Angriff wird sich personell in den nächsten zwölf Monaten viel tun beim 1. FC Köln. Bis auf Uth wird womöglich kein einziger Offensivspieler der vergangenen Saison über 2023 hinaus in Köln bleiben – außer Jan Thielmann. Der 20-Jährige ist zwar noch weit davon entfernt, Leistungsträger zu sein oder gar Führungsspieler zu werden, doch der Offensivspieler bringt sportlich viel mit. Ob er in den kommenden Jahren auch zu einer Persönlichkeit auf und neben dem Platz reifen wird, lässt sich heute noch nicht sagen. Klar ist aber: Thielmann hat das fußballerische Potential und blickt schon jetzt auf 64 Bundesliga-Spiele zurück. Ihm steht eine Karriere offen, in der er weit über 300 Bundesliga-Spiele machen könnte, wenn er gesund bleibt und an sich arbeitet.

Fazit

Beim 1. FC Köln werden auch 2022/23 die erfahrenen Hector, Uth und Modeste eine Schlüsselrolle spielen. Auch auf Florian Kainz und Benno Schmitz wird viel Arbeit zukommen, um die Mannschaft in der Spur zu halten. Doch der personelle Umbruch bringt es mit sich, dass neue Gesichter in für sie neue Rollen schlüpfen müssen. Schwäbe und Hübers ist dies bereits eindrucksvoll gelungen. Ljubicic bekommt in der kommenden Saison die Chance dazu, und Thielmann ist ein Versprechen an die Zukunft.

Für alle gilt: Bleiben sie beim FC und nehmen sie eine positive Entwicklung, sind sie prädestiniert für eine Führungsrolle bei den Geißböcken. Gleichzeitig könnten sie zu jenen gehören, die – wie nun Özcan – verkauft werden müssen, um den Klub zu sanieren. Auch das ist die Aufgabe von Achsenspielern. Denn ihre Entwicklung soll im Bestfall nicht unbemerkt bleiben und Ablösesummen generieren. Und so wird es auch im Korsett des FC in Zukunft immer Veränderungen geben.

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